Ein Muss für Fans von blink-182
“Fahrenheit-182” ist die Autobiografie des Musikers, Songwriters und Produzenten Mark Hoppus, bekannt als Bassist der US-amerikanischen Pop-Punk-Band “blink-182”. Hoppus erzählt hier u.a. von der Kindheit ...
“Fahrenheit-182” ist die Autobiografie des Musikers, Songwriters und Produzenten Mark Hoppus, bekannt als Bassist der US-amerikanischen Pop-Punk-Band “blink-182”. Hoppus erzählt hier u.a. von der Kindheit als Sohn geschiedener Eltern, dem Werdegang der Band blink-182 (inklusive Formierung, Erfolgen, Auflösung, Comeback und Trennungen von verschiedenen Mitgliedern) sowie seiner Krebserkrankung. Bei allem berichtet Hoppus abgeklärt und selbstkritisch, insgesamt mit sich selbst im Reinen. Für Fans von blink-182 besonders spannend sind Insights in die Entstehung der Hitalben: So schildert Hoppus, wie er gemeinsam mit Tom DeLonge und Travis Barker an Songs feilte und wie die bekannten Musikvideos entstanden (z. B. “Whats my age again?” oder “Adams Song”). Interessant sind auch Hoppus Berichte über das Zusammentreffen mit Größen der Musikwelt wie Green Day (die Beziehung zwischen blink-182 und Green Day charakterisiert Hoppus als ambivalent) oder Robert Smith von “The Cure” (auf einem Konzert kam es zu einer denkwürdigen Begegnung zwischen Hoppus und Smith). Gleichzeitig beleuchtet Hoppus in “Fahrenheit-182” auch die Schattenseiten des Erfolgs: Offen berichtet er über seine Depressionen und die Entwicklung einer Zwangsstörung, die sich beide intensivierten, je bekannter blink-182 wurde. Einen vergleichsweise großen Raum nimmt auch Hoppus` Krebserkrankung ein, die er eindrücklich darlegt. Sowohl Positives wie auch Negatives erzählt Hoppus mit einer (mal kleinerer, mal größeren) Prise Humor. Abgerundet wird die Biografie durch eine Vielzahl von Bildern, die Hoppus und seine Weggefährten im Laufe der Jahre zeigen. Insgesamt ist “Fahrenheit-182” für mich eine schöne Reise in die Vergangenheit der Band, die mich am meisten geprägt hat. Teilweise hätte man sich vielleicht mehr Erklärungen gewünscht (z.B. zur Auflösung von blink-182 2005 oder zum Comeback 2023), aber letztlich ist es auch Hoppus` gutes Recht, das zu erzählen, was er erzählen möchte/kann.