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Alesia

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Veröffentlicht am 08.12.2024

Gwenllian ferch Rhys

Die Tochter der Drachenkrone
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Gwenllian ist die jüngste Tochter eines großen walisischen Fürsten. Sie ist dreizehn, als dieser stirbt und zwischen ihren älteren Brüdern Maelgwn und Gruffydd ein Kampf um die Nachfolge entbrennt. Unverbrüchlich ...

Gwenllian ist die jüngste Tochter eines großen walisischen Fürsten. Sie ist dreizehn, als dieser stirbt und zwischen ihren älteren Brüdern Maelgwn und Gruffydd ein Kampf um die Nachfolge entbrennt. Unverbrüchlich steht sie an Seite ihres Bruders Gruffydd, bis dieser sie aus politischen Gründen mit einem adeligen Normannen verheiraten will. Gwenllian entschließt sich zur Flucht, denn für sie steht fest, dass sie einen Briten heiraten wird um für die Unabhängigkeit von Wales zu kämpfen.

Die Tochter der Drachenkrone von Sabrina Qunaj ist ein historischer Roman, der mich sehr begeistert und in seinen Bann gezogen hat. Das Buch wird als Reihenauftakt beworben, ist aber in sich abgeschlossen. Über England zu dieser Zeit ( König Richard, König John), habe ich bereits ein paar Bücher gelesen. Die walisische Geschichte war mir bisher nur ganz am Rande bekannt. Auf keinen Fall sollte man sich von den ungewöhnlichen walisischen Namen abschrecken lassen, sonst verpasst man ein wirklich großartiges Buch. Die Geschichte wird aus Sicht von Gwenllian ferch Rhys, einer walisischen Fürstentochter, deren Leben historisch belegt ist, erzählt. Gwenllian ist auf jeden Fall eine Figur, mit der ich mitfiebern und zum Teil auch etwas mitleiden konnte. Sie ist stolz auf ihre Herkunft, mutig und etwas eigensinnig, sieht aber auch ihre Fehler. Vorallem möchte sie für ein unabhängiges Wales kämpfen. Beim Lesen des Buches habe ich mir gewünscht, dass auch die echte Gwenllian mit ihrem Ehemann glücklich wurde. Der Schreibstil ist angenehm zu lesen. Ich habe mich direkt nach Wales um das Jahr 1200 versetzt gefühlt. Gwenllians Geschichte, eingebettet in die Machtkämpfe der walisischen Fürstenhäuser, die sich gegenseitig und/oder die normanischen Besatzer bekämpfen, wurde sehr mitreißend erzählt. Hierbei vereinfacht die Autorin allerdings Sachverhalte, da die Größe der jeweiligen Familien und die Komplexität der Fehden sonst wohl den Rahmen gesprengt hätten. Interessant ist daher auch das Nachwort, aus dem hervorgeht, was belegte Tatsachen und welche Aspekte Fiktion sind. Für mich war dieses Buch ein unerwartetes Jahreshighlight.

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Veröffentlicht am 03.12.2024

Leicht schauriger Klassiker

Carmilla
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Wenn man an alte Vampirklassiker denkt, fällt den meisten wahrscheinlich zuerst Dracula ein. Doch Carmilla erschien bereits 20 Jahre früher und war zumindest mir bisher noch unbekannt.

Carmilla -Der weibliche ...

Wenn man an alte Vampirklassiker denkt, fällt den meisten wahrscheinlich zuerst Dracula ein. Doch Carmilla erschien bereits 20 Jahre früher und war zumindest mir bisher noch unbekannt.

Carmilla -Der weibliche Vampir- von Joseph Sheridan Le Fanu ist eine knapp 140 Seiten lange, in Briefform geschriebene Novel, aus dem Jahre 1872. Laura schildert darin rückblickend ihre Begegnung mit der Vampirin Carmilla. Laura lebt gemeinsam mit ihrem Vater und zwei Governanten auf einem abgeschiedenen Schloss in der Steiermark. Sonstige sozialen Kontakte bestehen fast nicht. Nach einem Kutschunfall nimmt die Familie die junge Carmilla als Gast auf. Zwischen den beiden Frauen entwickelt sich eine Freundschaft. Mit Carmillas teilweise obsessiven Verhalten kann Laura jedoch nur schwer ungehen. Auch häufen sich um Carmilla einige weitere Ungereimtheiten. Im nahegelegenen Dorf sterben plötzlich Frauen und auch Laura fühlt sich immer schwächer.

Die Schreibweise des Buches wirkt aus heutiger Sicht antiquiert. Ich denke es ist, wenn man sich darauf einlässt, dennoch gut lesbar. Der Handlungsort, das einsame Schloss, die abgeschiedene Umgebung, gibt der Erzählung die nötige unheilvolle Atmosphäre. Eine Liebesbeziehung zwischen Laura und Carmilla wird nicht offensichtlich angesprochen, was dem damaligen Zeitgeist geschuldet sein dürfte. Man kann sie jedoch in die Darstellung der Freundschaft hineininterpretieren. Interessant ist auch Carmillas Charakter. Beim Lesen wirkt sie fast etwas kapriziös auf mich. Im Gegensatz zu später dargestellten Vampiren hat sie kein Problem mit Sonnenlicht. Die Handlung selbst verläuft ohne große Überraschungen, vielleicht weil Titel und Inhaltsangabe bereits viel verraten. Der Gruselfaktor ist aus heutiger Sicht eher gering. Trotzdem war es für mich sehr interessant in diesen Klassiker einzutauchen.

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Veröffentlicht am 01.12.2024

Das Posthotel in Sumbriva

Hotel in den Wolken
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Mit sehr viel Engagement, Stil und Herzblut führt Flo Fernsby gegen 1870 ein elegantes, aufstrebendes Hotel in Graubünden. Als die englische Bergsteigerin Jane Brightfield zum ersten Mal dort einkehrt, ...

Mit sehr viel Engagement, Stil und Herzblut führt Flo Fernsby gegen 1870 ein elegantes, aufstrebendes Hotel in Graubünden. Als die englische Bergsteigerin Jane Brightfield zum ersten Mal dort einkehrt, ist sie begeistert und fasziniert. Zwischen ihr und Flo entwickelt sich eine Freundschaft. Doch Flo hat ein großes Geheimnis, das die Existenz des Hotels gefährden könnte.

Die Hamburgerin Maike macht einmal im Jahr Skiurlaub in Graubünden und hat dort eine Freundesclique. Sie erhält einen Anruf, dass ihrer Mutter Erbin eines alten Hotels im Nachbarort ist. Mit einem Skript von Jane taucht sie tief in Flos Vergangenheit ein und muss eine Entscheidung über die Zukunft des Hotels treffen.

Hotel in den Wolken von Mara Konrad ist eines dieser Bücher, das auf zwei Zeitebenen spielt und Geheimnisse der Vergangenheit aufdeckt. Mir hat das Setting rund um das einstmals prachtvolle Hotel sehr zugesagt. Man fühlt sich richtig in die alpine Vergangenheit zurückversetzt. Der Schreibstil ist angenehm und leicht zu lesen. In der Vergangenheit kommt neben Janes Perspektive später auch noch die von Flo hinzu. Die Erzählung in der Gegenwart war nicht uninteressant, aber etwas schwächer als die Teile, die in der Vergangenheit spielen. Von den Charakteren war mir Jane am liebsten. Ein oder zwei Handlungsverläufe passen für mich nicht ganz und etwas mehr Tempo oder Spannung hätte der Geschichte gut getan. So ist Hotel in den Wolken für mich ein gutes, aber kein herausragendes Buch.

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Veröffentlicht am 29.11.2024

Kleine Kurzgeschichte über die Grausamkeit der Fey

Das Schiff der Fey
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Das Schiff der Fey, Gothic Tale, von Stephanie Lammers ist eine kleine Kurzgeschichte über die Grausamkeit der Fey. Die junge Wilhelmina hat Stubenarest und kann deshalb nicht am Ball zuehren ihres Bruders ...

Das Schiff der Fey, Gothic Tale, von Stephanie Lammers ist eine kleine Kurzgeschichte über die Grausamkeit der Fey. Die junge Wilhelmina hat Stubenarest und kann deshalb nicht am Ball zuehren ihres Bruders teilnehmen. Angelockt von der Musik erscheinen aber die Dampflugschiffe der Fey. Uneingeladen bringen die Fey Schrecken auf den Ball.

Das viktorianisch, bzw. preußisch kaiserliche Stream-Punk Seting gefällt mir ganz gut. Der Schreibstil war angenehm zu lesen.
Ansonsten bietet die Kurzgeschichte inhaltlich wenig und schon gar nichts neues. Die Fey sind die erwarteten kaltherzigen Schreckgestallten, denen die kleine Wilhelmina nichts entgegenzusetzen hat. Geringer Schauerfaktor, insgesamt etwas langweilig.

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Veröffentlicht am 29.11.2024

Kein märchenhaftes Happy End

Ever & After, Band 2 - Die dunkle Hochzeit
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Nachdem Rain den dunklen Prinzen geküsst und dadurch erweckt hat, steht die Welt vor dem Untergang. Prinz Black hält Rain im Carneval gefangen und bereitet ihre Hochzeit vor. Um zu entkommen, geht Rain ...

Nachdem Rain den dunklen Prinzen geküsst und dadurch erweckt hat, steht die Welt vor dem Untergang. Prinz Black hält Rain im Carneval gefangen und bereitet ihre Hochzeit vor. Um zu entkommen, geht Rain einen Pakt mit Rumpelstilzchen ein. Ihre letzte Möglichkeit, die vom Prinzen beabsichtigte Apokalypse zu verhindern, ist die Erfüllung einer Prüfung.

Das Cover des Buches ist in Rot gehalten und zeigt eine goldene Rose, umgeben von Blut. Ich finde, es passt zur Geschichte und sieht zusammen mit dem Farbschnitt sehr schön aus.

Ever & After: Die dunkle Hochzeit von Stella Tack ist der zweite Teil der Ever&After Reihe und bietet sehr düstere Märchenfantasy. Es ist absolut empfehlenswert und zum besseren Verständnis notwendig, den ersten Teil der Reihe gelesen zu haben. Ich persönlich lese ja sehr gerne Märchenadaptionen, auch etwas düstere. Hier war es mir teilweise aber schon fast etwas zu blutig und brutal. Am Anfang jedes Kapitels findet sich ein Märchenzitat. Schön finde ich hierbei,
dass auch unbekanntere Märchen der Gebrüder Grimm zitiert werden. Die Autorin erzählt auch innerhalb der Handlung einige Märchen nach. Dabei lässt sie die ohnehin schon etwas grausamen Märchen zu wahren Albträumen werden. Die Geschichte selbst, wird aus Rains-Ich Perspektive erzählt und ist durchweg actionreich und spannend. Humor blitzt immer mal wieder, meist trocken oder sarkastisch, durch. Bei knapp 700 Seite, gib es allerdings auch die eine oder andere Stelle, an der man die Handlung etwas straffen könnte. Die Autorin spart nicht an Wendungen und Überraschungen. Besonders Rains Charakterentwicklung im Laufe des Buches ist sehr ungewöhnlich. Nach dem Ende bin ich auf jeden Fall gespannt, was sich Stella Tack für den dritten Teil ausgedacht hat.

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