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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.12.2022

Fesselnde Geschichte

Die Wiege der Hoffnung
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Luise ist Jüdin und lebt 1935 mit ihrer Familie in Berlin. Während ihr Bruder versucht zu leugnen das er Jude ist und sich als guter Deutsche profiliert, merkt Luise immer mehr wie die Juden unter den ...

Luise ist Jüdin und lebt 1935 mit ihrer Familie in Berlin. Während ihr Bruder versucht zu leugnen das er Jude ist und sich als guter Deutsche profiliert, merkt Luise immer mehr wie die Juden unter den Deutschen zu leiden haben. In Emilio ihrer großen Liebe findet sie eine Stütze.
Das Cover verströmt im Angesicht der Thematik die verarbeitet wird sehr hoffnungsvoll, allerdings muss man sagen das der Klappentext eine Kennzeichnung mit Spoileralarm verdient. Der Schreibstil ist sehr flüssig und angenehm zu lesen. Interessant fand ich vor allem die Thematik die bearbeitet wurde und man wieder einmal einen anderen Aspekt der Leidensgeschichte der Juden entdeckt hat.
Luise ist eine clevere junge Frau, die versucht das Beste aus der Situation die sich ihr auftut zu machen. Sie versucht ihre Eltern zu schützen und gleichzeitig nutzt sie die Zeit und genießt ihr Leben und die schönen Momente die in dieser Zeit so selten sind festzuhalten. Hannes, ihr Bruder, ist das komplette Gegenteil. Er verleugnet seine jüdischen Wurzeln und will viel lieber ein echter Deutscher sein. Die beiden Geschwister stehen an zwei gegenüberliegenden Standpunkten. Emilio, Luises Freund, ist Italiener der nicht ganzjährig in Deutschland wohnt und ihr immer wieder von der Schönheit Italiens vorschwärmt. Emilio steht hinter Luise und steht mit Hannes auf Kriegsfuß.
Für mich ein durchaus lesenswertes Buch nur sollte man sich beim Kauf vielleicht nur vom Cover beeinflussen lassen und nicht den Klappentext lesen, denn sonst kennt man die Geschichte bereits.

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Veröffentlicht am 27.11.2022

Das etwas andere Lesevergnügen

Adventure Games® - Books: Die Akademie der Zeitenwächter
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Das Cover erinnert an ein typisches Adventure Game und auch der Aufbau an sich ist wie bei den Spielen. Ich bin ein Fan der Adventure Games und muss sagen diese Buch hat mich voll und ganz überzeugt.
Die ...

Das Cover erinnert an ein typisches Adventure Game und auch der Aufbau an sich ist wie bei den Spielen. Ich bin ein Fan der Adventure Games und muss sagen diese Buch hat mich voll und ganz überzeugt.
Die Geschichte an sich ist bereits sehr spannend. Drake, ein junger Student an der Akademie der Zeitwächter, bereite sich auf seine Abschlussprüfungen vor, doch dann geschieht ein Unglück. Drake und seine Erlebnisse werden sehr gut geschildert und man liest die Geschichte mit Spannung. Die Erkundung der Schauplätze und das eigene Agieren im Rahmen der Geschichte lassen die Spannung nur noch mehr steigern. Durch die Darstellung der Schauplätze und einzelner Protagonisten kann man sich alles auch noch viel besser vorstellen. Allerdings muss man erwähnen das man die Geschichte nicht in einem wahnsinnigen Umfang verändern kann. Man beeinflusst kleine Aspekte oder erhält vielleicht die ein oder andere Information nicht weil man die falsche Wahl getroffen hat.
Im Großen und Ganzen muss man jedoch zugeben das es eine tolle Geschichte ist und der Beeinflussungsaspekt das Ganze noch spannender und lesenswerter macht.

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Veröffentlicht am 15.11.2022

Nicht die Offenbarung die man erwartet

Der Junge im Fluss
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Ben hat sich als Junge nie Gedanken über die Zeit gemacht bis er entdeckt das alles vergänglich ist. Im Laufe der Jahre wird Ben zum Bewahrer von allem was in seinem Leben ist. Als sein Bruder kommt und ...

Ben hat sich als Junge nie Gedanken über die Zeit gemacht bis er entdeckt das alles vergänglich ist. Im Laufe der Jahre wird Ben zum Bewahrer von allem was in seinem Leben ist. Als sein Bruder kommt und ihn aus seinem Leben herausholen will.
'Der Junge im Fluss' von Nestor T. Kolee ist ein Buch über das Suchen und das Finden des eigenen Ichs.
Das Cover ist sehr gelungen und passt zum Buch. Der Junge der im Fluss steht und über die Vergänglichkeit nachdenkt. Die Reise die Ben und sein Bruder unternehmen ist sehr schön gestaltet und auch interessant, aber die tiefgreifenden Erkenntnisse die sie aus der Reise ziehen sind teilweise abgedroschene Phrasen. Vielleicht erwartet man auch einfach zu viel, den immerhin ist es ein Roman der vor allem unterhalten soll oder eben die großen Erkenntnisse des Lebens sind so einfach.
An sich ein recht interessantes Buch das sich sehr schön und fließend lesen lässt, doch wer hofft eine tiefgreifende Lebensweisheit zu erfahren wird enttäuscht.

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Veröffentlicht am 06.11.2022

Wie kann ein Mensch so viel Leid ertragen

Das letzte Versprechen
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Annie lebt mit ihrer Familie im Banat, einer deutschen Siedlung in Jugoslawien. Als sie drei Jahre ist zieht die Wehrmacht ihren Vater und ihren Onkel ein. Ihre Großmutter versucht trotzdem sie vor den ...

Annie lebt mit ihrer Familie im Banat, einer deutschen Siedlung in Jugoslawien. Als sie drei Jahre ist zieht die Wehrmacht ihren Vater und ihren Onkel ein. Ihre Großmutter versucht trotzdem sie vor den Grausamkeiten zu des Krieges zu bewahren. Als jedoch an Weihnachten 1944 ihre Mutter von der russischen Armee nach Sibirien verschleppt wird ist ihre Kindheit vorbei und ein grauenhaftes Martyrium steht ihr bevor.
'Das letzte Versprechen' von Hera Lind ist ein Roman nach einer wahren Geschichte. Die Grundlage bilden die Tagebücher die Annie an ihre Kinder und Enkelkinder geschrieben hat. Immer wieder werden auch Gedichte aus den Tagebüchern zitiert und machen das Ganze noch wirklicher.
Es ist eine beklemmende Geschichte und man hadert immer wieder und kann nicht fassen das Menschen so grausam zueinander sein können. Der Hass und das Leid, das die Autorin beschreibt in greifbar und man wünscht sich für Annie und alle anderen eine bessere Zukunft. Doch bei Annie hofft man dies immer wieder. Doch trotz ihrer Geschichte ist sie eine starke Frau.
Eine beeindruckende Geschichte, aber nichts für schwache Nerven. Das Buch geht einem unter die Haut und ich bin beeindruckt von der schriftstellerischen Leistung von Hera Lind. Definitiv lesenswert und eine Empfehlung für die Autorin Hera Lind!

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Veröffentlicht am 31.10.2022

Die Geschichte hätte was gehabt

Maybe this year - Dieser eine Tag im Winter
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Norah ist Single, lebt in London und bereitet sich auf Weihnachten vor. Norahs Plan für Weihnachten sieht vor das sie zu ihrer Mutter fährt. Diese sagt jedoch kurzfristig ab, da sie in ein Retreat fahren ...

Norah ist Single, lebt in London und bereitet sich auf Weihnachten vor. Norahs Plan für Weihnachten sieht vor das sie zu ihrer Mutter fährt. Diese sagt jedoch kurzfristig ab, da sie in ein Retreat fahren möchte. Bei ihrem besten Freund Joe möchte sich Norah ihre Sorgen von der Seele sprechen. Dabei fällt ihr ein das sie vor 10 Jahren mit ihre Urlaubsliebe Andrew in Italien vereinbart hat sich an Weihnachten 2019 in Dublin zu treffen. Norah möchte alles auf eine Karte setzen und überredet Joe mit ihr nach Dublin zu kommen über Weihnachten um zu sehen ob Andrew erscheint.
‚Maybe this year‘ ist ein Roman von Emily Bell der in die jetzt aufkommende Weihnachtszeit passt. Die Autorin hat einen sehr angenehmen Schreibstil und schildert die Ereignisse sehr gut, jedoch bleibt die emotionale Sicht in diesem Liebesroman etwas auf der Strecke.
Norah ist eine nette Protagonistin, die ihre Träume aufgegeben hat und sich in ihr Schicksal gefügt hat. Allerdings möchte sie sich wieder mehr auf sich konzentrieren und mal etwas für sich selbst tun. Die Geschichte lebt auch immer wieder von Rückblicken in der auf besondere Ereignisse in ihrem Leben eingegangen wird. Die Rückblicke überwiegen für meinen Geschmack etwas zu sehr und zerreißen somit den gegenwärtigen Ablauf. Es gibt auch unerwartete Wendungen, die ich gut dargestellt fand, jedoch hat der emotionale Blickwinkel gefehlt oder war zu wenig geschildert.
‚Maybe this year‘ ist ein Weihnachtsroman den man lesen kann, aber man kann die Vorweihnachtszeit sicherlich auch sinnvoller verbringen.

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