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Veröffentlicht am 09.03.2026

Hat mich nicht gefesselt

Im Auftrag der Fugger - Teufelsreigen
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Da ich den ersten historischen Fugger-Roman von Peter Dempft sehr gut fand, habe ich mich sehr auf "Teufelsreigen" gefreut. Um es schon vorweg zu nehmen: diese Freude wurde nur zum Teil befriedigt.

Es ...

Da ich den ersten historischen Fugger-Roman von Peter Dempft sehr gut fand, habe ich mich sehr auf "Teufelsreigen" gefreut. Um es schon vorweg zu nehmen: diese Freude wurde nur zum Teil befriedigt.

Es geht erneut um Jakob Fugger, seines Zeichens Kaufmann und Finanzberater des Königs, der 1505 durch Anschläge auf seine Warentransporte und Boten stark gebeutelt wurde. Er beauftragt seine "Vertrauten" Afra (eine ehemalige Diebin) und Herwart (einen seiner Boten), die man schon aus dem letzten Roman kennt. Gemeinsam sollen sie den Machenschaften, die hinter allem stecken, auf den Grund gehen.
Den historischen Hintergrund fand ich wieder sehr gut zu recherchiert. Im hinteren Teil findet sich zudem noch eine Erklärung, was historisch belegt und was Fiktion ist. Das hat mir gut gefallen.
Die Geschichte ging sehr spannend los und glich in Teilen einem historischen Kriminalroman, was ich sehr spannend fand. Auch der Rest des Romans besteht aus reichlich Action, mysteriösen Vorkommnissen, sowie Mord und Totschlag, doch genau hier kam ich irgendwann an meine Grenzen, egal wie spannend es war... Afra und Herwart, die ich aus dem ersten Band sehr mochte, sind mit Ernst zielstrebig bei der Sache, geraten jedoch immer wieder selber in Gefahr, weil sie zum Teil sehr naiv an die Sache herangehen. Der Ablauf folgte dabei fast immer wieder einem ähnlichen Muster und das war auf Dauer etwas ermüdend.
Das konnte auch die leicht veränderte, erher undurchsichtige Rolle von Zeno, einem ehemaligen Mönch, den ich auch aus dem Vorgängerband schon kannte, nicht retten.
Daher lautet mein Fazit: historisch interessant, actionreich, aber leider nicht anhaltend fesselnd.

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Veröffentlicht am 23.02.2026

Macht Lust auf Teil 2

Royal Heist
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Ich hatte etwas Mühe in die Story hineinzufinden, da Sie sehr plötzlich anfängt und ich direkt im Geschehen war. Fand ich etwas ungewöhnlich für Romance, da ich zunächst keine Zeit hatte die Hauptfiguren ...

Ich hatte etwas Mühe in die Story hineinzufinden, da Sie sehr plötzlich anfängt und ich direkt im Geschehen war. Fand ich etwas ungewöhnlich für Romance, da ich zunächst keine Zeit hatte die Hauptfiguren auch nur im entferntesten kennenzulernen und mir ein Bild zu machen.
Trotzdem muss ich im Nachhinein zugeben, dass es spannend war, mal einen solchen Anfang einer Geschichte zu lesen. Außerdem legte sich dieses, anfangs befremdliche Gefühl relativ schnell und ich konnte gut in die Geschichte eintauchen.
Die Protagonisten wurden nach und nach eingeführt und gefielen mir sehr gut.
Die Rollen von Gut und Böse schienen relativ klar verteilt zu sein, allerdings stellte ich schnell fest, dass dies nur äußerlich so war. Immer wieder offenbarten Darcy, Spencer und Tristan Wesenszüge, die man nicht vorhersehen konnte. Die Charaktere, von denen ich ausgegangen war, dass sie stark polarisieren würden, taten ist plötzlich nicht mehr unbedingt und andersherum war es genauso. Ich fand diese Entwicklung äußerst spannend, zumal hier die Vergangenheit auch immer wieder eine große Rolle spielte.
In kleinen Rückblicken erfuhr ich, warum sich die Drei schon kannten, wie sie früher zueinander standen, warum sich der Kontakt verlor und was Sie heute antreibt.
Insgesamt war es einer sehr abwechslungsreiche Geschichte, mit interessanter Charakterentwicklung, wobei das Ende richtig Lust auf den zweiten Teil machte.

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Veröffentlicht am 08.11.2025

Kurzweiliges Krimidinner

Die Einladung – Mord nur für geladene Gäste
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Mit dem Krimi "Die Einladung" habe ich mich nochmal an Cosy Crime gewagt. Ein Genre, dass ich im Bereich Krimis/Thriller eher weniger lese.

Es geht gemächlich, aber auch interessant los und ich lernte ...

Mit dem Krimi "Die Einladung" habe ich mich nochmal an Cosy Crime gewagt. Ein Genre, dass ich im Bereich Krimis/Thriller eher weniger lese.

Es geht gemächlich, aber auch interessant los und ich lernte erstmal die Haupt-Charaktere kennen, mit denen ich am Anfang offen gestanden nicht ganz so gut zurecht kam.
Rosemary erinnert an Miss Marple. Sie ist sehr eigen, quirlig, spitzfindig und etwas bissig, was ihr bei den späteren Ermittlungen natürlich zugute kam. Mir war es manchmal etwas zu viel, aber über die Dauer gesehen, konnte ich mich letztlich trotzdem gut damit arrangieren. Addie, ihre Enkelin, mochte ich dahingegen von Anfang an. Sie musste ihre Stärken noch entdecken, tat das aber kontinuierlich über die Geschichte hinweg, was mir gut gefallen hat. Auch dass sie Spieleentwicklerin ist, kam der Geschichte zugute, denn diese war das reinste Krimidinner - relativ unblutig, aber mit mysteriösen Morden innerhalb einer sehr illustren Partygesellschaft.
Die Gäste hatten alle kleinere und größere Geheimnisse, die sie für den Mord verdächtig machten und es oblag Rosemary und Addie Licht ins Dunkel zu bringen. Dabei ergaben sich interessante, aufschlussreiche und manchmal auch lustige Gespräche, die nicht selten in einem Glas Alkohol endeten. Letzteres fand ich nicht immer ganz so passend, weil es mir hin und wieder zu viel war, habe es aber einfach mal hingenommen. Meinen Fokus richtete ich eher auf die Gäste, ihre Hintergrundgeschichten und das Finden des Mörders.

Insgesamt fühlte ich mich gut unterhalten und das miträtseln war spannend, wodurch ich kurzweilige Lesestunden hatte.

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Veröffentlicht am 20.09.2025

Einfach nur toll

Rabenthron
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Wenn ich an historische Romane denke, dann fällt mir als erstes Rebecca Gablé ein. Auch mit ihrem neuen Werk "Rabenthron" stellt sie wieder unter Beweis, warum das so ist.
Ihr Erzählstil ist sehr leb- ...

Wenn ich an historische Romane denke, dann fällt mir als erstes Rebecca Gablé ein. Auch mit ihrem neuen Werk "Rabenthron" stellt sie wieder unter Beweis, warum das so ist.
Ihr Erzählstil ist sehr leb- und bildhaft, so dass man das Gefühl hat, direkt mittendrin zu sein, als das Ganze nur von außen zur betrachten. Die fiktiven Charaktere wurden gut eingebettet und lockerten zudem die ganze, in Teilen sehr komplexe Geschichte auf, so dass ich kaum merkte wie Seite um Seite verging.
"Rabenthron" ist Teil der Helmsby-Reihe und spielt chronologisch vor den zwei anderen Bänden. Daher kann man dieses Buch vollkommen unbefangen und ohne Vorwissen lesen.
Es geht hier um den Zeitraum 1013 bis 1041, in dem ein starkes Gerangel um den englischen Königsthron vonstatten ging. Dieses wurde begleitet von nicht gerade unblutigen Schlachten, diversen Intriegen, heimtückischen Morden, Verrat, Vertreibung/Flucht, Plünderungen diversem mehr.
Rebecca Gablé schaffte es, mir diese Epoche, trotz der ganzen Irrungen, Wirrungen und Komplexizität, glaubhaft und nachvollziehbar nahe zu bringen. Dafür sorgte nicht zuletzt ihre stehts gute Recherche. Sie weiss einfach wovon sie schreibt.
Aufgelockert wurde diese komplexe, geschichtliche Epoche durch die eingearbeiteten fiktiven Figuren, die vorwiegend alle aus Helmsby kamen.
Hauptanteil hat hier Ælfric of Helmsby, der nicht nur überzeugend seine Bahnen zog, sondern er machte durch seine gesamte Entwicklung auch als Charakter unheimlich was her. Er musste sich schon in jungen Jahren als Mann und Vater beweisen und war für die damalige Zeit oft ungewöhnlich loyal, familiär, nachsichtig und stark auf das Wohl anderer Bedacht. Ich glaube, dass ich ihn genau aus diesem Grund so ins Herz geschlossen habe.

Insgesamt wieder ein ganz toller Roman aus der Feder von Rebecca Gablé. Gerne mehr davon!

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Veröffentlicht am 18.09.2025

Für unterhaltsame Lesestunden

Erebos 3
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Es ist wieder da... und wie habe ich mich darauf gefreut 😍
Wie erwartet ist Erebos in einem flüssigen, gut lesbaren Stil verfasst, der mich ohne Mühe durch die Handlung trug.
Im Zentrum steht wiederholt ...

Es ist wieder da... und wie habe ich mich darauf gefreut 😍
Wie erwartet ist Erebos in einem flüssigen, gut lesbaren Stil verfasst, der mich ohne Mühe durch die Handlung trug.
Im Zentrum steht wiederholt Nick, der älter, reifer und von den Ereignissen der Vorgänger geprägt erscheint. Ihm zur Seite stehen einige Nebencharaktere, die ich diesmal aber leider etwas zu blass fand. Dadurch konnte ich nur bedingt eine Verbindung aufbauen, was der Lesefreude allerdings nur bedingt abträglich war, zumal die Figuren im Verlauf der Geschichte wider Erwarten doch noch etwas zulegten.
Gut fand ich, dass die Themenfelder Daten, Überwachung und digitale Kontrolle noch etwas mehr Raum einnahmen, als es in den Vorgängerbüchern der Fall war. Zumindest war das mein Eindruck und ich fand es sehr zeitgemäß.
Die Spannung innerhalb des Romans fand ich gut, allerdings hatte die Geschichte auch ihre Längen. Für mich kann ich nur vermuten das es daran lag, dass ein wirklicher Überraschungseffekt fehlte. Der hintere, finale Teil konnte es allerdings wieder rausreißen, was letztlich ein positives Gesamtbild hinterlies. Hier passierte noch eine ganze Menge, alles fügte sich zusammen, wurde nach und nach gelöst und auch wenn ich manchmal die Stirn runzeln musste, weil ich das eine oder andere als nicht ganz schlüssig empfand. Trotzdem packte mich das Ende sehr.
Jetzt bin ich gespannt, ob es vielleicht noch einen vierten Teil gibt. Ganz geschlossen war das Ende für mein Empfinden nicht.
Jugendlichen LeserInnen empfehle ich das Buch auf jeden Fall, man sollte allerdings mit Band eins beginnen. Die älteren LeserInnen, wie auch ich eine bin, könnten eventuell enttäuscht werden. Was mich anbelangt, so habe ich von Nick und Erebos vielleicht etwas viel erwartet. Nichtsdestotrotz hat mir das Buch unterhaltsame Lesestunden beschert.

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