Cover-Bild Die unsichtbare Handschrift
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9,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Knaur Taschenbuch
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: historischer Roman
  • Genre: Romane & Erzählungen / Historische Romane
  • Seitenzahl: 464
  • Ersterscheinung: 02.05.2012
  • ISBN: 9783426509098
Lena Johannson

Die unsichtbare Handschrift

Roman
Lübeck im Jahr 1226. Die junge Esther versteht es ausgezeichnet, aus den verschiedensten Zutaten Tinte zu mischen. Ihr größter Wunsch ist es, endlich den Kaufmann Vitus zu heiraten. Als Esther erfährt, dass der Rat der Stadt plant, Kaiser Friedrich II. eine Urkunde zu überbringen, in welcher Lübeck mehr Privilegien zugesichert werden sollen, kommt sie auf eine kühne Idee …

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Veröffentlicht am 28.02.2025

Unterhaltsamer historischer Roman über ein wichtiges Stück Lübecker Geschichte und zwei starke Frauen

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Köln im Jahre 2011:

Nach dem Einsturz des Stadtarchivs von Köln zwei Jahre zuvor, wird jede helfende Hand gebraucht, um Schriftstücke die lange im Schmutzwasser lagen, zu retten. Auch die Lübecker Restauratorin ...

Köln im Jahre 2011:

Nach dem Einsturz des Stadtarchivs von Köln zwei Jahre zuvor, wird jede helfende Hand gebraucht, um Schriftstücke die lange im Schmutzwasser lagen, zu retten. Auch die Lübecker Restauratorin Christa Bauer ist mit von der Partie und ausgerechnet ihr fällt ein brisantes Stückchen Geschichte in die Hände. Genauer gesagt Geschichte ihrer Heimatstadt Lübeck, denn in dem jahrhundertealten Schriftstück deutet der Verfasser einen Betrug an: Das Dokument, dass damals aus Lübeck eine freie Handelsstadt machte, soll angeblich um einige Passagen erweitert worden sein.

Während Christa fasziniert versucht mehr über dieses rätselhafte Schriftstück herauszufinden, führt uns die Autorin praktisch auf zweiter Zeitebene zurück ins Jahr 1224 und 1226 und erzählt abwechselnd die Geschichten zweier mutiger und gewitzter Frauen; Heilwig von der Lippe und die Schwester eines Schreibers, Esther von Schleswig. Beide Frauen, deren vorheriger Lebensweg unterschiedlicher nicht sein könnte, haben aus ebenfalls sehr unterschiedlichen Motiven großes Interesse daran, dass das wichtige Dokument, das einst von Barbarossa verfasst wurde und nun zur erneuten Unterzeichnung von Friedrich II. nach Italien gebracht werden soll, um gewisse Passagen erweitert wird. Während Heilwig aus moralischen Gründen handelt, gerät Esther eher zufällig in die Sache hinein, als sie zwei wichtige hohe Herren belauscht, die die Fälschung des Dokumentes nur im Sinn hatten, damit Lübeck selbstständige Handelsstadt wird.
Heilwigs und Esthers Zutun bringt beide jedoch in große Gefahr…

Meine Einschätzung:

„Die unsichtbare Handschrift“ von Lena Johannson ist ein historischer Roman, der geschickt historische Fakten mit unterhaltsamer Fiktion verbindet. Besonders gut gefallen haben mir die Romanpassagen, die in der Vergangenheit spielen- hier ist die Autorin in ihrem Element, weiß sich zeitgemäß auszudrücken und eine spannende Geschichte zu erzählen. Ein wenig holprig und unspektakulär geraten fand ich jedoch die Szenen, die in der Gegenwart handeln und ich hätte diese Passagen am liebsten nur quergelesen, weil ich die Hauptakteurin der Gegenwart, Christa, ehrlich gesagt ein wenig farblos fand. Dagegen haben mich die geschilderten Schicksale von Heilwig und Esther umso mehr interessiert. Auch der historische Kern des Ganzen, nämlich dass die Lübecker sich damals einer kleinen List bedienten um das Barbarossa- Privileg von 1188; das Lübecks Grenzen und Vorrechte klären sollte, tatsächlich 38 Jahre später um diverse Vorrechte heimlich erweiterten, war mir bis zum heutigen Tag noch nicht bekannt und ich fand es sehr spannend, in unterhaltsamer Romanform erzählt, etwas mehr darüber zu erfahren. Ebenfalls sehr interessant sind die vielen eingestreuten Informationen über das Handwerk des Schreibers und die Herstellung von Tinte in früheren Zeiten. Diese Schilderungen sind nicht nur schmückendes Beiwerk, sondern gehen ein wenig mehr ins Detail, was mir auch sehr gut gefallen hat.

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