»Der Mensch hat inzwischen die Macht, sich selbst und seinen Planeten zu zerstören: Und das wird er mit Sicherheit auch tun - wenn er aufhört zu lieben.«
In diesem Buch erscheinen erstmals acht unveröffentlichte Storys von Harper Lee, die aus ihren früheren schriftstellerischen Jahren entsprungen sind und werden von bereits früher publizistisch veröffentlichten ...
In diesem Buch erscheinen erstmals acht unveröffentlichte Storys von Harper Lee, die aus ihren früheren schriftstellerischen Jahren entsprungen sind und werden von bereits früher publizistisch veröffentlichten Essays ergänzt.
Die Themen? Vielfältig!
Mit präziser Sprache schildert Lee in ihren Texten oft tragische Szenarien der Kindheit und des Erwachsenenwerdens, nicht selten hinsichtlich der Eltern, sinniert auf kluge und hellsichtige Art über verschiedenste, oft philosophische Themen und referiert immer wieder aus kulturgeschichtlicher Perspektive. Aber auch die Freundschaft kommt nicht zu kurz und selbstverständlich, die alles zusammenhaltende Liebe.
Mit den Storys von Harper Lee ging es mir wie mit ihrem Roman „Wer die Nachtigall stört“: Man braucht etwas bis man reinkommt, dann ist man gefangen und der Text endet abrupt und viel zu schnell. Dabei wäre man noch so gerne in der Geschichte verblieben. So zumindest bei den allermeisten Erzählungen. Nur mit einigen wenigen konnte ich kaum etwas anfangen. Bei den Essays war es eher umgekehrt, was jedoch nicht an der Qualität lag, sondern vielmehr daran, dass sie mich thematisch nicht immer gleichermaßen abholen konnten.
Ein abschließendes Nachwort von Casey Cep rundet das Buch gut ab und gibt hilfreiche Hintergrundinformationen zu ihrem Leben und Werk.
Auch wenn mir nicht alle Texte gleichermaßen zugesagt haben, lohnt sich die Lektüre alleine für die wirklich guten Storys!