Klassische Kampf Gut gegen Böse aber mit unerwarteter Tiefe und Symbolik!
Der Schreibstil lässt Platz für eine Menge Kopfkino und manche Gänsehaut, flüssig und gut zu lesen.
Das Cover wirkt tiefdunkel, fast schon zu dunkel, man erahnt die Türme von Mals und darüber scheint ...
Der Schreibstil lässt Platz für eine Menge Kopfkino und manche Gänsehaut, flüssig und gut zu lesen.
Das Cover wirkt tiefdunkel, fast schon zu dunkel, man erahnt die Türme von Mals und darüber scheint ein Drache zu schweben. Einzig die Schrift wirkt als Lichtpunkt.
Fazit:
Der Roman schildert als Fantasy Roman eine düstere Legende herbei, düster und dunkel, verweben sich ein alter Mythos, eine stille und einsame Landschaft und ein Schicksal was vorherbestimmt zu sein scheint.
Es scheint das zwischen den Türmen von Mals das Dunkel zurückkehrt, ein uraltes herz beginnt wieder zu schlagen – und etwas Altes erwacht.
Hier treffen wir auf Denise, die meint nur den Schatten ihrer Träume zu folgen, doch dann geschehen Dinge über dem Vinschgau – ein Tor aus Glut und Schwingen scheint sich zu öffnen. Der wind scheint Namen zu flüstern und die Steine zu atmen. Dann erhebt sich ein Drache und ein lang vergessenes Siegel zu fordern. Diese trennte einst Licht und Finsternis voneinander. Doch derb Träger des Siegels trägt damit auch einen Fluch – bezahlt damit einen hohen Preis. Die kommenden Nächte, wenn der Mond über den Türmen von Mals wie ein silbernes Messer steht, wird, entschieden, ob das Tal noch einmal Morgenlicht sehen wird.
Das Setting des Romans führt in die Südtiroler Landschaft, dient aber nicht nur als Kulisse, sondern wird zu einem lebendigen Teil. Ein Mond mit seinem hellen Silberlicht wirkt schon fast ehrfürchtig und sakral an – birgt schon in sich eine Art von Bedrohung. Der Drache ist weniger einer in der klassischen Fantasy vorkommender, sondern wie eine Rückkehr zu althergebrachtem einer verdrängten Vergangenheit. Majestätisch, nicht zu umgehen und ohne eine Bitte.
Der Roman zeichnet eine komplexe Geschichte, wie meist zwischen Gut und Böse, aber auch ein Ringen um Erinnerungen, Schuld und Opferbereitschaft. Hoffnung ist ein zerbrechliches Gut, die Wahrheit wie so oft schmerzhaft und Entscheidungen wiegen schwer.
Man taucht ein in dunkle Fantasy, die mit leisen Tönen beginnt und epische Formen annimmt, eine wachsende Tiefe. Aber auch mit mythologischer Stimmung und bedeutungsvollen Symbolen aufwartet - man liest den Roman nicht nur man lebt ihn quasi. Von mir 5 Sterne für diesen Fantasy Roman, der anders ist als erwartet.