Cover-Bild Mythen der Antike: Orpheus und Eurydike
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16,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Splitter-Verlag
  • Themenbereich: Graphic Novels, Comics, Cartoons - Europäische Comics
  • Genre: Weitere Themen / Comics
  • Seitenzahl: 56
  • Ersterscheinung: 15.12.2021
  • ISBN: 9783967922042
  • Empfohlenes Alter: ab 14 Jahren
Luc Ferry, Clotilde Bruneau

Mythen der Antike: Orpheus und Eurydike

Diego Oddi (Illustrator)

Als Sohn Königs Oiagros von Thrakien und der Muse Kalliope ist Orpheus ein im wahrsten Sinne des Wortes begnadeter Musiker und Poet. Die Klänge seiner Lyra, ein Geschenk des Gottes Apollo, verzaubern selbst die wildesten Bestien. Auf der Rückkehr von einer Expedition der Argonauten trifft er auf die Dryade Eurydike, und die beiden verlieben sich unsterblich ineinander und heiraten. Doch kurz darauf wird seine Braut von einer Schlange gebissen und fährt im Tode zur Unterwelt hinab. Orpheus, wahnsinnig vor Trauer, ist bereit, alles zu tun, um sie zurückzuholen. Und wenn er bis ins Herz von Hades Reich hinabsteigen muss...
Neben »Romeo und Julia« dürfte die Geschichte von »Orpheus und Eurydike« die berühmteste, aber auch die tragischste Liebesgeschichte der Weltliteratur sein und ein Mahnmal dafür, dass selbst der größte Günstling des Schicksals an der Macht der Liebe verzweifeln kann.
Große Epen, mächtige Götter, phantastische Ungeheuer, außergewöhnliche Helden – die griechische Mythologie ist ein unerschöpflicher Quell wundervoller und aufregender Abenteuer. Auch heute können wir aus ihr lernen, und darum bildet sie immer noch ein Herzstück der humanistischen Bildung auf der ganzen Welt. »Mythen der Antike« lässt uns eine Reihe der wichtigsten Sagen als Comics neu entdecken. Unter der Leitung von Luc Ferry, dem ehemaligen französischen Bildungsminister, wurden die Originaltexte mit größter Sorgfalt adaptiert und graphisch brillant umgesetzt. Jeder Band präsentiert einen kompletten Mythos, dessen philosophisches und kulturelles Erbe in einem umfassenden Ergänzungsteil erläutert wird.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.04.2022

spannend und schön

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»Mythen der Antike: Orpheus und Eurydike« ist der vierzehnte Band aus der »Mythen der Antike«-Reihe. Der Comic enthält zusätzlich die Geschichte »Der Raub der Persephone«. Entworfen und geschrieben wurde ...

»Mythen der Antike: Orpheus und Eurydike« ist der vierzehnte Band aus der »Mythen der Antike«-Reihe. Der Comic enthält zusätzlich die Geschichte »Der Raub der Persephone«. Entworfen und geschrieben wurde er von Luc Ferry. Das Szenario stammt von Clotilde Bruneau. Die Zeichnungen liefert Diego Oddi. Nice to know: das kreative Trio hat bereits an den Bänden »Mythen der Antike: Ödipus« und »Mythen der Antike: Eros & Psyche« zusammengearbeitet.

Obwohl es in dem Band hauptsächlich um Orpheus und Eurydike geht, wird zuerst die Geschichte von Persephones Raub durch den König der Unterwelt Hades erzählt. Dadurch wird die Leserschaft schon mal auf das Thema Leben und Tod eingestimmt und mit Hades und Persephone vertraut gemacht, die auch in Orpheus’ und Eurydikes Geschichte eine wichtige Rolle spielen.

Persephone ist die Tochter vom König der Götter Zeus und der Göttin der Saat und Ernte Demeter. Bevor die fröhliche Persephone von Hades in das Reich der Toten entführt wird, lebt sie bei ihrer Mutter und erfreut sich an der Natur. Demeter liebt ihre Tochter über alles und ist dementsprechend außer sich, als Persephone plötzlich verschwindet. Als Demeter erfährt, wer für die Entführung verantwortlich ist, setzt sie alles daran, ihre geliebte Tochter wiederzubekommen. Da Hades auf Persephone nicht mehr verzichten will, entscheidet Zeus, dass sie ein Drittel des Jahres in der Unterwelt verbringt und den Rest der Zeit bei ihrer Mutter an der Oberfläche.

Nach Persephone und Hades widmet man sich der Geschichte von Orpheus und Eurydike. Orpheus ist der Sohn der Muse Kalliope und ein begnadeter Musiker und Poet. Niemand kann seinem Talent widerstehen, weder Mensch noch Tier oder ein furchteinflößendes Wesen. Eurydike ist eine Baumnymphe. Orpheus und Eurydike sind wahnsinnig ineinander verliebt. Eines Tages stirbt Eurydike und für Orpheus bricht eine Welt zusammen. Er will Eurydike zurückholen, indem er sich in die Unterwelt zu Hades und Persephone begibt. Das Herrscherpaar der Unterwelt gibt den Liebenden eine letzte Chance, unter der Bedingung, dass Orpheus sich unter keinen Umständen nach Eurydike umdreht, solange er sie aus der Unterwelt herausführt. Tut er es doch, wird er sie endgültig verlieren.

Die Zeichnungen von Diego Oddi fangen die beiden Geschichten, die von Liebe, Leben und Tod handeln, perfekt ein. Während die Szenen an der Oberfläche in hellen und farbenfrohen Tönen dargestellt werden, erscheinen die Szenen in der Unterwelt in dunklen Farben. Besonders eindrucksvoll ist die Doppelseite (S. 36, 37), die Orpheus’ Reise durch die Unterwelt zeigt. Allgemein fand ich die Inszenierung der Unterwelt sehr spannend, da Oddi die düstere Atmosphäre sehr gut einfangen konnte. Am Ende des Comics gibt es wie immer einen Ergänzungsteil, der den Mythos näher beleuchtet.

Fazit

»Orpheus und Eurydike« ist genauso spannend und schön wie seine Vorgänger. Ich liebe die »Mythen der Antike«-Reihe und freue mich auf alle Bände, die noch folgen werden!

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Veröffentlicht am 19.04.2022

Mythen von Liebe und dem Tod

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Weiter geht’s mit den Mythen der Antike Graphic Novels und zwar mit einem Titel, der mich sehr neugierig gemacht hatte, da Orpheus einer der Helden war, von denen ich etwas weniger wusste, als von den ...

Weiter geht’s mit den Mythen der Antike Graphic Novels und zwar mit einem Titel, der mich sehr neugierig gemacht hatte, da Orpheus einer der Helden war, von denen ich etwas weniger wusste, als von den anderen Heroen.

Im Reich des Hades
Wer voller Vorfreude auf Orpheus ganz schnell mit dem Lesen beginnt, wird mitunter im ersten Moment verwirrt sein, denn wir starten nicht mit dem besten Sänger der Menschen, sondern begeben uns zuerst auf die Spuren von Persephone, der Tochter von Zeus und Demeter (die NICHT die Göttin des Frühlings ist, wie fälschlicherweise oft behauptet wird!). Dieser Zusatz steht zwar als Untertitel auch vorne auf dem Buch, wird aber gerne übersehen.
Doch warum gerade Persephone und Orpheus in einem Band zusammenstecken? Auf den ersten Blick scheint nur die Unterwelt als verbindendes Element vorhanden zu sein und den meisten Lesern wird wohl auch bis zum Anhang nicht eindeutig klar sein, warum hier die beiden Mythen zusammen erzählt werden. Der Anhang bringt dann mehr Lichts ins Dunkel und führt mehr verbindende Elemente und Bezugspunkte auf, das ist zwar sehr erhellend, ich hätte es dennoch schöner gefunden, diese Verbindungen auch stärker in der Graphic Novel zu sehen. Anstatt krampfhaft an der vorgegebenen Seitenzahl festzuhalten, hätten den beiden Mythen mehr Raum zur Entfaltung gegeben werden sollen, damit die Zusammenhänge auch ohne Vorwissen klarer gewesen wären.
Ansonsten gibt es erzählerisch nichts zu Meckern und die Botschaft, dass niemand dem Tod entkommen kann, und auch die Liebe dieses fundamentalste aller Naturgesetze nicht aushebeln kann, wird deutlich.

Zeichnerisch treffe ich mit Diego Oddi einen alten Bekannten wieder, der mich schon bei Oedipus überzeugen konnte. Rein zeichnerisch habe ich auch dieses Mal nichts auszusetzen und erfreute mich an dem zugleich realistischen und doch farbenfrohen Stil. Was mir jedoch nicht so zusagte, war die Darstellung der Unterwelt. Hier hat man sich meiner Meinung nach zu sehr von der christlichen Vorstellung der Hölle beeinflussen lassen. Überall Flammen und “Höllenfeuer” und im Hintergrund schwirren doch tatsächlich dämonenartige Gestalten umher. Dafür fehlen essenzielle Teile griechischer Jenseitsvorstellungen, wie z.B. das von Minos, Rhadamanthys und Aiakos geführte Totengericht oder der Asphodeliengrund komplett. Den Vogel abgeschossen hat dann aber der Sitz von Hades und Persephone inmitten eines flammenden Schädels. Etwas weniger Dante und mehr Homer bitte.

Fazit:


In meinen Augen ist für diesen Band der Mythen der Antike etwas mehr mythologisches Vorwissen vorteilhaft, als bei den anderen, die ich bisher las. Der Anhang klärt zwar einiges auf, doch wäre eine stärkere Einbindung dieser Aspekte in die Erzählung wünschenswert gewesen. Optisch hat man sich für meinen Geschmack zu sehr an die christliche Hölle orientiert, ansonsten überzeugten Diego Ottis Zeichnungen jedoch wie gewohnt und diese Graphic Novel ist trotz genannter Kritikpunkte eindeutig empfehlenswert.

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