Cover-Bild Peter Lindbergh. Untold Stories

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60,00
inkl. MwSt
  • Verlag: TASCHEN
  • Genre: keine Angabe / keine Angabe
  • Seitenzahl: 320
  • Ersterscheinung: 29.04.2020
  • ISBN: 9783836579919
Felix Krämer, Wim Wenders

Peter Lindbergh. Untold Stories

Das Buch und die Ausstellung Untold Stories im Düsseldorfer Museum Kunstpalast – die erste von Peter Lindbergh (1944-2019) selbst kuratierte Werkschau – entwickelten sich im Laufe der zweijährigen Vorbereitung zu Herzensprojekten, die der Fotograf erst kurz vor seinem Tod fertigstellte. Gezeigt werden Fotos aus den frühen 1980er Jahren bis in die Gegenwart, die den Blick auf Lindberghs umfangreiches Oeuvre nochmal verändern und seine besondere Idee der Modefotografie deutlich machen. Wir begegnen berühmten Lindbergh-Aufnahmen, vielen bislang noch unveröffentlichten Bildern sowie Auftragsarbeiten für Magazine wie Vogue, Harper’s Bazaar, W, Interview, Rolling Stone oder Wall Street Journal.Untold Stories ist Lindberghs persönlichstes Statement zu seinem Werk. Der Fotograf hat stets den Menschen in den Vordergrund gerückt und damit die Bildsprache von Modeaufnahmen revolutioniert. Seine Fotos machten aus Supermodels nicht nur Ikonen, sondern vor allem Frauen und verschoben die Grenze zwischen Modefotografie und zeitgenössischer Kunst. „Durch die Ausstellung ergab sich die Möglichkeit, ausführlicher über meine Bilder und in einem anderen als dem Modekontext nachzudenken,“ sagt Lindbergh im Gespräch. Inspiration holte er sich vom Tanztheater, aus dem Film, insbesondere Fritz Langs Metropolis, aber genauso von den Industriebrachen seiner Heimatstadt Duisburg. In Untold Stories begegnete Lindbergh, wie er sagt, seinen Fotos nochmal gänzlich neu.

Nächtliche Straßenszenen und dramatische Settings am Hafen oder in Fabrikruinen belegen Lindberghs unnachahmliches Talent als Geschichtenerzähler. Daneben erleben wir private, fast intime Momente mit Persönlichkeiten, die in jahrelanger enger Beziehung zum Fotografen standen: Nicole Kidman, Uma Thurman, Robin Wright, Jessica Chastain, Jeanne Moreau, Naomi Campbell, Charlotte Rampling und andere. Abgerundet wird das Ganze durch ein ausführliches Gespräch zwischen Lindbergh und Kunstpalast-Direktor Felix Krämer sowie eine Hommage von Wim Wenders an seinen Freund Peter Lindbergh.

Dieses Künstlerbuch im XL-Format enthält über 150 zum Teil unveröffenlichte Aufnahmen, die meisten im Lindbergh-typischen Schwarz-Weiß. Das vom Fotografen ausgewählte Naturpapier – ein spezielles, dünnes Blatt mit weicher, offener Oberfläche – ist ein bewusstes ästhetisches Statement Lindberghs für die Wiedergabe seiner Fotos.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.05.2020

Pur und unverfälscht

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Man muss kein großer Kenner in der Modewelt sein, aber diesen Namen unter den Fotografen kennt man einfach: Peter Lindbergh.
In diesem wunderschönen und großen Buch werden bekannte aber auch noch nie ...

Man muss kein großer Kenner in der Modewelt sein, aber diesen Namen unter den Fotografen kennt man einfach: Peter Lindbergh.
In diesem wunderschönen und großen Buch werden bekannte aber auch noch nie gezeigte Werke des Genies veröffentlicht.
Lindbergh war ein Meister der natürlichen Fotografie. Er wollte immer alles pur, ohne Schnörkel, ohne Make-up wenn‘s geht und ohne große Highlights. Er liebte das Minimalistische und bevorzugte beim fotografieren zumeist schwarz-weiß. Wenn man sich diese ausdrucksstarken und gewaltigen Bilder hier betrachtet, weiß man auch warum. Er spielte mit Schatten und Licht, brachte jedes Fältchen in den Fokus, denn genau das war für ihn wahre Schönheit - die pure und wahre Sicht auf den Menschen.
„Er hat sie ja alle vor der Linse gehabt!“....diesen Spruch können nicht alle Fotografen von sich behaupten, aber wer schon mal mit ihm zu tun hatte, würde das wohl nie vergessen. Es gab Interviews mit Models, die meinten, sie hätten sich noch nie so pur und schön vor einer Kamera gefühlt wie bei Peter Lindbergh. Kein Wunder! Er war einfach ein Meister seines Fachs. Er war unaufgeregt, ruhig und still. Aber nicht nur Menschen hatten es ihm angetan. Er liebte ebenso die Objektfotografie und stellte auch Landschaften ins richtige Licht.

„Untold Stories“ ist genau die Ausstellung seiner Werke im Düsseldorfer Museum Kunstpalast, die er selbst kuratiert hatte.....noch kurz vor seinem Tot. Sie war sein „Herzensprojekt“, es war sein Werk und wird jetzt sein Vermächtnis. Seine Bilder in dieser Ausstellung kommen teilweise aus den 1980ern aber auch aus dem hier und jetzt und man merkt genau, Lindbergh ist seinem Stil immer treu geblieben beim fotografieren, aber die Welt hat sich grundlegend verändert. Er zeigt es uns genau und man kann regelrecht in seinen Bildern festfrieren vor Begeisterung.
Lindbergh wollte immer, das man über seine Bilder nachdenkt, das man etwas fühlt dabei. Er wollte nie den perfekten Körper fotografieren, sondern Menschen wie du und ich....Ich finde es ist ihm grandios gelungen und er wird definitiv fehlen auf dieser Welt. Keiner hatte so einen Blick wie er.

Zur Optik und Haptik: das Buch ist gewaltig groß und das auch zurecht. Die Bilder müssen wirken und das schafft man nur durch gewisse Größe. Es ist dabei dennoch handlich und man kann es gut auf dem Schoß liegen lassen und darin blättern. Die Seiten haben eine sehr interessante Stärke - sie sind in gewisser Weise dünn, aber irgendwie auch nicht. Ich beschreibe sie mal als „feinfühlig“. Peter Lindbergh hat es selbst gewählt und das macht dieses Buch zu etwas ganz persönlichem....ein Nachlass für jeden zugänglich wenn man so will. Einziger Nachteil: das Buch riecht ungemein...
Der schwarze Leinenrücken mit der schwarz-geprägten/gestanzten Schrift ist sehr elegant und stilvoll.
Das Buch endet mit einem sehr intensiven Gespräch mit Felix Krämer (Direktor des Kunstpalasts) und Worten von Wim Wenders, einem langen Freund Lindberghs.

Dieses Buch ist optisch und haptisch ein wunderbares Stück Kunst und das ganz im Sinne von Peter Lindbergh - es hätte ihm gefallen, wenn jeder sich seine Werke betrachtet und sich in ihnen verliert...
Puristische und unverfälschte 5 von 5 Sterne!

  • Cover
  • Erzählstil