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Veröffentlicht am 12.02.2026

japanischer Krimi aus den 50er Jahren

Tokio Express
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Bei Tokyo Express handelt es sich um einen klassischen Kriminalroman. Mit knapp 150 Seiten ist es ein kurzweiliger Abstecher ins Japan der 50er Jahre. Man hat eigentlich nur an den nicht vorhandenen Technologien, ...

Bei Tokyo Express handelt es sich um einen klassischen Kriminalroman. Mit knapp 150 Seiten ist es ein kurzweiliger Abstecher ins Japan der 50er Jahre. Man hat eigentlich nur an den nicht vorhandenen Technologien, wie z.B. Computer und Handy, gemerkt, dass es nicht in der heutigen Zeit spielt.Es ist eher ruhig erzählt und es passiert nicht viel, dennoch hat mir das Buch gut gefallen. Die Zug-, Flug- und Schiffsfahrtzeiten haben mich teilweise etwas verwirrt, aber ich hatte Spaß beim miträtseln, wie der vermeintliche Täter die Opfer umgebracht hat und aus welchen Gründen. Einige Charaktere lernen wir aufgrund der Kürze des Romans leider wenig kennen, wodurch sie recht flach wirken. Das ist aber auch schon das einzige, was ich bemängeln würde. Wer einen klassischen Krimi für Zwischendurch sucht, kommt hier auf jeden Fall auf seine Kosten.

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Veröffentlicht am 31.01.2026

Wenn Frauen eine Stimme bekommen

Die Sammlerin der verlorenen Wörter
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Der Roman ist ruhig erzählt und ich bin sehr gut reingekommen, was für mich vor allem an dem angenehmen Schreib- und Erzählstil lag. Obwohl nicht viel passiert, hat mir die Geschichte sehr gut gefallen. ...

Der Roman ist ruhig erzählt und ich bin sehr gut reingekommen, was für mich vor allem an dem angenehmen Schreib- und Erzählstil lag. Obwohl nicht viel passiert, hat mir die Geschichte sehr gut gefallen. Sie lebt nicht von Spannung, oder unerwarteter Wendungen, sondern von den wirklich liebenswerten Charakteren. Unsere Protagonistin lernt im Verlauf ihres Lebens die verschiedensten Personen, jeglichen Alters und gesellschaftlicher Stellung kennen und die meisten davon schließt man direkt ins Herz. Zudem konnte ich die Figuren in ihrem Denken und Handeln sehr gut verstehen, auch wenn sich meine Lebensrealität stark von ihrer unterscheidet. In ihrem Leben steht Esme vor schwierigen Entscheidungen und sie muss auch den ein oder anderen Schicksalsschlag verkraften, wo ich kurz schlucken musste, weil ich insgeheim auf glücklichere Wendungen gehofft hatte. Aber gerade das hat Esme und ihrer Geschichte mehr emotionale Tiefe gegeben und sie authentisch gemacht. Interessant fand ich auch die verschiedensten Wörter und deren Definitionen, die immer wieder eingesträut wurden.

Einen Stern ziehe ich ab, da Esme und ihr Leben recht romantisiert dargestellt werden. Esme kommt aus priviligierten Verhältnissen, wird in kein gesellschaftliches Korsett gepresst, darf ihr Leben mehr oder weniger frei gestalten und auch die Männer, die in ihr Leben treten sind für damalige Verhältnisse sehr fortschrittlich in ihrem Denken. Das eher schwierige Leben als Frau zu diesen Zeiten bekommen wir eigentlich nur durch andere Charaktere mit, was ich teilweise schade finde.

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Veröffentlicht am 25.01.2026

asiatische Urban Fantasy mit starker Idee, aber schwacher Umsetzung

Der chinesische Kompass
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Der Klappentext hat mir wirklich gefallen, weswegen ich mir viel von der Geschichte versprochen habe. Die Idee ist super und bietet wahnsinnig viel Potential, die Umsetzung wirkt allerdings noch etwas ...

Der Klappentext hat mir wirklich gefallen, weswegen ich mir viel von der Geschichte versprochen habe. Die Idee ist super und bietet wahnsinnig viel Potential, die Umsetzung wirkt allerdings noch etwas unausgereift.

Leider hat es knapp 1/3 des Buches gebraucht, bis ich so richtig in der Geschichte angekommen bin. Anfangs wird kaum etwas erklärt, wir erfahren wenig über die Charaktere und die immer wieder zeitlichen, oder inhaltliche Sprünge haben mich oft aus dem Lesefluss gerissen. Ab Kapitel 9 war der Erzähstil angenehmer und flüssiger, ab da konnte ich der Geschichte auch gut folgen. Die fantastische Welt, die ab diesem Zeitpunkt näher beschrieben wird und in der wir uns mehr und mehr bewegen hat mir richtig gut gefallen und war auch sehr spannend. Auch die Geschichte nimmt fahrt auf und wird zunehmends interessanter.

Leider bin ich am Ende mit vielen Fragen zurückgeblieben. Insgesamt hätten der Geschichte mehr Seiten mit Beschreibungen zur Handlung und den Charakteren gut getan, auch um einige Situationen etwas auszudehen, damit sie nicht so gehetzt wirken. Ich bin nicht sicher, ob es einen zweiten Band geben wird, in dem alle offenen Fragen beantwortet werden, falls ja, hätte ich mir eher einen umfangreicheren Einzelband gewünscht.

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Veröffentlicht am 09.01.2026

Lesespaß für alle Fans historischer K-Dramen

Ein Kranich unter Wölfen
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Mir hat das Buch insgesamt sehr gut gefallen. Der Schreib- und Erzählstil ist einfach und schlicht, wodurch ich schnell ins Buch reingekommen bin und es sich schnell runterlesen ließ. Auch die historisch ...

Mir hat das Buch insgesamt sehr gut gefallen. Der Schreib- und Erzählstil ist einfach und schlicht, wodurch ich schnell ins Buch reingekommen bin und es sich schnell runterlesen ließ. Auch die historisch korrekte Darstellung der Epoche und der Charaktere war sehr gut erzählt und die Geschichte wurde geschickt darin eingebettet, ohne deplatziert zu wirken. Es ist sehr authentisch geschrieben und ich konnte mir alles beim Lesen sehr gut vorstellen.

Die Protagonisten sind alle noch recht jung, was man vor allem an Iseul merkt. Sie ist ziemlich naiv und handelt ohne nachzudenken, was mir ab uns an wirklich die Nerven geraubt hat. Was ich aber erfrischend fand, dass sie anfangs ein eher verwöhntes Görr ist, im Laufe der Geschichte aber ihr Verhalten und ihre Fehler reflektiert und versucht sich zu bessern, was ihr mehr, oder weniger gut gelingt. Sie ist nicht perfekt, nicht direkt die Heldin, die alles kann und jeden rettet. Daehyun, obwohl er einer der Prinzen ist, hat keinerlei Macht und will auch nicht die ganze Welt retten. Zwei Underdogs, die ihre eher egoistischen Ziele verfolgen und deren Wege sich zufällig kreuzen. Das ganze wird ergänzt mit einem Serienmörder, der den König veröhnt. Wer ist er und auf welcher Seite steht er tatsächlich?

Es gab auch 2-3 Stellen, die ich so nicht hab kommen sehen, bzw. bei denen ich dachte, es geht vielleicht in eine andere Richtung. Das fand ich klasse. Das einzige, was mir wirklich gefehlt hat, war ein Glossar. Wer sich nicht mit der koreanischen Kultur und Sprache auskennt, hat zwischendurch wirklich Probleme, die Begrifflichkeiten zu verstehen.

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Veröffentlicht am 05.01.2026

Höhen, Tiefen und unerwartete Wendungen

Prinzessin der tausend Diebe – Betrayed
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Zuallererst: Das Buch hat mir insgesamt sehr gut gefallen!

Das Cover und der Farbschnitt sind wunderschön und da ich ein großer Fan asiatischer Literatur bin, sowie Romanen, die in einem asiatischen Setting ...

Zuallererst: Das Buch hat mir insgesamt sehr gut gefallen!

Das Cover und der Farbschnitt sind wunderschön und da ich ein großer Fan asiatischer Literatur bin, sowie Romanen, die in einem asiatischen Setting spielen, wollte ich das Buch unbedingt lesen. Die grundlegende Idee hat mich direkt angesprochen.

Leider hat das Buch auch einige Schwächen. Im ersten Kapitel lernen wir Sora und ihr Leben bei ihrer Mutter kennen. Ab Kapitel 2 sind wir dann schon auf dem Anwesen des Vaters und seinem Clan. Hier wird es etwas chaotisch. Es werden viele Charaktere/Familienmitglieder erwähnt, aber fast niemand wird wirklich vorgestellt. Dadurch war mir nie richtig klar, in welcher familiären Verbindung alle zueinanderstehen. Ein Stammbaum wäre hilfreich gewesen, um alle Charaktere besser zuordnen zu können. Zudem passiert zu Beginn so viel, was ich überhaupt nicht so schnell verarbeiten konnte und ich musste ab und zu wieder zurückblättern, weil ich dachte, ich hätte irgendwas nicht richtig mitbekommen. Sora hört leider auch nie richtig zu und kann keine vernünftigen Unterhaltungen führen, wodurch sich alle Gespräche oft wie eine Wiederholung der vorherigen anhören. Im ersten Drittel sind die meisten Charaktere ziemlich flach und es gibt keine richtige Charakterentwicklung. Das ändert sich aber im letzten Drittel komplett. Hier werden endlich nach und nach alle Fragen beantwortet und es gibt wirklich mehrere Plottwists, die ich teilweise überhaupt nicht hab kommen sehen. Es war richtig spannend und ich konnte das Buch nicht mehr weglegen. Zum Ende hin scheint die Geschichte eigentlich wie ein Einzelband auserzählt zu sein, aber auf den lezten paar Seiten werden wir dann noch einmal richitg überrascht, überrumpelt und mit einem fiesen Cliffhanger sitzen gelassen.

Fazit: Trotz vieler Schwächen, die mir den Einstieg in die Geschichte nicht gerade einfach gemacht haben, hat mich das letzte Drittel komplett überzeugt und ich werde definitiv Band 2 lesen.

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