Cover-Bild New York und der Rest der Welt
(2)
  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
14,00
inkl. MwSt
  • Verlag: ROWOHLT Taschenbuch
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 352
  • Ersterscheinung: 15.08.2023
  • ISBN: 9783499008306
Fran Lebowitz

New York und der Rest der Welt

Sabine Hedinger (Übersetzer), Willi Winkler (Übersetzer)

Von Andy Warhol entdeckt, als Stilikone und Talkgast verehrt, ist Fran Lebowitz in den USA eine Kultfigur. Mit der Netflix-Serie «Pretend It’s a City» ihres Freundes Martin Scorsese wird sie derzeit weltweit gefeiert. Lebowitz’ Ruhm begründet aber hat ihr Schreiben, das sie als ebenso aufmerksame wie weise Beobachterin der Menschen und ihres Alltags zeigt.

Unglaublich komisch, immer überraschend, mit zeitloser Eleganz, aphoristischem Sprachwitz und laserscharfer Satire schreibt sie über Allgemeinstes, «Dinge», «Orte», «Pflanzen», «Ideen», vor allem aber über Menschliches, ob «Leute», «Affären», «Benehmen» oder auch «Kinder: pro oder contra?». Vielleicht kann nur die Welthauptstadt New York so eine Beobachtungsgabe hervorbringen. Denn alle unsere Fragen und Probleme – Selbstoptimierung, Körperkult, Kindererziehung, unbezahlbare Wohnungen, Eitelkeit und gnadenlose Angeberei als Karrierebooster etwa – sind dort schon immer so virulent wie heute überall: «Ein Salat ist keine Mahlzeit. Es ist eine Haltung.» – Diese Autorin kennt die Menschen und vor allem ihre Schwächen, ihre grandiosen Texte sind nichts weniger als ein Sittenbild unserer Zeit, pointierte Weltweisheit: cool und treffsicher, böse und lustig.

Weitere Formate

Dieses Produkt bei deinem lokalen Buchhändler bestellen

Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.09.2025

Abgabetermine, Zigaretten und Auflistungen

0

Auf Frances Ann „Fran“ Lebowitz bin ich durch die TV-Serie "Pretend It’s a City" (2020) von Martin Scorsese aufmerksam geworden. Ich fand sie unglaublich witzig und schlagfertig. Während Scorsese fast ...

Auf Frances Ann „Fran“ Lebowitz bin ich durch die TV-Serie "Pretend It’s a City" (2020) von Martin Scorsese aufmerksam geworden. Ich fand sie unglaublich witzig und schlagfertig. Während Scorsese fast vom Stuhl fiel vor Lachen und ich dachte, er stirbt während des Gesprächs an Schnappatmung, verzog Fran Lebowitz kaum eine Miene. Daher musste ich diese Zusammenstellung ihrer Kolumnen aus den 1970er- und frühen 1980er-Jahren unbedingt lesen.

Ihre frühen Texte sind in der Zeitschrift "Interview" von Andy Warhol erschienen, später veröffentlichte sie in der "Mademoiselle". Lebowitz liebt New York, noch schöner wäre es aber wohl ohne die Menschen darin. Und so porträtiert sie mit scharfem Auge und scharfer Zunge, was ihr täglich widerfährt. Besonders unangenehm sind ihr Hunde(haufen), Kinder (obwohl sie dies nicht direkt zugibt) und L.A. Letzteres liegt natürlich am anderen Ende des Kontinents, aber das macht es nicht besser. Auch Abgabetermine sind der Kolumnisten ein Gräuel, die lieber erst am Nachmittag aufsteht, wenn es denn unbedingt sein muss.

In ihrer Einleitung schreibt sie, dass ihre Texte beileibe nicht zeitlos seien und man dies auch nicht erwarten könne. Die Beträge sollten vielmehr als das gelesen werden, als was sie gedacht waren: Kunstgeschichte. "Kunstgeschichte ein wenig anders allerdings: modern, relevant, aktuell, Kunstgeschichte auf dem neuesten Stand. Kunstgeschichte im Entstehen." (S. 12)

Mich haben nicht alle Texte umgehauen, wahrscheinlich habe ich sie auch einfach nicht verstanden, da fehlt dann wohl doch der zeitliche Kontext. Insgesamt war die TV-Serie amüsanter, aber viele der Kolumnen sind immer noch wunderbar zu lesen und zeichnen ein Bild dieser großartigen Stadt und ihrer Bewohner mit all ihren Licht- und Schattenseiten.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.04.2025

Satirische Kunstgeschichten zu den unterschiedlichsten Themen

0

Fran Lebowitz - New York und der Rest der Welt
Puh hier eine Rezension zu verfassen ist gar nicht mal so einfach. Ich kannte die Autorin vorher nur vom Hören Sagen. Für das, dass Sie in den USA eine Bestsellerautorin ...

Fran Lebowitz - New York und der Rest der Welt
Puh hier eine Rezension zu verfassen ist gar nicht mal so einfach. Ich kannte die Autorin vorher nur vom Hören Sagen. Für das, dass Sie in den USA eine Bestsellerautorin ist, erscheint Sie mit diesem Werk das erste mal auch in der deutschen Sprache. Das Cover fand ich total ansprechend, da man zum einen einen Hinweis auf die Autorin und auch auf die Stadt New York bekommt.
Die kurzen „Kunstgeschichten“ wie Sie von Fran genannt werden, behandeln die Unterschiedlichsten Themen und Weltanschauungen, angefangen von Religion, über den Immobilienmarkt, bis hin zu Erziehungsfragen. Sie sind kurz gehalten und triefen vor Satire der Autorin.
Obwohl ich das Buch an einem Tag durchgelesen habe, bin ich mir nicht ganz sicher, was ich davon halten soll.
Ich habe das Gefühl, dass bei der Übersetzung ins Deutsche vielleicht ein bisschen der Pfiff hinter einiger der Geschichten verloren gegangen ist.
Alles in allem ein interessantes Buch für zwischendurch, mit witzigen, teilweise zum nachdenken Anregenden Themen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere