Cover-Bild Am Anfang die Schuld

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inkl. MwSt
  • Verlag: Goldmann
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Seitenzahl: 464
  • Ersterscheinung: 16.04.2018
  • ISBN: 9783442485598
James Oswald

Am Anfang die Schuld

Thriller - Inspector McLean 6
Conny Lösch (Übersetzer)

In Edinburgh wird eine von Inspector Tony McLean geleitete Razzia auf ein mutmaßliches Bordell zum peinlichen Fiasko. Doch der Vorfall führt den eigenwilligen Ermittler auch zu einem ungelösten Fall. Denn eines der Zimmer des Gebäudes ruft in McLean Erinnerungen an Headland House wach, ein einschlägiges Etablissement, aus dem er als junger Polizist ein entführtes Mädchen rettete. Wer die Kleine war, oder wer sie dorthin brachte, wurde nie geklärt. Jetzt aber beschleicht McLean ein furchtbarer Verdacht. Fieberhaft sucht er nach Beweisen und stößt dabei auf ein viel größeres Verbrechen …

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.08.2018

Ein guter Thriller, der noch mehr Potenzial hätte

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In diesem soliden Schottland-Thriller beginnt es fast harmlos. Den Mitgliedern der Sexual Crime Unit (SCU, deutsch umgangssprachlich Sitte) wurde ein Tipp zu einem Bordell gegeben. Sie machen eine Razzia. ...

In diesem soliden Schottland-Thriller beginnt es fast harmlos. Den Mitgliedern der Sexual Crime Unit (SCU, deutsch umgangssprachlich Sitte) wurde ein Tipp zu einem Bordell gegeben. Sie machen eine Razzia. Doch was müssen sie feststellen? Es ist kein Bordell, sie stören eine private Party. Das ist mehr als peinlich. Tony McLean möchte herausfinden, wer den Tipp gegeben hatte und warum seine Einheit in eine Falle gelockt wurde. Doch seine Chefs wollen, dass er die Sache so schnell wie möglich abschließt und alles zu den Akten legt. Ihnen kann das Unter-den-Teppich-kehren gar nicht schnell genug gehen.

Die Story dieses Romans ist gut gebaut. Neben der Haupthandlung um die Ermittlungen der Polizei gibt es in kurzen Kapiteln den Blick auf zwei Täter, die aus nicht erkennbarer Ursache auf einer Mordsreise sind. Daneben nimmt das Privatleben des Protagonisten einen nicht gerade kleinen Teil ein und auch in diesem Part kann sich der Leser auf eine Überraschung freuen. Wie auch in vielen anderen Krimis und Thrillern wird die Arbeit der Ermittler von den unfähigen Kollegen und Vorgesetzten bombardiert. Hier ergibt sich stets die Frage, wann dem Protagonisten endlich der Kragen platzt. Es bleibt spannend. Und schließlich gibt es offenbar einen Zusammenhang der aktuellen Morde mit welchen aus der Vergangenheit. Obwohl eine neu gegründete cold cases Einheit wohl eher dafür geschaffen wurde, um die alten Fälle weiterhin ruhen zu lassen, scheint keiner mit der Verquickung in der Gegenwart gerechnet zu haben.

Ein Roman, der Überraschungen bereithält und bis zum Schluss spannend bleibt. Und doch hat er Passagen, die nicht glaubwürdig sind. Das hat mich am ehesten gestört. Um nicht zu spoilern, werde ich an dieser Stelle nicht zu viel erzählen. Aber das jemand, der ein Messer in der Brust hat, dieses herauszieht und den Spieß umdreht, erscheint abwegig. Ebenso die Methode, wie gemordet wird und das eine Zeugin den Protagonisten beinahe vergewaltigt.

Sehr angenehm hingegen sind dann wieder die privaten Passagen mit Tonys Katze namens Mrs McCatcheons Katze. Ich spüre sie heute noch um meine Beine schnurren.

Ein guter Thriller, der noch mehr Potenzial hätte, wenn die oben genannten Passagen glaubwürdiger wären. Gut unterhalten hat er mich alle mal.


© Detlef Knut, Düsseldorf 2018

Veröffentlicht am 07.08.2018

Eine große Enttäuschung

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Bislang war ich ein Fan der Bücher von James Oswald, speziell von der von ihm geschaffenen Figur des Inspector Tony McLean. Das vorliegende Buch jedoch war für mich und meine zugegebenermaßen hohen Erwartungen ...


Bislang war ich ein Fan der Bücher von James Oswald, speziell von der von ihm geschaffenen Figur des Inspector Tony McLean. Das vorliegende Buch jedoch war für mich und meine zugegebenermaßen hohen Erwartungen eine einzige Enttäuschung.

Tony McLean leitet eine Razzia in einem vermeintlichen Bordell, was sich jedoch als Reinfall herausstellt. Dennoch hat der Inspektor bei Durchsuchung des Hauses vage Erinnerungen an ein Etablissement, aus dem er in seiner Dienst-Anfangszeit ein entführtes Mädchen rettete. Ein ungeheurer Verdacht beschleicht McLean…

Beginnen muss ich mit Wechsel der Übersetzerin. Sigrun Zühlke wurde leider, leider in diesem 6. Band abgelöst von Conny Lösch, die den bestimmten „Oswald-Sound“ einfach nicht trifft. Die Sprache wirkt etwas verquast, langatmig, nicht pointiert, was sich besonders darin zeigt, dass der gelegentlich eingestreute böse Humor von James Oswald völlig untergeht, nicht „aufblitzt“ wie bei Sigrun Zühlke.
Aber auch der Plot konnte mich überhaupt nicht überzeugen. Die Geschichte wirkt auf mich nicht wirklich schlüssig, irgendwie nicht „bis Ende erzählt“, es bleiben viele Fragen offen. Und sowohl durch den seltsamen Plot als auch durch die schlechte Übersetzung bleibt die Spannung auf der Strecke. Ich quälte mich regelrecht durch die Seiten. So schade!