Cover-Bild Gefangene der Wildnis 1: Louisa
Band 1 der Reihe "Gefangene der Wildnis"
12,90
inkl. MwSt
  • Verlag: Amrun Verlag
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: historischer Roman
  • Genre: Romane & Erzählungen / Erzählende Literatur
  • Seitenzahl: 360
  • Ersterscheinung: 14.03.2016
  • ISBN: 9783958691827
Gabriele Ketterl

Gefangene der Wildnis 1: Louisa

Historischer Liebesroman
Derbyshire, 1846

In den schillerndsten Farben malt die hübsche, verwöhnte
Louisa Kedleston sich ihr Leben aus. Eine große, wahre Liebe, eine reiche
Heirat, ein unbeschwertes Leben zwischen dem Stadtpalais in London und dem
Familiensitz auf dem Land. Was jedoch, wenn der Vater sich verspekuliert, das
Vermögen samt und sonders verloren ist und der angesehenen Familie der Absturz
in die Armut droht? Opfer zu bringen hat Louisa nie gelernt. Sie will es auch
nicht lernen. Voller Trotz und Zorn stemmt sie sich gegen eine, von ihrem Vater
arrangierte, Zweckheirat und zwingt die Familie so dazu England zu verlassen, um
ihr Glück in der Neuen Welt zu suchen.
Louisa verabscheut Amerika und beschwört durch ihr Verhalten eine
Katastrophe herauf, die sie beinahe das Leben kostet.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 31.10.2016

Das Buch macht süchtig

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Inhalt:
Louisas Traum von einem unbeschwerten Leben an der Seite eines reichen Mannes, der sie liebt, droht zu platzen, als ihr Vater der Familie eröffnet, dass er bankrott und die einzige Rettung eine ...

Inhalt:
Louisas Traum von einem unbeschwerten Leben an der Seite eines reichen Mannes, der sie liebt, droht zu platzen, als ihr Vater der Familie eröffnet, dass er bankrott und die einzige Rettung eine Ehe mit dem reichen, aber langweiligen Sohn der Nachbarn sei. Louisa wehrt sich mit Händen und Füßen dagegen, so dass die Familie, nun endgültig ruiniert, mit dem letzten Geld nach Amerika reist, um dort neu anzufangen. Während Vater, Mutter und Schwester sich dort schnell eingewöhnen, träumt Louisa nur davon, wieder zurück nach England zu gehen, bis eines Abends etwas schreckliches passiert.

Meine Meinung:
"Gefangene der Wildnis" von Gabriele Ketterl ist ein historischer Liebsroman, der sich von anderen dieses Genres abhebt. Die Liebesgeschichte dominiert hier nicht das Buch, sondern es steht eher die Entwicklung der Charaktere im Vordergrund, vor allem der von Louisa Kedleston. Am Anfang noch ein verwöhntes Kind reicher Eltern findet sie sich im Laufe des Buches selbst und entwickelt sich zu einer starken Frau, die ihren Drang nach Freiheit, den sie von Anfang an verspürt, auszuleben lernt. Diese Entwicklung war für mich sehr realistisch und nachvollziehbar beschrieben.

Weitere wichtige Themen dieses Buches sind auch die Kluft zwischen Armut und Reichtum, die Stellung in der Gesellschaft des 19. Jahrhunderts und der Konflikt zwischen den amerikanischen Ureinwohnern und den Weißen, die sich dort angesiedelt und für etwas Besseres gehalten haben. Besonders letzteres fand ich sehr interessant, da ich früher schon gerne Geschichten darüber gelesen habe und mich daher umso mehr freue, nun auch in der Erwachsenenliteratur fündig geworden zu sein.

Eigentlich sollte das Buch erstmal nur für unterwegs sein, doch Louisas Geschichte hat mich einfach nicht losgelassen, so dass ich ca zwei Drittel des Buches in einem Rutsch durchgelesen habe, weil ich einfach nicht aufhören konnte. Louisa erscheint auf den ersten Blick vielleicht nicht wie die sympathischste Protagonistin, da sie verwöhnt ist und meistens nur an sich selber denkt, doch gerade das macht die Geschichte so realistisch. Sie ist nicht perfekt, sondern hat ihre Fehler, die ich gut nachvollziehen konnte.

Fazit:
Gabriele Ketterls "Gefangene der Wildnis" ist ein Buch, das mich mal wieder richtig begeistern konnte und beim Lesen total in seinen Bann gezogen hat. Wer eine realistische Liebesgeschichte mit historischem Setting sucht, der ist hier richtig aufgehoben. Von mir gibt es dafür alle 5 Muscheln.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Ich bin begeistert!

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Mit diesem Roman, der zum Teil in England, zum Teil in Amerika spielt, begeisterte mich die Autorin über alle Maßen.

Die Geschichte beginnt mit der höheren Gesellschaft in England, und ich fand sie der ...

Mit diesem Roman, der zum Teil in England, zum Teil in Amerika spielt, begeisterte mich die Autorin über alle Maßen.

Die Geschichte beginnt mit der höheren Gesellschaft in England, und ich fand sie der Handlungszeit (1846) entsprechend gut dargestellt.
Wer gar nicht in diese Gesellschaft passen wollte war Louisa, die weibliche Hauptfigur des Romans. Für diesen Stilbruch habe ich sie geliebt, doch es sollte zwischenzeitlich eine Hassliebe werden, denn auch wenn ich ihren Sturkopf mochte, so sollte man wissen wo die Grenzen liegen. Das wusste Louisa leider zunächst nicht, was großes Unheil heraufbeschwor.

Später, auf der Überfahrt nach Amerika und in Amerika selbst, jammerte sie auf sehr hohem Niveau und kehrte eine Arroganz heraus, die ich nicht verstehen konnte. Nun war es ihre Schwester, der meine ganze Sympathie zukam, auch wenn sie nur eine Nebenrolle bekleidete. Doch durch ein entscheidendes Ereignis sollte sich Blatt wieder wenden. Hier stockte mir fast der Atem, denn auch wenn ich Louisa zu diesem Zeitpunkt nicht besonders mochte, machte sie Erlebnisse, die ich ihr nicht gewünscht hätte.

Man bewegt sich in diesem Buch allerdings nicht nur in der Welt der englischen, hohen Gesellschaft und deren Auswanderer, die in Amerika ihr Glück versuchen wollten, sondern es geht auch um die native Americans, die Indianer.
Obgleich mich der erste Teil des Buches schon begeistert hat, wurde ich von diesem zweiten Teil komplett mitgerissen.
Wie die Autorin die Indianer beschreibt, ihre Lebensweisen und ihr Wesen kennzeichnet, ihre Ängste und Hoffnungen darstellt, das alles zeugt von einer großen Kenntnis durch gute Recherche. Alles klingt durchweg glaubhaft und nachvollziehbar.
Sehr fühlbar fand ich auch die Veränderung des Schreibstils. War er im ersten Teil noch etwas straffer, steifer, härter und wurde damit der englischen Gesellschaft in wunderbarer Weise gerecht, so war jetzt ein Wandel zur Weichheit zu erkennen. Hier kam meines Erachtens nach die Liebe zum Ausdruck, die die Autorin in diesen zweiten Teil gesteckt hat. Ein Grund mag die romantische Seite des Romans sein, die hier erst richtig hervorkommt, denn mit Jaques kommt eine weitere, wunderbare Hauptfigur hinzu, die sich nicht so leicht in eine Schublade pressen lässt. In der Hauptsache war es aber wohl eher das Schicksal der Indianer, dass mit einigen historischen Fakten unterlegt und durch Andeutungen und die Romanhandlung veranschaulicht wurde. Wenn man von Herzblut sprechen kann, dann ist es wohl hier geflossen.
Beide Teile, so unterschiedlich sie auch waren, ergänzten sich hervorragend und zeichneten ein gutes, vielschichtiges Bild der damaligen Verhältnisse.

Gabriele Ketterl hat einen wunderbaren Roman geschaffen, der in verschiedenster Art und Weise zu Herzen geht. Eine historische Romantasy, die glaubhaft ist und mich durchweg in den Bann gezogen und begeistert hat.