Zauberwind, Kuscheldecke, Glück
Als mir der Westwind Geschichten erzählte – Weihnachtsabenteuer zum VorlesenKein Witz: Dieses Buch hat mir offiziell den Titel Onkel des Jahres eingebracht. Und das nur, weil ein schusseliges Zauberbuch beschließt, sein Leben endlich in den Griff zu bekommen – mit Hilfe eines ...
Kein Witz: Dieses Buch hat mir offiziell den Titel Onkel des Jahres eingebracht. Und das nur, weil ein schusseliges Zauberbuch beschließt, sein Leben endlich in den Griff zu bekommen – mit Hilfe eines quirligen Westwinds. Klingt wild? Ist es auch. Aber nicht chaotisch, sondern warm, glitzernd magisch und so herzerwärmend, dass ich kurz überlegt habe, ob ich selbst heimlich ein Zauberbuch bin, das noch nicht weiß, was es werden will.
Beim Vorlesen mit meiner Nichte gab es genau drei Phasen: Staunen, Kichern und „Noch eine Geschichte!“. Und ich schwöre, irgendwo zwischen dem magischen Turm und dem Zauberwald hat sie mich mit ihren riesigen Augen angeschaut, als hätte ich ihr gerade verraten, dass Einhörner wirklich existieren. Dieses Buch hat diese „Kakao, Kuschelzeit, Schneeflocken-Gefühl“-Magie – nur ohne klebrige Tassenränder.
Die Charaktere sind so herrlich schräg, dass selbst meine Nichte meinte: „Die sind wie du.“ Fühl ich. Ein Zauberbuch, das seinen Weg sucht, ein Wind mit zu viel Energie, und lauter kleine Abenteuer, die leise schlau sind, ohne den erhobenen Zeigefinger. Dazu Bilder, die aussehen, als hätten sie direkt den Kamin eines Märchenwaldes ausgeräumt und bei uns im Wohnzimmer aufgehängt.
Perfekt für Winterabende, für Kinder mit Fantasie und für Erwachsene, die heimlich noch an sprechende Bäume glauben. Hat mich erwischt, hat sie erwischt – und jetzt brauche ich bitte mehr Wind-Geschichten.
Ein bisschen Zauber pro Tag? Nehm ich. Und meine Nichte sowieso.