Liz & Wes 2.0
Nothing like the MoviesMit BETTER THAN THE MOVIES hat Lynn Painter mir dieses Jahr bereits ein absolutes RomCom-Highlight beschert. Natürlich musste ich da auch die Fortsetzung NOTHING LIKE THE MOVIES lesen - zumal mich der ...
Mit BETTER THAN THE MOVIES hat Lynn Painter mir dieses Jahr bereits ein absolutes RomCom-Highlight beschert. Natürlich musste ich da auch die Fortsetzung NOTHING LIKE THE MOVIES lesen - zumal mich der Klappentext ganz schön getriggert hat. Ich wollte unbedingt wissen, wie es so weit kommen konnte.
.
Darum geht’s: Liz & Wes sind kein Paar mehr. 😱 Zwei Jahre sind vergangen, als sie sich an der Uni wieder begegnen. Sie: Mittlerweile auf dem Weg zur Karrierefrau. Er: Freshman, der nach einem schweren Schicksalsschlag wieder im Leben Fuß fassen will. Um Wes auf Abstand zu halten, spannt Liz ihren Kollegen und Mitbewohner als Fake-Boyfriend ein...
.
Nach dem Happy End ist vor dem Happy End. Lynn Painter scheint von ihren eigenen Protagonisten nicht genug bekommen zu haben und gönnt ihnen eine hollywoodreife Fortsetzung. Buxxie & Bennett are back! Meine Begeisterung konnte unmittelbar an Band 1 anknüpfen. Es hat riesigen Spaß gemacht Liz & Wes wiederzusehen. Die Chemie zwischen den beiden ist ganz besonders. Die Funken sprühen. Der Dialog- und Wortwitz ist genial. Genau deshalb haben sie auch definitiv ein zweites Happy End verdient. Die Ausgangssituation der Handlung ist grandios und typisch RomCom. Schmacht-Potenzial hoch 10. Aber es ist eben auch Zeit vergangen. Liz & Wes sind erwachsen geworden. Auf unterschiedliche Art und Weise. Das Leben hat sie eingeholt. Es ist einiges passiert, was zwischen dem Traumpaar steht. Die Handlung nimmt damit auch einen deutlich ernsteren Verlauf als in Teil 1. Die pure Leichtigkeit weicht einer Tiefe und gewissen Schwere, die die Weiterentwicklung der Charaktere deutlich macht. Das hat Lynn Painter gut und stimmig umgesetzt, sodass die Fortsetzung auch ihre absolute Berechtigung hat.
.
Ich habe das Buch größtenteils genauso geliebt wie Band 1. Allerdings reizt Lynn Painter die Story übermäßig aus. Es gibt einen Punkt, an dem sie den Sack hätte zumachen können. An einem zweiten hätte sie es tun müssen. Am dritten wäre es allerspätestens nötig gewesen. Aber die Geschichte findet kein Ende. Und damit überspannt Lynn Painter den Bogen etwas. Szene um Szene reiht sich noch aneinander. Ich will nicht sagen, dass diese Szenen schlecht sind. Sind sie nicht. Sie sind sogar pures Filmmaterial. Es ist, als würde hier alles, was das RomCom-Genre zu bieten hat, nochmal schnell in einen Topf geworfen, bis es dann das filmreifste Ende ever gibt. Das ist nämlich herrlich schmalzig und sowas von schön fürs Herz.
.
NOTHING LIKE THE MOVIES ist eine gelungene Fortsetzung. Auch Band 2 war für mich lange auf dem Weg zum Highlight. Das ist es dann aber nicht geworden, weil Lynn Painter das Ende zu sehr in die Länge zieht. Sie treibt den kitschigen Hollywood-Movie-Style auf die Spitze. Etwas zu viel des Guten, aber trotzdem sooo schön. Blende. Musik. THE END!