Cover-Bild Palastplatte
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17,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Schöffling
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Ersterscheinung: 17.03.2026
  • ISBN: 9783731700357
Mara Floren

Palastplatte

Ein Sommer zwischen Plattenbau und Freibad. Während andere verreisen, teilen die zwölfjährige Henri und ihre beste Freundin Mo eine Tube Sonnenmilch und tauschen heimlich Blicke. Mit einer Erlaubnis für die Erwachsenenabteilung der Bücherei tragen sie stapelweise Bücher nach Hause, Mo liest Kafka, Henri liest Stephen King. Aus Nachmittagen in stiller Vertrautheit auf der Liegewiese oder dem Hochhausdach wird in den kommenden Sommern eine Liebe, die sie beide trägt, während anderes wankt und bricht. Denn Henris Vater macht ihnen Sorgen. Eigentlich ist er lustig und fürsorglich – er, der Swing tanzende Polizist, der morgens seine Depeche-Mode-Kassette hört und Henri durch die Haare wuschelt. Nun verhält er sich rätselhaft, verwüstet den eigenen Schrebergarten, irgendetwas hat ihn im Griff. Henri flieht in die Euphorie der ersten großen Liebe – und sie schreibt. Geschichten voller Geister, um Worte dafür zu finden, was mit der Familie passiert. Und um den Vater zu retten.
Palastplatte ist ein intensiver, kluger und zutiefst berührender Roman über die Liebe und die Geister, die niemand ruft und die einen trotzdem begleiten.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.05.2026

Berührend, wichtige Themen

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Mich hat die Geschichte schnell in ihren Bann gezogen. Durch den lockeren Schreibstil kann man schnell eintauchen. Die erste Hälfte habe ich sehr begeistert gelesen. Henri wird klar, dass etwas mit ihrem ...

Mich hat die Geschichte schnell in ihren Bann gezogen. Durch den lockeren Schreibstil kann man schnell eintauchen. Die erste Hälfte habe ich sehr begeistert gelesen. Henri wird klar, dass etwas mit ihrem Vater nicht stimmt. Sie ist (verständlicherweise) überfordert. Zunächst wird mit ihr nicht offen gesprochen und sie soll auch mit anderen nicht darüber sprechen. Zum Glück vertraut sie sich Mo doch an, wodurch sie sich noch näher kommen. Henri schwankt zwischen erster Liebe und Sorge/Fürsorge für Ihren Vater.

Ich fand die Beschreibungen sehr berührend und eindrücklich. Der Autorin gelingt es sehr gut zu beschreiben, wie Henri sich fühlt. Sie achtet auf Kleinigkeiten und entwickelt ein Gespür für die Stimmung ihres Vaters und übernimmt viel Verantwortung.

Nach einem größeren Zeitsprung (Henri ist erwachsen und arbeitet schon länger) konnte mich die Geschichte leider nicht mehr so fesseln. Die Einblicke in Hernis Leben und ihre Gefühlswelt sind oberflächlicher, so dass man ihr nicht mehr so nahe ist und weniger mit ihr mitfiebert. Das fand ich sehr schade.

Das Thema "psychisch kranker Elternteil" finde ich dennoch sehr gut umgesetzt. Es ist wichtig und notwendig, noch mehr über psychische Erkrankungen zu schreiben/lesen und zu sprechen. Hier kann man einen Eindruck bekommen, wie es sich für Kinder anfühlen kann.

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Veröffentlicht am 15.04.2026

Schade, davon habe ich mir mehr erhofft!

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💭 M E I N U N G

Mir hat der Einstieg in Henris Welt richtig gut gefallen, die Mischung aus Leben im Plattenbau, bzw. wie sie es nennt „Palastplatte“ und Bücher lesen im Freibad war so atmosphärisch dargestellt, ...

💭 M E I N U N G

Mir hat der Einstieg in Henris Welt richtig gut gefallen, die Mischung aus Leben im Plattenbau, bzw. wie sie es nennt „Palastplatte“ und Bücher lesen im Freibad war so atmosphärisch dargestellt, dass ich mich total in die damals 12-jährige hineinversetzen konnte. Auch ihre besondere Freundschaft mit Mo, die sich nach und nach in Liebe umwandelte, war richtig schön umschrieben .✨
Während Henris Vater sich immer mehr zurückzieht und komische Verhaltensweisen an den Tag legt, ist Mo ihr einziger Halt und ihr Safespace.
Die Gefühle, Ängste und Sorgen, die Henri jetzt durchlebt, sind wunderbar feinfühlig umschrieben.

Doch dann folgen mehrere Zeitsprünge und man erfährt, wie es mit Henri, Ihrem Vater bzw. Ihrer Familie und auch zwischen Henri und Mo weitergegangen ist.
Für mich waren die Zeitsprünge etwas unerwartet und ich hätte mir gewünscht, dass die Geschichte weiterhin in Henris Jugend verbleibt. Ich habe eine gewisse Distanz zur Protagonistin gespürt, weil die Einblicke nun eher oberflächlich waren und die anfängliche Tiefe des Romans, die mir so gut gefallen hat, ab dann ausgeblieben ist.
Auch die Geistergeschichten, die Henri im Buch schreibt, werden zwar umrandet, aber nicht ausformuliert, da hätte mir ein Einblick in eine kleine Passage einer solchen Geschichte sehr gut gefallen, um mich besser ihre Gedanken und Gefühle hineinzuversetzen.


⭐️ F A Z I T

Ein Coming-of-Age-Roman über Freundschaft, (queere) Liebe, Krankheit und Zusammenhalt, der wunderbar in den Sommer passt und sehr stark begonnen, dann jedoch nachgelassen hat.

Von mir gibt’s 3,5 ⭐️ !

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