Ein interessantes Buch über ein chinesisches Frauenschicksal
Ein Buch über das Schicksal von Hua Manyue, der Tochter wohlhabender chinesischer Eltern während des Bürgerkriegs.
Hua Manyue ist eine begeisterte Mah-Jongg-Spielerin. Während sie spielt, blendet sie alles ...
Ein Buch über das Schicksal von Hua Manyue, der Tochter wohlhabender chinesischer Eltern während des Bürgerkriegs.
Hua Manyue ist eine begeisterte Mah-Jongg-Spielerin. Während sie spielt, blendet sie alles um sich herum aus. So ist sie auch gerade beim Spielen, als ihre reiche Familie angesichts des auflodernden Bürgerkriegs nach Taiwan flieht. Zu spät kommt sie nach Hause und findet nur noch ein von Revolutionären besetztes Haus vor. Mit Hilfe des Rikschafahrers, der einst bei ihren Eltern angestellt war, gelingt es ihr, sich zu verstecken und eine neue Identität anzunehmen. Fortan lebt sie unter ärmlichsten Bedingungen und unter einem anderen Namen …
Das Buch war sehr interessant, da es eindrucksvoll zeigt, mit welchen Mitteln während des chinesischen Bürgerkriegs Menschenleben zerstört wurden, wie die Bevölkerung lebte und was dies für ein individuelles Schicksal bedeutete. Der Schreibstil ist sehr distanziert und sachlich – das erschwerte es mir, eine emotionale Bindung zu den Figuren aufzubauen. Leider empfand ich die Protagonistin als wenig sympathisch – vielleicht war das sogar beabsichtigt?
Trotzdem spreche ich eine Leseempfehlung aus, denn das Buch ist inhaltlich sehr lehrreich.
Übrigens: „Blume Vollmond“ ist die deutsche Übersetzung des Namens der Protagonistin, Hua Manyue.