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12,90
inkl. MwSt
  • Verlag: Verlag Federfrei
  • Themenbereich: Belletristik - Krimi: Klassisch
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Seitenzahl: 289
  • Ersterscheinung: 09.2017
  • ISBN: 9783903092907
Marie Anders

Pralinen des Todes

Marc Bergmann, ein stadtbekannter Frauenschwarm, wird tot auf einer Parkbank in Salzburg aufgefunden. Eine vergiftete Cognac-Praline wurde ihm zum Verhängnis. Bergmann war nicht nur verheiratet, sondern hatte auch noch eine Verlobte und eine Geliebte. Genügend Verdächtige also für Inspektor Neuner und sein Team. Doch bald zeigt sich, dass alle möglichen Täter ein scheinbar wasserdichtes Alibi haben. Und auch das verwendete Gift stellt die Ermittler vor Probleme. Bis der Fall plötzlich eine unerwartete Wendung bringt.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.10.2018

UNblutig und dennoch spannend

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Der umtriebige Marc Bergmann wird auf einer Parkbank sitzend tot aufgefunden. Schnell ist klar, dass der Mann mit einer Praline vergiftet worden ist. Wer kennt die Gewohnheiten des Frauenhelden besser ...

Der umtriebige Marc Bergmann wird auf einer Parkbank sitzend tot aufgefunden. Schnell ist klar, dass der Mann mit einer Praline vergiftet worden ist. Wer kennt die Gewohnheiten des Frauenhelden besser als Ehefrau oder Geliebte?

Inspektor Quentin Neuner muss sich durch das komplexe Privatleben des Toten durcharbeiten. Bergmann ist nicht nur verheiratet, sondern hat eine Verlobte und gut ein halbes Dutzend Geliebte, die einer straffen Zeiteinteilung bedürfen. Bei der Durchleuchtung des Umfelds stößt die Polizei noch auf einen russischen Gangsterboss, der mit dem Ermordeten Geschäfte gemacht hat. Doch auch der Schwiegervater, Inhaber einer Baufirma, hätte ein Motiv: Der liebe Schwiegersohn wollte die Firma an sich reißen und anschließend Gewinn bringend verkaufen.

Einige der Verdächtigen haben ein wasserdichtes Alibi und sind bald aus dem Rennen. Haben Quentin Neuner und sein Team etwas übersehen?

Meine Meinung:

Ein unblutiger Krimi, der ohne Verfolgungsjagden und unnötige Äktschn auskommt. Hier wird sachlich ermittelt. Quentin und sein Team machen ihre Arbeit, sind vor Fehlern nicht gefeit und müssen sich, da das Opfer ein B-Promi in Salzburg ist, mit der Presse, dem Polizeipräsidenten und dem Bürgermeister herumschlagen. Da trifft es sich gut, dass der Staatsanwalt Quentins Freund ist. Überhaupt fehlen hier die üblichen Querelen in der Dienststelle, was angenehm auffällt. Die einzige Ungereimtheit, die ich orte, ist das Naheverhältnis von Ermittler und Staatsanwalt zu einer Verdächtigen, die eine ehemalige Schulkollegin der beiden ist.

Dieser Krimi besticht durch spannende Verstrickungen und fesselnde authentische Dialoge. Für das nötige Lokalkolorit sorgt der Streifzug durch Salzburg.

Fazit:

Diesen gelungenen Krimi kann ich allen Freunden eines unblutigen Krimis nur empfehlen. Gerne gebe ich 5 Sterne.

Veröffentlicht am 09.02.2021

Inkompetentes Ermittlerteam

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Der Kriminalfall als solches hätte durchaus ein gewisses Potential: Marc Bergmann hat ein abwechslungsreiches Liebesleben. Dennoch fällt seine Frau aus allen Wolken, als er ihr eines Morgens mitteilt, ...

Der Kriminalfall als solches hätte durchaus ein gewisses Potential: Marc Bergmann hat ein abwechslungsreiches Liebesleben. Dennoch fällt seine Frau aus allen Wolken, als er ihr eines Morgens mitteilt, dass es sich scheiden lassen möchte. Am selben Abend trifft er sich mit seiner Verlobten zu einem romantischen Abendessen, bei dem er ausgerechnet von seinen Schwiegereltern gesehen wird. Nur Stunden später wird seine Leiche auf einer Parkbank gefunden – offenbar vergiftet. Dies ruft Inspektor Quentin Neuner, seine Kollegin Charlie Renner und den Staatsanwalt Dr Lukas Steiner auf den Plan.

Und hier beginnen die Probleme: Ich habe selten einen Krimi mit einem so inkompetent wirkenden und unlogisch agierenden Ermittlerteam gelesen.
Beispiel: Obwohl auf Seite 71 erstmals erwähnt wird, dass sich das Gift wohl in Pralinen befand, kommt erst auf Seite 239 jemand auf die Idee, dass man mal herausfinden sollte, welche Pralinen Marc Bergmann besonders gerne gegessen hat.
Dafür sind die Ermittler die ganze Zeit über geradezu zwanghaft darauf fixiert, die Alibis sämtlicher Verdächtigen wieder und wieder durchzugehen und zu überprüfen. Ohne dabei zu bedenken, dass das Opfer die vergifteten Pralinen bereits Stunden, wenn nicht Tage oder Wochen vor seinem Tod erhalten haben kann. Und dass bei vergifteten Lebensmitteln immer die Möglichkeit besteht, dass es sich letztlich um ein zufälliges Opfer handelt, dass der Anschlag beispielsweise der ganzen Familie galt oder eventuell sogar dem Hersteller der Pralinen. Weswegen gar noch weitere vergiftete Pralinen im Umlauf sein könnten.
All dies wird jedoch nicht einmal in Erwägung gezogen.
Stattdessen finden sich seitenlange Gespräche, die sich mehr oder weniger im Kreis drehen oder nur bereits Bekanntes noch mal rekapitulieren.

Dass ich dennoch zwei Sterne vergebe, liegt daran, dass doch etwas Spannung aufgebaut wird und es in Familie und Umfeld des Opfers interessante Dynamiken gibt. Man hätte aber wie gesagt mehr daraus machen können.
Auch der Schauplatz Salzburg wird im Vergleich zu anderen Regionalkrimis nicht besonders gut in Szene gesetzt.

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