Unglaubwürdig, aber trotzdem spannend
DanachKennt ihr diese Krimis/Thriller, wo man sich ständig fragt, wie die Protagonistinnen so naiv sein können? - Nun, dies ist eines davon. Während man als Leserin schon längst weiß, wie der Hase läuft, tappt ...
Kennt ihr diese Krimis/Thriller, wo man sich ständig fragt, wie die Protagonistinnen so naiv sein können? - Nun, dies ist eines davon. Während man als Leserin schon längst weiß, wie der Hase läuft, tappt die Protagonistin noch völlig im Dunklen, stellt. Mutmaßungen an, überlegt.....
Sarah konnte sich vor einigen Jahren aus den Händen eines Perversen befreien, der sie und drei andere monatelang folterte und vergewaltigte. Sie hat eine posttraumatische Belastungsstörung und verlässt ihr Appartement in New York so gut wie nie. Als sie hört, dass der Täter von einst frühzeitig aus dem Gefängnis entlassen werden soll, mutiert sie innerhalb kürzester Zeit zu einer Superheldin, bricht nachts in Lagerhallen ein und startet wilde Verfolgungsjagden durch die dunkle Nacht. Denn sie möchte Beweise dafür finden, dass der Übeltäter von einst noch mehr auf dem Kerbholz hatte.
Unterstützt wird sie von ihrer ehemaligen Mitgefangenen Tracey.
Insgesamt war die Geschichte ziemlich unglaubwürdig. Die Basis - dass Mädchen verschwinden und über Jahre in einem Keller gequält werden - ist ja noch realistisch. So was gibt es bekanntlich. Auch, dass sich ein ganzes Netzwerk hinter der Sache verbirgt, ist nicht abwegig. Der Haken liegt mehr im Detail. Das Verhalten der Protagonistinnen, die ja sehr traumatisierte sind, ist nicht stimmig. Dass Sarah als Mathematikerin einerseits logisch denkt, ansonsten aber permanent unlogisch handelt, macht stutzig. Dass sich Sarah und Tracey ohne konkreten Grund ständig in Gefahr begeben, wirft weitere Fragen auf...und die Polizei von Oregon scheint wirklich ziemlich mies zu ermitteln, wenn sie ohne Sarahs Hilfe keinen Schritt weiterkommt.
Trotzdem konnte mich die Autorin mit der Geschichte in ihren Bann ziehen und ich fand das Buch ziemlich spannend.