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Veröffentlicht am 26.03.2019

Vom straßenhund zum Hotelhund

Phoebe
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Schon das Cover ist der absolute Hinkucker. Man ist auf den ersten Blick verliebt in diesen kleinen Terrier. Was mich hier noch besonders überrascht hat, ist die Ähnlichkeit mit meiner eigenen Hündin. ...

Schon das Cover ist der absolute Hinkucker. Man ist auf den ersten Blick verliebt in diesen kleinen Terrier. Was mich hier noch besonders überrascht hat, ist die Ähnlichkeit mit meiner eigenen Hündin. Ein wirklich liebevoll toll gestaltetes Cover.

Inhalt: Phoebe ein kleiner Straßenhund aus Kroatien, wird von Uwe und Oliver adoptiert und soll fortan ein Leben als Hotelhund führen. Was besseres konnte der kleinen Phoebe nicht passieren, denn sie hat das große Los gezogen. Sie lernt viele nette, manchmal etwas schrullige aber auch sehr gefühlvolle Menschen kennen. Auch an Hundefreunden mangelt es ihr nicht. Allem voran ihre besten Freunde Hector, Flora und der alte Rüde Alfons. Und natürlich erleben auch ihre Menschen so einige Überraschungen im neuen Leben mit Phoebe. Aber Phoebes Entwicklung und ihre Erlebnisse nehmen den Großteil des Buches ein. Und alles wird aus der Sicht Phoebes erzählt.

Meine Meinung: Mich hat das Buch von der ersten Seite in seinen Bann gezogen. Es hat mich zum Lachen, zum Nachdenken aber auch zum Weinen gebracht. Die Erlebnisse der kleinen Hundedame sind teilweise so erfrischend und unbekümmert, das man einfach nur schmunzeln kann. Aber auf der anderen Seite ist sie auch eine sehr sensible Hündin, die jeden Kummer, jeden Schmerz sofort erkennt und dann versucht ihren Freunden, egal ob Mensch oder Tier beizustehen. Phoebe hat mich mich vielen Aktionen einfach nur überrascht. Noch überraschter war ich allerdings von der nicht nur optischen Ähnlichkeit mit meiner Hündin.
Uwe Kauser schreibt hier mit sehr Gefühl und hat auch keine Scheu davor Eigenironie ins Spiel zu bringen, z.B.die Aktion während der Eselwanderung.
Besonders gut gefallen hat mir natürlich auch, das aus der Sicht Phoebes geschrieben wird und man so einen Blick in ihre Gedankenwelt erhält. Sowas wünscht sich eigentlich jeder Hundebesitzer, das man einfach mal die Gedanken des eigenen Hundes hören könnte.
Vergessen möchte ich natürlich hier auch nicht meine absolute menschliche Lieblingsfigur, abgesehen von Uwe und Oliver, nämlich Opa Karl. Er hat mich vom ersten Moment an ein kleines Michelin Männchen erinnert, an den man sich einfach gerne ankuschelt und der soviel Menschlichkeit und Zuneigung ausstrahlt.
Aber auch die anderen menschlichen Charaktere werden von Phoebe sehr gut dargestellt.
Von den tierischen Charakteren haben mir, außer Phoebe, Wilma, die alte Hündin im kroatischen Tierheim und Alfons, der alte sehr souveräne Rüde aus Elfriedes Hundepension gefallen. Es zeigt deutlich auf wie wichtig diese gerade für größere Hundegruppen sind.
Insgesamt ein Buch das mir sehr viele lachende aber auch weinende Lesestunden beschert hat. Ich hoffe auf eine baldige Fortsetzung von und mit Phoebe.

Mein Fazit: Ein Buch das einen zum Lachen, zum Weinen und zum Nachdenken bringt. Ganz klare Leseempfehlung und wenn es möglich wäre, mehr wie 5 Sterne verdient hätte. Ein absolutes Highlight 2019.

Veröffentlicht am 29.03.2019

Gelungener Ausflug in die deutsche Geschichte

Was uns erinnern lässt
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Das Cover des Buches hat fast etwas verträumtes. Es gefällt mir richtig gut. Und irgendwie lässt schon das Cover vermuten, das das Buch in zwei Zeitebenen spielt.

Inhalt: Die junge Milla findet bei einer ...

Das Cover des Buches hat fast etwas verträumtes. Es gefällt mir richtig gut. Und irgendwie lässt schon das Cover vermuten, das das Buch in zwei Zeitebenen spielt.

Inhalt: Die junge Milla findet bei einer Wanderung am Rennsteig einen alten Keller. Darin befinden sich neben Lebensmitteln aus den 70 er Jahren auch alte Schulhefte. Sie begibt sich auf die Suche nach der ehemaligen Besitzerin. Und schließlich findet sie Christine und diese erzählt ihr dann die Geschichte des Hotel Waldeshöh und ihrer Familie, ein ehemals gutgehendes Hotel, doch dann zu DDR Zeiten enteignet, weil es zu Grenznah lag.

Meine Meinung: Mich hat das Buch von der ersten bis zur letzten Seite fesseln können. Ich bin schon in Christines Geschichte regelrecht abgetaucht. Gerade die Geschehnisse in der Vergangenheit haben einen so manches Mal den Atem stocken lassen. Wie grausam es damals im DDR Regime zu ging. Allerdings nicht nur vom Regime selbst aus, sondern auch die einzelnen Bürger untereinander. Irgendwie hatte man es darauf angelegt, das keiner dem anderen mehr vertraut.
Besonders gefallen haben mir die Wechsel von der Vergangenheit in die Gegenwart und umgekehrt.
Die einzelnen Geschehnisse werden sehr authentisch dargestellt und man hat immer wieder wechselnde Bilder vor Augen und fühlt sich jedesmal mitten in der Geschichte.
Insgesamt erinnert mich das Buch auch an einen Bericht erinnert, den ich vor einiger Zeit gesehen habe, wo es um ein Ehepaar in der Lausitz ging, die ebenfalls aus ihrem Zu Hause vertrieben wurden, damit dort Kohle abgebaut werden konnte. Es scheint so einige dieser Geschichten zu geben, wo das DDR Regime Menschen willkürlich enteignet hat.

Mein Fazit: Gelungener Ausflug in die deutsche Geschichte. Klare Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 29.03.2019

Konnte leider nicht an die Vorgänger anknüpfen

Schatten der Toten
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Das Cover des Buches ist ähnlich der ersten beiden Bände und lässt keinerlei Rückschlüsse auf den Inhalt zu.

Inhalt: Auch in diesem Fall wird Judith wieder mit den Spuren ihrer Vergangenheit konfrontiert. ...

Das Cover des Buches ist ähnlich der ersten beiden Bände und lässt keinerlei Rückschlüsse auf den Inhalt zu.

Inhalt: Auch in diesem Fall wird Judith wieder mit den Spuren ihrer Vergangenheit konfrontiert. Dieser Fall übersteigt allerdings nochmal alles vorherige. Es geht um ihren Vater Bastide Larcan. Der ehemalige Doppelagent ist vor vielen Jahren abgetaucht und beschäftigt sich jetzt mit illegalen Geschäften und anderen Verbrechen.
Doch durch den Tod einer ehemaligen Stasi Spionin, wird Judirh mit dieser Vergangenheit konfrontiert. Sie muß sich entscheiden.

Meine Meinung: Der letzte Teil der Reihe konnte leider nicht ganz an die ersten beiden Fälle anknüpfen. Der Schreibstil ist zwar genauso flüssig, spannend und fesselnd, doch ist die Geschichte an sich diesmal eher langatmiger. Der Faktor liegt zu sehr auf Judiths Vergangenheit und auf den Geschehnissen ihren Vater betreffend. Ihr eigentlicher Job kommt in diesem Band nicht mehr wirklich zur Geltung, er ist eher Nebenschauplatz. Auch wurde mir zuviel auf die Verbindungen zwischen Stasi, BND und Geschehnissen im Kalten Krieg berichtet. Auch in den Vorgängerbänden wurde ja immer wieder auf Judiths Vergangenheit geschaut bzw. Judith mit ihr konfrontiert, doch in diesem Fall wurde es leider für meinen Geschmack etwas zu sehr übertrieben. Auch Judith selbst wird oftmals einfach nur zur Nebendarstellerin. Schade, ich hätte mir ein deutlich besseres, spannenderes Ende dieser Trilogie gewünscht, allerdings bin ich auch nicht so der Spionagefan.

Mein Fazit: Leider konnte das Buch für mich nicht an die Vorgänger anknüpfen. Von daher leider nur 3 Sterne.

Veröffentlicht am 22.03.2019

Leas Neuanfang

Wir zwei auf Wolke sieben
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Das Cover des Buches ist wirklich wunderschön. Es hat etwas verspielt romantisches und erfrischendes. Mir gefällt es wirklich gut.


Inhalt: Lea wird von Sebastian Hals über Kopf verlassen. Damit nicht ...

Das Cover des Buches ist wirklich wunderschön. Es hat etwas verspielt romantisches und erfrischendes. Mir gefällt es wirklich gut.


Inhalt: Lea wird von Sebastian Hals über Kopf verlassen. Damit nicht genug, er plündert ihr Konto und veröffentlicht Bilder von ihr. Doch Lea gibt nicht auf. Glücklicherweise hat sie dabei Freunde, die sie unterstützen. So bekommt sie auch einen neuen Job. Ein neues Abenteuer beginnt, doch vorher muß sie sich von Sebastian endgültig lösen.


Meine Meinung: Der Schreibstil des Buches ist flüssig und einfach zu Lesen. Die einzelnen Charaktere sind gut beschrieben und mehr oder weniger sympathisch.

Lea hat mir anfangs ja leid getan, als Sebastian samt ihrem Konto verschwindet, doch gerade im Mittelteil hat sie mich zeitweise mit ihrer Naivität und ihrem Selbstmitleid genervt. Glücklicherweise hat sich das im letzten Abschnitt wieder deutlich gebessert und Lea hat endlich an Selbstvertrauen gewonnen. Zum Schluß war sie mir dann echt sympathisch.

Mit Sebastian bin ich zu keinem Zeitpunkt wirklich warm geworden. Ein absoluter A...., der nur auf seinen Vorteil bedacht ist.

Insgesamt handelt sich um eine nette und unterhaltsame Geschichte mit kleinen Abstrichen. Genau das richtige Buch für Zwischendurch.


Mein Fazit: Genau das richtige Buch zum Abschalten oder einfach für Zwischendurch.

Veröffentlicht am 22.03.2019

Der Rosengarten am Meer

Der Rosengarten am Meer
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Das Cover ist einfach nur wunderschön. Man bekommt richtig Lust auf einen Urlaub mit Sommer, Sonne, Strand und Meer. Und die Rose ist ein richtiger Blickfang.

Inhalt: Isabel steht vor den Scherben ihrer ...

Das Cover ist einfach nur wunderschön. Man bekommt richtig Lust auf einen Urlaub mit Sommer, Sonne, Strand und Meer. Und die Rose ist ein richtiger Blickfang.

Inhalt: Isabel steht vor den Scherben ihrer Ehe. Als Landschaftsarchitektin bekommt sie einen Job an der Ostsee. Dort soll sie den Garten eines alten Gutshauses wieder herrichten und zwar nach einer Vorlage aus langer Vergangenheit.
Hier kommt der zweite Strang ins Spiel. Marie löst ihre Verlobung mit Georg und beschäftigt sich ebenfalls mit Garten und Landschaftsarchitektur. Zu der damaligen Zeit ein Alleinstellungsmerkmal, denn gerade dieser Bereich war zu diesem Zeitpunkt noch überwiegend in Männerhand.
Während Isabel erst im Laufe des Buches an Selbstsicherheit gewinnt, geht Marie ziemlich früh eigene Wege und hat damit Erfolg.

Meine Meinung: Ein wunderschönes Buch über zwei außergewöhnliche Frauen, die in verschiedenen Zeiten leben, aber doch auch viele Gemeinsamkeiten haben. Über allem steht die Liebe zu Rosen. Das Buch hat mich vom ersten Moment in seinen Bann gezogen. Ich konnte nicht aufhören zu lesen. Der Schreibstil der Autorin ist einfach wunderbar. Sehr bildlich, gefühlvoll und wahnsinnig interessant. Man erfährt neben der Handlung auch so einiges über Rosen und hat die Bilder der jeweiligen Gärten direkt vor Augen.
Bei Isabel habe ich von Anfang gehofft, das sie endlich an Selbstsicherheit gewinnt und sich von ihrem egoistischen, unsympathischen Exmann löst. Sie hat im Laufe des Buches wirklich eine tolle Wendung durchgemacht.
Marie war für mich noch eine noch faszinierende Frau. In der damaligen Zeit den Mut zu haben sich gegen die Gesellschaft und deren Zwänge aufzulehnen. Wirklich klasse.
Und Alex mit seinen Geheimnissen, den hätte ich zwischendurch gerne mal geschüttelt. Letztendlich hat er aber selbst gemerkt, was ihm wichtig ist.
Einfach ein wunderschönes aber auch tragisches Buch über Rosen und die ganz ganz große Liebe.

Mein Fazit: Ein absolutes Highlight in diesem Jahr. Ganz klare Leseempfehlung.