Cover-Bild »Mir fällt gerade ein...«
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15,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Kanon Verlag Berlin
  • Themenbereich: Biografien, Literatur, Literaturwissenschaft - Biografien und Sachliteratur
  • Genre: Weitere Themen / Geschenkbücher
  • Seitenzahl: 108
  • Ersterscheinung: 07.02.2024
  • ISBN: 9783985681150
Manfred Krug

»Mir fällt gerade ein...«

Ein Sammelsurium
Krista Maria Schädlich (Herausgeber), Moritz Götze (Illustrator)

»Bei strahlender Sonne und klirrendem Frost auf den Flohmarkt gegangen.«Manfred Krug war ein unermüdlicher Sammler. Stets auf der Jagd nach Kleinodien, Erkenntnissen und Anekdoten. Dieser Band enthält die schönsten Fundstücke und Geistesblitze aus seinem Nachlass, illustriert mit den Radierungen von Moritz Götze.Als leidenschaftlicher Flohmarktgänger trug Manfred Krug ganz besondere Artefakte und Kuriositäten zusammen. Mit großer Anteilnahme las er Zeitung, sah fern oder den Menschen aufs Maul. Tollkühne Tiere, zünftiges Essen und kleine Kinder liebte er besonders, Handwerker nicht immer. Besonders interessierte ihn der Gang der Zeit, in den Uhren wie im Universum.Das vorliegende Sammelsurium ist ein überaus amüsantes Zeugnis seines Stöberns, seiner Neugier, seiner Leidenschaft für alles Geschmackvolle. Der gefeierte Maler und Grafiker Moritz Götze, der schon die Krugschen Gedichte illustrierte, bebildert dieses Geschenkbuch mit seinen Radierungen.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.03.2024

Gedankensammlung

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Ich mag Manfred Krug als Schauspieler sehr, bin mit vielen seiner Rollen quasi aufgewachsen. Meine erste Erinnerung an ihn ist wohl sicher "König Drosselbart", später natürlich jede Folge von "Auf Achse" ...

Ich mag Manfred Krug als Schauspieler sehr, bin mit vielen seiner Rollen quasi aufgewachsen. Meine erste Erinnerung an ihn ist wohl sicher "König Drosselbart", später natürlich jede Folge von "Auf Achse" und legendär, sein Auftritt als singender Tatort Kommissar. Im Klappentext des Buches wird seine große Sammelleidenschaft angesprochen, seine Flohmarktliebe und so trägt das Buch auch die Bezeichnung Sammelsurium.

Sammelsurium ist dann auch tatsächlich die treffendste Beschreibung für das liebevolle Durcheinander, das den Leser auf den knapp 100 Seiten erwartet. Da finden sich die präzisen Aufstellungen über gemachte Flohmarktfunde, inklusive Anzahl, Preis und Zustand der Teile, neben niedergeschriebenen Gedanken zu den verschiedensten Themengebieten. Tiere waren wohl ein Steckenpferd des Künstlers, über ihre Kuriositäten lässt er sich gern aus, aber auch Politik thematisiert er, zu Persönlichkeiten und Staatsmännern sagt er seine ungeschönte Meinung. Mir fällt gerade ein trifft es dabei auf den Punkt, jeder dieser Gedankenschnippsel wirkt wie gerade eben eingefallen und zu Papier gebracht um nicht vergessen zu werden.

Die Vielzahl der Themen und die ungeschönte Sprache machen den Schauspieler menschlich, dieses Reden wie einem der Schnabel gewachsen ist ist einfach mega sympathisch, lässt aber auch erahnen, dass der Umgang mit der Person Manfred Krug manchmal auch schwierig gewesen sein kann.

Ein nettes Buch für Fans, das den Menschen hinter der öffentlichen Fassade erlebbar macht.

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Veröffentlicht am 05.02.2025

Mir fällt gerade ein ...

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Meine erste bewusste Erinnerung an Manfred Krug – neben den Erzählungen meiner Eltern – war die eines Märchenkönigs. Drosselbart entsprach so gar nicht dem klassischen Bild und sang dazu noch. Damit füllte ...

Meine erste bewusste Erinnerung an Manfred Krug – neben den Erzählungen meiner Eltern – war die eines Märchenkönigs. Drosselbart entsprach so gar nicht dem klassischen Bild und sang dazu noch. Damit füllte er seine Rolle des Königs, der als Spielmann das Herz der stolzen Prinzessin erweichen kann, allerdings sehr gut aus.

Singen konnte er also und schauspielern auch. In der DDR war der Stahlarbeiter, der mit seinen Auftritten als Schauspieler und Sänger bleibende Eindrücke hinterließ, beliebt und eine „kleine“ Berühmtheit, und als er 1977 ausreisen musste, ist sicher nicht nur ihm der Abschied schwergefallen.

Manfred Krug knüpfte in der Bundesrepublik an seinen Erfolg an und mit „Auf Achse“, „Liebling Kreuzberg“ und dem „Tatort“ schrieb er Fernsehgeschichte. Selbst seine Karriere als Sänger blieb nicht auf der Strecke.

Und nicht nur das. Manfred Krug war zudem ein passionierter Flohmarktbesucher und beharrlicher Sammler von Antiquitäten und Kuriositäten. Daneben ein sorgfältiger Zeitungsleser, Fernsehgucker, großartiger Tagebuchschreiber und Notierer von vielen Beobachtungen und Anmerkungen, Erkenntnissen und Weisheiten, Anekdoten und schrägen Momente, Geistesblitzen und Assoziationen.


An diesen zum Teil verblüffenden Einsichten dürfen wir teilhaben, wenn wir das Büchlein „Mir fällt gerade ein …“ zur Hand nehmen. Bemerkenswert an diesem von Lektorin Krista Maria Schädlich zusammengestellten wundersamen Sammelsurium ist die Vielfalt des Interesses von Manfred Krug.

Mit einer Neugier und Leidenschaft auf die (Um)Welt betrachtet er Menschen und Tiere, Zeitungen und Nachrichten, Fernsehsendungen, Filme und Dreharbeiten, speichert erstaunt und begeistert Wissenswertes, führt haargenaue Auflistungen von Flohmarktfunden, äußert seine unverblümten Auffassungen und Meinungen zu Politikern, Künstlern und Handwerkern und vermittelt mit diesen im Kern eventuell unwichtigen, im Inhalt indes unentbehrlichen Dingen manch verblüffende Sichten hinter die Fassade eines selbstbewussten Mannes und Menschen.

"Im Dresdener Zoo gibt es eine Riesenschildkröte 'Arnoldi', die eines der 18 letzten Exemplare ist. Das Tier, ein Männchen, stammt von den Galapagos-Inseln und ist 140 Jahre alt. Es hat damit die Hälfte seiner Lebenserwartung hinter sich und soll jetzt auf die Inseln zurückkehren, die Art retten helfen."

Seine Ergänzung findet das Büchlein durch die Radierungen des Malers und Grafikers Moritz Götze, der bereits den Krugschen Lyrikband „66 Gedichte – Was soll das?“ illustriert hat.

Das Sammelsurium, dieses amüsante und liebenswürdige Durcheinander, ermöglicht es, dem Menschen Krug nahe zu kommen und seine Begeisterung für Absurditäten und das Ausgefallene sowie seinen speziellen nachdenklichen Blick auf das Leben in zwei deutschen Staaten und die Welt kennenzulernen, auch wenn vielleicht der Hintergrund der ein oder anderen Anmerkung verborgen bleiben wird.

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