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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.08.2025

Ein aufwühlendes Buch über die Abgründe der Menschheit

2081
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Was soll die Menschheit tun, wenn die Klimakatastrophe sie unter die Erde zwingt, da die Oberfläche nicht mehr bewohnbar ist? In 2081 wird die Lösung in der Flucht zum Mars gesucht. Hier soll ein besseres ...

Was soll die Menschheit tun, wenn die Klimakatastrophe sie unter die Erde zwingt, da die Oberfläche nicht mehr bewohnbar ist? In 2081 wird die Lösung in der Flucht zum Mars gesucht. Hier soll ein besseres System aufgebaut werden, das auf Gemeinschaft basiert.

Die Klimakatastrophe dient in 2081 vor allem als Aufhänger für eine Geschichte über die Abgründe des menschlichen Verhaltens. Die dystopische SciFi-Geschichte skizziert eine andere Lebensweise, die sich auf dem Mars entwickelt. Aber ist diese wirklich besser als das, was der Mensch auf der Erde treibt? 2081 ist absolut kein Wohlfühlroman. Es geht um nicht weniger als das Überleben in einem kranken System, bei dem immer wieder Abstriche zum Wohle der Menschheit gemacht werden müssen. So entsteht eine aufwühlende Geschichte, die sehr zum Nachdenken anregt, so wie viele dystopische Geschichten. So reichen 300 Seiten auch einfach nicht, um zu einem zufriedenstellenden Ergebnis für die gesamte Menschheit zu kommen. Dies ist aber auch nicht die Intention des Buches, es geht vielmehr um einen Einblick in die Frage, wozu der Mensch bereit ist, wenn es um das eigene Überleben geht. Insgesamt ist 2081 ein lesenswertes Buch, vor allem für Fans von Dystopien. Zwar braucht die Geschichte etwas, um in Fahrt zu kommen und lange ist nicht klar, was der Kern der Geschichte ist, das Ende macht dies aber absolut wett.

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Veröffentlicht am 26.07.2025

Eine neue Pandemie der Glückseligkeit

All Better Now
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Ein neues Virus macht alle Menschen, die es überleben, glücklich. Hört sich gut an, oder? So könnte es sein, würden die Genesenen nicht ihren Lebensstil komplett über den Haufen werfen und dem Kapitalismus ...

Ein neues Virus macht alle Menschen, die es überleben, glücklich. Hört sich gut an, oder? So könnte es sein, würden die Genesenen nicht ihren Lebensstil komplett über den Haufen werfen und dem Kapitalismus den Rücken kehren. Natürlich versuchen die bestehenden Systeme, das Virus zu bekämpfen, damit alles so bleibt wie es ist.
All Better Now ist ein packender und wunderbar lesbarer Pandemie-Thriller. Shusterman schafft eine dystopische Welt, die sich durch das neue Virus im Umschwung befindet. Mit allerlei Plottwists begleitet man die Protagonisten dabei, wie sie versuchen, die Pandemie der Glückseligen zu verbreiten, während andere versuchen, sie aufzuhalten. So entsteht eine spannende Jagd der beiden Systeme, die sich wunderbar lesen lässt.
Was ich nicht verstehe, ist, warum dieses Buch als Jugendliteratur vermarktet wird. Abgesehen vom jungen Alter der Protagonisten ist dies ein wunderbares Buch für alle Altersklassen, die dystopische Thriller mögen.

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Veröffentlicht am 27.04.2025

Kurzweilig, beklemmend und spannend

Deep Fake
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Stell dir vor, es taucht ein Video auf, von dem du sicher bist, es nicht aufgenommen zu haben. Leider glaubt dir keiner und plötzlich bricht dein gesamtes Leben zusammen.

Cleo Conrad spielt bedient sich ...

Stell dir vor, es taucht ein Video auf, von dem du sicher bist, es nicht aufgenommen zu haben. Leider glaubt dir keiner und plötzlich bricht dein gesamtes Leben zusammen.

Cleo Conrad spielt bedient sich der Angst, die neue KI-basierte Technologien mit sich bringen können. Geschickt bringt sie ihre Protagonistin an den Abgrund ihrer eigenen Psyche, wie es im Psychothriller üblich ist. Leider zieht sich diese Passage etwas in die Länge. Interessant wird das Buch, als die Protagonistin auf die Suche nach der Ursache auf ihren alten Freundeskreis trifft und versucht, hinter die Ursache ihrer Schmutzkampagne zu kommen. Für mich ging dieses Buch etwas zu stark in Richtung Psychothriller, viel stärker als bei dem ersten Buch der Autorin.

Insgesamt ein spannender und unterhaltsamer Thriller, der aber nicht an das Debüt der Autorin herankommt.

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Veröffentlicht am 08.04.2025

Wunderbarer Auftakt einer neuen Lieblingsreihe

Der Zögling
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Der Zögling ist der Auftakt der Reihe von englischen Krimis, die durch “Der Botaniker” (Band 5 der Reihe) bekannt geworden sind. Es liest sich wie eine Mischung aus Criminal Minds, dem Ermittlerduo um ...

Der Zögling ist der Auftakt der Reihe von englischen Krimis, die durch “Der Botaniker” (Band 5 der Reihe) bekannt geworden sind. Es liest sich wie eine Mischung aus Criminal Minds, dem Ermittlerduo um Lincoln Rhyme von Jeffery Deaver und einem Schuss der graphischen Mordbeschreibung in Chemie des Todes von Simon Beckett. Das alles wird garniert mit typisch britischem Humor.

Das Ermittlerduo mit dem extrovertierten, leicht cholerischen Washington Poe und der introvertierten und über alle Maßen intelligenten Tilly Bradshaw ist von Anfang an sympathisch. Die Geschichte wird im Deutschen zwar als Kriminalroman bezeichnet, hat durchaus Elemente eines Thrillers, die Handlung ist spannend mit einer wunderbaren finalen Wendung, die einen das Buch nicht aus der Hand legen lässt. Zusätzlich ist das Buch in viele kurze Kapitel aufgeteilt, was das Lesen sehr angenehm macht.

Ich glaube, ich habe eine neue Lieblingsserie gefunden.

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Veröffentlicht am 25.03.2025

Tolle Romantasy für Fans von ägyptischer Mythologie

Pharaonenblut
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Als Penny einen Ring per Post erhält, ahnt sie nicht, welche Auswirkungen dieser auf ihr Leben haben wird. Sie kann die Macht spüren, die sich in diesem Schmuckstück mit der mystischen Inschrift verbirgt. ...

Als Penny einen Ring per Post erhält, ahnt sie nicht, welche Auswirkungen dieser auf ihr Leben haben wird. Sie kann die Macht spüren, die sich in diesem Schmuckstück mit der mystischen Inschrift verbirgt. Plötzlich findet sie sich einem übermächtigen Gegner gegenüber, der den Ring von ihr einfordert. Als sie sich weigert, hat sie keine Vorstellung davon, welche Ereignisse sie dadurch auslöst.

Pharaonenblut ist der Auftakt zu einer dreiteiligen Romantasy-Reihe, die sich thematisch auf die ägyptische Mythologie stützt. Die Urban Fantasy führt die Lesenden an viele bekannte Orte in London, die jedem, der dort schon einmal war, das Gefühl gibt, mittendrin zu sein. Da das Buch neben Fantasy- und Romance-Elementen vor allem auch spannende und rasante Passagen bietet, ist es eine kurzweilige und unterhaltsame Lektüre, die Lust auf die weiteren Teile der Reihe macht.

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