Cover-Bild Seelenficker
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9,95
inkl. MwSt
  • Verlag: U-Line UG
  • Themenbereich: Biografien, Literatur, Literaturwissenschaft - Biografien und Sachliteratur
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 128
  • Ersterscheinung: 19.12.2017
  • ISBN: 9783866086661
Natascha

Seelenficker

'Ich habe mir immer gedacht, wenn ich Drogen nehme, dann können sie ruhig meinen Körper ficken, dann sollen sie mit mir machen, was sie wollen. Denn ich hasse meinen Körper, der ist so fett und hässlich und unförmig und sowieso habe ich es nicht besser verdient.
Doch in den Momenten, wenn die Drogen aufhören zu wirken, merke ich, dass die Leute auch meine Seele ficken. Das tut weh, nein, mehr noch, das zerstört, ohne zu zerstören, man bleibt übrig und weiß, dass man kaputt ist, unheilbar, und dass man damit leben muss.'

Gerade volljährig geworden, erzählt die Autorin von ihrer Kindheit im Heim, von den ersten Drogen mit zwölf und dem Drogenstrich, dem harten Leben zwischen Freiern, Zuhältern, Dealern und der Schule.
Ungeschönt, unerbittlich ehrlich zeigt sie uns, wie das Leben in Deutschland auch aussehen kann, fernab von Behaglichkeit und Familie.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 31.05.2025

Schrecklich

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Das war sicher mit Abstand das heftigste Buch, das ich je gelesen habe. Und da waren schon ein paar davor, aber niemals so wie dieses. Das Schlimme: es ist keine pure Fiktion.
Nicht umsonst ist kein wirklicher ...

Das war sicher mit Abstand das heftigste Buch, das ich je gelesen habe. Und da waren schon ein paar davor, aber niemals so wie dieses. Das Schlimme: es ist keine pure Fiktion.
Nicht umsonst ist kein wirklicher Autor genannt, nur ein Pseudonym - absolut verständlich, nachdem ich dieses Buch gelesen habe.
Es versteckt nichts, spricht alles (zu) sehr offen und direkt an.
Aber genau dieses Fünkchen zu viel, was einen unwohl werden lässt, braucht es auch. Es führt einem vor Augen, was manchen Menschen tatsächlich geschieht. Und ich kann und will mir das nicht vorstellen - weil wir natürlich die Augen davor verschließen.
Im Buch tauchen immer wieder "handschriftliche" Notizen auf, die das Ganze noch etwas eindringlicher machen an manchen Stellen.
Die Geschichte ist sehr kurz, ohne Nachwort gerade mal 100 Seiten lang, aber das reicht schon. Das Ende war mir vielleicht etwas zu abrupt und auch sprachlich wird es nicht mein Liebling, aber es zeigt schonungslos Nataschas Geschichte.
Ich kann dafür nicht viele Worte finden, aber ich kann das Buch nur jedem empfehlen, der sich mit den Abgründen des Menschen auseinandersetzen will. Zwar in nicht besonders langer Form, aber ich glaube, dieser Ausschnitt reicht schon vollkommen.

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