Cover-Bild Stadt der verschwundenen Köche
11,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Knaus
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Erzählende Literatur
  • Ersterscheinung: 21.09.2015
  • ISBN: 9783641165864
Gregor Weber

Stadt der verschwundenen Köche

Roman
Ein Roman über Freundschaft, Liebe und die pure Lust am Essen

Endlich: Erfolgsautor Gregor Weber („Kochen ist Krieg“) kehrt zurück in die Küche, aber anders als gedacht! In seinem neuen Roman, einer rasanten Mischung aus Retro-Science-Fiction à la Jules Verne, Steampunk und märchenhafter Parallelwelt, erzählt er mit überbordender Fantasie von Intrigen und Gaunereien in einer Welt, in der Kochen eigentlich verboten ist, Köche aber mit Gold aufgewogen werden. Atemlos verfolgt der Leser die Abenteuer von Carl Juniper, der sich nach einem Schiffsbruch vor Kap Hoorn in einer fremden Welt wiederfindet…

Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.04.2019

Ein Leben ohen Geschmack

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Carl Juniper ist Koch auf einem Luxusdampfer, bis er Schiffbruch erleidet. Er landet mitten in London in einem Park in der Nähe der Themse. Was an sich schon merkwürdig ist. Er wird von jemanden aufgelesen ...

Carl Juniper ist Koch auf einem Luxusdampfer, bis er Schiffbruch erleidet. Er landet mitten in London in einem Park in der Nähe der Themse. Was an sich schon merkwürdig ist. Er wird von jemanden aufgelesen und nach Hause "geschmuggelt", dass war Bren, der Carl ein wahrer Freund sein wird in der fremden seltsamen Welt.
Irgendwie ist das England in dem Carl gelandet ist, wie ein Überwachungsstaat. Jeder bekommt eine Arbeitsstelle zugewiesen sowie eine Wohnung und Rationen zur Ernährung. Essen besteht aus Pulver welches angerührt wird und quasi nach nichts schmeckt, aber genügend sättigt. Das es nach nichts schmeckt stört niemanden, da die Bewohner des seltsamen Londons es nicht anders kennen.

Carl macht dies schon zu schaffen, gerade weil er Koch ist, kann er sich mit dem künstlichen Essen schwer anfreunden. Mit der Hilfe von Bren bekommt er eine "Arbeitserlaubnis" und schlägt sich so durch. Bis er den Geruch von Essen wahrnimmt und nein es ist keine Fata Morgana. Es gibt Banden, deren Anführer Dinerpartys ausrichten und in die Vorbereitungen solch einer platzt Carl rein. Er bleibt dort und hilft den Köchen und wird in die "Kochbande" aufgenommen und verliebt sich...


Ab hier gibt es noch einige spannende Entwicklungen, die ich hier aber nicht verraten möchte.
Man merkt dem Buch an, dass der Autor Gregor Weber ein Koch ist, er schreibt über das Kochen und Lebensmittel mit Leidenschaft.
Das Buch ist ein eher kurzweiliges Buch, aber es ist lesenswert. Ich hätte mir mehr Steam Punk gewünscht und durchaus auch eine bessere Auflösung was das "seltsame London" betrifft. Dennoch ist es empfehlenswert.

Veröffentlicht am 09.08.2019

Alles eine Frage der Zutaten

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Man nehme:
- einen Protagonisten (grobschlächtig, mit rauer Oberfläche; Füllung: wenig Intelligenz aber viel Alkohol)
- eine Handvoll Nebencharaktere (farblos!)
- eine Rahmenhandlung (als Fundament)
- ...

Man nehme:
- einen Protagonisten (grobschlächtig, mit rauer Oberfläche; Füllung: wenig Intelligenz aber viel Alkohol)
- eine Handvoll Nebencharaktere (farblos!)
- eine Rahmenhandlung (als Fundament)
- eine kleine Portion Welt (Sorte: "Alternativ-Steampunk-London"; auch hier möglichst farb- und detaillos!)
- zwei große Löffel Potenzial und eine Tasse Kreativität
- eine Prise Leidenschaft für die Thematik
- zwei/drei Tropfen Tiefe (hierbei sparsam sein!!!)
- eine Tüte "Instant Love", gemischt mit einer Messerspitze Romantik und einem gestrichenen Teelöffel Sex (Klasse: II; alles möglichst unoriginell)
- ganz viel Seemannsjargon, "piratige" Beleidigungen etc. (damit ruhig großzügig sein)
- ein paar verfeindete "Gangs", die im Untergrund arbeiten und etwas Geheimes/Verbotenes tun
- mindestens zwei "Gang-Bosse" (hier darauf achten, dass die Hüllen möglichst bunt und schillernd sind, die Füllung aber vor der Zubereitung entfernt wurde)
- eine Dose Krieg und Knarren-Action (sollte überraschend und ohne Vorwarnung auftauchen!)
- sehr viele Zufälle (für die richtige Konsistenz)
Tipp: Sollten sich an irgendeiner Stelle aus unerfindlichen Gründen vernünftige Antworten oder Erklärungen im Plot befinden, fischen Sie diese so gut es geht heraus und kippen Sie 2 Flaschen Unglaubwürdigkeit (Jahrgang 1915/1916) darüber.
Alles in eine Schüssel geben, dann einfach wild schütteln. Zum Schluss in ein plötzliches und unbefriedigendes Ende pressen und bei geringer Emotions-Temperatur leicht erwärmen.
Heraus kommt entweder eine besonders lange und hanebüchene Folge One Piece... oder die Stadt der verschwundenen Köche.

Bei diesem Rezept verhält es sich natürlich wie mit allem: Über Geschmack lässt sich streiten. Meiner wurde hier nun mal leider nicht getroffen. Das soll aber nicht heißen, dass andere dieses Abenteuer nicht genießen können.
Mein Vorschlag: Probieren und selbst entscheiden! :)