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25,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Diogenes
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Sachbücher / Politik, Gesellschaft & Wirtschaft
  • Seitenzahl: 336
  • Ersterscheinung: 23.04.2025
  • ISBN: 9783257072914
Melissa Müller

Mit dir steht die Welt nicht still

Eine Liebe nach dem Holocaust
London, 1951. Für Nanette ist es eine Zufallsbegegnung, für John ist es Liebe auf den ersten Blick. Doch John steht kurz vor seiner Auswanderung nach Brasilien. Ginge es nach ihm, würde er seinen Plan ändern, aber Nanette, die mit Anne Frank befreundet war und als Einzige ihrer Familie Bergen-Belsen überlebt hat, fürchtet sich vor dem Glück. Als sie einander Brief um Brief schreiben, gesteht sie sich langsam ein, dass sie mit ihm zurück ins Leben finden kann. Ein Buch über die rettende Kraft der Liebe.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.06.2025

Bewegende Geschichte einer vorsichtigen Liebe

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1951 – nur wenige Jahre nach dem Ende des 2. Weltkrieges trifft Nanne in London auf John. Die beiden verstehen sich auf Anhieb und können schon am ersten Abend stundenlang reden. Doch John steht kurz vor ...

1951 – nur wenige Jahre nach dem Ende des 2. Weltkrieges trifft Nanne in London auf John. Die beiden verstehen sich auf Anhieb und können schon am ersten Abend stundenlang reden. Doch John steht kurz vor seiner Ausreise nach Brasilien und Nanne möchte dem nicht im Weg stehen. Also beginnen die beiden zu schreiben. Nanne, die nachdem sie ein Konzentrationslager überlebt hat, eine Scheu hat, ihr Glück zuzulassen, wird schnell liebevoll „the practical woman“ genannt. Doch bei ihr gewinnen die Gefühle nach zahlreichen Briefen irgendwann die Oberhand.
Am Anfang ist es ein Flattern, ein gutes Gefühl, ein Verliebtsein. Tiefe Liebe ist ein anderes Gefühl und entwickelt sich mit der Zeit. Durch die gefühlvollen Briefe können wir beim Lesen mitverfolgen, wie sich die Gefühle zwischen Nanne und John entwickelt haben. Lange Briefe, in denen die beiden über ihren Alltag schreiben, über Ängste, über Gefühle und nicht zuletzt auch die ein oder andere witzige Anekdote. Solche Briefe sind ein Vermächtnis und gerade in unseren Zeiten, in denen wir zwar ständig schriftlich kommunizieren, diese Nachrichten aber selten länger als verbale Schlagabtäusche sind, ist es einfach herrlich, diese Schriftstücke zu lesen. Zwischen den Briefen liegen teils Wochen und doch haben die beiden es geschafft über die Entfernung mehrerer tausend Kilometer sich zu verlieben und für ihre Liebe zu kämpfen. Zwischendurch erfahren wir beim Lesen zudem auch noch mehr über die Geschichte der beiden Familien von John und Nanne, die natürlich jede für sich noch vor dem Krieg begann. Ein wundervolles Werk, welches sofort tief berührt.

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Veröffentlicht am 26.08.2025

Ein schönes Liebes- und Lebensporträt

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MIT DIR STEHT DIE WELT NICHT STILL
Melissa Müller
ET: 23.04.2025

London, Juli 1951:
Auf einer Party begegnet John König der jungen jüdischen Frau Nanette Blitz. Sofort fühlen sie sich zueinander hingezogen, ...

MIT DIR STEHT DIE WELT NICHT STILL
Melissa Müller
ET: 23.04.2025

London, Juli 1951:
Auf einer Party begegnet John König der jungen jüdischen Frau Nanette Blitz. Sofort fühlen sie sich zueinander hingezogen, doch John plant, England zu verlassen und zu seinen Verwandten nach Brasilien auszuwandern. Die gemeinsame Zeit ist daher knapp und vergeht wie im Flug. Gerade als John merkt, wie sehr er sich in Nanette verliebt hat, ist der Tag der Abreise gekommen – der Abschied fällt ihm schwer.

Über eineinhalb Jahre hinweg schreiben sich die beiden intensive Briefe. So lernen sie sich immer besser kennen und schätzen. John erfährt von Nanettes Vergangenheit: ihrem Leben in Amsterdam, ihrer Freundschaft mit Anne Frank, der ständigen Angst vor der Deportation im Zweiten Weltkrieg. Sie überlebte als Einzige ihrer Familie das Konzentrationslager Bergen-Belsen und durfte erst Jahre später, aufgrund der schweren gesundheitlichen Folgen ihrer Haft, nach London zu ihren Tanten reisen.
John hingegen floh mit seinen Eltern rechtzeitig aus Budapest nach England. Nach deren Tod sucht er nun einen Neuanfang in Südamerika.

Melissa Müller hat hier ein berührendes Liebes- und Lebensporträt eines besonderen und beeindruckenden Paares gezeichnet. Sie durfte die beiden noch persönlich kennenlernen und steht bis heute in Kontakt mit deren Kindern und Enkeln.

Besonders eindrucksvoll ist der Briefwechsel: Nanette war ihrer Zeit weit voraus – ihr feiner Humor und ihr Lebensmut, trotz Krankheit und schwerer Vergangenheit, verzauberten nicht nur John, sondern berühren auch die Leser. Sehr gelungen fand ich zudem die zahlreichen Fotos des Paares, die das Buch noch authentischer und greifbarer machen.

Ein wichtiges Stück Zeitgeschichte, das nicht in Vergessenheit geraten darf.
4/5

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