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Veröffentlicht am 24.12.2018

Erschreckende Einblicke in das Justizsystem

Justiz am Abgrund
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Das Cover ist sehr schlicht, aber der Titel des Buches hat mich direkt angesprochen und neugierig gemacht auf das Buch von Dr. Patrick Burow. Der Klappentext hat mich dann auch davon überzeugt, dass ich ...

Das Cover ist sehr schlicht, aber der Titel des Buches hat mich direkt angesprochen und neugierig gemacht auf das Buch von Dr. Patrick Burow. Der Klappentext hat mich dann auch davon überzeugt, dass ich unbedingt wissen möchte, was sich dahinter verbirgt.

Klappentext:
In Zeiten der Angst und der Unsicherheit verlangt „Volkes Stimme“ nach kurzem Prozess und härteren Strafen. Tatsächlich aber, so Strafrichter Patrick Burow, kann die Justiz ihren Beitrag zur inneren Sicherheit gar nicht mehr leisten. Freigesprochene Mörder, lasche Strafen und verschleppte Prozesse sind Indizien einer Krise des Rechtsstaats. Die Justiz steht im Zentrum aktueller gesellschaftlicher Debatten. Der Autor legt mit seiner brisanten Bestandsaufnahme den Finger in zahlreiche Wunden. Er schreibt sehr persönlich über die Kuscheljustiz, krasse Fehlurteile und Deals hinter verschlossenen Türen. Klar und deutlich sagt er, was sich ändern muss, damit die Justiz auch in Zeiten des Terrors ihren Beitrag zur inneren Sicherheit leisten kann.


Der Schreibstil ist flüssig, klar und direkt und man konnte das Buch gut lesen. Schon nach wenigen Seiten war ich ziemlich überrascht, wie es wirklich in unserem Justizsystem ist und mit welchen Dingen sich Richter Tag für Tag auseinandersetzen müssen. Beim Lesen bekommt man einen tiefen Einblick hinter die Kulissen der Gerichte und die tägliche Arbeit der Richter und mit welchen Umständen sie sich auseinander setzen müssen. Er spart hier nicht mit konstruktiver Kritik und weißt klar darauf hin, in welche Richtung sich unser Rechtsstaat entwickelt und weshalb es den Richtern in manchen Fällen überhaupt nicht möglich ist andere Urteile zu fällen, bzw. warum oft der Eindruck entsteht, dass Richter zu lasch mit Verbrechern umgehen.
Für mich ein sehr gelungenes Buch, das einem die Augen über das Justizsystem öffnet und klar macht, dass sich schnellstens etwas ändern muss in Deutschland!

Veröffentlicht am 24.12.2018

Aus dem Tagebuch einer Geisel

Gaddafis Rache
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Das Cover gefällt mir recht gut, es ist zwar schlicht, aber dennoch ansprechend und aussagekräftig. Der Klappentext hat mich sehr neugierig gemacht auf dieses Buch und die Schilderungen der Erlebnisse ...

Das Cover gefällt mir recht gut, es ist zwar schlicht, aber dennoch ansprechend und aussagekräftig. Der Klappentext hat mich sehr neugierig gemacht auf dieses Buch und die Schilderungen der Erlebnisse von Max Göldi.

Klappentext:
Am 15. Juli 2008 wurde Hannibal Gaddafi, Sohn des damaligen libyschen Diktators Muammar Gaddafi, in Genf vorübergehend in Haft genommen. Der Vorwurf: Er und seine Frau hätten ihre Bediensteten misshandelt. Der Gaddafi-Clan sah dadurch seine Familienehre beschmutzt und begann einen unerbittlichen Rachefeldzug gegen die Schweiz, der zwei Jahre dauern und in die Geschichtsbücher eingehen sollte. Um der Schweizer Regierung Zugeständnisse abzupressen, nahm das libysche Regime den Schweizer Max Göldi und den schweizerisch-tunesischen Doppelbürger Rachid Hamdani in Haft. Nun erzählt Max Göldi von den schwierigen, nervenraubenden, bizarren und völlig absurden Irrungen und Wirrungen, die sein Leben zur Hölle machten. Er erzählt von immer wieder zerstörten Hoffnungen und großen Ängsten, davon, wie er sich während seiner Haft den sich ständig verändernden Lebensumständen anpassen musste, vom Überleben in libyschen Gefängnissen, von Entführung, Einzelhaft, Lösegeldforderungen, Willkür und kafkaesken Schauprozessen. Er weiht uns in Fluchtpläne ein, erinnert sich an boshafte Mitmenschen, überforderte Beamte, schillernde Vermittler und standfeste Diplomaten. Und daran, wie es war, als er am 14. Juni 2010 in Begleitung der damaligen Außenministerin Micheline Calmy-Rey in der Schweiz landete und endlich seine Frau wieder in die Arme schließen konnte.


Der Schreibstil ist flüssig und das Buch lässt sich gut lesen. Durch die Überschriften der einzelnen Kapitel weiß man immer direkt an welchem Tag und wo man sich beim Lesen befindet. Max Göldi hat eindrucksvoll geschildert, wie es ihm in Libyen ergangen ist und man hatte durch die direkte Sprache das Gefühl direkt dabei zu sein beim Lesen. Ich konnte mir sowohl die Personen als auch die Handlungsorte sehr gut vorstellen, da alles sehr detailliert beschrieben war und hatte somit beim Lesen ein klares Bild vor Augen.
Mich hat die Geschichte von Max Göldi beeindruckt und ich fand es war ein tolles Leseerlebnis.

Veröffentlicht am 24.12.2018

Kein überzeugender Krimi

Mordflüstern
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Das Cover hat mich direkt angesprochen und auch der Klappentext hat mich neugierig gemacht auf dieses Buch von J. J. Preyer.

Klappentext:
Ein fesselnder Hamburg-Thriller von J. J. Preyer um einen Schriftsteller ...

Das Cover hat mich direkt angesprochen und auch der Klappentext hat mich neugierig gemacht auf dieses Buch von J. J. Preyer.

Klappentext:
Ein fesselnder Hamburg-Thriller von J. J. Preyer um einen Schriftsteller und seine Dämonen, in dem Vergangenheit und Gegenwart auf brutale Weise vermischt werden. 
Seit der Schriftsteller Lars Faber nach Hamburg zurückgekehrt ist und an einem Krimi über Serienmorde schreibt, glaubt er das Flüstern seiner verstorbenen Mutter zu hören. Das gleiche Flüstern wie damals, als er noch ein Kind war, und sie über Morde fantasierte – Morde an selbstherrlichen Männern, die Frauen schlecht behandeln.
Nach der Veröffentlichung seines Romans ist es, als würde diese grausame Fantasie zur Realität: Brutale Machos werden mit einem Rasiermesser getötet. Der Mörder, so ist sich Faber sicher, wird offenbar durch die Lektüre seines Buches zum Mörder. Faber versucht sich und sein menschliches Umfeld zu schützen, doch zu spät: Sein Onkel wird entführt. Der Täter schickt mit dem Erpresserbrief ein abgetrenntes Ohr. Lars Faber sieht nur noch einen Ausweg aus diesem Albtraum, den er herbeigeführt hat. Er begibt sich in Psychotherapie, in der Hoffnung, das Flüstern der Mutter zum Schweigen zu bringen. Kann er so die Serienmorde stoppen?


Der Schreibstil konnte mich über das gesamte Buch nicht überzeugen. Ich fand es gab zu viele abrupte Handlungswechsel denen man beim Lesen nicht folgen konnte und auch war vieles nicht schlüssig erzählt. Die Spannung kam auch nicht so richtig auf und ist mehr auf einen durchschnittlichen Level geblieben. Für einen Krimi wünsche ich mir aber einen höheren Spannungsbogen. Die Personen konnte ich mir gut vorstellen, aber auch hier waren mir viele zu oberflächlich und zu blass, teilweise auch unglaubwürdig in ihren Handlungen. Manches hat die Hauptperson Lars Faber zu kalt gelassen und es kamen keine Gefühle auf und auch waren hier an manchen Passagen zu abrupte Wechsel zur nächsten Szene, ohne das die vorherige schlüssig zu Ende erzählt wurde.
Die Geschichte an sich hätte sicherlich Potential, aber so wie sie erzählt wurde konnte sie mich nicht überzeugen. Schade – ich hatte mir von diesem Buch mehr erwartet und kann es leider nicht weiterempfehlen.

Veröffentlicht am 10.12.2018

Der Elite-Killer

Die Plotter
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Das Cover ist ansprechend und interessant gestaltet und hat mich direkt neugierig gemacht auf diesen Thriller von Un-Su Kim. Auch der Klappentext hat diese Neugier noch verstärkt und ich wollte das Buch ...

Das Cover ist ansprechend und interessant gestaltet und hat mich direkt neugierig gemacht auf diesen Thriller von Un-Su Kim. Auch der Klappentext hat diese Neugier noch verstärkt und ich wollte das Buch unbedingt lesen.

Klappentext:
Raeseng ist Killer von Beruf, seit ihn Old Raccoon als Kind bei sich aufnahm und ausbildete. Aufgewachsen an einem geheimen Rückzugsort in Seoul, einer Bibliothek voller alter Bücher, gehört er zur Killer-Elite Koreas. Denn Old Raccoon ist ein Plotter. Als Kopf der Organisation "Library of Dogs" hat er seit Jahrzehnten alle politisch gewollten Exekutionen in Korea geplant. Doch als die Macht der Diktatur schwindet, gerät auch der Einfluss der Plotter ins Wanken – und eine neue Generation beginnt, ihr eigenes tödliches Netzwerk aufzuziehen. Als Raeseng vom Plan der Plotter bei der Ausführung eines Auftrags abweicht, geraten die Dinge außer Kontrolle – und Raeseng rückt selbst an die erste Stelle der Todesliste …


Der Schreibstil ist flüssig und angenehm zu lesen, auch die Spannung ist direkt zu Beginn des Buches gegeben. Der Spannungsbogen ist im gesamten Buch hoch und hält auch bis zum Schluss, so dass es schwer ist, das Buch aus der Hand zu legen. Die handelnden Personen und auch die Handlungsorte konnte ich mir dank der detaillierten Beschreibungen gut vorstellen und hatte beim Lesen ein klares Bild vor Augen. Die Hauptperson dieses Buches, Raeseng, ist Auftragskiller und deshalb so ganz anders, als man es von den meisten Hauptpersonen in Thrillern gewohnt ist. Aber gerade das hat das Buch für mich so besonders gemacht. Ich hatte im Verlauf des Buches viele Sympathien für Raeseng, trotz seines Jobs als Auftragskiller.
Für mich ein toller Thriller und ein absolut lesenswertes Buch, wenn auch von der Story etwas ungewöhnlich, aber gerade das hat mich hieran fasziniert.
Von mir eine klare Leseempfehlung und volle 5 Sterne.

Veröffentlicht am 10.12.2018

Hochaktueller Thriller

Roh
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Das Cover ist interessant gestaltet und ich finde es in seiner Schlichtheit sehr gut gemacht. Auch der Klappentext hat mich direkt interessiert und hat mich neugierig gemacht auf dieses Buch von Uli T. ...

Das Cover ist interessant gestaltet und ich finde es in seiner Schlichtheit sehr gut gemacht. Auch der Klappentext hat mich direkt interessiert und hat mich neugierig gemacht auf dieses Buch von Uli T. Swidler.

Klappentext:
Bei der Kölner Polizei geht ein anonymer Notruf ein: ein bewaffneter Raubüberfall in einem türkischen Viertel, das unter Polizisten als Nogo- Area gilt. Streifenpolizist Carl Gruber verfolgt den jugendlichen Täter und gerät dabei in einen folgenschweren Hinterhalt: Zwei Unbekannte überwältigen ihn und erschießen den Jungen, einen 15-jährigen Türken, mit Carls Dienstwaffe. Ein abgekartetes Spiel: Der Junge sollte sterben und Carl als dessen Mörder dastehen. Niemand glaubt Carl. Er verliert seinen Job, seine Ehe zerbricht. Auf eigene Faust beginnt er, Nachforschungen anzustellen. Diese führen ihn auf die Spur von Meti Arslan, den Kopf einer islamischen Parallelwelt mitten in Köln. Gleichzeitig gerät Carl in den Dunstkreis der "Concerned Christians", eines international agierenden, radikal-christlichen Netzwerkes, das einen perfiden Feldzug gegen den Islam plant, der die bisherige Welt aus den Angeln heben könnte. Intelligent und atmosphärisch dicht erzählt, legt Uli T. Swidler mit Roh einen brisanten Politthriller über den fundamentalistischen Terrorismus vor. Dessen radikale Auswüchse ordnen wir reflexartig der islamistischen Szene zu. Doch wie weit müssen wir in die Zukunft denken, bis sich als Antwort auf die immer radikaleren Anschläge eine ebenso radikale Gegenbewegung konstituiert? Ein christlich- fundamentalistischer Terrorismus, der den irrwitzigen Fanatismus auf die Spitze treibt, um einen weltweiten Kreuzzug gegen den Islam zu provozieren? Ein erschreckendes Albtraumszenario, das angesichts des weltweiten Aufschwungs rechtspopulistischer Kräfte schon bald Realität werden könnte.


Der Schreibstil ist flüssig und die Spannung direkt zu Beginn hoch. Dieser hohe Spannungsbogen hält sich auch durch das gesamte Buch und es ist an keiner Stelle langweilig oder langatmig. Die handelnden Personen und auch die Handlungsorte konnte ich mir dank der detaillierten Beschreibungen gut vorstellen und hatte beim Lesen ein klares Bild vor Augen. Toll ist auch, wie aktuelle Themen in diesem Thriller aufgegriffen und in die Geschichte eingebunden werden.
Es war mein erstes Buch des Autors, aber sicherlich nicht mein letztes. Wenn er wieder mal einen Thriller veröffentlicht, werde ich diesen sicherlich wieder lesen, da sowohl der Schreibstil und der hohe Spannungsbogen, als auch die Aktualität der Geschichte mich begeistert hat.
Von mir eine klare Leseempfehlung und volle 5 Sterne!