Cover-Bild Die Orgelbauerin
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13,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Gmeiner-Verlag
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: historischer Roman
  • Genre: Romane & Erzählungen / Erzählende Literatur
  • Ersterscheinung: 09.10.2024
  • ISBN: 9783734931345
Martin Meyer

Die Orgelbauerin

Roman
Weimar, 1919. Paula, Tochter eines Orgelbau-Unternehmers, will unbedingt selbst Orgelbauerin werden. Sie geht bei Hans Meichelbeck, der sich im Streit von Paulas Vater getrennt und eine eigene Orgelbauwerkstatt gegründet hat, in die Lehre. Inspiriert vom Weimarer Bauhaus, denken Hans und Paula das alte Handwerk neu. Paula freilich sieht sich als weit und breit einzige Frau im Orgelbau insbesondere mit familiärem Widerstand konfrontiert. Kann sie dem Gegenwind trotzen?

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.01.2025

Spannende Einblicke in die Welt des Orgelbaus

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Weimar 1919 Paula ist die Tochter eines Orgelbauers. Sie interessiert sich sehr für das Handwerk. Ihr größter Wunsch ist es, Orgelbauerin zu werden. Das ist damals undenkbar und ihr Vater ist nicht bereit, ...

Weimar 1919 Paula ist die Tochter eines Orgelbauers. Sie interessiert sich sehr für das Handwerk. Ihr größter Wunsch ist es, Orgelbauerin zu werden. Das ist damals undenkbar und ihr Vater ist nicht bereit, seine Tochter zu unterstützen.Es kommt zu einem heftigen Streit und Paula verlässt ihre Heimat. Unterstützung und Verständnis findet sie bei Hans Meichelbeck. Hans tut alles, um Paula in ihrem Traum zu unterstützen, doch sie stößt überall auf Widerstand und muss viele Hindernisse überwinden. Wird es ihr gelingen, ihren Traum zu verwirklichen?

Die Geschichte von Paula ist sehr interessant. Sie ist eine starke Frau, die genau weiß, was sie will und das auch durchsetzt. Egal mit welchen Hindernissen sie konfrontiert wird, sie findet einen Weg. Das war damals nicht einfach.

Ich bin leider sehr schwer in die Geschichte reingekommen, sie hat mich am Anfang nicht so richtig gepackt, aber das hat sich mit der Zeit gelegt. Die Thematik rund um den Orgelbau fand ich spannend und auch gut erklärt. Die politische Situation war zu dieser Zeit sehr schwierig, auch hier bekommt man einen guten Einblick, wie schlecht es den Menschen ging und vor welchen Herausforderungen sie standen.

Die Geschichte punktet durch gute Recherche, authentische Charaktere und viele interessante Informationen rund um den Orgelbau.

Von mir gibt es 4 Sterne und eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 24.10.2024

Ein gelungener hist. Roman

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Dieser historische Roman entführt uns in die Weimarer Republik (1918-1933), die von instabiler Regierungen, Armut, Arbeitslosigkeit und zahlreichen Männern, die an Körper und Geist versehrt aus dem Ersten ...

Dieser historische Roman entführt uns in die Weimarer Republik (1918-1933), die von instabiler Regierungen, Armut, Arbeitslosigkeit und zahlreichen Männern, die an Körper und Geist versehrt aus dem Ersten Weltkrieg zurückgekommen sind, gekennzeichnet ist. Die Not ist in den Städten größer, Dorfbewohner können sich mit den kümmerlichen Erträgen aus ihren Gärten und der Kleinviehhaltung gerade noch über Wasser halten.

Paula Bertram, die Tochter des Orgelbauers Theodor Bertram, will unbedingt das Handwerk des Orgelbaus erlernen, zumal ihr Bruder auf Grund einer schlecht heilenden Kriegsverletzung an der rechten Hand, den Beruf nicht wirklich ausüben kann. Doch in Theodors Gedankenwelt haben Frauen ihren Platz in der Küche, im Ehebett und Kirche.

Nach einer gescheiterten Ehe mit dem Möbeltischler Motte, der sie zudem misshandelt hat, beginnt sie eine Tischlerlehre bei Hans Meichelbeck, der einst Orgelbauer im Betrieb ihres Vater gewesen ist. Der ist für beide steinig und hart, denn die zahlreichen gesetzlichen Vorschriften stehen sowohl Paula als auch Hans im Weg.

Doch für die Orgelbauer im ganzen Land sieht es schlecht aus. Die Kirchengemeinden jammern zwar über den schlechten ZUstand ihrer Orgeln, für eine Instandsetzung oder gar eine neue Orgel fehlt schlichtweg das Geld.

Muss Paula ihren Traum vom Orgel bauen aufgeben? Oder muss der väterliche Betrieb erst vor die Hunde gehen, damit der jähzornige Patriarch ein Einsehen hat?

Meine Meinung:

Mir hat dieser historische Roman, der mich nach Weimar, in die Stadt Goethes und Schillers sowie in die Werkstätten des Bauhauses geführt hat, sehr gut gefallen. Das Bauhaus und seine revolutionären Ideen sind für die bodenständige Paula einen Hauch zu progressiv. Die will die traditionelle Handwerkskunst lernen und den väterlichen Betrieb wieder auf Vordermann bringen.

Das Cover ist einerseits an die strenge geometrische Form des Bauhauses angelehnt, andererseits sind natürlich Orgelpfeifen abgebildet.

Die fiktive Story rund um Paula ist geschickt angelegt und flüssig geschrieben. Erst im Laufe der Geschichte erfährt man einerseits, warum Theodor Bertram so verbittert ist und keine Frau in der Werkstatt duldet, und andererseits einiges über Paulas Bruder Maximilian. Die Charaktere sind sehr gut ausgestaltet.

Wir erfahren einiges über die Kunst des Orgelbaus. Ich gebe zu, bislang habe ich mich nur wenig damit befasst. Erst der Besuch des Kölner Domes, bei dem ich fasziniert die sogenannte „Schwalbennest-Orgel“ bestaunt habe. Diese Orgel ist allerdings eine moderne Orgel, die erst 1998 von Johannes Klais gebaut worden ist. Diese Erklärungen zum Orgelbau sind geschickt in die Handlung integriert.

Fazit:

Gerne gebe ich diesem historischen Roman aus der Weimarer Republik 4 Sterne.