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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.02.2026

So viel Verdorbenheit – und ich liebe es

Very Bad Choice
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Mit „Very Bad Choice“ legt J. S. Wonda für mich bisher den stärksten Band der Reihe vor – und ich habe jede einzelne Seite verschlungen.

Besonders gefreut hat mich, dass wir endlich auch mehr aus Harpers ...

Mit „Very Bad Choice“ legt J. S. Wonda für mich bisher den stärksten Band der Reihe vor – und ich habe jede einzelne Seite verschlungen.

Besonders gefreut hat mich, dass wir endlich auch mehr aus Harpers Sicht erleben dürfen. Ihre Perspektive bringt noch einmal eine ganz neue Tiefe in die Geschichte, macht viele Dynamiken greifbarer und sorgt dafür, dass man noch stärker in das toxische Geflecht aus Gefühlen, Macht und Manipulation hineingezogen wird.

Und dieses Buch? Es liefert einfach mehr von allem: mehr Intrigen, mehr Spiele, mehr Erotik, mehr Verdorbenheit, mehr toxische Verstrickungen – und vor allem so viel Drama, dass ich es regelrecht weggesuchtet habe. Genau dieses düstere, moralisch graue Chaos macht für mich den Reiz der Geschichte aus.

Vance bleibt mir allerdings weiterhin suspekt. Irgendetwas an ihm wirkt wie die Ruhe vor dem Sturm – und ich habe das Gefühl, dass da noch eine gewaltige Wendung auf uns wartet. Gleichzeitig hoffe ich sehr auf ein großes Comeback von Clarisse. Am liebsten natürlich mit Jaxon an ihrer Seite – das hätte definitiv Explosionspotenzial.

Und dann ist da noch Romeo… Ich hätte es nicht erwartet, aber ich kann einfach nicht anders, als Gefallen an ihm zu finden. Trotz – oder gerade wegen – seiner Art übt er eine gewisse Faszination aus, die man schwer ignorieren kann.

Für mich ist „Very Bad Choice“ bisher mein absoluter Lieblingsteil der Reihe. Wenn die weiteren Bände dieses Niveau halten oder sogar noch steigern, dann wird das eine emotionale Achterbahnfahrt, von der ich definitiv nicht freiwillig aussteigen werde. Ich bin mehr als gespannt, wie sich alles weiterentwickelt.

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Veröffentlicht am 09.02.2026

Mehr Schatten, mehr Kings, mehr Abgründe

Very Bad Liars
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Der Einstieg in „Very Bad Liars“ war für mich zunächst etwas schleppend. Vor allem Mables Naivität ging mir stellenweise auf die Nerven, genauso wie die teils überfürsorgliche Art der Kings, die eher anstrengend ...

Der Einstieg in „Very Bad Liars“ war für mich zunächst etwas schleppend. Vor allem Mables Naivität ging mir stellenweise auf die Nerven, genauso wie die teils überfürsorgliche Art der Kings, die eher anstrengend als beschützend wirkte. Gleichzeitig hatte genau das aber auch einen positiven Effekt: Zayns und Romeos Charaktere wurden dadurch deutlich stärker hervorgehoben, sodass man am Ende doch auch den anderen beiden Kings verfällt.

Besonders eindrücklich und realistisch fand ich Amabelles Flashbacks in Bezug auf die Vergewaltigung durch Rachel. Diese Szenen waren hart, aber glaubwürdig und emotional sehr intensiv umgesetzt. Insgesamt ist das Buch bereits seit den ersten Seiten spannend und deutlich düsterer als die vorherigen Teile – mit mehr roher Gewalt und einer insgesamt beklemmenderen Atmosphäre.

Ein großes Highlight war für mich, dass man endlich mehr über Romeo und Zayn erfährt. Die beiden sind aktuell mein Lieblingsantagonisten: komplex, unberechenbar und unglaublich faszinierend. Gleichzeitig muss ich allerdings sagen, dass ich immer noch nicht ganz verstehe, was Amabelle so besonders macht und wodurch sie sich wirklich von anderen unterscheidet – dieser Punkt blieb für mich etwas vage.

Trotzdem habe ich jede einzelne Zeile genossen. Endlich bekommt man mehr Einblicke in Vance, wobei mir Vance nach wie vor überhaupt nicht geheuer ist. Der Cliffhanger am Ende ist dann so meisterhaft platziert, dass ich keine andere Wahl hatte, als direkt mit dem vierten Band weiterzumachen.

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Veröffentlicht am 04.02.2026

Einschlafbegleitung statt Pageturner

Das Paket
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Sebastian Fitzeks „Das Paket“ war für mich weniger ein nervenaufreibender Thriller als vielmehr eine Einschlafbegleitung. Trotz der grundsätzlich verwirrenden Handlung kam für mich über weite Strecken ...

Sebastian Fitzeks „Das Paket“ war für mich weniger ein nervenaufreibender Thriller als vielmehr eine Einschlafbegleitung. Trotz der grundsätzlich verwirrenden Handlung kam für mich über weite Strecken kein wirklicher Spannungsbogen auf. Erst gegen Ende des Hauptteils, in den Gesprächen zwischen Emma und Konrad, wurde es endlich richtig interessant – hier näherte man sich Schritt für Schritt der Lösung, was ich als den stärksten Teil des Buches empfunden habe.

Emmas psychischen Ausnahmezustand und ihre Hilflosigkeit waren hingegen sehr eindringlich dargestellt. Zu erleben, wie ihr niemand glaubt – nicht einmal die Menschen, die ihr am nächsten stehen – geht unter die Haut und spiegelt auf erschreckend realistische Weise die Erfahrungen vieler Vergewaltigungsopfer wider. Besonders die Darstellung ihrer PTBS, ihrer Trigger und der völligen Machtlosigkeit während eines Anfalls empfand ich als sehr authentisch und gut vorstellbar. In diesen Momenten zeigt Fitzek eindeutig seine Stärke.

Mit dem Schreibstil konnte ich mich allerdings nicht anfreunden, vor allem, weil die Geschichte in der dritten Person erzählt wird. Zudem war die Affäre von Philipp mit Emmas bester Freundin früh vorhersehbar und bot kaum Überraschungsmoment. Generell störte mich der immer gleiche Aufbau: Nahezu jede Figur kommt als Täter infrage, nur um kurze Zeit später wieder entkräftet zu werden. Dieses ständige Verdächtigen und Relativieren nimmt dem Buch für mich den Reiz und wirkt zunehmend ermüdend.

Insgesamt fehlt es dem Roman an Originalität. Inhaltlich ist „Das Paket“ kaum von Fitzeks anderen Büchern zu unterscheiden – im Grunde ändern sich nur Zeit, Ort und die Protagonisten, während Struktur und Dramaturgie gleich bleiben. Trotz der Verwirrung in der Handlung entsteht dadurch keine echte Spannung.

Positiv hervorzuheben ist jedoch das Ende des Buches, an dem Fitzek etwas sehr Persönliches von sich preisgibt. Dieser Einblick in den Autor selbst war ein schöner und unerwarteter Abschluss.

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Veröffentlicht am 27.01.2026

Zwischen Machtfantasie und Unglaubwürdigkeit

Very Bad Elite
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„Very Bad Elite“ konnte für mich leider nicht an die Stärke des ersten Bandes anknüpfen. Besonders die Protagonistin hat im Laufe der Geschichte stark an Sympathie verloren. Ihre zunehmend weinerliche ...

„Very Bad Elite“ konnte für mich leider nicht an die Stärke des ersten Bandes anknüpfen. Besonders die Protagonistin hat im Laufe der Geschichte stark an Sympathie verloren. Ihre zunehmend weinerliche Art gegenüber den Kings, ihr ständiges Gejammer und die beinahe erzwungene emotionale Abhängigkeit, die zwischen ihnen konstruiert wird, wirken nicht nur ermüdend, sondern auch unrealistisch. Statt prickelnder Spannung verliert das Buch dadurch deutlich an sexueller Attraktivität – irgendwann nervt es einfach nur noch.

Was mir ebenfalls negativ aufgefallen ist: Die Protagonistin gibt der gesamten Schule die Schuld an ihrer Situation, reflektiert aber ihr eigenes Verhalten kaum. Vor allem im Hinblick auf den Verrat an ihrer Freundin Harper ist sie moralisch kein Stück besser als die Menschen, die sie verurteilt. Diese fehlende Selbstkritik macht ihre Entwicklung wenig glaubwürdig.

Das Ende hat mich letztlich eher unbefriedigt zurückgelassen. Die Bombe als dramatischer Höhepunkt wirkt überzogen und schlicht unrealistisch. Zwar taucht am Schluss eine Figur auf, die Potenzial für einen interessanten Charakter hätte, doch insgesamt bleibt ein ernüchternder Eindruck zurück. Auch Vances und Harpers Rollen sind mir weiterhin schleierhaft und werden nicht überzeugend ausgearbeitet.

Besonders im Gedächtnis geblieben ist mir eine extrem raue und brutale Szene, die zwar schockiert, deren Folgen jedoch sofort relativiert werden – danach ist plötzlich wieder alles „gut“. Das empfinde ich als verharmlosend und wenig verantwortungsvoll, weshalb man das Buch definitiv mit Vorsicht genießen sollte.

Ich hoffe sehr, dass der dritte Teil wieder an die Qualität des ersten anknüpfen kann, denn „Very Bad Elite“ bleibt für mich trotz einzelner Ansätze eine enttäuschende Fortsetzung.

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Veröffentlicht am 23.01.2026

Elitäre Demütigung

Very Bad Kings
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Ich habe „Very Bad Kings“ als eBook gelesen und war von der ersten Seite an vollkommen gefesselt. Diese düstere schulische Atmosphäre, die intensive Hassliebe und die explosive Dynamik zwischen den Charakteren ...

Ich habe „Very Bad Kings“ als eBook gelesen und war von der ersten Seite an vollkommen gefesselt. Diese düstere schulische Atmosphäre, die intensive Hassliebe und die explosive Dynamik zwischen den Charakteren ziehen einen sofort in den Bann. Mit jeder Zeile fühlt man mehr mit – so sehr, dass ich das Buch regelrecht verschlungen habe.

Die Charaktere sind unglaublich gut ausgearbeitet: tiefgründig, facettenreich und lebendig. Gleichzeitig bleibt dieses nagende Gefühl, dass man noch mehr über sie erfahren will. Die Protagonistin ist Feuer pur. Auch wenn einige ihrer Entscheidungen für mich kaum verzeihlich sind und ihre Naivität stellenweise fast schmerzt, überzeugt sie durch ihre enorme Willensstärke und innere Kraft. Gerade diese Widersprüche machen sie so greifbar und real.

Die Antagonisten sind verdammte Arschlöcher. Und doch schafft es die Autorin, dass man trotz allem mit ihnen sympathisiert, was die Geschichte noch spannender und emotional komplexer macht.

Der Cliffhanger am Ende ist genau richtig gesetzt: Er hinterlässt keinen bitteren Beigeschmack, sondern steigert die Vorfreude ins Unermessliche. Man klappt das Buch zu und will nur eins – den nächsten Band lesen und den angekündigten Racheakt miterleben.

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