Splatter mit psychologischem Tiefgang
"Pumpkin Night" ist definitiv nichts für schwache Nerven. Ein kompromissloser Splatter-Manga, der gnadenlose Brutalität mit überraschend viel psychologischem Tiefgang verbindet.
Im Zentrum steht Naoko, ...
"Pumpkin Night" ist definitiv nichts für schwache Nerven. Ein kompromissloser Splatter-Manga, der gnadenlose Brutalität mit überraschend viel psychologischem Tiefgang verbindet.
Im Zentrum steht Naoko, eine zierliche, scheinbar harmlose Gestalt, die sich als gnadenlose Rächerin entpuppt. Ihre zerbrechliche Statur wird gezielt als Kontrast zur Gewalt inszeniert: unterschätzt, belächelt, verkannt. Der Zeichner unterstreicht das mit entstellten Nahaufnahmen ihres Gesichts, das wirkt, als ob es ihre ganze Geschichte erzählt: schmerzhaft, verzerrt, kaum noch menschlich.
Und dann gibt es da diesen einen Gegenpol: ein Protagonist mit Verstand, Herz und Haltung, der sich dem Wahnsinn nicht einfach beugt. Ich hoffe sehr, dass er der Geschichte noch lange erhalten bleibt. Er ist der moralische Anker in einer Welt, die längst aus den Fugen geraten ist.
Fazit: Blutig, düster und psychologisch aufgeladen. "Pumpkin Night" ist Splatter mit Substanz. Eine klare Empfehlung für alle, die Horror mit Tiefgang schätzen.