Cover-Bild Outlaw Ocean
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19,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Topicus
  • Genre: Sachbücher / Politik, Gesellschaft & Wirtschaft
  • Seitenzahl: 558
  • Ersterscheinung: 29.10.2019
  • ISBN: 9782496703214
Ian Urbina

Outlaw Ocean

Die gesetzlose See
Kerstin Fricke (Übersetzer), Claudia Hahn (Übersetzer), Tanja Lampa (Übersetzer)

In der gesetzlosen Weite der Ozeane gibt es kaum Zeugen … eine mutige Reportage, spannender als jeder Thriller.

Die Ozeane sind die wildesten, gefährlichsten Gegenden unseres Planeten, unwirtlich und unkontrollierbar. Der Journalist und Pulitzerpreisträger Ian Urbina hat auf jahrelangen Recherchereisen Piraten, Söldner, Wilderer, Schmuggler und Sklaven aufgespürt, Umweltschützer und -verschmutzer in Aktion erlebt und seine Erfahrungen in diesem Buch dokumentiert.

Er deckt auf, wie kriminelle Banden auf der Hochsee mit illegalem Fischfang Milliarden verdienen, ihre Mannschaft ausbeuten und sich immer wieder den Behörden entziehen. Ein packender Erlebnisbericht und ein kenntnisreiches Porträt unerschrockener Idealisten, skrupelloser Kapitäne und brutaler Geschäftemacher.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 31.08.2021

Dieses Buch in drei Worten: Packend! Bewegend! Schockierend!

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Über „Bracenet.net“ bin ich auf dieses Buch gestoßen und ich habe mir sofort das Outlaw Ocean Bundle bestellt (so erhielt ich Buch sowie ein Armband, welches aus einem Geisternetz produziert wurde. Ein ...

Über „Bracenet.net“ bin ich auf dieses Buch gestoßen und ich habe mir sofort das Outlaw Ocean Bundle bestellt (so erhielt ich Buch sowie ein Armband, welches aus einem Geisternetz produziert wurde. Ein Teil des Erlöses wird gespendet. In letzter Zeit habe ich mich sehr mit dem Thema Meeresschutz auseinandergesetzt und somit ist „Outlaw Ocean – Die gesetzlose See“ die perfekte Lektüre für mich. Doch um was geht es denn eigentlich in diesem Buch?

Ian Urbina, ein Reporter, der wirklich bis an seine Grenzen geht, schreibt am häufigsten für die New York Times und ist zudem als Autor für The Atlantic und New Yorker tätig. 4 Jahre lang hat er für „Outlaw Ocean“ recherchiert und dafür war ihm kein Weg zu weit oder zu mühselig. In diesem Werk werden Themen aufgegriffen, die unglaublich oft unter den Teppich gekehrt werden. Unter anderem hat sich Ian Urbina mit den Themen Sea Shepherd, Sklaverei und Misshandlungen unter der Besatzung, Umweltverschmutzung und Piraterie auseinandergesetzt und seine Erfahrungen unglaublich spannend zu Papier gebracht.

Mein Eindruck vom Buch:
Irgendwo im Internet stand über dieses Buch, dass es sich liest, wie ein Thriller. Und dies kann ich nur bestätigen! Ich musste mich immer wieder daran erinnern, dass ich gerade keine Fiktion, sondern einen Augenzeugenbericht lese, so fesselnd hat Ian Urbina seine Erlebnisse dargestellt. Nur sind diese absolut schockierend. Der Reporter stellt dar, wie kriminelle Banden mit illegalem Fischfang ein Vermögen verdienen, ihre Mannschaft wie den letzten Dreck und noch schlimmer behandeln und dennoch nie vom Gesetz wirklich belangt werden können. Ich musste öfter während dem Lesen darüber den Kopf schütteln, wie skrupellos Menschen sein können. Nachdem es schwer ist, die Aktivitäten auf den Schiffen zu überprüfen, geschehen dort unfassbare Grausamkeiten. Allein bei dem Gedanken, dass es auf See in der heutigen Zeit immer noch so viel Sklaverei und Misshandlungen - sowohl seelische, als auch psychische - gibt, lässt mich richtig frösteln. In 15 Kapiteln darf der Leser die „Abenteuer“ Urbinas begleiten und jeder einzelne Bericht hat mich tief bewegt und nachdenklich gemacht. Aber nicht nur diese dunklen Seiten werden beleuchtet. Nein, man lernt auch Helden in den Abschnitten kennen, die mit Herzblut alles dafür tun, um gute Arbeitsbedingungen auf See zu schaffen und die Meeresbewohner zu schützen. Es müsste viel mehr von diesen Menschen geben!

Fazit:
Ich bin sehr dankbar dafür, dass Ian Urbina trotz aller Gefahren dieses Buch geschrieben hat und hoffe sehr, dass es unzählige Leser findet. Für mich ist dieses Buch ein wahrer Schatz und hat mich dazu gebracht, mein Konsumverhalten zu überdenken. Jeder einzelne kann dazu beitragen, die Welt ein Stückchen besser zu machen und genau das zeigt dieser Augenzeugenbericht auf eine fesselnde Weise.

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Veröffentlicht am 24.08.2021

hochspannend, fesselnd und aktuell

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Direkt zu Beginn ein Hinweis: Ich habe das englische Taschenbuch vom Vintage Books-Verlag gelesen, ISBN 978-1-101-97237-3, lade die Rezension aber hier hoch, weil es das passende Buch nicht bei der Lesejury ...

Direkt zu Beginn ein Hinweis: Ich habe das englische Taschenbuch vom Vintage Books-Verlag gelesen, ISBN 978-1-101-97237-3, lade die Rezension aber hier hoch, weil es das passende Buch nicht bei der Lesejury gibt, wer also eine andere Version liest, sollte nur auf die inhaltliche Rezension achten.


In 15 Kapiteln wird über verschiedenen Themen berichtet, jeweils abgeschlossen, sodass sie in beliebiger Reihenfolge ohne Vorwissen gelesen werden können.
Die Themen reichen dabei von zwei Sea Shepherd Missionen über Zwangsarbeit und Sklaverei und teil kuriose Gesetzeslücken bis hin zu brandgefährlichen Situationen, Piraterie und Umweltverschmutzung. In den meisten Kapiteln legt der Autor den Fokus auf die beteiligten Menschen, ohne dabei in schwarz-weiß-denken zu verfallen, sondern auch die Grauschattierungen berücksichtigt.

Besonders gut gefallen hat mir das letzte Kapitel, in dem nochmal Handlungsmöglichkeiten aufgezeigt werden, die man als Leser:in befolgen könnte, wenn man zur Lösung einiger der angesprochenen Themen beitragen möchte.
Thematisch ist das ein guter Abschluss für das Buch, außerdem sind solche mehr oder weniger konkreten Handlungsmöglichkeiten gut, wenn man gerade erst beginnt, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen, aber trotzdem etwas tun möchte.

Schwarz-weiß sind dagegen die Fotos, was auf der einen Seite extrem schade ist, weil es das schwieriger macht, alles zu erkennen und einem sicherlich auch Informationen entgehen, auf der anderen Seite schützt es aber auch, da teilweise grausamste Szenen gezeigt werden.

Der Schreibstil ist sehr sachlich, so wie man ihn in einer Zeitung erwarten würde, und auch angenehm zu lesen. Natürlich schwieriger als fiktionale Texte, das liegt aber hauptsächlich daran, dass der Inhalt schwerere Kost ist. Zu jedem Thema gibt es Hintergrundinformationen, zusätzliche Quellen und der Leserschaft werden die Zusammenhänge genauestens erklärt, sodass man auch als eher Laie im Thema Hohe See kaum nachschlagen muss.

Das Buch wirkt hochwertig, der Buchrücken ist dick verklebt, sodass sich nicht so leicht Leserillen bilden, was mir sehr gut gefallen hat. Allerdings ist das Cover nicht besonders gut daran befestigt, es löste sich komplett ab. Da es sich aber im ganzen ablöste, ohne im geringsten kaputt zu reißen, und der Klebeblock als glatte Fläche zurückblieb, konnte das Cover mit relativ wenig Aufwand wieder angeklebt werden.

In einem Fazit würde ich eine absolute Leseempfehlung aussprechen für alle Menschen, die mehr über die Zusammenhänge auf hoher See erfahren möchten.
Eine Warnung muss dabei fairerweise gegeben werden: Es kann sehr gut sein, dass man bei dieser Berichterstattung den Glauben an die Menschheit sowie den Appetit auf Meeresfrüchte verliert und sich im Anschluss deutlich mehr mit das Thema Umwelt- und Meeresschutz auseinandersetzt.

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