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Veröffentlicht am 25.09.2025

Monster, Magie und jede Menge Chaos – Suri rockt!

Suri, die Monsterjägerin
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Monster, Magie und jede Menge Chaos – das ist ungefähr die Kurzfassung von dem, was Suri und ich (okay, streng genommen meine Nichte und ich) hier erlebt haben. Wir haben uns diesen Comic geschnappt und ...

Monster, Magie und jede Menge Chaos – das ist ungefähr die Kurzfassung von dem, was Suri und ich (okay, streng genommen meine Nichte und ich) hier erlebt haben. Wir haben uns diesen Comic geschnappt und sind sofort in eine Welt reingestolpert, in der man nie weiß, ob gleich ein Katzengeist auftaucht, ein goldener Faden Ärger macht oder ein Riesenmonster laut brüllt. Und das Beste: Man kann gar nicht aufhören zu lesen – oder vorzulesen, in meinem Fall. Meine Nichte saß mit leuchtenden Augen neben mir und hat jedes Panel verschlungen, während ich innerlich gehofft habe, dass unser Wohnzimmer nicht gleich von echten Monstern übernommen wird.

Suri ist eine Hauptfigur mit richtig Feuer im Hintern: frech, mutig, ein bisschen stur und genau die Sorte Charakter, die man sofort ins Herz schließt. Sie ist nicht nur eine Erzählerin von Monsterabenteuern, sondern will selbst mittendrin sein – und dieser Drang macht sie so herrlich unberechenbar. Ich fand’s genial, wie viel Witz und Charme in die Dialoge gesteckt wurde. Manche Sprüche haben mich so erwischt, dass ich laut lachen musste (meine Nichte fand das eher peinlich, aber egal).

Die Zeichnungen? Absolut grandios! Düster, verspielt, detailverliebt – und trotzdem so klar, dass Kinder locker mitkommen. Man merkt einfach, dass das eine Graphic Novel ist, die nicht nur unterhalten, sondern auch in eine richtig schräge, fantastische Welt entführen will. Besonders die Katzengeister fand ich genial creepy. Meine Nichte hingegen schwärmte natürlich sofort von Suris riesigem, lauten Freund. Typisch.

Alles in allem: Ein turbulentes Abenteuer mit Herz, Humor und ganz viel Fantasie. Perfekt für Kids, die in Geschichten eintauchen wollen, aber genauso spaßig für Erwachsene, die beim Vorlesen plötzlich merken, dass sie selbst genauso gefesselt sind. Ich sage mal so: Wenn Suri noch weitere Monster bändigen will, sind wir definitiv wieder mit dabei!

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Veröffentlicht am 24.09.2025

Hoffnung, die heller brennt als das Leid

Hoffnung im Leid
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Manchmal haut einen das Leben so richtig aus den Socken. Leid ist kein Fremdwort – egal ob man’s zugeben will oder nicht. Nancy Guthrie nimmt einen mitten hinein in ihre persönliche Katastrophe, in eine ...

Manchmal haut einen das Leben so richtig aus den Socken. Leid ist kein Fremdwort – egal ob man’s zugeben will oder nicht. Nancy Guthrie nimmt einen mitten hinein in ihre persönliche Katastrophe, in eine Situation, die man keinem wünscht. Zwei Kinder, beide mit einer unheilbaren Krankheit geboren, beide viel zu früh gestorben. Schon beim Lesen zieht es einem das Herz zusammen. Und doch – da ist diese unfassbare Hoffnung, die sich wie ein heller Faden durch das Dunkel zieht.

Was mich dabei so gepackt hat: Sie schreibt ehrlich, ohne fromme Floskeln, aber auch ohne sich im Selbstmitleid zu baden. Sie geht mit Gott ins Ringen, schreit, fragt, zweifelt – und zeigt damit, dass echter Glaube nicht aus glatten Antworten besteht, sondern aus einer Beziehung zu einem Gott, der wirklich trägt. Dieses Buch ist kein „Alles wird gut“-Ratgeber, sondern ein „Da ist Hoffnung, auch wenn alles zusammenbricht“.

Besonders stark fand ich, wie sie ihre Geschichte mit Hiob verbindet. Der Typ aus der Bibel, der wirklich alles verloren hat, ist plötzlich nicht mehr bloß eine uralte Figur, sondern so greifbar, dass man fast meint, mit ihm am Feuer zu sitzen. Und mittendrin: Gottes Herz, das größer ist als jeder Schmerz.

Ich habe beim Lesen gelacht, geweint und immer wieder gestaunt, wie ehrlich und gleichzeitig tröstlich Worte sein können. Für Christen ist das Buch eine tiefe Ermutigung, weil es zeigt: Wir haben einen Gott, der nicht nur am Sonnenschein interessiert ist, sondern der mitten im Leid bleibt. Für alle, die Gott vielleicht nicht kennen, ist es ein starkes Zeugnis, dass Glaube eben nicht Weltflucht bedeutet, sondern Erdung mitten im Chaos.

Fazit: Kein leichter Lesesnack, sondern ein ehrlicher, tiefgehender Wegbegleiter für dunkle Täler. Absolut empfehlenswert – nicht, weil es Leid schönredet, sondern weil es Hoffnung großschreibt.

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Veröffentlicht am 24.09.2025

Fabelwesen, Chipskrümel und Herzrasen – unser Buddyread-Abenteuer

Impossible Creatures – Der vergiftete König
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Was für ein wilder Ritt! Wir haben das Buch kaum aufgeschlagen, da war’s auch schon wieder Mitternacht – und meine Tochter und ich lagen halb auf dem Sofa, halb in einem Berg aus Chipskrümeln, während ...

Was für ein wilder Ritt! Wir haben das Buch kaum aufgeschlagen, da war’s auch schon wieder Mitternacht – und meine Tochter und ich lagen halb auf dem Sofa, halb in einem Berg aus Chipskrümeln, während die Spannung uns fest im Griff hatte. Band 1 war schon genial, aber dieser zweite Teil hat das Ganze nochmal auf ein ganz neues Level geschossen. Wer braucht Netflix, wenn man Katherine Rundell hat?

Anya als gejagte Prinzessin – Zack, Herzschlag hoch. Ihr Vater im Kerker – Gänsehaut. Und dann dieser Onkel, der sofort „Schurke“ schreit, ohne dass er überhaupt ein Schild um den Hals tragen müsste. Meine Tochter hat ständig dazwischen gequatscht: „Der kann doch nicht ernsthaft so blöd sein!“ – und ich musste ihr recht geben. Das war pures Buddyread-Feuerwerk.

Christopher als Hüter der Fabelwesen? Wir haben gefühlt jedes Kapitel gestoppt, um darüber zu diskutieren, welches Tier wir wohl am liebsten zu Hause hätten. Die Landkarte und das Bestiarium haben uns endgültig umgehauen – wir sind jedes Mal abgetaucht wie Schatzsucher in einer neuen Welt. Und glaubt mir: Wer einmal mit Drachen diskutiert, der will nie wieder normale Haustiere.

Die Action? Schneller als mein Kaffee am Montagmorgen weg ist. Die Emotionen? Dicker als Nutella auf frisch getoastetem Brot. Und das Worldbuilding? Episch, aber nie schwerfällig. Wir haben uns in diese Welt reingesogen gefühlt, als würden wir Seite für Seite durch ein Portal springen.

Fazit unseres Buddyreads: Wenn Tolkien, Pullman und ein bisschen Percy Jackson eine Party schmeißen würden, dann wäre dieses Buch der Haupt-Act. Ein Fantasy-Spektakel, das alles hat: Spannung, Herz, Humor und Magie. Und ja, wir zählen schon die Tage bis zum nächsten Band.

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Veröffentlicht am 24.09.2025

Zwischen Speck und Espresso: So schmeckt Südtirol auf Papier

Essen, Trinken, Erleben – Südtirol
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Zwischen Käseplatten, Bergpanorama und einem Glas Lagrein fühlt man sich bei diesem Buch wie auf einer kulinarischen Achterbahnfahrt, nur ohne dass einem schlecht wird. Otto Geisel hat kein Reiseführerchen ...

Zwischen Käseplatten, Bergpanorama und einem Glas Lagrein fühlt man sich bei diesem Buch wie auf einer kulinarischen Achterbahnfahrt, nur ohne dass einem schlecht wird. Otto Geisel hat kein Reiseführerchen geschrieben, das staubig im Regal verendet, sondern eine Art Genuss-Kompass, der direkt in den Magen und ins Herz geht. Schon beim ersten Durchblättern wollte ich den Koffer packen, die Wanderschuhe schnüren und gleichzeitig die feinste Pasta kochen. Ein Spagat, den nur Südtirol schafft – und dieses Buch zeigt die Bühne dafür.

Besonders beeindruckt hat mich, wie hier alpine Bodenständigkeit und mediterrane Leichtigkeit zusammenfließen. Mal landet man bei einer urigen Hütte, in der der Kaiserschmarrn fluffiger ist als jedes Kopfkissen. Dann wieder taucht man in ein Weingut ein, das so viel Eleganz versprüht, dass man plötzlich glaubt, man sei zum Sommelier geboren. Die Mischung aus praktischen Tipps, echten Geheimadressen und kleinen Geschichten macht das Ganze so lebendig, dass man meint, man höre das Klirren der Weingläser zwischen den Seiten.

Und klar: Wer einfach nur Pizza und Pasta will, wird hier auch fündig. Aber das Spannende ist, wie nah sich Tiroler Herzhaftigkeit und italienische Raffinesse hierkommen – wie Speck und Espresso, die zusammen plötzlich eine Liebesgeschichte erzählen. Dazu die Hinweise zu Workshops, Verkostungen und Touren: Das ist kein Reiseführer, das ist ein Eintrittsticket in eine Genusswelt, die man so schnell nicht verlässt.

Kurz gesagt: Dieses Buch ist wie ein Aperol Spritz mit Bergblick – erfrischend, charmant und mit der Gefahr verbunden, dass man sofort mehr davon will. Danke, Herr Geisel, für die vielen Ausreden, öfter nach Südtirol zu fahren.

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Veröffentlicht am 23.09.2025

Die 4 vom See – Spannung, Werte und Sofa-Diskussionen

Der unbekannte Junge und das Vermächtnis der Ehrlichkeit
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Hut ab – das Ding hat uns echt auf Trab gehalten! Schon das Cover hat uns beide angegrinst, als wollte es sagen: „Na, traut ihr euch?“ – klar, wir haben uns getraut. Und schwupps, steckten wir mitten in ...

Hut ab – das Ding hat uns echt auf Trab gehalten! Schon das Cover hat uns beide angegrinst, als wollte es sagen: „Na, traut ihr euch?“ – klar, wir haben uns getraut. Und schwupps, steckten wir mitten in der Seeburg-Action. Die „4 vom See“ haben’s wieder mal faustdick hinter den Ohren. Aber diesmal ist die Stimmung deutlich ernster, fast ein bisschen bedrückend. Haus verlieren, Zukunft ungewiss, und dann noch dieser mysteriöse Anwalt… Meine Tochter meinte gleich: „Papa, ich würd dem Typen nicht über den Weg trauen!“ – und ich so: „Genau das sagt mein Bauchgefühl auch!“ Buddyread-Moment Nummer eins, gleich mal synchron misstrauisch. 😅

Humor und Spannung sind trotzdem mit drin, aber anders als in manch lockerem Abenteuer – hier geht’s echt ans Eingemachte. Man merkt voll, dass die Autoren was transportieren wollen: Werte, Ehrlichkeit, Vertrauen. Das passt super, gerade weil wir als Christen das Thema eh spannend finden. Richtig gut fanden wir die Figur von Laura, die neu reinkommt. Wir haben uns gefragt, ob sie nur Randfigur bleibt oder ob da noch was Größeres dahintersteckt. Buddyread-Moment Nummer zwei: Diskussion auf dem Sofa, während der Kater beleidigt dazwischen liegt.

Was uns nicht ganz so geflasht hat: Wer die Vorgänger nicht kennt, stolpert ein bisschen über Namen und Zusammenhänge. Wir haben anfangs gefühlt ständig nachgeblättert, um nicht den Faden zu verlieren. Eigenständiges Abenteuer? Leider nicht so wirklich. Das hat uns ein klein wenig Nerven gekostet.

Unterm Strich aber trotzdem ein richtig gutes Buch, das mit christlichen Werten nicht mit erhobenem Zeigefinger kommt, sondern einfach ehrlich erzählt. Wir hatten mehr als genug Gesprächsstoff – und das macht’s ja aus. Vier Sterne, weil wir das Drumherum mögen, die Message stark finden, aber der Einstieg für Neuleser echt hakelig ist.

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