Schade, davon habe ich mir mehr erhofft!
💭 M E I N U N G
Mir hat der Einstieg in Henris Welt richtig gut gefallen, die Mischung aus Leben im Plattenbau, bzw. wie sie es nennt „Palastplatte“ und Bücher lesen im Freibad war so atmosphärisch dargestellt, ...
💭 M E I N U N G
Mir hat der Einstieg in Henris Welt richtig gut gefallen, die Mischung aus Leben im Plattenbau, bzw. wie sie es nennt „Palastplatte“ und Bücher lesen im Freibad war so atmosphärisch dargestellt, dass ich mich total in die damals 12-jährige hineinversetzen konnte. Auch ihre besondere Freundschaft mit Mo, die sich nach und nach in Liebe umwandelte, war richtig schön umschrieben .✨
Während Henris Vater sich immer mehr zurückzieht und komische Verhaltensweisen an den Tag legt, ist Mo ihr einziger Halt und ihr Safespace.
Die Gefühle, Ängste und Sorgen, die Henri jetzt durchlebt, sind wunderbar feinfühlig umschrieben.
Doch dann folgen mehrere Zeitsprünge und man erfährt, wie es mit Henri, Ihrem Vater bzw. Ihrer Familie und auch zwischen Henri und Mo weitergegangen ist.
Für mich waren die Zeitsprünge etwas unerwartet und ich hätte mir gewünscht, dass die Geschichte weiterhin in Henris Jugend verbleibt. Ich habe eine gewisse Distanz zur Protagonistin gespürt, weil die Einblicke nun eher oberflächlich waren und die anfängliche Tiefe des Romans, die mir so gut gefallen hat, ab dann ausgeblieben ist.
Auch die Geistergeschichten, die Henri im Buch schreibt, werden zwar umrandet, aber nicht ausformuliert, da hätte mir ein Einblick in eine kleine Passage einer solchen Geschichte sehr gut gefallen, um mich besser ihre Gedanken und Gefühle hineinzuversetzen.
⭐️ F A Z I T
Ein Coming-of-Age-Roman über Freundschaft, (queere) Liebe, Krankheit und Zusammenhalt, der wunderbar in den Sommer passt und sehr stark begonnen, dann jedoch nachgelassen hat.
Von mir gibt’s 3,5 ⭐️ !