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Veröffentlicht am 15.09.2016

Aufregender Comic mit beeindruckenden Bildern

Ghost Realm 01
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Der Comic dreht sich um die Freunde Elvira und Sam.
Die beiden jungen Erwachsenen führen kein leichtes Leben. Sam, versucht es seinem Vater recht zu machen und ist für ihn ein fleißiger Student, der immer ...

Der Comic dreht sich um die Freunde Elvira und Sam.
Die beiden jungen Erwachsenen führen kein leichtes Leben. Sam, versucht es seinem Vater recht zu machen und ist für ihn ein fleißiger Student, der immer wieder nachts in der Bibliothek eingeschlossen wird. Elivra lebt mit ihrer alkoholsüchtigen Mutter zusammen, die den Tod ihres Mannes nicht verkraften kann und immer wieder davon überzeugt ist, dass dieser noch am Leben ist.
Eines nachts geraten die Beiden an eine Gruppe von Schlägern. Auf ihrem Fluchtweg brechen sie in einen Laden ein, wobei die Tür offen stand und finden sich in einem kuriosen Laden wieder, umgeben von merkwürdigen eingelegten Wesen, Büchern und makaberen Gegenständen.
Dort begegnen sie Doktor Wang, den Besitzer des Ladens. Ein alter asiatischer Mann, der durch und durch böse aussieht und merkwürdige Kleider anhat. Von ihm bekommen die Freunde einen Gehstab mit Totenkopf, den Sam zuerst versucht vergeblich loszuwerden und Elvira einen Spiegel, den sie mit nach Hause nimmt. Wie sich rausstellt ist der Spiegel ein Tor zur Totenwelt und beide geraten getrennt voneinander in diese Welt, wo noch merkwürdigere Wesen und Orte auf sie warten...

Die Geschichte klingt zunächst einfach und simpel, aber zusammen mit den Bildern von Timo Wuerz wird man in eine Welt gerissen aus der man so einfach nicht mehr rauskommt. Ich habe länger als sonst gebraucht den Comic zu lesen, weil mich das Artwork von ihm so fasziniert hat. Überall lassen sich versteckte Details erkennen, vieles verschwimmt mit anderen Szenen und die Farben bringen eine düstere Atmosphäre mit sich. Es ist keine Horrorstimmung, sondern eher mysteriös und aufregend.

Hier und da kam ich beim Lesen etwas durcheinander oder habe fast etwas übersehen, da die Bilder teilweise ineinander greifen und die Dialoge sich auf Doppelseiten erstreckten.
Keine klassischen Panels und viele Szenen sind wie Collagen zusammen geworfen, was eine beeindruckende Dynamik mit sich bringt.

Im Laufe der Handlung merkt man, dass die Geschichte einiges an Stoff bietet und es noch viel zu entdecken gibt. Beide Charaktere bekommen einen eigenen Handlungsstrang und ich bin gespannt ob es zusammenhängt und wenn, dann wie? Daher kann ich mir nach dem ersten Band schwer vorstellen, dass es mit einem zweiten bereits abgeschlossen sein wird.

Der Einband des Comics gefällt mir sehr gut, es ist ein stabiler mittelgroßer Hardcover mit Hochglanzpapier und einer sehr schönen Aufmachung. Auf dem Titelbild ist Titel, Autor und Zeichner versteckt und wenn man es etwas im Licht schwenkt erkennt man die durchsichtige, abgehobene Schrift

Veröffentlicht am 15.09.2016

Ein quicklebendiger Geist und die Suche nach ihrer mysteriösen Geschichte!

Dusk Maiden of Amnesia 01
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"Um alte, ungenutzte Gebäude ranken sich sehr oft Geistergeschichten. Nichts Neues, denkt sich Teiichi, während er seine Schule erkundet. Als er dabei plötzlich dem Geist eines toten Mädchens begegnet, ...

"Um alte, ungenutzte Gebäude ranken sich sehr oft Geistergeschichten. Nichts Neues, denkt sich Teiichi, während er seine Schule erkundet. Als er dabei plötzlich dem Geist eines toten Mädchens begegnet, ist er - nun ja, überrascht. Das Geistermädchen Yuko ist darüber hinaus weder durchsichtig noch angestaubt. Gang im Gegenteil: Sexy und verführerisch ist sie. Die Erinnerung an ihren Tod hat sie jedoch verloren und ist seitdem in der Schule, dem Ort ihres Dahinscheidens, gefangen. Zusammen machen sich die beiden daran, das Rätsel um Yukos Vergangenheit zu lüften." (Quelle: Kaze)


Zum Cover und Aufmachung des Mangas. Er erscheint in der Größe 12,8 x 18,2 cm und ist somit ein Tick größer als einige andere. Abgesehen davon besitzt er eine gute Qualität. Jedes Cover ist matt und die Farben verlaufen immer ineinander über. Das abgebildete Bild zeigt den ersten Band, wo man es gut am Sonnenuntergang erkennt. Weitere Bände sind in anderen Farben, aber im gleichen Stil.
In jedem Band findet sich ein Teil eines größeren Posters zum sammeln und die ersten Seiten jedes Bandes sind Farbseiten.

Am Anfang lernen wir Teiichi kennen, der sich in seiner Schule verirrt, die einige neue und alte Gebäude besitzt. In einem dieser alten Gebäude trifft er auf Yuko und gemeinsam gründen sie einen Club für Paranormales um mehr über die Vergangenheit des Geistermädchens zu erfahren. Immer wieder dreht es sich um verschiedene Spukgeschichten, den sie auf den Grund gehen und einige haben mit Yuko zu tun. Dazwischen kommt die Geschichte mehr und mehr ins Rollen und es werden Teile ihrer Vergangenheit aufgedeckt.
Die Geschichte ist an sich sehr spannend und besitzt einige Gruselmomente. Es gibt einiges zum lesen und man entdeckt immer wieder Zusatzbilder, wie auf der Innenseite der Pappe.

Der Protagonist ist hier Teiichi, ein ruhiger Junge. Schmächtig, blass und oft mit Yukos Avancen überfordert. Somit kommt es immer wieder zu amüsanten Szenen und peinlichen Situationen. Er gehört zu den wenigen die Yuko sehen können, woran das liegt ist bis jetzt unklar. Doch eine Sache ist klar, er ist ziemlich angetan von Yuko und sie von ihm.
Das Geistermädchen ist durch und durch mysteriös, aber immer sehr lebensfroh und liebt es zu spaßen. Sie erinnert sich kaum an etwas und ist sehr einsam.Gerne spielt sie mit Teiichi und bedrängt ihn immer wieder mit ihren Kurven.

Die Zeichnungen sind dunkel gehalten und es gibt Szenen mit vielen Details. Besonders Yuko wird als ziemlich sexy Geist mit einigen Kurven dargestellt und hebt sich stark von den anderen Mädchen im Manga ab.

Dieser Manga ist das Debüt von "Maybe" in Deutschland. Wer hinter den Pseudonym steht ist bis jetzt unklar. Aber eines ist klar, hier handelt es sich nicht um einen typischen Horror Manga, sondern er besitzt einiges an Humor und angenehmer Erotik. Meiner Meinung nach ein guter, ausgewogener Mix und zusammen mit den interessanten Zeichnungen bringt es einen spannenden und amüsanten Manga hervor.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Das Abenteuerliche Unileben in einer bunt gewürfelten Mädels-WG

Giant Days 01
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Unsere drei Protagonisten in diesem Comic könnte man schwer als Heldinnen beschreiben, sie zeichnen sich mehr durch ihre Freundschaft aus und ihren täglichen Dramen und Erlebnissen.
Wir treffen in "Giant ...

Unsere drei Protagonisten in diesem Comic könnte man schwer als Heldinnen beschreiben, sie zeichnen sich mehr durch ihre Freundschaft aus und ihren täglichen Dramen und Erlebnissen.
Wir treffen in "Giant Days" die Mädchen Daisy, ein chaotischer Lockenkopf, Susan, eine sarkastische Feministin und Esther, ein Gothic mit Hang zur Dramatik. Die drei wären vermutlich keine Freunde geworden, wenn sich nicht alle in einer WG gelandet wären. Aber die Mädels sind ein wunderbares Trio und stehen im ersten Band so einige Probleme miteinander durch.

So geschieht es, dass die Drei eine furchtbare Website zum schließen bringen, mit viel Drama und Humor eine Grippe überleben und Daisys Geburtstag feiern...
Im ersten Band wurden vier Hefte zusammengebracht und man erlebt gleich das chaotische Alltagsleben der Mädchen in vollen Zügen. Es dreht sich alles um das Campusleben, die Angst vor den Examen, neue Gefühle, Erfahrungen und Sexualitäten. Natürlich auch um Partys, etwas zu viel Alkohol und Drogen. Das wunderbare an den Charakteren ist, dass sie realistisch rüber kommen und viele dumme Fehler machen, natürlich typisch für ihr Alter. Man fiebert mit, belächelt ihr Verhalten, ist gespannt und man kann nur schmunzeln, wenn eine "Flashback" ruft und ein Flackback kommt.

John Allison ist bereits seit vielen Jahren bekannt für seine Webcomics und mit Giant Days kommt man voll auf seine Kosten. Der Zeichenstil ist einfach, bunt und typisch für ein Webcomic.
Es hat mir viel Spaß gemacht den ersten Band zu lesen und ich werde ihn auf jeden Fall weiter verfolgen.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Interessanter Reihenauftakt und Schreibstil

Sturmland - Die Reiter
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„Auch in Propaganda steckt Information. Dadurch, dass wir sie anhören, erfahren wir, was sie uns glauben lassen wollen.“

Wir befinden uns in Schweden in 50 Jahren, welches von entsetzlichen Stürmen und ...

„Auch in Propaganda steckt Information. Dadurch, dass wir sie anhören, erfahren wir, was sie uns glauben lassen wollen.“

Wir befinden uns in Schweden in 50 Jahren, welches von entsetzlichen Stürmen und einem roten Sand heimgesucht wird. Das Wetter hat bereits mehrere Teile des Landes verwüstet und auf Anraten des Staates, ist der größte Teil der Bevölkerung ist die überfüllte Stadt gezogen. Im Roman geht es um die 16 – jährige Elin. Sie lebt mit ihrer Familie noch auf dem Land. Dort kämpfen die Menschen mit einfach Waffen gegeneinander und versuchen sich vor Überfällen zu schützen.
Die Regierung ist keine Hilfe für die Bevölkerung, da sie sich mehr darauf beschränkt alle zu unterdrücken, auf verschiedene Weisen.
Auf dem Weg ihren Bruder zu befreien, gerät sie in zahlreiche Handlungen.
Es ist alles dabei. Rebellen, Familiendramen, suspekte Regierung und unsympathische Nachbarn, die nicht davor zurückschrecken einen zu Jagen. Eine Liebesgeschichte findet ebenso ihren Platz.

Am Anfang war es für mich schwer in die Geschichte rein zukommen, da vieles nicht erklärt oder beschrieben wird. Einiges über die Situation im Land und die Charaktere, erfährt man durch die vielen Gespräche oder dank den Nachrichten, die immer wieder eingeschaltet werden. Man muss selber mitdenken und Revue passieren lassen. Aber es gibt reichlich Handlung und mit jeder Seite wird es spannender. Eine ganze Reihe von Geschehnissen passieren auf Elins Reise. Selbst eine Liebesgeschichte findet darin Platz, die mir besonders gut gefallen hat. Diese wird in einfachen Worten und recht zart wiedergegeben.
„Sie hat sich verliebt.“ – „Wie sehr?“ – „So sehr man kann.“.
Mit jeder Seite gewöhnt man sich an den Stil von Mats Wahl und möchte nur zu gern mehr davon lesen. Es ist nicht nur aufregend und packend, mit einfachen Sätzen berührt einen die Geschichte.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Ein etwas anderer Jugendroman

So wüst und schön sah ich noch keinen Tag
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„Tritt ein, um Freundschaft zu schenken und zu finden“

Der Roman beginnt damit, dass Duncan die Irving School betritt, wo er dieses Jahr vorhat seinen Abschluss zu machen. Die Tradition der Absolventen ...

„Tritt ein, um Freundschaft zu schenken und zu finden“

Der Roman beginnt damit, dass Duncan die Irving School betritt, wo er dieses Jahr vorhat seinen Abschluss zu machen. Die Tradition der Absolventen besteht darin, dass sie ein Geschenk da lassen für den Nächsten, der in ihr Zimmer einzieht. Als aber Duncan sein Zimmer sieht ist er am Boden zerstört. Es ist das kleinste Eckzimmer und davor wohnte dort der Albino Tim McBeth. Er war nur für das Abschlussjahr an der Irving und hinterlässt einige Nachrichten auf CDs. Zunächst möchte Duncan sie nicht anhören und zurück zu einem normalen Schulleben. Irgendwas scheint nicht zu stimmen, aber er hört sie sich trotzdem an.



Am meisten hat mir gefallen, dass gleich am Anfang Spannung aufgebaut wurde durch Duncan. Er versucht ein Ereignis aus der Vergangenheit zu vergessen, wird jedoch mit Tims Geschenk wieder da rein geworfen. Tim hingegen ist froh, dass ausgerechnet Duncan in sein altes Zimmer einziehen wird und hinterlässt ihm diese Nachrichten. „Als ich hörte, dass du hier einziehst, konnte ich es einfach nicht glauben, ehrlich.“ Im Hinterkopf baute sich gleich die Fantasie auf, dass irgendwas Schlimmes damals passiert ist.
Außerdem war es sehr interessant zu lesen gewesen, da es sich hierbei um zwei Geschichten handelt. Die eine ist von Tim und wird in der ersten Person, durch seine Sprachnachrichten, erzählt. Darin geht es um sein Jahr an der Irving, seine Liebe zu Vanessa, ihrem festen Freund und der Tatsache, dass er ein Albino ist. Die Zweite, von Duncan, ist in der dritten Person. Er reflektiert das Gesagte von Tim nochmals und auch bei ihm dreht es sich um eine Liebesgeschichte. Die ganze Erzählweise war spannend gewesen und brachte einiges an Überraschungen mit sich. Die Charaktere mag ich beide sehr, beide haben auch vieles gemeinsam, von ihrer Art des Denkens bis zu ihrer netten Art. Wobei mir die Geschichte von Tim besser gefallen hat, sie wurde viel tiefer beschrieben und Vanessa ist ein wunderbarer Charakter, der Tim wie einen normalen Jungen sieht. In Duncan seiner Geschichte ist nicht viel Handlung mit drinnen. Er wird öfters außen vorgelassen und von Daisy erfährt man nicht viel. Auch das „Ereignis“, dass er nicht vergessen kann, wird spät aufgelöst. Letztendlich mochte ich das Buch und seine Themen, Loslassen, Weitergehen und Erwachsen werden. Es hebt sich etwas von anderen typischen Jugendbüchern ab.