Aufstieg und Fall – von jenen, die zur Sonne streben und jenen, die im Dunkel wurzeln!
Of Ice and Fire - EissonneDer Schreibstil ist flüssig und gut zu lesen, man bleibt von Anfang an dran und ist gespannt, wie es Ember ergehen wird. Man findet sich anhand der Beschreibung gut in dem Setting zurecht.
Das Cover passt ...
Der Schreibstil ist flüssig und gut zu lesen, man bleibt von Anfang an dran und ist gespannt, wie es Ember ergehen wird. Man findet sich anhand der Beschreibung gut in dem Setting zurecht.
Das Cover passt zum Roman Inhalt, kann man einfach nicht anders sagen. Unten ist Ember zu sehen und dahinter ein Drachen (warum er so aussieht, erfahrt ihr im Roman) dahinter eine raue und gebirgige Landschaft. In der oberen Hälfte sieht man eine dunkle Sonne. Die Schrift rundet das Gesamtbild ab. Die Schmuckausgabe verfügt über einen Farbschnitt, auf dem man Issolas sieht und Eiskristalle.
Fazit:
Mich muss der Klappentext eines Romans interessieren quasi anlocken und das hat dieser Roman gemacht. Klar, er hat auch eine schöne Optik aber die allein macht kein Highlight aus.
Wir landen in einem dystopischen Setting in dem der Nordkern (eine Stadt der Macht) im wahrsten Sinne der Worte auf seine Kinder schaut, die Leben in Jördys sieben Fjorden, bei Eis, Kälte und Dunkelheit, Entbehrung und Krankheit. Wobei im Nordkern Wärme und Licht ist. Einmal im Jahr erreicht die Sonne ihren höchsten Stand, die Sommersonnenwende, dies ist der Tag der Auswahl.
Zu diesem Zeitpunkt wählt der Nordkern Männer aus Jördys sieben Fjorden, die sich in einem tödlichen Wettkampf bewähren müssen. Es überleben nur die Stärksten, die sich mithilfe eines kostbaren Serums an einen Drachen binden und ihre Heimat fortan als Nordwächter verteidigen.
Und hier treffen wir auf Ember und ihren Zwillingsbruder, der muss sich in diesem Jahr der Auswahl stellen. Sie hingegen soll ihrer Bestimmung als Frau nachkommen und an einen Mann aus einem anderen Fjord verkauft werden, eine Stille Ehefrau sein und Kinder gebären. Als ihr Bruder am Tag vor seiner Abreise von einem Drachen getötet wird, nutzt Ember die Chance, der Zwangsheirat zu entkommen.
Verkleidet als ihr Bruder stellt sie sich der Auswahl. Doch während sie um ihr Überleben kämpft, wächst zwischen ihr und ihrem Mentor eine gefährliche Nähe.
Ember trotzt der Stellung der Frau in ihrer Gesellschaft, sie will mehr. Sie ist tapfer und mutig, stellt sich den Herausforderungen verdeckt als Frau an dem Wettkampf teilzunehmen und zu überleben. Sie macht eine echte Entwicklung durch und ist authentisch. Sie lernt aus Fehlern, hat aber eine Schwäche: ihren Mentor Issolas.
Issolas ist einer der Mentoren bei den Wettkämpfen, attraktiv, intelligent und gestählt. Aber er hat auch ein Ziel das er mit der Hilfe von Ember als Frau bei den Wettkämpfen umsetzen will. Denn er hasst die Regierung des Nordkerns und möchte Veränderung etwas, was ihn mit Ember verbindet. Und er hat seine ganz eigene Geschichte und Vergangenheit.
Es gibt noch ein paar Nebencharaktere der mehr oder weniger punkten können und Drachen spielen auch eine Rolle.
Klar, findet man hier unter Umständen etwas von den „Tributen von Panem“, bei der Anziehung zwischen Ember und Issolas etwas aus „A Land of Rage und Harm“ (von Elvira Zeissler). Aber trotzdem konnte mich die Handlung fesseln und überraschen, denn es gab auch Wendungen, die man nicht in dieser Form vorhersehen konnte.
Der Roman erzählt von Aufstieg und Fall – von jenen, die zur Sonne streben, und jenen, die im Dunkel wurzeln. Es ist eine spannende Dystopie, mit mutigen und starken Charakteren, einer Welt, die man sich gut vorstellen kann und Drachen – lasst euch überraschen. Wobei die Drachen anders sind, als vermutet schaut euch das Cover mal etwas genauer an – mehr erfahrt ihr im Roman. Von mir 5 Sterne dafür und ich freue mich schon auf die Fortsetzung mit Band 2.