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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.04.2021

Unglaublich packende Fortsetzung!

Kaleidra - Wer die Seele berührt
1

Kaleidra 2 – Wer die Seele berührt von Kira Licht
Inhalt
Emilia und Ben wurden entführt. In den Fängen des Quecksilberordens sollen sie den Tria-Bund schließen und das Voynich-Manuskript entschlüsseln. ...

Kaleidra 2 – Wer die Seele berührt von Kira Licht
Inhalt
Emilia und Ben wurden entführt. In den Fängen des Quecksilberordens sollen sie den Tria-Bund schließen und das Voynich-Manuskript entschlüsseln. Dabei kommt es jedoch zu einem Zwischenfall, und auf einmal scheint alles, was die Orden zu wissen geglaubt haben, hinfällig. Doch die Quecks geben nicht auf und lassen Emilia keine Wahl: Gemeinsam mit Ben muss sie nach Kaleidra reisen - zum Ursprung aller Alchemisten -, wohlwissend, dass sie sich dadurch in große Gefahr begeben. Aber die Zeit arbeitet gegen sie, und die beiden stoßen mehr und mehr an ihre Grenzen. Denn Herz und Verstand sind nun mal nicht immer einer Meinung ...

Meinung
Nach dem fiesen Cliffhanger vom ersten Band, war es natürlich klar, dass ich augenblicklich auf die Fortsetzung lesen muss. Und was soll ich sagen? Kira Licht hat es wieder geschafft, mich vollends in den Bann zu ziehen und zu begeistern. Der Schreibstil ist wie gewohnt flüssig und unglaublich bildhaft, sodass die Seiten gerade zu davonfliegen und man das Buch schneller durch hat als einem lieb ist. Denn nun muss man schon wieder ein halbes Jahr auf die Fortsetzung und das große Finale der Reihe warten. Wie ich das nur überleben soll?
Die Geschichte schließt nahtlos an das Ende vom ersten Teil an. Die Protagonistin Emilia befindet sich im Quecksilberorden, nachdem ihr langjähriger Freund Matti sie verraten hat. Dieser Betrug saß selbst bei mir noch tief und ich wollte ihn eigentlich nicht wahrhaben. Um Spoiler zu vermeiden, versuche ich allerdings so wenig wie möglich über die Handlung zu verraten. Aber ich kann versprechen: die hat es wieder so richtig in sich.
Wo der erste Band noch ein paar Längen hatte, was der Informationsflut geschuldet war, geht es hier rasant her. Der Leser wird von einem Ereignis ins nächste geworfen, wobei die Spannung auf einem konstant hohen Level gehalten wird. Die Missionen, die Emilia und Ben wieder bestreiten müssen, sind unfassbar facettenreich und man merkt, wie viel Zeit die Autorin in ihre Recherche gesteckt hat. Alles ist mit so viel Liebe zum Detail skizziert, dass man einfach nur sprachlos sein kann. Bei den Rätseln hat es mir besonders gut gefallen, dass Emilia selbst ziemlich viel knobeln muss. Wir wissen zwar, dass sie sehr klug und gerissen ist, aber die Antworten fliegen ihr trotzdem nicht einfach zu, was sie sehr authentisch und greifbar macht. Leider ist gerade im Romantasy-Genre oft das Problem, dass die Protagonistin plötzlich alles perfekt kann und selten mal aus der Bahn geworfen wird. Daher hebt sich „Kaleidra“ deutlich von anderen Büchern des Genres ab – im positiven Sinne!
Zudem schafft Kira Licht es, die Leser mehr einmal absolut hinters Licht zu führen (was ein Wortspiel!). Kaum denkt man, dass man den Durchblick hat, werden Dinge offenbart oder Wendungen eingeflochten, die man so niemals hätte kommen sehen können. Ich bin über manches noch immer ziemlich erschüttert.
Die Charaktere sind durchweg fantastisch skizziert. Der Antagonist Avalanche ist so skrupellos und bösartig, wie ich es schon lange nicht erlebt habe. Aber das gefällt mir total, denn das macht einen guten Bösewicht aus, wie ich finde.
Zuletzt muss ich positiv hervorheben, wie gelungen neue Informationen eingebracht und erklärt werden, ohne dass es zu viel ist. Ich war nie sonderlich gut in Chemie, hatte aber keine Sekunde das Gefühl, nicht hinterherzukommen, da alles trotz der Komplexität hervorragend erläutert wird – Hut ab!

Fazit
Eine spannende Fortsetzung, die aufgrund zahlreicher überraschender Wendungen vollends überzeugen kann!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
  • Atmosphäre
Veröffentlicht am 17.02.2021

Ein emotionaler Auftakt

Unvergesslich
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Meinung
Auf "Unvergesslich - du und ich" bin ich schon aufmerksam geworden, lange bevor die Reihe ins Deutsche übersetzt wurde. Nun habe ich endlich diesen ersten Band gelesen, der mir auch schon sehr ...

Meinung
Auf "Unvergesslich - du und ich" bin ich schon aufmerksam geworden, lange bevor die Reihe ins Deutsche übersetzt wurde. Nun habe ich endlich diesen ersten Band gelesen, der mir auch schon sehr gut gefallen hat. Der Funke ist trotzdem noch nicht ganz übergesprungen.
Was mir besonders gut gefallen hat, ist die Tatsache, dass die Geschichte mittendrin beginnt. Gleich auf den ersten Seiten wird der Leser mit einem schrecklichen Ereignis konfrontiert und weiß gar nicht, wo vorne und wo hinten ist. Alles klärt sich erst mit der Zeit auf.
Die Autorin weiß auf jeden Fall, wie sie verschiedene Emotionen hervorragend rüberbringt. Mein Puls war von Anfang bis Ende unnormal schnell und ich konnte gar nicht erwarten, wie die Story enden wird. Von warmherzigen Moment bis zu absolutem Herzschmerz war alles dabei - wahrlich eine Achterbahn der Gefühle.
Finn und Liv sind zwei tolle Protagonisten, die ich augenblicklich ins Herz schließen konnte. Er ist ein richtiger Badboy. Ein Undercover-Cop, der vom Leben gezeichnet wurde, rau und hart - einfach sexy! Und auch Liv hat ihr Päckchen zu tragen, was sie in einen roboterhaften Zustand versetzt. Sie funktioniert nur, aber lebt nicht wirklich. Das ändert sich natürlich, als sie Finn nach all den Jahren wiedertrifft. Die beiden verbindet so einiges und sie geben einander genau das, was sie brauchen. Mann muss sich einfach stückenweise ebenfalls in sie verlieben, das bleibt gar nicht aus.

Warum der Funke bei mir aber nicht zu 100% übergesprungen ist, ist weil alles ein bisschen too much wurde. Das Buch ist keine leichte Kost, sehr bedrückend, voller Drama. Mir kam es irgendwann so vor, als wollte man möglichst viel in eine Geschichte quetschen. Hier wäre weniger vielleicht etwas mehr gewesen. Zumindest für mein Empfinden hätte man ruhig einen Gang zurückschalten können.

Fazit
Nichtsdestotrotz hat die Geschichte von Finn und Liv es geschafft, mich zu berühren und auf eine Achterbahn der Gefühle mitzunehmen!

Veröffentlicht am 28.01.2021

Netter Zusatz zum Schneewittchen-Klassiker von Disney!

Disney – Twisted Tales: Spieglein, Spieglein
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Inhalt
Nach dem Tod von Schneewittchens Mutter übernimmt ihre überall als "böse Königin" bekannte Stiefmutter die Herrschaft über das Schloss. Und Schneewittchen hält ihr hübsches Köpfchen still und gesenkt ...

Inhalt
Nach dem Tod von Schneewittchens Mutter übernimmt ihre überall als "böse Königin" bekannte Stiefmutter die Herrschaft über das Schloss. Und Schneewittchen hält ihr hübsches Köpfchen still und gesenkt und versucht nicht aufzufallen.
Aber als der Versuch, sie zu töten, gründlich schiefgeht, erwacht Schneewittchens Kampfgeist. Mit der Hilfe ihrer Zwerge und des freundlichen Prinzen, den sie nie wiederzusehen vermutet hätte, zieht sie in den Kampf gegen die Königin. Aber kann dieser überhaupt gelingen, wenn ihre Erzrivalin jeden ihrer Schritte kennt?

Meinung
Als absoluter Disney-Fan ist die neue "Twisted Tales"-Reihe aus dem Carlsen Verlag natürlich ein Muss. Ich hatte die Reihe schon auf Englisch auf dem Schirm, habe nun allerdings doch auf die Übersetzung gewartet, da mir die Gestaltung der Bücher so gut gefällt.
Ich war ziemlich gespannt auf die Umsetzung der Alternativgeschichte, in der der Prinz vergiftet wird, anstatt von Schneewittchen. Der Grundgedanke dahinter ist absolut genial, allerdings kam mir das Thema viel zu kurz. Im Grunde kann man sagen, dass "Spieglein, Spieglein" einer Nacherzählung des Schneewittchen-Klassikers gleicht. Es gibt nicht viele Punkte, in denen das Buch sich von der bekannten Geschichte unterscheidet. Eigentlich lediglich durch das abgewandelte Ende und dem Einfügen der Passagen aus der Vergangenheit der bösen Königin - diese haben mir ganz besonders gut gefallen. Die Einblicke waren spannend und man kann als Leser so nachempfinden, weshalb die Königin so geworden ist, wie wir sie kennen. Ich habe mich sogar mehr als einmal dabei erwischt, Mitleid mit ihr zu empfinden, trotz ihres eisernen Narzissmus.
Die Geschichte ist gut geschrieben, aber man muss den Märchenstil mögen, das ist nicht jedermanns Sache. Ich finde ihn sehr schön und habe mich gefreut, dass man sich hier nicht für einen modernen Weg entschieden hat :)

Fazit
Für Fans ist die Geschichte wirklich wundervoll und man kann einen Blick riskieren. Allerdings sollte man nicht mit der Erwartung herantreten, eine unglaublich innovative Geschichte zu erhalten. Ich würde "Spieglein, Spieglein" eher als eine Art netten Zusatz zum Klassiker ansehen! Definitiv zu empfehlen, aber nichts Besonderes!

Veröffentlicht am 22.01.2021

Wunderschönes Kinderbuch!

Brombeerfuchs. Das Geheimnis von Weltende
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Auf dieses Buch von Kathrin Tordasi bin ich eher zufällig beim Stöbern gestoßen. Aktuell lese ich vermehrt Kinderbücher und dieses hier hat mich aufgrund der wunderschönen Farbkomposition des Covers sofort ...

Auf dieses Buch von Kathrin Tordasi bin ich eher zufällig beim Stöbern gestoßen. Aktuell lese ich vermehrt Kinderbücher und dieses hier hat mich aufgrund der wunderschönen Farbkomposition des Covers sofort angesprochen. Auch der Klappentext hat viel versprochen und schlussendilch wurde ich auch nicht enttäuscht.

Durch den angenehm flüssigen und trotzdem sehr bildhaften Schreibstil, konnt eich sofort einen Zugang zur Geschichte finden. Ben und Portia tragen auch viel dazu bei, denn sie sind zwei wundervolle und liebevoll gezeichnete Protagonisten, die man schnell ins Herz schließt. Ben wirkt sehr reif für sein zartes Alter von zwölf Jahren, was für mich allerdings sehr gut war, denn so konnte ich mich noch viel besser mit ihm identifizieren.
Was ich als besonders gut gelungen empfand, war die Tatsache, dass man nicht nur einen Einblick in die beiden Protagonisten erhält, sondern dass ebenfalls einige Nebencharaktere und Antagonisten zu Wort kommen. Das führt dazu, dass man die einzelnen Handlungen und Motivationen dahinter noch viel deutlicher und besser verstehen kann. Erst hatte ich etwas Sorge, dass es zu viel sein könnte und man den Überblick verliert, aber die Kapitel waren gut gekennzeichnet, sodass immer erkennbar war, wer nun zu Wort kommt.

Die Geschichte ist unglaublich fantasievoll und facettenreich. Es werden viele magische Figuren eingeführt und auch das Setting kann sich sehen lassen. Der Autorin ist es gelungen, die Charaktere und Orte so hervorragend zu zeichnen, dass man das Buch wahrhaftig wie einen Film vor dem geistigen Auge ablaufen sieht. Ich hatte das Gefühl, mitten drin zu sein! Hat es anfangs noch etwas gedauert, hat die Geschichte ab der Hälfte ordentlich an Fahrt aufgenommen und den Spannungsbogen beinahe ins Unermessliche getrieben. Das Ende kam mir persönlich dann etwas abrupt und es bleiben ein paar lose Fäden, die man zu einem zweiten Band spinnen könnte, alles in allem war es dennoch rund!

Fazit
Ein wundervolles Kinderbuch, das auf ganzer Linie überzeugen kann. Eine Fortsetzung wäre wirklich schön!

Veröffentlicht am 22.01.2021

Solider Auftakt mit Luft nach oben

Ministry of Souls – Das Schattentor
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"Ministry of Souls" ist eines dieser Bücher, die mich eher zwiegespalten zurücklassen. Akram El-Bahay ist mir ein bis dato unbekannter Autor gewesen, weshalb ich keinen Vergleichswert habe und nicht weiß, ...

"Ministry of Souls" ist eines dieser Bücher, die mich eher zwiegespalten zurücklassen. Akram El-Bahay ist mir ein bis dato unbekannter Autor gewesen, weshalb ich keinen Vergleichswert habe und nicht weiß, wie die anderen seiner Bücher geschrieben sind. Hier muss ich allerdings sagen, dass ich den Schreibstil als ziemlich holprig empfand. Das mag vielleicht auch an meiner falschen Erwartungshaltung liegen, denn ich dachte, dass das Buch eher in Richtung Erwachsenenfantasy geht, was es eindeutig nicht tut, was man schon am Stil, spätestens aber nach den ersten Kapiteln, merkt. Also habe ich versucht, das Buch aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten, bin mir aber zuletzt immer noch nicht ganz schlüssig darüber, was ich davon halte.
Es handelt sich bei "Das Schattentor" um den Auftakt einer Reihe. Leider habe ich keine Information darüber gefunden, wie viele Bände es insgesamt werden. Am Anfang gibt es dementsprechend erst mal eine lange Einführung in die Welt und die Charaktere. Eines muss man dem Autor lassen: seiner Fantasy sind keiner Grenzen gesetzt und er hat mit diesem Buch eine Rahmenhandlung erschaffen, die ich so noch nie irgendwo gelesen habe. In abgewandelter Form vielleicht, aber so? Nein.
Allerdings dauert es sehr, sehr lange bis die Geschichte an Fahrt aufnimmt. Erst nach über der Hälfte hatte ich das Gefühl, dass nun endlich etwas passiert. Trotzdem plätschern die Geschehnisse in einem eher gemächlichen Tempo vor sich hin. Die Protagonisten Jack und Naima sind mir leider bis zum Ende eher fremd geblieben. Sie sind eher oberflächlich skizziert mit nur wenigen Ecken und Kanten, was ich sehr schade finde. Aber hier wird man vielleicht in den Folgebänden noch einiges herausholen können. Vielleicht wird dann auch mehr auf die Beziehung der beiden eingegangen, denn diese wirkte im ersten Teil doch sehr konstruiert und fehl am Platz.

Das klingt nun alles negativer als es sollte. Denn die Grundidee, die Rahmenhandlung und das Setting sind dem Autor wirklich gelungen. Die Geschichte bietet viel Potenzial und Luft nach oben für die Fortsetzungen und ich bin mir sicher, dass diese auch noch eine ordentliche Schippe oben drauflegen werden.

Fazit
Zwar konnte mich "Ministry of Souls - Das Schattentor" nicht restlos begeistern, nichtsdestotrotz werde ich dem nächsten Band noch eine Chance geben.