Cover-Bild Blume Vollmond
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19,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Hoffmann und Campe
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: allgemein und literarisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Ersterscheinung: 06.08.2025
  • ISBN: 9783455019582
Fang Fang

Blume Vollmond

Michael Kahn-Ackermann (Übersetzer)

»Dass Erinnerungen lebensgefährlich sein können, davon handelt Fang Fangs Literatur. Dafür wird Fang Fang in ihrer Heimat drangsaliert. Trotzdem hört sie nicht auf, diesen Erinnerungen einen poetischen Raum zu geben.«  Sandra Kegel, Frankfurter Allgemeine Zeitung
Dies ist die faszinierende Geschichte einer leidenschaftlichen Mah-Jongg-Spielerin: Besessen vom Spiel blendet Hua Manyue (Blume Vollmond) die Ereignisse um sich herum so radikal aus, dass sie im aufflammenden chinesischen Bürgerkrieg die Flucht verpasst. Die Folgen sind dramatisch: Während ihre Familie sich nach Taiwan rettet, wird Hua über Nacht mittellos. Trotz des nun offiziellen Spielverbots hält Hua am Mah-Jongg fest – aber wird es sie durch die Zeiten tragen können? Eindrücklich und bewegend erzählt Fang Fang in diesem weltweit zuerst auf Deutsch erscheinenden Roman von der Wirkung gesellschaftlicher Umbrüche auf den einzelnen Menschen – und zugleich von deren begrenzter Macht über individuelle Leidenschaften.

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Lesejury-Facts

  • Dieses Buch befindet sich bei Naraya in einem Regal.
  • Naraya hat dieses Buch gelesen.

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.08.2025

Roman über Spielsucht und einen gesellschaftlichen Abstieg

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Es ist das Jahr 1948 und die 20-jährige Hua Manyue verbringt ihre Zeit mal wieder am Mah-Jongg-Tisch im Spielsalon. Da erscheint Wang Vier, der Rikschakuli der Familie, mit dem Auftrag, sie abzuholen. ...

Es ist das Jahr 1948 und die 20-jährige Hua Manyue verbringt ihre Zeit mal wieder am Mah-Jongg-Tisch im Spielsalon. Da erscheint Wang Vier, der Rikschakuli der Familie, mit dem Auftrag, sie abzuholen. Die Straßen sind voller Soldaten der Befreiungsarmee, es wird geschossen und die gesamte Familie Hua muss fliehen. Zurück bleibt nur Hua Manyue, ohne jeglichen Besitz, da dieser enteignet wurde, und so muss sie untertauchen. Aus Hua Manyue wird nun Yue Manhua. Wang Vier versteckt sie pflichtbewusst, doch wie soll ihr Leben in Zukunft weitergehen?

„Blume Vollmond“ ist der neuste Roman der chinesischen Autorin Fang Fang und wurde von Michael Kahn-Ackermann ins Deutsche übersetzt. Das chinesische Original wurde bisher nicht veröffentlicht, da die Autorin in ihrer Heimat einem Publikationsverbot unterliegt. Der Titel des Buches ist die wörtliche Übersetzung des Namens der Protagonistin Hua Manyue und wirkt im Deutschen eher zusammenhangslos. Hier wäre vielleicht der chinesische Name oder ein Titel mit Bezug zum Inhalt vorteilhafter gewesen.

Die Handlung entwickelt sich vor dem Hintergrund der so genannten „Bodenreform“ (1948-51), über die „Kulturrevolution“ (1966-76) bis in die Gegenwart im Jahr 2008, als Hua Manyue 80 Jahre alt ist. Die politischen Entwicklungen und die bodenlose Gewalt, die die Bevölkerung erdulden muss, bleiben jedoch nur ein kleiner Nebenschauplatz. Im Zentrum steht eine Protagonistin, für die im Leben nur eines Bedeutung hat: das Mah-jongg-Spiel. Auch als sie Wang Vier heiratet, um ihre Tarnung zu schützen, und mit ihm einen Sohn bekommt, kann sie für ihre Familie keine Gefühle entwickeln; der Bezug zu ihr als Hauptfigur bleibt schwierig.

„Blume Vollmond“ ist zuallererst ein Roman über Spielsucht und über einen gesellschaftlichen Abstieg. Aufgrund ihrer Persönlichkeit fällt es jedoch schwer, Empathie mit der Protagonistin zu empfinden. Ich persönlich hätte mir noch einen etwas tieferen Einstieg in die politischen Zusammenhänge gewünscht. Wer diesen sucht, wird bei Fang Fang in ihrem grandiosen Roman „Weiches Begräbnis“ fündig; „Blume Vollmond“ enthält aber auch ein sehr informatives Nachwort.

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Veröffentlicht am 06.08.2025

Spielsüchtig

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Fang Fang ist eine bekannte Schriftstellerin aus China
Ihr Roman, Blume Vollmond, schildert das Leben in China.
Mit ihrer poetischen Sprache versteht sie es gut, auch die politische Lage einzufangen.
Man ...



Fang Fang ist eine bekannte Schriftstellerin aus China
Ihr Roman, Blume Vollmond, schildert das Leben in China.
Mit ihrer poetischen Sprache versteht sie es gut, auch die politische Lage einzufangen.
Man hat schon viel von den chinesischen Säuberungsaktionen gehört und muss die reiche Familie Hu fliehen. Nur die Tochter schafft es nicht sich rechtzeitig von ihrem Mahjong Spiel zu lösen. Das ist eine Sucht, die sie in die Armut treibt. Es gibt noch Menschen, die ihr helfen.
Als nach Jahren eine Nichte und ein Neffe sie aufspüren, sind sie entsetzt über ihren Zustand.

Fang Fang ist mit diesem Roman wieder ein perfektes Werk gelungen.
Ich kann da nur eine gute Leseempfehlung geben.