Profilbild von Rajet

Rajet

Lesejury Star
offline

Rajet ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Rajet über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.04.2021

Neue Welt mit alten Fragen und Herausforderungen!

Predyl
0

Der Schreibstil ist wie erwartet spannend, von Anfang bis Ende.

Das Cover ist in eher düsteren Farben gehalten, man sieht im Vordergrund die Rückansicht (halb) einer jungen Frau (Lena) und dahinter eine ...

Der Schreibstil ist wie erwartet spannend, von Anfang bis Ende.

Das Cover ist in eher düsteren Farben gehalten, man sieht im Vordergrund die Rückansicht (halb) einer jungen Frau (Lena) und dahinter eine brennende Stadt.
Es ist mit seiner Aussagesehr gelungen und gibt den Inhalt des Romans wieder.

Der Klappentext macht uns neugierig auf eine neue Welt mit all ihren Herausforderungen.

Fazit:
Mir hat die gelungene Mischung aus Science-Fiction (wenig) und Dystopie sehr gut gefallen. Es war auch nicht mein erster Roman der Autorin, sie konnte mich schon mit „Die Verschwörung der Raben“ und „Die Rückkehr der Raben“ (alle beide auch im Hybrid Verlag erhältlich) überzeugen.

Ihr gelingt es immer wieder junge Protagonisten (beiderlei Geschlechts) in einer Welt des Ausnahmezustands agieren zu lassen. In dieser Geschichte lernen wir Lena auch Luna genannt kennen. Sie ist eine Nachfahrin von Menschen, die von der Erde aus mit einem Raumschiff in den Weltraum gestartet sind und auf dem Mond Predyl landen. Dieser war allerdings schon mit Echsenähnlichen Wesen, die sich auf zwei Beinen bewegen, bevölkert. Und was machen wir Menschen, einen Fehler, den wir auf der Erde auch schon gemacht haben, wir nehmen ihnen ihr Land weg und versklaven sie. Die Menschen leben in einer modernen Kolonistenstadt (Neumond) und die Ureinwohner außerhalb in Armut und ohne jegliche Technik. Diese Unterdrückung führt immer wieder zu Protesten und endet in einem militärischen Konflikt.

Dies ist genau der Moment, bei dem wir auf Lena stoßen, sie hat bis jetzt gut gelebt in der Stadt. Jetzt muss innerhalb von einigen Tagen lernen für sich selbst zu sorgen. Aber sie gibt nicht auf und kämpft, nicht nur für sich, sondern auch für ein friedliches Miteinander der beiden Völker. Für mich ist sie eine super sympathische und intelligente Protagonistin, die hart an sich arbeitet, vieles schreckliche erlebt und doch nie andere aus dem Blick verliert.

An ihrer Seite hat sie eine jungen Predyler Biran, der immer wieder in ihrem Leben eine entscheidende Rolle spielt. Durch ihn lernt sie nicht nur die Sprache (Vack) und die Kultur kennen der Predyler. Auch das es auf ihrer Seite den Wunsch auf Frieden, Toleranz und Einigkeit gibt.
Auch eine wichtige Rolle für sie und in der Geschichte spielt ihr Bruder.

Der Roman enthält weniger Science-Fiction Elemente und es wäre schade, wenn es durch diese Einordnung weniger Leser finden würde. Denn es sind die bedeutenden Fragen, die es interessant machen: Was bedeutet Menschlichkeit? Kennt sie Grenzen und können diese willentlich überwunden werden? Was für Entscheidungen treffen wir, wenn es schon eine Kultur und Eingeborene in einer neuen Welt (oder einem anderen Kontinent) gibt? Verfallen wir in alte Muster oder können und müssen wir uns ändern?
Gerade Szenen wie die Leute in einem Güterwagon in eine ungewisse Zukunft zu schicken hat bei mir unangenehme Erinnerungen an eine nicht ruhmreiche Vergangenheit geweckt.

Auch bekommen wir im Laufe der Handlung immer wieder geschickt und wie nebenbei Informationen über das Leben, den Alltag und Wünsche der Predyler. Ihre Auffassung von Recht und Ordnung, Respekt und Toleranz, Liebe und Sexualität. Sie definieren diese doch deutlich anders als wir Menschen.
Der Autorin gelingt es keine der beiden Seiten (Menschen oder Predyler) als den Bösen oder immer Gute darzustellen. Der Roman bleibt immer wieder überraschend und spannend durch unerwartete Wendungen. Für mich ist er auf jeden 5 Sterne wert und sollte auf jeden Fall mit seinem sozialkritischen Fragen gelesen werden.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.04.2021

Hai sind mehr als die Raubtiere der Meere!

Wächter des Meeres
0

Der Schreibstil ist gut lesbar auch schon für jüngere Lesealter, dabei spannend und flüssig geschrieben. Und man lernt viel über Haie!

Das Cover zeigt mehrere schwimmende Haie im Meer und ist fast ganz ...

Der Schreibstil ist gut lesbar auch schon für jüngere Lesealter, dabei spannend und flüssig geschrieben. Und man lernt viel über Haie!

Das Cover zeigt mehrere schwimmende Haie im Meer und ist fast ganz in Blautönen gehalten. Auch die Schrift wirkt harmonisch und passt gut ins Gesamtbild.
Der Klappentext macht neugierig auf eine Fantasy Roman mit und um Haie.

Fazit: Eine echte Überraschung, als Fantasy Fan hatte ich noch nie einen Hai als Hauptprotagonist. Gerade durch Trash- und Horror-Filme sind Hai nicht unbedingt Sympathieträger – im Gegenteil die meisten Menschen haben vor ihnen Angst. Obwohl sie ein viel längere und anscheinend auch erfolgreicher Vergangenheit haben. Vielleicht ist der Roman die Möglichkeit das der eine oder andere seine Meinung ändert und sie eventuell sogar zu schätzen weiß.

Den mit dem Riff Hai Aro lernen wir sie mal von einer ganz anderen Seite kennen, Den er muss schon sehr früh seine Vorliebe, die Schönheit der Welt (seines Lebensraums Meer) unterdrücken. Dann spricht eine Stimme zu ihm, ist es die Stimme des Meeres? Sie hat eine Aufgabe für ihn, diese führt ihn aus dem Reich der Haie zu neuen Welten und uraltem Wissen.

Unterstützung erhält von Haien, die über dieselbe Gabe wie er verfügen. Er macht sich mit ihnen auf in spannende Abenteuer – verfolgt von dem Tigerhai Kahn, der alle Hai mit der Gabe vernichten will.
Unterhalten und spannend verfolgen wir deren Abenteuer im Meer, in dieser für uns feindlichen Welt – die uns die Autorin in bildhafter Art nahebringt.
Auf der anderen Seite haben wir Jonas, seine Tante studiert Hai und ihr Verhalten. Er ist schüchtern und eher introvertiert, hat ein riesengroße Angst vor Haien, speziell nach einer Mutprobe am Zahn (eine Felsenformation an der Küste). Aber das wird sich mit Sicherheit ändern und ich glaube das sich Aro und Jonas begegnen werden, vielleicht sogar mehrmals im Leben der beiden.

Für mich ein sehr gelungener und sehr gut recherchierter Roman (Haie und ihr Verhalten, Leben) und mal ein ganz anderer Fantasy Roman, mit uns neuen Protagonisten, einem ansprechenden und passendem Cover. Die Autorin hat Angst das zu viel „Erklär-Gelaber“ (sagt sie) enthält – das empfinde ich ganz und gar nicht. Aber ich habe mit diesem Roman sehr viel über Haie gelernt was ich noch nicht wusste – lernen kann man immer. Ich darf auch verraten, dass es einen zweiten Band geben wird. Dort werden wir auch erfahren wie die Geschichten von Aro und Jonas weitergehen wird

Von mir 5 Sterne, die ich gerne für diesen spannenden Roman vergebe.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.04.2021

Walküre als Polizistin in Stockholm - ein Erlebnis!

Valkyrie
0

Der Schreibstil ist flüssig und gut zu lesen, spannend und voller Humor.

Das Cover ist hauptsächlich in dunklem Grau und Türkis Lichtpunkten gehalten. Im oberen Bereich ist ein Rabe zu sehen (er spielt ...

Der Schreibstil ist flüssig und gut zu lesen, spannend und voller Humor.

Das Cover ist hauptsächlich in dunklem Grau und Türkis Lichtpunkten gehalten. Im oberen Bereich ist ein Rabe zu sehen (er spielt im Roman eine Rolle als Reporter mit Flügeln) und unten ein steiniger Strand am Meer mit einer Leiche zu sehen. In groß ist der Titel des Romans zu lesen. Passt wunderbar zum Romaninhalt.

Der Klappentext macht neugierig auf eine spannende Fortsetzung der Reihe und Frida die Walküre.

Fazit:
Als Fan von Mythologien und besonders auch der nordischen war ich sehr gespannt auf das 3.Buch um Frida die Walküre, die im Stockholm zu unserer Zeit landet.

Frida scheint offensichtlich angekommen zu sein in Stockholm mit seinen Vorzügen. Mittlerweile in den Polizei Dienst in Stockholm eingetreten, obwohl selbst noch nicht lange dabei bekommt sie eine Teamverstärkung. Sven, für den sie mal eine Schwäche hegte, allerdings ist das schon Schnee von gestern.

Ein Abenteuer zwischen den Charakteren der Urd (eine der Nornen), dem Fenris Wolf und Jocke (niemand anders als Loki). Dann verschwinden Menschen und Frida mit ihrer Truppe ist auf der Suche nach dem Schuldigen und den Hintergründen – scheint doch der Verdacht auf einen Norsen zu fallen. Zwischen Chaos, Ränkespielen und Finsternis muss sie auch noch um den Kopf ihres Jarl (Loki) fürchten. Dann regt sich auch noch Hels Armee und Frida hat alle Hände voll zu tun.
Wird ihr die Aufklärung des Falls gelingen? Was haben Urd und der Fenris Wolf in Stockholm vor? Was beabsichtigt Loki mit einem Date?

Wie immer gelingt es der Autorin mit tollen und humorvollen Dialogen, sehr gut umrissenen Charakteren, einem modernen Stockholm Setting – einen spannenden neuen Urban Fantasy Roman um die Walküre Frida in Szene zu setzen. Mit viel Liebe zu Details in der Handlung und den Charakteren ist ihre eine tolle Umsetzung von Figuren der Nordischen Trilogie in die Moderne gelungen.

Gelungen und macht Lust auf mehr, Frida und Loki. Von mir 5 Sterne für gute Unterhaltung und eine klare Leseempfehlung für alle erschienen Bände der Reihe.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.04.2021

Kann eine Rose in der Wüste erblühen oder zerbrochenes sich zusammenfügen?

Die Rose im Staub
0

Der Schreibstil ist spannend und bildreich, nicht unbedingt für Lese Anfänger oder wenig Leser. Geschildert aus der Sicht der beiden Protagonisten.

Das Cover wirkt von Farbe und Stil etwas orientalisch ...

Der Schreibstil ist spannend und bildreich, nicht unbedingt für Lese Anfänger oder wenig Leser. Geschildert aus der Sicht der beiden Protagonisten.

Das Cover wirkt von Farbe und Stil etwas orientalisch anmutend, mal was anderes aber sehr passend zum Roman.

Der Klappentext macht neugierig auf einen spannenden Fantasy Roman.

Fazit:
Nach der ihrer Weltentod Trilogie entführt uns die Autorin in diesem Roman in eine Welt voller Gegensätze. Durch eine Grenze des Glaubens werden die Menschen seit Jahrhunderten getrennt, die einen Leben in einem Wüstenland, die anderen leben in einer Stadt. Eigentlich liegen aber beide Welten in Scherben.

Nakhara, die weibliche Hauptprotagonistin, behauptet sich als Wasserdiebin aus den Wüstenlanden in einer von Männern dominierten Truppe ihres Reitervolkes. Ihr Leben wird von der ständigen Suche nach Wasser, um überleben zu können. Ansonsten besteht es aus trockenem Boden und Stammeskonflikten.

Daegon, der männliche Hauptprotagonist, dagegen lebt als Soldat hinter den Stadtmauern von Gwerdhylls. Er kämpft gegen sein Gewissen und seine Vergangenheit. Sein Leben verspricht neben paradiesischen Gärten eine Gesellschaft, die in Arenakämpfen, Säuberungen und Sklaverei nach dem Blut der freien Wüstenvölker lechzt.

Beide geraten zwischen die Fronten, Daegon kann nicht töten und Nakhara übertritt das Gesetz von Gwerdhylls. Was geschieht, wenn die beiden sich begegnen? Ihre Welten aufeinandertreffen?

Dieser Roman erzählt mit Sicherheit nicht von Helden auf ihrer Reise durch das Land der Namenlosen. Durch den bildgewaltigen Schreibstil fühlt man sich sofort in die Wüstenlande versetzt, man fühlt den heißen Sand an den Füssen, wird aber anderseits auch von der Macht und dem zur Schau gestellten Prunk der Stadt geblendet. Dazwischen die beiden Protagonisten die unterschiedlicher nicht sein könnten. Allein schon der Stand der Frauen in beiden Welten, Daegon lernt das man Frauen schützen und hofieren muss, Nakhara muss sich ihren Platz in ihrer Gesellschaft wiederum hart erkämpfen.

Brot und Spiele wie im alten Romfindet man in den Arenakämpfen wieder. Nirgendwo liegen Leben und Tod so nah. Und hier wie auch bei den Protagonisten erkennt man den roten Faden des Romans – das Zerbrochene.

Der Schreibstil wird nicht jeder Manns (oder Frau) sein – eher im Fantasy Bereich schon etwas schwerere Kost, auf die man sich einlassen muss. Protagonisten mit vielen Facetten, eine bildgewaltige Welt, schonungslos und brutal.

Für mich trotz alledem ein sehr gelungener Fantasy Roman und von mir gibt es hierfür 5 Sterne.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.04.2021

Liebe über alle Zeiten und durch alle Gefahren!

Morgaines Ruf
0

Der Schreibstil lässt sich leicht lesen ist sehr lebendig, man wird schon nach einigen Seiten in den Bann gezogen.

Das Cover wirkt mit hellem Hintergrund, das wie ein handgeschöpftes Papier wirkt, in ...

Der Schreibstil lässt sich leicht lesen ist sehr lebendig, man wird schon nach einigen Seiten in den Bann gezogen.

Das Cover wirkt mit hellem Hintergrund, das wie ein handgeschöpftes Papier wirkt, in der Mitte ist eine filigrane Zeichnung, in einer rosa-schimmernden Farbe sind kleine Blüten zu erkennen. Darüber steht der Autorenname, darunter ist der Buchtitel in einer leicht verspielten Schrift zu lesen. Das ganze Cover wird dazu von feinen Ästen mit kleinen Blättchen in der gleichen Farbe mit Schatteneffekt wie das Bäumchen eingerahmt. Es passt in Stil und Farbe wunderbar zur Handlung.

Der Klappentext macht neugierig auf eine spannenden Zeitreiseroman.

Fazit:
Auch in Band 2 geht es mit Zeitreise weiter - seit Diana Gabaldon und ihrer Reihe um Jamie Fraser (Highland-Saga), erfreut sich diese Sparte großer Beliebtheit. Auch Morgaines Ruf lädt uns wieder dazu ein.

Diesmal steht die Schwester von Conner, Caitlyn im Mittelpunkt. Leidet sie doch in an einer unbekannten Krankheit, die in ihrer Zeit (1456) mit einiger Wahrscheinlichkeit zum Tod führen würde. Schweren Herzen entschließt sie sich zur Zeitreise ins 21.Jahrhundert und begegnet dem Kollegen von Laura: Ryan.
Dieser sieht mit ihrer Ankunft die Möglichkeit den uralten Fluch der Fee Morgaine zu lösen, den diese über ihre Nachkommen verhängt hat. Damit bringt er sie in echte Gefahr.

Ryan und Caitlyn fühlen sich auf wunderbare Weise miteinander verbunden und das durch die Zeit. Hat ihre Liebe eine Chance? Und was führt seine Familie im Schilde?

Der Roman ist aus der Sicht von Caitlyn und Ryan zu verfolgen, man kann sich gut in Gefühle und Gedanken einfühlen. Alle beide sind sehr sympathische Protagonisten

Der Autorin ist es gelungen sympathische und nachvollziehbare Protagonisten zu erschaffen und sie agieren zu lassen. Sie fügen sich gut in die Handlung ein, obwohl sie Ecken und Kanten haben. Auch das Setting im ausgehenden Mittelalter gefällt gut, man hat sofort wunderschöne Bilder im Kopf – gerade Burgen sind ein wundervoller Schauplatz für Zeitreiseromane.

Ein sehr gelungener Roman, mit ansprechendem Cover, einem neugierig machenden Klappentext und für Zeitreise Fans ein echtes „must have“.
Von mir gibt es 5 Sterne und eine Leseempfehlung!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere