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Veröffentlicht am 17.05.2026

Europa passt auch in ein Wochenende

LONELY PLANET Bildband 100 Weekends in Europa
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Manchmal braucht es gar keinen dreiwöchigen Urlaub, um dieses kleine Reisefieber im Bauch zu spüren. Manchmal reicht ein Wochenende, ein Zugticket, ein Kaffee in einer fremden Stadt und der Gedanke: Genau ...

Manchmal braucht es gar keinen dreiwöchigen Urlaub, um dieses kleine Reisefieber im Bauch zu spüren. Manchmal reicht ein Wochenende, ein Zugticket, ein Kaffee in einer fremden Stadt und der Gedanke: Genau dafür arbeite ich doch die ganze Woche.

100 Weekends in Europa ist genau so ein Buch. Eins, das man eigentlich nur kurz durchblättern will und plötzlich hängt man gedanklich irgendwo zwischen Oxford, Wien, Umbrien und irgendeinem Ort, den man vorher nicht mal auf dem Schirm hatte. Ganz ehrlich, gefährlich. Sehr gefährlich für Menschen mit Fernweh und zu wenig freien Tagen.

Der Bildband ist schön schwer, hochwertig gemacht und voll mit Ideen, die nicht nach Standardprogramm riechen. Natürlich sind Metropolen dabei, aber eben auch diese kleinen Ziele, bei denen man denkt: Warum war ich da noch nie? Besonders stark finde ich, dass jedes Wochenende nicht einfach nur hübsch angerissen wird, sondern mit fünf Erlebnissen greifbar wird. Man bekommt sofort ein Gefühl dafür, was einen erwartet.

Die Mischung aus Bildern, kurzen Texten und praktischer Inspiration funktioniert richtig gut. Kein trockenes Reiseführer-Gebrabbel, sondern eher dieses: Komm, wir machen mal was anderes. Genau mein Ding.

Perfekt ist das Buch für alle, die Europa lieben, aber nicht immer gleich den großen Urlaub planen können. Es macht Lust auf kleine Ausbrüche, auf spontane Ideen und auf Wochenenden, die sich größer anfühlen als zwei freie Tage.

Für mich ein echter Herzensbildband mit akuter Pack-die-Tasche-Gefahr.

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Veröffentlicht am 17.05.2026

Wenn ein silberner Falke den Buddyread verzaubert

Khyona (1). Im Bann des Silberfalken
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Magisches Island, ein silberner Falke und plötzlich diese Frage: Was wäre, wenn hinter unserer Welt noch eine andere wartet? Genau damit hat uns Khyona ziemlich schnell bekommen. Meine Tochter und ich ...

Magisches Island, ein silberner Falke und plötzlich diese Frage: Was wäre, wenn hinter unserer Welt noch eine andere wartet? Genau damit hat uns Khyona ziemlich schnell bekommen. Meine Tochter und ich haben das Buch als Buddyread gelesen, immer abwechselnd im gleichen Exemplar, und es war herrlich, wie oft eine von uns sagte: Nur noch ein Kapitel. Spoiler: Es blieb selten bei einem.

Kari mochte ich sofort, weil sie nicht perfekt ist, sondern genervt, überfordert und neugierig zugleich. Gerade der Start mit der Patchworkfamilie fühlte sich schön greifbar an. Meine Tochter meinte zwischendurch: Die wäre im Urlaub mit uns bestimmt auch erstmal schlecht gelaunt. Und ja, genau das machte Kari für uns so nahbar.

Isslar ist dann wie ein kalter Windstoß voller Magie. Trolle, Eisdrachen, Elfen, Geysire und Vulkane ergeben eine Welt, die man beim Lesen fast sehen kann. Wir haben mehrmals gemeinsam überlegt, wem man trauen kann, und bei der Verwechslung mit der Assassinin wurde es richtig spannend. Dieses Gefühl von Gefahr, Geheimnissen und einem kleinen Kribbeln zwischen den Figuren hat total gut funktioniert.

Nicht alles hat mich komplett überrascht, und manches wirkt bewusst eher jugendlich, aber genau darin liegt auch der Charme. Khyona ist ein fantasievoller, abenteuerlicher Reihenauftakt mit Herz, Tempo und einer Kulisse, die im Kopf nachhallt. Für unseren Buddyread war es genau die richtige Mischung aus Staunen, Miträtseln und gemeinsamem Weiterblättern.

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Veröffentlicht am 17.05.2026

Wenn Liebe gefährlicher ist als jeder Fluch

Till the End of the Moon 3
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Band drei kommt rein wie ein höflicher Dolch im Seidengewand. Erst sieht alles wunderschön aus, dann merkt man: Moment mal, hier blutet ja wieder jeder emotional vor sich hin.

Tantai Jin bleibt einfach ...

Band drei kommt rein wie ein höflicher Dolch im Seidengewand. Erst sieht alles wunderschön aus, dann merkt man: Moment mal, hier blutet ja wieder jeder emotional vor sich hin.

Tantai Jin bleibt einfach so eine Figur, bei der man gleichzeitig die Augen verdreht, den Kopf schüttelt und trotzdem wissen will, was in seinem kaputten kleinen Dämonenherz als Nächstes passiert. Diese Mischung aus Macht, Einsamkeit, verletztem Stolz und aufkeimenden Gefühlen macht ihn unfassbar spannend. Und Li Susu? Die steht wieder mitten in diesem ganzen Chaos und versucht, irgendwie das Richtige zu tun, während um sie herum gefühlt jeder eigene Pläne schmiedet.

Gerade Ye Bingchang bringt in diesem Band ordentlich Gift in die Geschichte. Nicht laut, nicht plump, sondern so unterschwellig unangenehm, dass man beim Lesen innerlich schon die Teetasse abstellt und denkt: Na toll, die macht jetzt bestimmt wieder irgendwas.

Die Romance bleibt slow, tragisch und kompliziert. Genau richtig für diese Reihe. Hier gibt es keine einfache Liebe mit Händchenhalten im Sonnenuntergang, sondern Gefühle mit Messer zwischen den Rippen, politischen Intrigen und diesem ständigen Was wäre wenn.

Man muss sich auf Namen, Machtspiele und Drama einlassen, sonst wird es anstrengend. Wer aber chinesische Romantasy, tragische Schicksale und emotionales Hin und Her mag, bekommt hier wieder richtig viel Futter fürs Herz und für die Nerven.

4,5 Sterne, weil mich diese Reihe weiterhin komplett in ihren Bann zieht, auch wenn sie manchmal so viel Drama auffährt, dass mein innerer Ruhepuls freiwillig auszieht.

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Veröffentlicht am 16.05.2026

Wenn Erinnerungen leise Herzen heilen

Und wir versprachen uns ein Morgen
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Manche Bücher fühlen sich an wie eine alte Schachtel voller Dinge, die man eigentlich nur kurz öffnen wollte und dann sitzt man plötzlich mitten zwischen Erinnerungen, Schmerz und diesem leisen Ziehen ...

Manche Bücher fühlen sich an wie eine alte Schachtel voller Dinge, die man eigentlich nur kurz öffnen wollte und dann sitzt man plötzlich mitten zwischen Erinnerungen, Schmerz und diesem leisen Ziehen im Herzen.

Und wir versprachen uns ein Morgen hat mich genau dort erwischt. Jesca, die beruflich fremde Leben sortiert, findet in einem Karton einen Diamantring und damit nicht nur ein Schmuckstück, sondern den Anfang einer Geschichte, die viel größer ist als sie selbst. Gemeinsam mit Richard folgt sie der Spur bis zu Sören, einem fast hundertjährigen Mann, der von einer Liebe erzählt, die 1944 begann und nie wirklich vergangen ist.

Besonders schön fand ich, wie sich die einzelnen Lebensgeschichten langsam miteinander verbinden. Nichts wirkt laut oder aufgesetzt, eher wie ein Mosaik, bei dem jedes kleine Teil erst unscheinbar erscheint und am Ende doch genau an seinen Platz gehört. Verlust, Einsamkeit, Sehnsucht und Hoffnung liegen hier ganz nah beieinander.

Der Roman ist ruhig, poetisch und sehr gefühlvoll erzählt. Für mich war es ein Buch, das man nicht einfach weglegt, sondern noch ein wenig mit sich trägt. Eine Geschichte über Liebe, Erinnerung und darüber, dass Vergangenes manchmal genau das ist, was uns wieder näher zu uns selbst bringt.

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Veröffentlicht am 16.05.2026

Wenn Erfahrungen Spuren im Gehirn hinterlassen

Trauma und Gehirn
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Manchmal gibt es Bücher, die nicht laut sein müssen, um richtig nachzuhallen. Trauma und Gehirn ist genau so ein Kandidat. Kein Buch, das man mal eben nebenbei wegliest, während der Kaffee kalt wird und ...

Manchmal gibt es Bücher, die nicht laut sein müssen, um richtig nachzuhallen. Trauma und Gehirn ist genau so ein Kandidat. Kein Buch, das man mal eben nebenbei wegliest, während der Kaffee kalt wird und das Handy schon wieder blinkt. Dafür steckt hier zu viel drin, zu viel Wichtiges, zu viel Menschliches.

Isabella Sarto Jackson nimmt ein Thema, das schnell trocken, schwer oder komplett verkopft wirken könnte, und macht daraus etwas Greifbares. Es geht um das Gehirn, ja, aber eben nicht nur um Nervenzellen, Forschung und Fachbegriffe. Es geht um Kinder. Um Bindung. Um Erfahrungen, die prägen. Und leider auch um Erfahrungen, die verletzen.

Besonders stark fand ich, dass das Buch nicht bei der Theorie stehen bleibt. Fallbeispiele, Forschung und gesellschaftliche Fragen greifen ineinander. Da merkt man schnell: Das hier ist kein reines Fachbuch für Menschen mit Laborbrille im Hinterzimmer. Es ist auch ein Appell. Einer, der ziemlich klar sagt: Leute, wir können nicht so tun, als hätten soziale Umstände keinen Einfluss auf Entwicklung.

Klar, man muss sich darauf einlassen. Wer leichte Kost sucht, wird hier vermutlich nicht jubelnd durchs Wohnzimmer tanzen. Aber wer verstehen möchte, warum frühe Erfahrungen so viel ausmachen und warum Kinderschutz kein nettes Extra, sondern bitter nötig ist, bekommt hier ein starkes, kluges und berührendes Buch.

Für mich ein wichtiges Sachbuch mit Herz, Hirn und Haltung. Nicht immer bequem, aber genau deshalb wertvoll.

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