Fast ein Abbruch
Code Kill – Ein tödliches SpielDieses Buch mit nur 2 Sternen zu bewerten, tut schon weh. Aber ich habe meine Gründe. „CODE KILL – Ein tödliches Spiel“ von Hendrik Klein fängt vielversprechend an. Und der Schluss ist einfach WOW! Dazwischen ...
Dieses Buch mit nur 2 Sternen zu bewerten, tut schon weh. Aber ich habe meine Gründe. „CODE KILL – Ein tödliches Spiel“ von Hendrik Klein fängt vielversprechend an. Und der Schluss ist einfach WOW! Dazwischen geht aber so viel schief, dass ich am liebsten gar nicht mehr weitergelesen hätte. Aufgrund dieser Unausgewogenheit schneidet das Buch bei mir so schlecht ab.
.
Darum geht’s: Auf einer kleinen Insel vor der Küste Mecklenburg-Vorpommerns wird ein neues Hotel eröffnet. Maximilian Ryf ist der Manager von Seewind Manor. Eine Handvoll geladener Gäste reist an. Als ein schwerer Sturm tobt, kann keiner das Hotel verlassen. Dann geht ein Horrorclown um und eine Person nach der anderen wird brutal ermordet…
.
Hört sich trashig an. Und so habe ich die Handlung über weite Strecken auch empfunden. Zunächst hat der Thriller mich noch mit Tempo und guter Atmosphäre eingefangen. Die Handlung entwickelt sich spannend und bis zum ersten Mord war ich auch voll bei der Sache. Aber dann … Auf einmal kam ich mir vor, als hätte ich mich in ein SCREAM-Movie verirrt. Ein Horrorclown. Morde wie am Fließband. Viel Blutvergießen. Zu allem Überfluss gibt es sogar noch eine schnelle Sex-Szene, während der Mörder quasi um die Ecke lauern könnte. Echt jetzt? Hier war ich definitiv im falschen Film gelandet. Ich wollte und konnte auch gar nicht in die Story eintauschen. Gibt es überhaupt eine Story? Die ist bei all dem Gemetzel nämlich ziemlich verloren gegangen. Seltsam befremdliche Szenen reihen sich aneinander. Es ist wie ein schlimmer Unfall, bei dem man trotzdem nicht wegsehen kann.
.
Mein Lesespaß war irgendwann jedenfalls so gut wie flöten. Ich war echt haarscharf davor, das Buch abzubrechen. Und dann dachte ich: Ach komm, es lässt sich ja schnell lesen, also zieh es jetzt noch durch. Und dann kam das, womit ich echt nicht mehr gerechnet hatte: Ein richtig gutes Ende. Der Autor schlägt einen thematischen Haken, der alles, was war nochmal in einem komplett anderen Licht erscheinen lässt. Der Weg dorthin ist aber leider wie ein wirrer Fiebertraum.