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Veröffentlicht am 02.11.2025

Spuren im Farbenspiel

Girls
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Ein leiser Druck breitet sich im Bauch aus, wenn die letzten Seiten fallen und ich die Welt von Matilda und Nora hinter mir lasse. Kirsty Capes malt keine glatte Geschichte, sondern eine, in der Liebe ...

Ein leiser Druck breitet sich im Bauch aus, wenn die letzten Seiten fallen und ich die Welt von Matilda und Nora hinter mir lasse. Kirsty Capes malt keine glatte Geschichte, sondern eine, in der Liebe weh tut und Erinnerungen wie alte Farbe abblättern. Ingrid Olssen, gefeierte Künstlerin, chaotische Mutter, schwebt wie ein Geist über jedem Kapitel – grell, faszinierend, zerrissen.

Die Reise der Schwestern durch den Westen der USA fühlt sich an wie ein langsamer Atemzug durch staubige Landschaften und alte Wunden. Canyons, die schweigen. Meer, das trägt und gleichzeitig fortspült. Und zwischen all dem zwei Frauen, die zu lange Schatten anderer Erwartungen waren und nun versuchen, ihre eigenen Konturen zu finden.

Die Sprache hat mich oft umarmt und dann wieder gestoßen – warm und roh zugleich. Szenen voller Sehnsucht und salziger Luft treffen auf Rückblenden, die manchmal sprunghaft wirken. Da stolpert der Rhythmus, als ob die Geschichte zu viele Ebenen auf einmal halten möchte. Trotzdem bleibt der Kern stark: Wut, Liebe, Verlust und der stille Wunsch, endlich frei zu atmen.

Zurück bleibt ein Gefühl wie nasse Farbe auf den Fingern – intensiv, klebrig, schwer wegzuwischen. Kein perfektes Buch, aber ein tiefes. Eins, das fragt, wie man weiterlebt, wenn die Vergangenheit noch spricht. Eins, das leise im Hinterkopf bleibt.

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Veröffentlicht am 02.11.2025

Kerzen, Katastrophen und knarrende Böden

Death at Morning House
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Plötzlich auf einer Insel zu landen, weil zuhause eine Kerze ein bisschen… na ja… explosiver war als geplant, klingt wie ein schlechter Sommerwitz. Nur dass der Witz auf Marlowe sitzt und sie jetzt statt ...

Plötzlich auf einer Insel zu landen, weil zuhause eine Kerze ein bisschen… na ja… explosiver war als geplant, klingt wie ein schlechter Sommerwitz. Nur dass der Witz auf Marlowe sitzt und sie jetzt statt Selfies am See Führungen durch ein verfallenes Herrenhaus geben darf. Ferienjob mal anders: weniger Sonne, mehr „Hoffentlich atmet dieses Haus nicht wirklich“.

Das Setting knallt. Alte Villa, salzige Luft, knarzende Dielen, düstere Familiengeschichte – genau die Sorte Location, bei der du nachts leise gehst, obwohl kein Mensch da ist, der meckern würde. Und Johnson hat diesen trockenen Humor drin, der perfekt in die düstere Stimmung schleicht: Mystery, aber mit Augenbrauenwackeln. Gefällt mir. Marlowe selbst? Chaoslevel: sympathisch-lebensnah. Kein Over-Drama, kein Super-Sherlock – eher jemand, der aus Versehen einen Geist entschuldigen würde, falls er ihm ins Gesicht weht.

Der Wechsel in die 30er-Jahre tut der Spannung gut. Die Historie ist genauso brüchig wie die Tapeten im Morning House, und die dunklen Geheimnisse rollen langsam, aber verdammt schwer an. Man spürt richtig dieses „uh-oh, hier stimmt was nicht“. Und ja, ich habe mehrfach beim Lesen geschielt, ob der Schatten im Zimmer nur mein Wäscheständer ist. Spoiler: war er. Glaub ich.

Gibt’s Schwächen? Klar. Manchmal zieht sich die Gegenwart wie Kaugummi am Schuh – man will zu den Geheimnissen, nicht noch einen Sandweg langstapfen. Die Auflösung? Gut, nur hier und da zu brav, als hätte die Story nicht ganz den Mut gehabt, die dunkle Tür komplett aufzustoßen.

Unterm Strich: gruselige Sommerluft, charmantes Chaos, gelungene Mischung aus Mystery und leichtem Augenzwinkern. Perfekt, wenn man keine Splatter-Show will, sondern stimmungsvolle Geheimnisse mit Teen-Verwirrung und schleichender Gänsehaut. Vier Sterne, weil mein Nervenkostüm angenehm gekribbelt hat – aber nicht komplett geknotet wurde.

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Veröffentlicht am 02.11.2025

Gärtnerträume mit Struktur

Gartendesign - Die große Enzyklopädie
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Bereits beim Aufschlagen wird klar: Hier geht es nicht nur um Pflanzen, sondern um die Kunst, aus einem Stück Erde ein Zuhause zu machen. Jede Seite strahlt eine Kombination aus Inspiration und Machbarkeit ...

Bereits beim Aufschlagen wird klar: Hier geht es nicht nur um Pflanzen, sondern um die Kunst, aus einem Stück Erde ein Zuhause zu machen. Jede Seite strahlt eine Kombination aus Inspiration und Machbarkeit aus. Die über 1.500 Farbfotos und Illustrationen sind nicht nur Augenweide, sie wecken Lust, sofort im eigenen Garten zu werkeln.

Vom ersten Kapitel an führt das Buch Schritt für Schritt durch alle Bereiche der Gartengestaltung. Standortanalyse, Stilwahl, Wege, Terrassen, Hochbeete – alles nachvollziehbar erklärt. Besonders die praxisnahen Anleitungen machen es leicht, eigene Ideen umzusetzen. Jede Gestaltungsidee wirkt greifbar und realistisch, ohne überkandidelt zu sein.

Die Vielfalt der Gartenstile ist beeindruckend: Cottage-Garten, moderne Terrasse oder naturnaher Rückzugsort – das Buch inspiriert, statt nur zu informieren. Der bebilderte Pflanzen- und Materialführer am Ende gibt Sicherheit bei Kaufentscheidungen. Einziger kleiner Kritikpunkt: Wer sehr spezielle Projekte plant, findet nicht immer alle Details. Trotzdem ist die Enzyklopädie ein wertvoller Begleiter für alle, die ihren Garten zu einem persönlichen Paradies machen wollen.

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Veröffentlicht am 02.11.2025

Venedig brennt nicht – es glüht

Das Geheimnis der Glasmacherin
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Zwischen flirrendem Glas und schattigen Kanälen entfaltet sich diese Geschichte wie ein warmes Licht in einer alten Werkstatt. Orsola ist nicht laut, nicht dramatisch, aber sie brennt – und genau dieses ...

Zwischen flirrendem Glas und schattigen Kanälen entfaltet sich diese Geschichte wie ein warmes Licht in einer alten Werkstatt. Orsola ist nicht laut, nicht dramatisch, aber sie brennt – und genau dieses stille Feuer trägt durch jede Seite. Das Buch nimmt dich nicht an die Hand, es flüstert dich rein, zeigt dir Murano in goldener Hitze und kühlem Morgendunst. Fast wie Urlaub, nur ohne Touristen und deutlich mehr Herz.

Die Atmosphäre ist unglaublich dicht. Man hört Werkzeuge klirren, riecht Rauch, fühlt das Glühen des Ofens auf der Haut. Und dann diese langsame, unaufgeregte Härte: gegen Regeln, gegen Rollen, gegen Erwartungen. Kein Hollywood-Drama, kein künstlicher Krach – stattdessen stille Rebellion, Geduld und Mut, der nicht schreit, sondern arbeitet. Gefällt nicht jedem, aber genau das macht’s so stark.

Klar, manchmal zieht sich die Handlung wie warme Zuckermasse. Es wird erklärt, gezeigt, gehaucht statt geknallt. Wer Explosionen will, sollte einen anderen Ofen aufsuchen. Wer aber Lust hat auf Geschichte, Handwerk, eine Frau mit Rückgrat und das leise Klingen von Glas, der findet hier ein kleines Funkeln.

Am Ende sitzt man da wie ein frisch geblasenes Glasobjekt: ein bisschen weich im Innern, glänzend außen und überrascht, wie viel Gefühl in einer ruhigen Geschichte stecken kann. Historische Stärke ohne Kitsch, Emotion ohne Seifenoper – das hat Stil.

Murano bleibt länger im Kopf als gedacht. Und irgendwo zwischen Funken und Flüstern kam die Erkenntnis: Stärke kann ruhig sein. Und trotzdem alles verändern.

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Veröffentlicht am 01.11.2025

Abenteuerliche Magie und wilde Freundschaften

Wüstenzauber (Band 2)
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Abenteuer pur mitten aus 1001 Nacht! Schon die ersten Seiten haben uns beide sofort in die Wüste katapultiert. „Papa, das ist ja wie im Film!“ hat meine Tochter gleich gerufen, während ich nur grinsen ...

Abenteuer pur mitten aus 1001 Nacht! Schon die ersten Seiten haben uns beide sofort in die Wüste katapultiert. „Papa, das ist ja wie im Film!“ hat meine Tochter gleich gerufen, während ich nur grinsen konnte. Samira ist zurück, stärker als je zuvor, und direkt mittendrin in neuen Herausforderungen.

Wir haben beim Lesen ständig diskutiert, wie sie ihre Magie einsetzen könnte. „Wenn ich Abdul wäre, würde ich ihr echt mal sagen, dass sie aufpassen soll“, meinte sie, und ich musste lachen, weil ich genau das auch dachte. Die Dialoge zwischen Samira, Abdul und Said sind herrlich frech, und wir haben mehr als einmal laut losgelacht – besonders als Samira versucht, ihre Zauberkünste zu kontrollieren und es erst richtig schiefgeht.

Zwischendrin haben wir immer wieder kleine Lesepausen eingelegt, weil die Spannung so krass war, dass wir beide fast von der Couch gefallen wären. „Papa, die Wüste ist so riesig, ich will da echt hin!“, hat sie geschwärmt, und ich konnte mich nur anschließen – Marliese Arold malt die Wüste so lebendig, dass man fast den Sand unter den Füßen spürt.

Die Geschichte steckt voller Freundschaft, Mut und Zusammenhalt, aber niemals belehrend. Wir haben uns gegenseitig Tipps gegeben, wie Samira die Rätsel lösen könnte, und dabei noch unsere eigenen Theorien aufgestellt. Wildeskopfkino deluxe, als hätten wir selbst Magie in der Hand!

Am Ende packt Arold alles zusammen: Spannung, Abenteuer, ein bisschen Herzklopfen und jede Menge Magie. Wir fiebern mit, lachen zusammen, sorgen uns um Samira und ihre Freunde – und haben gleichzeitig unsere eigenen Mini-Abenteuer beim Lesen erlebt. Fazit: Wer schon „Magic Girls“ oder „Ostwind“ mochte, darf diesen zweiten Band nicht verpassen. BuddyRead-Magie pur – wir beide haben die Nacht durchgelesen und konnten gar nicht aufhören.

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