Cover-Bild Daisy Sisters
24,90
inkl. MwSt
  • Verlag: Zsolnay, Paul
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 560
  • Ersterscheinung: 27.07.2009
  • ISBN: 9783552053991
Henning Mankell

Daisy Sisters

Roman
Heidrun Hoppe (Übersetzer)

Im Kriegssommer 1941 macht Elna aus Sandviken mit ihrer südschwedischen Brieffreundin eine Radtour zur norwegischen Grenze. Die Daisy Sisters, wie die Mädchen sich nach amerikanischem Vorbild nennen, lernen zwei schwedische Soldaten kennen, und die naive Elna, die keinen Alkohol verträgt, wird ungewollt schwanger. Den Vater des Kindes wird sie nie wiedersehen, ihre Tochter Eivor zieht sie nur widerwillig auf. Eivor ihrerseits versucht schon als Halbwüchsige mit einem jungen Kriminellen durchzubrennen, aber das Abenteuer geht auf tragische Weise schief. Fern von Mutter und Stiefvater will sie sich nun eine eigene Existenz als Schneiderin aufbauen. Doch es kommt anders als geplant ... Ein bewegender Generationenroman aus Schweden über drei Frauen, die aus ihrem engen sozialen Milieu und ihrer vorgezeichneten Rolle ausbrechen wollen.

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Veröffentlicht am 10.03.2026

Solides Frühwerk

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Dieses Buch ist ein Frühwerk des schwedischen Schriftstellers Henning Mankell, der später unter anderem durch seine Wallander-Krimis Bekanntheit erlangte.

Anhand von zwei Generationen von Frauen derselben ...



Dieses Buch ist ein Frühwerk des schwedischen Schriftstellers Henning Mankell, der später unter anderem durch seine Wallander-Krimis Bekanntheit erlangte.

Anhand von zwei Generationen von Frauen derselben Familie und mit dem Schwerpunkt auf dem Leben dieser Frauen erzählt Mankell in diesem Roman, wie sich die schwedische Gesellschaft in der Mitte des 20. Jahrhunderts bis in die 80er Jahre entwickelt hat. Dabei wechselt der Roman mehrfach die Perspektive und der Autor nutzt historische Ereignisse, um seiner Geschichte einen Rahmen zu geben. Ansonsten verarbeitet er so Themen wie das Ungleichverhältnis Mann/Frau, die Eltern/Kinder-Beziehung, deutet den Niedergang des Wohlfahrtstaates an und lässt seine Frauencharaktere diese Notstände durchleben. Das tut er schonungslos und gibt dem Leser einiges zum Nachdenken mit auf den Weg.

Fazit: Man spürt hier, dass dies ein frühes Werk des Autors ist. Es ist solide geschrieben und greift sozialkritische Themen auf, die leider auch heute teilweise immer noch bestand haben. Aber so richtig rund ist diese Erzählung nicht. Nichtsdestotrotz ist es ein Roman, der zum Nach-/Umdenken anregt und ist somit allemal lesenswert.