Cover-Bild Liminal Creatures
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4,99
inkl. MwSt
  • Verlag: OHNEOHREN
  • Themenbereich: Belletristik - Fantasy: Urban
  • Genre: Fantasy & Science Fiction / Fantastische Literatur
  • Ersterscheinung: 20.10.2025
  • ISBN: 9783903296893
Iva Moor

Liminal Creatures

Der Limbus ist ein Ort voller Wunder. Dort klammern sich die Psychai – todgeweihte Dämonen – an das Leben, an Begehren, Liebe, Wut, Genuss und Kreativität. Doch der Untergang schwebt stets wie ein Schatten über ihnen – bis eine Melodie der Hoffnung durch den Limbus schwingt.

Musiker Evan steckt in einer Schaffenskrise. Doch als er geheimnisvolle Noten spielt, bieten ihm plötzlich übernatürliche Wesen eine Lösung all seiner Probleme – Cubi, Amore, Grazien, Furien und Musen buhlen um seine Gunst.

Aber die Psychai verfolgen ganz eigene Ziele: Wer den Wettstreit um Evan gewinnt, besiegt das Schicksal – oder verliert alles.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.11.2025

Musikalische Dark Fantasy

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Liminal Creatures ist Fantasy der ganz anderen Art.
Man ist es ja gewohnt, dass in Büchern Landschaften, Gerüche oder Geräusche beschrieben werden. Hier steht jedoch Musik im Zentrum. Ich hab einen musikalischen ...

Liminal Creatures ist Fantasy der ganz anderen Art.
Man ist es ja gewohnt, dass in Büchern Landschaften, Gerüche oder Geräusche beschrieben werden. Hier steht jedoch Musik im Zentrum. Ich hab einen musikalischen Hintergrund und hatte keinerlei Probleme mir das so vorzustellen - ich weiß nicht wie es jemandem geht, der 0 Ahnung von Musik hat. Der Roman ist bestimmt trotzdem klasse, kickt aber natürlich besonders wenn man das beschriebene vorm inneren Ohr hört.

Was das Buch jedoch wirklich herausragen lässt, ist sein queerer Fokus. Selten habe ich ein Werk gelesen, das so selbstverständlich und vielfältig queere Identitäten abbildet: Bi-Representation, Ace-Rep und eine Fülle an Neopronomen fügen sich organisch in die Welt ein. Große Liebe dafür von mir!

Besonders berührt hat mich die Darstellung von Depressionen. Die Worte treffen eine Tiefe und Ehrlichkeit, die ich so bisher in keinem anderen Buch gefunden habe. Es gelang der Autorin, etwas in Worte zu fassen, das für viele schwer erklärbar ist.

Das Magie-System finde ich gut durchdacht und hat mir sehr gefallen. Der große Figuren-Cast wirkt nie überladen, denn viele der Nebenfiguren erhalten eigene Handlungsstränge und wachsen einem schnell ans Herz. Besonders hilfreich ist das Personenregister zu Beginn, das beim Einstieg in die Fülle der Charaktere enorm unterstützt (oder bestimmt auch wenn man länger braucht um das Buch zu lesen, ich hab es innerhalb weniger Tage verschlungen.

Wichtig zu erwähnen sind die Content Notes, die jedem Kapitel vorangestellt sind. Gerade weil das Buch sich in die dunkelsten Winkel der Persönlichkeit vorwagt und Themen wie psychische Erkrankungen oder belastende Erfahrungen aufgreift, sollte man darauf achten. Wer sich in einer akuten depressiven Phase befindet, dem würde ich die Lektüre eher nicht empfehlen. Auch der deutlich spürbare Spice-Anteil, der jedoch stets handlungsrelevant bleibt, macht das Buch weniger geeignet für Lesende, die intime Szenen vermeiden möchten.

Im Kern erzählt Liminal Creatures von Entscheidungen, ihren Konsequenzen und den Schatten, die sie über Jahre werfen können. Es ist düstere, emotionale Fantasy, die mich sehr aufgewühlt hat. Das Ende hat mich mit feuchten Augen zurückgelassen.

Eine absolute Empfehlung für alle, die ernsthafte, atmosphärische und queere Fantasy jenseits des Mainstreams suchen.

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Veröffentlicht am 02.02.2026

Absolute Empfehlung - Spannende Kombi aus Musik und Urban Fantasy Elementen

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Bei Liminal Creatuers hat mich vor allem der Schreibstil der Autorin sehr überzeugt. Ich mag den Stil sehr und es lässt sich unglaublich gut lesen und einen in die Story abtauchen. Entsprechend bin ich ...

Bei Liminal Creatuers hat mich vor allem der Schreibstil der Autorin sehr überzeugt. Ich mag den Stil sehr und es lässt sich unglaublich gut lesen und einen in die Story abtauchen. Entsprechend bin ich auch sehr zügig durch das Buch gekommen. Besonders finde ich hier den Mix aus Urban Fantasy und Musik. Ich konnte mir das mit der Musik als Thema erst gar nicht so Richtung vorstellen, wie das funktionieren soll, aber die Autorin hat da eine sehr gute Lösung gefunden. Die Protas haben sehr viel mit Musik zu tun, sei es über musikalische Gruppen, über Discotheken oder einfach sehr bekannte Songs, die immer Mal wieder erwähnt werden und für einen Ohrwurm sorgen.
Was ich ebenfalls als sehr gelungen empfand war, dass vor jedem Kapitel die triggernden Elemente, die vorkommen, erwähnt worden sind. Fand ich persönlich sogar besser, als wenn sie am Ende des Buches stehen, da man so ggf. entscheiden kann ein Kapitel zu überspringen. Das kam in meinem Fall nicht vor, aber ich könnte mir vorstellen, dass es manchen Leser/innen das doch etwas vereinfachen würde oder man zumindest etwas besser darauf vorbereitet ist, wann der entsprechende triggernde Inhalt vorkommt. Der ein oder andere wird das eventuell als zu spoilernd empfinden, aber den Eindruck hatte ich persönlich beim Lesen nicht.

Das Buch wird mit Urban Fantasy meets Musik umworben und da kommt auch mein Hauptkritikpunkt. Denn für meinen Geschmack ist die Fantasy hier nicht präsent genug. In meinen Augen ist sie quasi sogar austauschbar und kein tragendes Element der Story. Das fand ich sehr schade, da das Setting auch eine gute Grundlage für Fantasy bietet. Marketing technisch würde ich persönlich das dann doch etwas anders aufziehen, da Fantasy Leser sonst eher enttäuscht sind. Wie in meinem Fall. Das Buch hat dennoch eine Grundsolide Story mit einigen tollen Plots, aber meine Erwartung an dem Fantasy Setting waren doch sehr hoch. Es kommen unter anderem Sukkuben und Inkuben hier vor, die auch die Drahtzieher zum Teil sind, aber die werden der Erwartung an dem Urban Fantasy versprechen für meinen Geschmack nicht gerecht. Was auch daran liegt, dass die beiden Kreaturen dafür bekannt sind den Fokus auf körperliche Intimität zu lenken und damit stand an vielen Stellen der spice im Vordergrund.

Dennoch mochte ich die Handlung sehr gerne lesen und fand es auch durchweg spannend. Für mich persönlich ist es auch noch sehr schön zu Lesen, dass die Handlung in meiner Geburtsstadt, Essen, stattfand. Insbesondere viel in Rüttenscheid. Dadurch, konnte ich mir die Kulisse dort sehr gut vorstellen und es passt auch unglaublich gut als Setting. Zudem fand ich auch äußerst gelungen, dass hier auch queerness seinen Platz findet und auch besonders thematisiert ist.

Fazit

Definitiv ein Buch, was ich sehr empfehlen kann. Allein der Schreibstil der Autorin macht das Buch zu etwas besonderem. Vor allem, wie sie es schafft Musik in einer eigentlich tonlosen Geschichte zum Leben zu erwecken, sodass man selbst die Melodien ständig im Kopf hatte. Mein Hauptkritikpunkt ist zwar die für mich nicht so präsente Fantasy, aber das ist Jammern auf hohem Niveau und Ursache durch falsches Marketing. Ich bin auf jeden Fall neugierig auf weitere Bücher der Autorin und werde beim nächsten Mal ganz ohne Erwartungen an eines ihrer Werke ran gehen. Man kann aber auf jeden Fall behaupten, dass das Buch fernab vom Mainstream ist und das allein schon eine absolute Empfehlung ist!

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