Cover-Bild Zweiklang
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19,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Arctis ein Imprint der Atrium Verlag AG
  • Genre: Kinder & Jugend / Jugendbücher
  • Seitenzahl: 320
  • Ersterscheinung: 12.02.2025
  • ISBN: 9783038800989
  • Empfohlenes Alter: ab 14 Jahren
Elin Hansson

Zweiklang

Meike Blatzheim (Übersetzer), Sarah Onkels (Übersetzer)

Seit dem Tod seiner Mutter lebt Torleif weit weg von seiner Familie in der Großstadt, wo er das Gefühl hat, endlich er selbst sein zu können. Doch als sein Großvater krank wird, muss Torleif zurückkehren – in sein Heimatdorf, wo seine Begeisterung für Musik als „unmännlich“ belächelt wird und „schwul“ noch als Schimpfwort gilt. Auch sein Vater und sein Bruder interessieren sich mehr für die Elchjagd als für Torleifs Leidenschaft, die Hardangerfiedel. Nur in der Geigenbauwerkstatt des Großvaters und in der örtlichen Musikschule findet er Zuflucht – bis er auf den japanischen Austauschstudenten Horimyo trifft und all die ungesagten Dinge drohen, an die Oberfläche zu treten.

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.03.2025

Verwirrende Gefühle

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Obwohl das Cover sehr japanisch anmutet, spielt die Geschichte in Norwegen, allerdings übernimmt ein japanischer Dozent eine wichtige Rolle ein.
Torleif bezeichnet sich selbst als queer und das in dem ...

Obwohl das Cover sehr japanisch anmutet, spielt die Geschichte in Norwegen, allerdings übernimmt ein japanischer Dozent eine wichtige Rolle ein.
Torleif bezeichnet sich selbst als queer und das in dem Internat in der Stadt macht es ihm auch gar keine Schwierigkeiten. Sein bester Kumpel Kim, der ebenfalls homosexuell ist unterstütz ich sehr, denn er ist bei seiner Mutter sehr frei aufgewachsen.
Torleif hingegen hatte in seinem Heimatdorf Problem den Vorurteilen der anderen Bewohner, deshalb hatte er seine sexuelle Ausrichtung auch immer verschwiegen. Seit dem Tod seiner Mutter hat er es auch vermieden nach Hause zu Vater und Bruder zu fahren, dessen großes Hobby die Jagd ist. Doch denn hat sein Großvater, den er Goffa nennt und der ein großer Geigenbauer ist, einen Schlaganfall und Torleif fährt zu seiner Unterstützung nach in das kleine Dorf in den Bergen. Schon bald trifft er auf seinen alten Freund, der sich außer, dass er dicker geworden ist, nicht verändert hat. Torleif spielt selbst sehr gut Geige und wird von Anne, seiner alten Dozentin, gebeten sie zu vertreten. So lernt er den japanischen Künstler Horimyo kennen, von dem er sich magisch angezogen fühlt.
Das Buch zeigt, wie schwer es ist sich zu outen und seiner Umgebung zu gestehen, dass man queer ist. Torleif ist ein junger Mann, der die Trauer um seine Mutter immer noch nicht verarbeitet hat und der von seinem Vater und seinem älteren Bruder keine Unterstützung erwartet. Ganz anders ist sein Verhältnis zu seinem Goffa, der alte Mann kann die Gefühle seinen Enkels gut erkennen und er gibt ihm immer wieder Mut, sich dem Leben zu stellen.
Toreif erzählt seine Geschichte in dem Buch selbst, so konnte ich seine Gefühle sehr gut mitempfinden und mit ihm leiden. Ein sehr sensibles geschriebenes Buch mit viel Musik (die Playlist kann man herunterladen) und wundervollen Aussagen. Zitat Goffa: „Jeder muss so sein dürfen, wie er ist.“

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Veröffentlicht am 16.02.2025

Gutes Buch

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Das Cover ist wunderschön schlicht und ich liebe es einfach. Es passt zu den Charakteren und unglaublich gut zum Buch.

Auch der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, denn er ist flüssig, emotional und ...

Das Cover ist wunderschön schlicht und ich liebe es einfach. Es passt zu den Charakteren und unglaublich gut zum Buch.

Auch der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, denn er ist flüssig, emotional und trotz all der Themen leicht zu lesen. Ich bin sehr gut und schnell in die Geschichte gekommen. Man kommt zusammen mit dem Protagonisten zurück in seine Heimat, in der er nicht er selbst sein kann und in der er sich definitiv nicht wohl fühlt, außer wenn er bei seinem Großvater ist. Hier und da ging es mir zu schnell bzw Habe ich mir da gewünscht, dass man vielleicht noch das ein oder andere Kapitel bekommen hätte.

Die Charaktere lernt man alle nur ein bisschen kennen, aber die Geschichte spielt auch in einer recht kurzen Zeit, weshalb alles ziemlich schnell geht. Die Anziehung ist sofort da und bringt unseren Protagonisten ganz schön ins rudern. Es werden Fehler gemacht, Fehler eingestanden und ganz wichtig, es wird miteinander geredet. Zwar nicht von Anfang an, aber es ist genau das, was hilft. Man bekommt einen Einblick, wie er mit den Ereignissen aus der Vergangenheit zu kämpfen hatte und noch immer hat. Die Freundschaften sind toll und ich wünschte, auch hier hätte es noch ein paar Kapitel mehr gegeben. Und ganz toll wären auch noch ein paar Momente mehr zu seinem Vater und Bruder gewesen. Die Beziehung zwischen ihm uns seinem Opa war einfach nur wundervoll. Bei der Liebesgeschichte ging es mir doch hier und da ein bisschen zu schnell.

Insgesamt also eine wirklich schöne Geschichte, die voller Emotionen steckt, von Wut, Trauer hin zu Freude und Hoffnung. Es wurden so einige heftiger Themen angeschnitten, bei denen ich mir aber doch noch ein bisschen mehr dazu gewünscht hätte und gleichzeitig hat es aber auch zur Geschichte gepasst, denn am Ende ging es um Torleif und Horimyo im hier und jetzt. Ein paar Kommentare wurden leider nicht so ganz mehr angesprochen. 50 Seiten mehr oder so und ich wäre wahrscheinlich glücklich gewesen.

4/5