Cover-Bild Das Fundament der Ewigkeit
Teil 3 der Serie "Kingsbridge-Roman"
16,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Lübbe Audio
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: historischer Roman
  • Genre: Romane & Erzählungen / Historische Romane
  • Ersterscheinung: 12.09.2017
  • ISBN: 9783838784342
  • Empfohlenes Alter: ab 16 Jahren
Ken Follett

Das Fundament der Ewigkeit

Joachim Kerzel (Sprecher), Dietmar Schmidt (Übersetzer), Rainer Schumacher (Übersetzer), Markus Weber (Illustrator)

Nach DIE SÄULEN DER ERDE und DIE TORE DER WELT der neue große historische KINGSBRIDGE -Roman des internationalen Bestsellerautors

1558. Noch immer wacht die altehrwürdige Kathedrale von Kingsbridge über die Stadt. Doch diese ist im Widerstreit zwischen Katholiken und Protestanten zutiefst gespalten. Freundschaft, Loyalität, Familie - nichts scheint mehr von Bedeutung zu sein. Auch der Liebe zwischen Ned Willard und Margery Fitzgerald steht der Glaubensstreit im Weg. Als die Protestantin Elizabeth Tudor Königin wird, verschärfen sich die Gegensätze noch. Die junge Queen kann sich glücklich schätzen, in dieser schwierigen Lage den treuen Ned an ihrer Seite zu haben - als Unterstützer und als ihren besten Spion. Die Liebe zwischen Ned und Margery scheint jedoch verloren zu sein, denn von Edinburgh bis Genf steht ganz Europa in Flammen ...

Lesejury-Facts

  • Dieses Buch befindet sich bei Dirk74 in einem Regal.
  • Dirk74 hat dieses Buch gelesen.

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.07.2025

Ken Follett: Das Fundament der Ewigkeit

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Okay, sagen wir’s, wie’s ist: Wenn Ken Follett ein Buch schreibt, ist es selten ein kleines Häppchen für zwischendurch – eher ein literarisches Drei-Gänge-Menü mit Nachschlag. Und „Das Fundament der Ewigkeit“ ...

Okay, sagen wir’s, wie’s ist: Wenn Ken Follett ein Buch schreibt, ist es selten ein kleines Häppchen für zwischendurch – eher ein literarisches Drei-Gänge-Menü mit Nachschlag. Und „Das Fundament der Ewigkeit“ ist da keine Ausnahme. Über 1.000 Seiten dick, episch, dramatisch und natürlich mit jeder Menge Intrigen, Machtkämpfen und Herzen, die brechen (oder einfach sehr lange auf jemanden warten müssen).

Die Geschichte spielt zur Zeit von Elizabeth I. – wir reden also von Reformation, Religionskrieg und jeder Menge Spannungen zwischen Katholiken und Protestanten. Kingsbridge ist wieder mit von der Partie, auch wenn die berühmte Kathedrale eher eine Nebenrolle spielt. Statt Bauwerken stehen diesmal politische Spione, verbotene Lieben und historische Massaker im Rampenlicht. Und mittendrin: Ned Willard. Unser Lieblings-Spion mit großem Herzen und der Ausdauer eines Marathonläufers, wenn es darum geht, der Liebe seines Lebens (hallo, Margery!) durch ein halbes Jahrhundert hinterherzuseufzen.

Ned ist eigentlich so eine Art historischer James Bond – nur mit weniger Martini und mehr Bibelzitaten. Als er Elizabeth Tudor in den Sattel hilft, wird er Teil ihres inneren Kreises und hilft beim Aufbau eines geheimen Nachrichtendienstes. Klingt fancy? Ist es auch. Und es funktioniert erstaunlich gut als roter Faden durch einen sehr politischen, teils düsteren Roman.

Die Nebenfiguren? Mal wieder ein bunter Mix aus „Oh wow, spannend!“ bis „Sorry, wer war das nochmal?“. Manche Charaktere schimmern richtig schön komplex, andere wirken wie aus dem Baukasten: Held. Bösewicht. Love Interest. Die üblichen Verdächtigen eben. Und ja, manch einer redet ein bisschen zu modern für 1558 – aber hey, das hilft zumindest beim Durchlesen.

Follett schafft es mal wieder, große Weltgeschichte in kleine menschliche Schicksale zu packen. Und obwohl sich Kingsbridge ein bisschen mehr wie Deko als wie Schauplatz anfühlt, funktioniert die Story ziemlich gut. Gerade die Verknüpfung realer historischer Ereignisse – wie die Bartholomäusnacht oder der Untergang der Spanischen Armada – mit dem Leben von Ned & Co. sorgt für ordentlich Tempo.

Was nicht so ganz zündet: die Romantik. Ned und Margerys „Wir lieben uns über Jahrzehnte hinweg, obwohl wir nie zusammen sind“-Beziehung ist nicht unbedingt der emotionalste Anker der Geschichte. Eher ein laues Flämmchen im Sturm der Reformation. Aber dafür gibt’s genug andere Spannungsmomente – politisch, religiös, menschlich.

Fazit: „Das Fundament der Ewigkeit“ ist kein typischer Kingsbridge-Roman, eher ein Reformations-Epos mit Spionage-Twist. Nicht jeder Charakter glänzt, nicht jede Wendung ist überraschend, aber Ken Follett weiß einfach, wie man Geschichte unterhaltsam verpackt. Wenn du Lust auf einen historischen Pageturner mit Macht, Glaube und einer Prise Herzschmerz hast – los geht’s. Und keine Sorge: Bei Follett ist auch das letzte Kapitel immer noch ein kleiner Knaller.

Veröffentlicht am 23.10.2017

37 Stunden spannende Geschichte

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HINWEIS: Meine Rezension bezieht sich auf die ungekürzte Fassung

Lange hat es gedauert, doch nun folgt nach Die Säulen der Erde und Die Tore der Welt der dritte Teil der Kingsbridge-Reihe.

Dieses mal ...

HINWEIS: Meine Rezension bezieht sich auf die ungekürzte Fassung

Lange hat es gedauert, doch nun folgt nach Die Säulen der Erde und Die Tore der Welt der dritte Teil der Kingsbridge-Reihe.

Dieses mal entführt uns Ken Follett in das Jahr 1558. Vorrangig geht es um den Streit zwischen den Protestanten und den Katholiken. Trotz des großen Umfangs schafft es der Autor eine spannende und kurzweilige Geschichte um den jungen Ned Willard zu konstruieren. Dabei begegnen uns u.a historische Persönlichkeiten wie Maria Stuart, Elizabeth Tudor oder der Seefahrer Francis Drake. Wir erleben Verschwörungen und Glaubenskämpfe, Liebe und Hass, Folter und Versöhnung.

Anfangs war ich etwas enttäuscht, als ich gemerkt habe, dass es keine Fortsetzung im klassischen Sinne ist. Es gibt vereinzelt Verweise auf frühere Charaktere, aber unter einer Fortsetzung verstehe ich etwas anderes. Betrachtet man den Roman aber als Einzelwerk, ist es ein gelungenes geschichtliches Meisterwerk.

Ich habe mich für die ungekürzte Hörbuchfassung von Lübbe Audio entschieden, welche exklusiv bei Audible angeboten wird. Mit einer Gesamtspielzeit von über 37 Stunden wird einem hier ein von Tobias Kluckert meisterlich vertonter historischer Roman geboten. Lediglich die musikalischen Einspielungen nach mehreren Buchabschnitten hätten manchmal etwas dezenter ausfallen können. So kann es schonmal passieren, dass man beim Hören in die Story vertieft ist und statt des nächsten Kapitels ertönt plötzlich eine dramatische Musik, das einem der Schreck in die Glieder fährt.

Liebhaber der englischen, französischen und spanischen Geschichte sollten diesen Roman nicht verpassen.