Cover-Bild Die Johann-Strauss-Verschwörung
Band der Reihe "Historischer Kriminalroman"
16,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Emons Verlag
  • Themenbereich: Belletristik - Krimi: Detektive
  • Genre: Krimis & Thriller / Historische Kriminalromane
  • Seitenzahl: 288
  • Ersterscheinung: 22.05.2025
  • ISBN: 9783740825058
Maria Jelenko

Die Johann-Strauss-Verschwörung

Historischer Kriminalroman
Mysteriöse Anschlage auf Walzerkönig Johann Strauss - ein Detektivroman der besonderen Art.

"Die Johann-Strauss-Verschwörung" von Maria Jelenko entführt den Leser in das Jahr 1872, als der berühmte Komponist Johann Strauss (Sohn) auf dem Höhepunkt seiner Karriere stand. Mit Werken wie der Tritsch-Tratsch-Polka und dem Donauwalzer hatte er sich weit über die Grenzen seiner Heimat hinaus einen Namen gemacht. Doch der Erfolg hat auch seine Schattenseiten: Auf der Reise zum spektakulären Weltfriedensfest in Boston fühlt sich Strauss zunehmend beobachtet und verfolgt. Ist dies nur Einbildung, oder steckt eine Intrige eines Besessenen dahinter? Als ein Mord geschieht, scheint sich das Netz um ihn zuzuziehen. Ein geheimnisvoller Beschützer taucht auf, doch kann Strauss ihm wirklich trauen?
Tauchen Sie ein in diesen fesselnden historischen Kriminalroman voller Spannung und Humor. Maria Jelenko bietet einen detaillierten Einblick in das Leben des berühmten Komponisten, seine Werke und seine Bedeutung für die Musikwelt und zeichnet mit leichter Hand ein authentisches Bild des 19. Jahrhunderts, der Kultur und der politischen Verhältnisse. Ein mitreißender Roman, der Musik- und Geschichtsliebhaber gleichermaßen begeistern wird.

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Lesejury-Facts

  • Dieses Buch befindet sich bei Venatrix in einem Regal.
  • Venatrix hat dieses Buch gelesen.

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.09.2025

Mörderische Dampfschifffahrt

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Ich bin ein großer Fan von guten historischen Kriminalromanen, die für mich zwei meiner Lieblingsgenre miteinander verbinden.
In diesem Krimi steht der Komponist Johann Strauss im Mittelpunkt. Geschickt ...

Ich bin ein großer Fan von guten historischen Kriminalromanen, die für mich zwei meiner Lieblingsgenre miteinander verbinden.
In diesem Krimi steht der Komponist Johann Strauss im Mittelpunkt. Geschickt verwebt Marie Jelenko hier Fiktion und historische Fakten.
Johann Strauss ist wohl tatsächlich auf die Reise nach Boston und New York gefahren, allerdings entstammt diese mörderische Dampfschifffahrt der Fantasie der Autorin, denn es sind keine solchen Attentate auf Strauss bekannt.
Die Atmosphäre auf der Fahrt wird gut beschrieben und auch die Stimmung, als ein Mord geschieht - und es bleibt nicht nur bei dem einen Mord. Wer hat es hier auf Strauss abgesehen? Oder doch nicht auf ihn? Immerhin hat er einen Zirkusartisten als Aufpasser dabei und wird auch auf dem Schiff von den anderen Gästen für seine Musik gefeiert.
Immer wieder mischt sich hier auch eine Prise Humor ein, was mir gut gefallen hat.
Eine interessante Ermittlung auf einem Dampfschiff mit vielen Spekulationen.

Veröffentlicht am 25.06.2025

Wer will Johann Strauss ermorden?

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Man schreibt das Jahr 1872. Johann Strauss befindet sich am Zenit seiner Karriere. Vor kurzem hat er den Walzer „An der schönen blauen Donau“ komponiert. Allerorts jubelt man ihm zu. Doch der Erfolg ruft ...

Man schreibt das Jahr 1872. Johann Strauss befindet sich am Zenit seiner Karriere. Vor kurzem hat er den Walzer „An der schönen blauen Donau“ komponiert. Allerorts jubelt man ihm zu. Doch der Erfolg ruft auch Neid und Missgunst hervor.

Nach Gastspielen im Zarenreich soll er nun in die USA, zum Weltfriedensfest nach Boston reisen. Nun so eine lange Reise ist nicht jedermanns Sache und die von Strauss schon gar nicht. Er hat lieber festen Boden unter seinen Füßen, wenn er schon reisen muss. Aber ein Dampfschiff? Nie und nimmer! Schließlich nimmt er das Engagement wegen des großen Honorars an und Leibdiener Pepi sowie Zimmermädchen Anna begleiten ihn. Ehefrau Jetty gibt ihm noch Francis, einen Zirkusartisten als Aufpasser mit, der ihm allzu aufdringliche Fans (vor allem weibliche) vom Hals halten soll.

Wenig später ist man auf dem Schiff und Strauss wird von den anderen Erste-Klasse-Gästen belagert. Dann kommt ein Mann zu Tode, der eine Schwalbe am Handgelenk tätowiert hat. Um die Passagiere nicht zu verunsichern und sich bei der Reederei nicht rechtfertigen zu müssen, lässt der Kapitän den Toten im Meer verschwinden. Und er wird nicht der einzige Tote bleiben bis das Schiff in New York anlegt.

Meine Meinung:

Johann Strauss Sohn gilt die ganze Aufmerksamkeit im Jahr 2025, feiert man doch seinen 200. Geburtstag. Grund genug, aus diesem Anlass zahlreiche Bücher, die mit dem Jubilar mehr oder weniger viel zu tun haben, herauszugeben. Auch der Emons-Verlag reiht sich mit diesem historischen Krimi in diese Liste der Gratulanten ein. Gleich vorweg, Attentate auf den Walzerkönig hat es niemals gegeben, die Reise zu Gastspielen nach Boston und New York, schon.

Maria Jelenko hat hier einen amüsanten historischen Krimi verfasst, der sich mit dem Charakter von Johann Strauss beschäftigt. Auf Grund seines Lebenswandels ist er überarbeitet, trinkt und raucht zu viel. Obwohl er sich in der Bewunderung seiner Fans, vor allem der Frauen, sonnt, sind ihm die aufdringlichen Avancen ein Gräuel. Tja, was soll man dazu sagen: Die Geister, die er rief, sind kaum zu bändigen.

Auch wenn es die hier beschriebenen Attentate auf Strauss nie gegeben hat, so sind sie recht gut inszeniert. Agatha Christie lässt grüßen. Ein Schiff auf so langer Überfahrt eignet sich perfekt zu dieser closed room-Situation. Keiner kann das Schiff zwischendurch verlassen oder neu dazukommen. Natürlich entfallen auf einem Dampfer wilde Verfolgungsjagden, sodass sich die Ermittlungen auf heimliche Durchsuchen von Kabinen beschränken muss.

Der Autorin ist es gut gelungen, die Stimmung an Bord einzufangen. Auf der einen Seite die Müßiggänger, die Johann Strauss umschmeicheln und auf der anderen Seite die Bemühungen den Komponisten vor einem Attentäter zu schützen.

Eine kleine Bemerkung muss ich noch anbringen: Zu Beginn (S. 14) lässt Maria Jelenko Hup- und Motorengeräsche vor der Villa Strauss in der Wiener Maxingstraße erschallen. Da hat sie der Technik um mehr als drei Jahrzehnte vorgegriffen. Es gibt zwar bereits die „Wiener Allgemeine Omnibus-Aktiengesellschaft“, motorisiert fährt man allerdings erst ab 1909. Zu Zeiten von Johann Strauss sind vor die Omnibusse genauso wie bei der Pferdetramway Pferde vorgespannt. Hufgeklapper, Peitschengeknall und Flüche der Kutscher sowie Gestank inklusive, was den lärmempfindlichen Maestro, der oft erst im Morgengrauen zu Bett geht, natürlich stört. Der einzige Unterschied: die Pferdetramway ist schienengebunden, der Omnibus nicht.

Fazit:

Gerne gebe ich diesem Krimi rund um eine Verschwörung, deren Ziel die Ermordung von Johann Strauss ist, aber niemals stattgefunden hat, 4 Sterne.