Cover-Bild Der Solist
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20,95
inkl. MwSt
  • Verlag: Argon Digital
  • Themenbereich: Belletristik - Thriller / Spannung
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Ersterscheinung: 27.01.2021
  • ISBN: 9783732454709
Jan Seghers

Der Solist

Uve Teschner (Sprecher)

September 2017. Der Frankfurter Ermittler Neuhaus stößt zur neu gegründeten Berliner "Sondereinheit Terrorabwehr", die in einer Baracke auf dem Gelände des ehemaligen Flughafens Tempelhof residiert. Die Bundestagswahlen stehen bevor, in der Hauptstadt hat sich die Gefährdungslage drastisch verschärft. Neuhaus ist ein erfahrener Ermittler, doch die Berliner Kollegen begegnen ihm mit Skepsis. Nur die junge Deutschtürkin Suna-Marie kooperiert mit ihm. Da erschüttert eine Serie von Morden die Hauptstadt. Das erste Opfer: ein junger jüdischer Aktivist, das zweite eine bekannte muslimische Anwältin, weitere folgen. Was verbindet die Fälle? Neuhaus, der Solist, macht sich auf die Suche. Und in dieser Stadt, in der einen überall die Vergangenheit anspringt und die Gegenwart bedrängt, kämpft er allein. Fast allein.

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Lesejury-Facts

  • Dieses Buch befindet sich bei Magineer in einem Regal.
  • Magineer hat dieses Buch gelesen.

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.03.2021

Auftakt für ein faszinierendes Ermittler-Duo!

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Bereits auf der ersten Seite legt "Der Solist" die Messlatte gewaltig hoch - Jan Seghers' morbide Zustandsbeschreibung eines Berliner Abends ist von einer faszinierenden poetischen Qualität, von der die ...

Bereits auf der ersten Seite legt "Der Solist" die Messlatte gewaltig hoch - Jan Seghers' morbide Zustandsbeschreibung eines Berliner Abends ist von einer faszinierenden poetischen Qualität, von der die typischen modernen Thriller Lichtjahre entfernt sind. Anhand einiger kurzer Vignetten tauchen wir dann tiefer in die Figur des Sonderermittlers Neuhaus ein, bevor er das Ziel seines ersten literarischen Einsatzes erreicht, nämlich das besagte Berlin. Und schon beginnt ein rätselhafter Fall, denn dort wartet bereits die erste Leiche auf den Kriminalbeamten...

Jan Seghers scheint nicht sonderlich interessiert an den Mechanismen des deutschen Krimis, und folgerichtig ist auch "Der Solist" alles andere als schnöde Mordaufklärung - dafür ist der Roman mit seinem knapp 230 Seiten nämlich ziemlich kurz gehalten und schielt somit eher in die Regalecke mit der anspruchsvollen Belletristiksammlung.

Um es vorwegzunehmen: Neuhaus' erster Fall ist nicht wirklich vertrackt, und geübte Leser erkennen schon ziemlich früh, wie der Hase läuft, zumal der Autor die entsprechenden Nebenfiguren relativ auffällig in eigenen Kapiteln und in kurios grobschlächtiger Skizzenhaftigkeit einführt. Andererseits: Es spielt keine Rolle, denn "Der Solist" entfaltet seine Stärke mit dem seltsamen Ermittler-Duo, bestehend aus Neuhaus und der aufdringlich direkten Suna-Marie, genannt Grabowski, dass in Berlin aufeinandertrifft und beinahe sofort eine unwiderstehliche Dynamik entfaltet. Beide Figuren ergänzen sich wundervoll, und obgleich so mancher Dialog zwischen den zwei Querköpfen (immer in versteckter Streitlustigkeit) einzig und allein einem nur wenig verschleierten Info-Dump dient, folgt man Neuhaus und Grabowski fasziniert durch die Kulisse einer geschichtsträchtigen und doch immer recht eigenen Stadt, in der gewaltsamer Tod und bedingungslose Lebenslust nur einen Augenaufschlag voneinander entfernt liegen.

Das Finale wird dann sehr abrupt eingeleitet und auch ähnlich karg beschlossen, so dass man am Ende unerwartet schnell in die Realität entlassen wird - und trotz dieses Mankos kann man es kaum erwarten, bald etwas Neues zu lesen von dem kantigen Ermittler und seiner schlagfertig direkten Begleitung. Neuhaus & Grabowski haben das Zeug zum absoluten Traum-Duo, und mit "Der Solist" hat Jan Seghers nur die Oberfläche dessen gestreift, was da bald auf uns zukommen könnte. Freuen wir uns drauf - und bis dahin uneingeschränkte Leseempfehlung für einen Berlin-Krimi der besonderen Art!

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Veröffentlicht am 04.02.2021

Toller Beginn einer neuen Reihe

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Das Cover des Buches gefällt mir echt gut. Und es hat auch den nötigen Bezug zum Inhalt. Wirklich gelungen.

Inhalt:
September 2017. Der Frankfurter Ermittler Neuhaus stößt zur neu gegründeten Berliner ...

Das Cover des Buches gefällt mir echt gut. Und es hat auch den nötigen Bezug zum Inhalt. Wirklich gelungen.

Inhalt:
September 2017. Der Frankfurter Ermittler Neuhaus stößt zur neu gegründeten Berliner "Sondereinheit Terrorabwehr", die in einer Baracke auf dem Gelände des ehemaligen Flughafens Tempelhof residiert. Die Bundestagswahlen stehen bevor, in der Hauptstadt hat sich die Gefährdungslage drastisch verschärft. Neuhaus ist ein erfahrener Ermittler, doch die Berliner Kollegen begegnen ihm mit Skepsis. Nur die junge Deutschtürkin Suna-Marie kooperiert mit ihm.
Da erschüttert eine Serie von Morden die Hauptstadt. Das erste Opfer: ein junger jüdischer Aktivist, das zweite eine bekannte muslimische Anwältin, weitere folgen. Was verbindet die Fälle? Neuhaus, der Solist, macht sich auf die Suche. Und in dieser Stadt, in der einen überall die Vergangenheit anspringt und die Gegenwart bedrängt, kämpft er allein. Fast allein.

Meine Meinung:
Oh was für ein starker Auftakt in eine neue Reihe. Mit Neuhaus als Charakter, hat Jan Segher einen Charakter geschaffen, der in Zukunft bestimmt das ein oder andere Mal aneckt. Mir gefällt der Ermittlungsstil von Neuhaus und das er auch vor Alleingängen nicht zurück schreckt. Im Gegenteil er ist eher nicht Team kompatibel. Besonders gefällt mir, das man hier auch sehr viel über Neuhaus Vorgeschichte erfährt. So kann man einiges an seinem Verhalten besser nachvollziehen.
Die restlichen Charaktere hingegen bleiben ziemlich blass. Man kann keinen wirklichen Bezug zu ihnen herstellen.
Interessant ist hier auch das die Realität mit Erfundenem vermischt wird. Jan Seghers hält sich hier auch nicht mit Nebensächlichkeiten auf. Das gefällt mir richtig gut. Es mag es, wenn Autoren einer Linie treu bleiben.
Mich hat das Buch jedenfalls überzeugen können und ich freue mich auf weitere Fälle für Neuhaus und vielleicht erfahren wir ja dann auch irgendwann seinen Vornamen.

Mein Fazit:
Ganz klare Leseempfehlung. Volle 5 Sterne.

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