Solides Frühwerk
Dieses Buch ist ein Frühwerk des schwedischen Schriftstellers Henning Mankell, der später unter anderem durch seine Wallander-Krimis Bekanntheit erlangte.
Anhand von zwei Generationen von Frauen derselben ...
Dieses Buch ist ein Frühwerk des schwedischen Schriftstellers Henning Mankell, der später unter anderem durch seine Wallander-Krimis Bekanntheit erlangte.
Anhand von zwei Generationen von Frauen derselben Familie und mit dem Schwerpunkt auf dem Leben dieser Frauen erzählt Mankell in diesem Roman, wie sich die schwedische Gesellschaft in der Mitte des 20. Jahrhunderts bis in die 80er Jahre entwickelt hat. Dabei wechselt der Roman mehrfach die Perspektive und der Autor nutzt historische Ereignisse, um seiner Geschichte einen Rahmen zu geben. Ansonsten verarbeitet er so Themen wie das Ungleichverhältnis Mann/Frau, die Eltern/Kinder-Beziehung, deutet den Niedergang des Wohlfahrtstaates an und lässt seine Frauencharaktere diese Notstände durchleben. Das tut er schonungslos und gibt dem Leser einiges zum Nachdenken mit auf den Weg.
Fazit: Man spürt hier, dass dies ein frühes Werk des Autors ist. Es ist solide geschrieben und greift sozialkritische Themen auf, die leider auch heute teilweise immer noch bestand haben. Aber so richtig rund ist diese Erzählung nicht. Nichtsdestotrotz ist es ein Roman, der zum Nach-/Umdenken anregt und ist somit allemal lesenswert.