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Veröffentlicht am 18.11.2019

Sinking Ships

Sinking Ships
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Inhalt:

Die junge Studentin Carla hat mehr um die Ohren, als es für Menschen in ihrem Alter angebracht ist. Sie muss die Uni Besuchen, hat einen Nebenjob in einer Bar und muss sich zudem auch noch um ...

Inhalt:

Die junge Studentin Carla hat mehr um die Ohren, als es für Menschen in ihrem Alter angebracht ist. Sie muss die Uni Besuchen, hat einen Nebenjob in einer Bar und muss sich zudem auch noch um ihre beiden jüngeren Brüder kümmern. Zeit für sich bleibt ihr da wenig. Doch als Mitchell eine ihrer größten Ängste herausfindet steht für ihn fest das er ihr helfen muss. Wie es das Schicksal so will bringt ausgerechnet er ihre Mauern zum bröckeln und er lernt eine Carla kennen die eigentlich nie jemand zu Gesicht bekommen sollte.

Meine Meinung:

Nachdem mir der erste Teil "Burning Bridges" schon so gut gefallen hat stand es außer Frage das ich den zweiten Teil unbedingt zeitnah lesen muss. Als ich herausgefunden habe das es hier um Carla und Mitchell geht war ich doch etwas verwundert. Nicht nur weil ich vor allem Mitchell im ersten Teil gar nicht für voll genommen habe, sondern auch weil es keinerlei Andeutungen darauf gab das die beiden Gefühle für einander entwickeln könnten.

Zu Beginn des Buches erfährt man allerdings schon das Mitchell seit geraumer Zeit etwas für Carla empfindet, während sie ihm mit einer gewissen Abneigung gegenüber tritt. Carla konnte Mitchell noch nie leiden. Er war für sie immer nur der große, nervige Bruder ihrer besten Freundin Savannah. Auf einer Party droht Carla jedoch zu ertrinken und wird ausgerechnet von Mitchell gerettet, der ein talentierter, wenn nicht sogar der talentierteste Schwimmer des Collages ist. Daraufhin nähren sich die beiden an und auch wenn Carla immer mehr das Gefühl bekommt sich in Mitchell zu verlieben will sie sich das nicht eingestehen und blockt die Gefühle ab.

Mitchell war mir von Anfang an super sympatisch. Seine offene und lockere Art hat mich sofort begeistern können. Man merkt schnell was für ein hilfsbereiter junger Mann er ist und wie viel er bereit ist für Carla zu tun nur um sie einmal zum lächeln zu bringen. Die Art und Weise wie er das macht ist nicht im geringsten aufdringlich. Hier hat es die Autorin geschafft durchaus realistische Situationen zu schildern die nicht überspitzt oder zu gewollt wirken. Mehr über den Bruder von Savannah zu erfahren und ihn etwas besser kennen zulernen hat auf jeden Fall für eine Menge Lesespaß gesorgt, denn auch wenn man es Anfangs gar nicht erwartet hat auch er Probleme. Nach Außen hin führt er das perfekte Leben mit der perfekten Familie, doch es ist eben nicht alles Gold was glänzt ;)

Auf Carla war ich ganz besonders gespannt. Nie hätte ich gedacht das hinter diesem toughen Mädchen eine so zerbrechliche Person steckt.Sie strahlt immer so viel Selbstbewusstsein aus, sagt immer ihre Meinung und ist generell eine sehr ehrliche Person und sagt wenn ihr etwas nicht passt. Nur mit Sprichwörtern hat sie es nicht so, was der kompletten Geschichte noch einmal eine extra Portion Charme verleiht. Wir begleiten Carla auf einer Achterbahnfahrt der Gefühle und bekommen mit unter wie viel Stress sie eigentlich steht. Ihr 15 jähriger Bruder Mateo macht es ihr auch nicht gerade leicht. Er verbringt zuviel Zeit mit den falschen Leuten und bringt dadurch nicht nur sich sondern seine ganze Familie in Gefahr. Hier muss ich sagen das ich davon gerne mehr gelesen hätte. Warum handelt er so wie er handelt ? Was geht in seinem Kopf vor ? Ist es wirklich nur die Pubertät oder steckt vielleicht noch mehr dahinter ? Vielleicht kann man ja auf einen Band hoffen in dem Mateo einer der Hauptprotagonisten ist? Auch wenn Carla hier sehr zerbrechlich rüberkommen mag, merkt man doch wie stark sie eigentlich ist. Nicht wegen der Fassade die sie tagtäglich davor bewahrt ihr wahres Ich zu zeigen, sondern auf Grund der Tatsache das sie soviel Mut und Kraft aufbringt um Leute hinter diese Maske blicken zu lassen. Was das in ihr auslöst wird in der Geschichte immer deutlicher erkennbar und spiegelt sich in ihrer Charakterentwicklung sehr stark wieder.

An und für sich fand ich die Geschichte um Mitchell und Carla ganz süß. Hier wurden Probleme zur Sprache gebracht über die ich so noch nie in einem New Adult Roman gelesen habe. Eines von Carlas Problemen fand ich von vornherein so interessant, dass ich doch ein bisschen enttäuscht war darüber nicht etwas mehr erfahren zu haben. Der Fokus liegt hier doch sehr auf ihrer großen Angst vor dem Wasser, was bei weitem nicht schlecht ist und auch sehr interessant zu lesen war, dennoch hätte ich mir ein bisschen mehr Ausgleich zwischen ihren Problemen gewünscht. Was mir auch gefehlt hat war dieser große Plottwist auf den ich vergeblich gehofft habe. Es gab eine menge spannende Szenen, aber im Vergleich zu Burning Bridges geht es hier doch eher ruhiger zu. In "Sinking Ships" geht es viel mehr um die persönliche Entwicklung von Carla , um Familienprobleme und darum wie wichtig es ist seinen Freunden , seinen Gefühlen und vor allem sich selbst gegenüber ehrlich zu sein.

Muss ich zu dem Schreibstil von Tami Fischer eigentlich noch was sagen ? Ihre Art zu schreiben ist einfach wunderschön. Ich habe herausgefunden das ich mit langen detaillierten Beschreibungen nichts anfangen kann. Bei Tami ist aber alles so malerisch beschrieben, so das ich selbst diese Stellen super gerne gelesen habe.

Mein Fazit:

Mit "Sinking Ships" hatte ich wieder viele schöne Lese stunden, auch wenn ich gestehen muss, dass dieser Teil leider nicht an den ersten rankommt. Dennoch freue ich mich schon unglaublich auf den dritten Teil und hoffe das ich diesen genauso verschlingen werde wie die ersten beiden. 4/5 Sterne

Veröffentlicht am 11.11.2019

No Exit

No Exit
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Inhalt:

Darby hatte nicht vor Weihnachten bei ihrer Familie zu verbringen, doch eine schlimme Nachricht ihrer Schwester lässt ihr gar keine andere Wahl. Gefangen in meinem Schneesturm. macht sie halt ...

Inhalt:

Darby hatte nicht vor Weihnachten bei ihrer Familie zu verbringen, doch eine schlimme Nachricht ihrer Schwester lässt ihr gar keine andere Wahl. Gefangen in meinem Schneesturm. macht sie halt an einer Raststätte und sitzt dort bis zum Morgengrauen mit 4 Fremden fest. Auf der Suche nach Handyempfang entdeckt sie ein kleines Mädchen, eingesperrt in einem Truck. Fest steht, einer der 4 Fremden ist der Täter und so beginnt eine Nacht voller Grauen. Schafft Darby es das kleine Mädchen zu retten?

Meine Meinung:

Schon als ich das Cover von diesem Buch gesehen habe wurde ich sofort neugierig auf den Inhalt. Ein entführtes Mädchen. Gefangen in einer abgelegen Raststätte. Keine Möglichkeit dem Wahnsinn zu entkommen. Das alleine verspricht doch schon ein unglaublich gutes Buch zu werden.

Das erste Kapitel in dem wir Darby auf ihrem Weg zu der Raststätte begleiten hat sich ein wenig in die länge gezogen, aber dann ging es mit der Geschichte nur Bergauf. Schon auf den ersten Seiten gab es den ersten Plottwist, der meiner Meinung nach gar kein wirklicher Plottwist war da ich mir das schon von vornherein denken konnte. Ich weiß nicht ob dies von dem Autor gewollt war oder ob ich einfach nur ein guten Riecher hatte. Allerdings gab es zu viele Hinweise die daraufhin gedeutet haben. Das hat die Geschichte aber nicht weniger spannend gemacht,ganz im Gegenteil. Es hat der Geschichte noch mal eine extra Portion Spannung verliehen die beim weiteren Verlauf auch keine einzige Sekunde abgenommen hat.

Ich finde Darby als unsere Hauptprotagonistin super stark. Ihr ganzer Charakter hat mich einfach nur begeistert. Sie hat vielleicht nicht immer die schlausten Entscheidungen getroffen. Nicht in dem Sinne, dass sie naiv gehandelt hat, sondern so das man immer mitgefiebert hat und dachte das diese Aktion doch einfach nur nach hinten losgehen kann, da es so verdammt gefährlich ist. All ihre Handlungen hat sie getroffen um die Menschen um sich herum zu retten, ganz egal ob sie dabei sterben könnte. Solange die anderen Überleben ist ihr alles Recht. Während sich alles immer mehr zuspitzt merkt man ihrer Verzweiflung immer mehr. Man kann sich so gut in die Situation hineinversetzen und hat gar keine andere Wahl als mitzufiebern.

Generell ist die Geschichte auch ziemlich brutal angehaucht. An der einen oder anderen Stelle musste ich schon schwer schlucken da ich mir alles so bildlich vorstellen konnte. Mit dem Entführer der kleinen sollte man es sich auf jeden Fall nicht verscherzen. Manchmal hab ich mir gewünscht ein bisschen mehr Hintergrund Informationen über ihn zu erfahren, da es mich brennend interessiert hat wie er zu solch einem kranken Psychopathen werden konnte. Im Nachhinein denke ich mir das dies das Buch vielleicht ein bisschen in die Länge gezogen hätte und von der eigentlichen Geschichte abgelenkt und somit auch den Lesefluss unterbrochen hätte. Und das was man erfährt ist im Grunde auch genug. Teilweise handelt er so verdammt skrupellos, sodass ich einfach nur fassungslos und schockiert dagesessen habe und nicht glauben konnte was ich da gerade gelesen habe.

Während wir hauptsächlich aus der Perspektive von Darby lesen wechselt die Perspektive aber auch mal zu dem Entführer,sogar aus der Sicht des kleinen Mädchens wird mal erzählt. Auch die Atmosphäre in diesem Buch ist unglaublich genial. Auch wenn draußen kein Schnee liegt hatte ich das Gefühl im tiefsten Winter festzustecken und konnte den Schnee förmlich riechen. Das ich durch gehend gefroren habe kann daran liegen das es tatsächlich ziemlich kat draußen ist, aber ich glaube hauptsächlich lag es auch daran wie gut alles beschrieben wurde.

Auch die Charakterentwicklung von Darby fand ich ziemlich heftig. Am Ende habe ich sie kaum noch wieder erkannt, was natürlich auch vollkommen verständlich ist, ihreren Beschützer Instinkt gegenüber des Entführungsopfers hat sie aber beibehalten. Die gesamte Entwicklung der Geschichte war einfach nur unglaublich fesselnd.

Das Ende ist sehr gut gelungen. Man bleibt mit keinen offenen Fragen zurück. Auch wenn ich den Epilog zweimal lesen musst, da ich beim ersten mal gar nicht verstanden habe was jetzt Sache ist und ich dachte irgend etwas falsch verstanden zu haben, war es dennoch einfach nur fantastisch. 4/5 Sterne, da ich nicht das typische 5 Sterne Lieblings buch Gefühl habe. Dennoch eine große Empfehlung!

Mein Fazit: Lasst euch eins gesagt sein. Wenn ihr mit diesem Buch anfangt könnt ihr es nicht mehr aus der Hand legen bis ihr es beendet habt. Eine absolut packende Geschichte voller Wendungen und darüber wie viel man bereit ist zu opfern um jemand anderem das Leben zu retten.

Veröffentlicht am 08.11.2019

Neun Fremde

Neun Fremde
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Inhalt:

Das Tranquillum House wirbt damit Menschen aus einer tiefen Kriese zu helfen. 9 Personen entscheiden sich an diesem Wellness Programm teilzunehmen, jedoch ahnen sie nicht in welche Gefahr sie ...

Inhalt:

Das Tranquillum House wirbt damit Menschen aus einer tiefen Kriese zu helfen. 9 Personen entscheiden sich an diesem Wellness Programm teilzunehmen, jedoch ahnen sie nicht in welche Gefahr sie sich damit begeben, denn nichts ist so wie es scheint.

Meine Meinung:

Nachdem ich gesehen habe das die Autorin von Big little Lies ein weiteres Buch veröffentlicht hat stand für mich sofort fest das ich dieses unbedingt lesen muss. Big little Lies habe ich nur als Serie geschaut , fand diese aber absolut genial. Demnach hatte ich hohe Erwartungen an "Neun Fremde"

Generell beginnt die Geschichte ziemlich langsam. Anfangs begleiten wir Frances auf ihren Weg in das Wellness Resort und erfahren schon kleine Probleme die sie belasten. Danach lesen wir aus den Sichten der verschieden Protagonisten und lernen diese nach und nach mit all ihren Problemen kennen und erfahren warum sie sich für diese Reise entschieden haben.

Jeder Charakter hat selbstverständlich unterschiedliche Probleme. Somit werden viele verschiedene Problematiken angesprochen. Sei es die Unzufriedenheit mit dem eigenen Körper, Eheprobleme, Drogenabhängigkeit oder sogar der Verlust eines geliebten Menschen. Die Probleme wurde gut ausgearbeitet und zum Ende hin konnte man einiges aus dem Buch mitnehmen, wenn man selber von dem ein oder anderen Problem betroffen ist. Allerdings muss ich sagen, dass sich genau das für mich unendlich in die Länge gezogen hat. Es war spannend die Hintergrundgeschichten der einzelnen Charaktere zu erfahren keine Frage, aber als ich dann auf ca Seite 250 war habe ich mich gefragt wann genau diese Geschichte denn nun endlich anfängt. Was genau fällt denn in diesem Wellness Resort vor, dass das Leben der Menschen so verändert? Wann beginnt endlich die eigentliche Story ?

Als es dann endlich soweit war und ich endlich das Gefühl hatte die Geschichte nimmt an Fahrt auf, war das Buch auch schon wieder mehr oder weniger zu Ende. Im großen und ganzen ist das Buch 300 Seiten Einleitung und Charakter kennen lernen, 100 Seiten die eigentliche Story und nochmal 100 Seiten eine Zusammenfassungen davon wie es den Charakteren nach den Ereignissen ergangen ist.Ich hatte leider nicht eine Sekunde das Gefühl das ich unbedingt wissen muss wie es weiter geht, da eben nicht wirklich etwas passiert ist. Ich habe mehr Spannung und Action erwartet. Das war auch der Grund warum ich so lange dafür gebraucht habe um dieses Buch zu beenden. Ziemlich weit am Ende stehen die 9 vor einem großen Problem, die Auflösung dessen fand ich aber teilweise schon lächerlich. Daraus hätte man so viel mehr machen können.

Ganz klar mag ich es viel über die Charaktere zu erfahren um ihre Handlungen und ihr denken besser verstehen zu können. Hier konnte ich aber nur eine Verbindung zu einem einzigen Charakter aufbauen. Die Storyline von ihr und ihrer Familie war auch bei weitem meine liebste.

Der Schreibstil der Autorin hat mir allerdings sehr gut gefallen. Er lässt sich super leicht und flüssig lesen. Hier und da gab es mal ein paar medizinische Fachbegriffe, die aber verständlich erklärt wurden.

Mein Fazit:

Wer hier einen spannenden Thriller erwartet sucht an der falschen Stelle. Für alle die ehr Charakter fokussierte Geschichten mögen und nicht viel wert auf Spannung legen, für die kann ich dieses Buch zu 100 Prozent empfehlen.

Veröffentlicht am 04.11.2019

Jahres Highlight

Der unsichtbare Freund
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Inhalt:

Kate zieht mit ihrem 7 jährigen Sohn Christopher in eine Kleinstadt. Das Geld reicht hinten und vorne nicht, trotzdem versucht Kate, Christopher das best möglichste Leben zu ermöglichen. Trotz ...

Inhalt:

Kate zieht mit ihrem 7 jährigen Sohn Christopher in eine Kleinstadt. Das Geld reicht hinten und vorne nicht, trotzdem versucht Kate, Christopher das best möglichste Leben zu ermöglichen. Trotz aller Schwierigkeiten schlagen sich die beiden irgendwie durch, bis Christopher anfängt Stimmen zu hören und eine Wolke. Die Wolke taucht immer wieder auf und lockt den Jungen in denn Wald. 6 Tage ist er verschwunden, was passiert ist weiß er nicht mehr. Er weiß nur das er ein Baumhaus bauen muss. Bis Weihnachten muss es fertig werden oder etwas schreckliches wird passieren.

Meine Meinung:

Das Buch beginnt 50 Jahre vor den aktuellen Ereignissen. Dieses kleine Kapitel lesen wir aus der Sicht eines Jungen der ziemlich verwirrt zu sein scheint. Was ist Traum? Was ist Realität ? Diese beiden Sachen kann er nicht mehr aus einander halten. Alles was man dort liest macht einen ziemlich wirren Eindruck , motiviert den Leser aber auf jeden Fall zum weiter lesen, da man unbedingt wissen muss was es damit auf sich hat.

Im ersten Kapitel lernen wir dann Christopher und seine Mutter kennen. Beide sind wundervolle Charaktere, besonders Christopher habe ich schnell lieben gelernt. Er ist ein typischer 7 jähriger Junge mit eine Lese schwäche. Das lässt ihn immer wieder an sich zweifeln aber er tut alles um besser und besser zu werden um seine Mutter stolz zu machen. Er ist der typische Junge den alle Eltern gern zum Sohn hätten. Im laufe der Geschichte wächst Christopher an den Ereignissen und auch wenn man seine Veränderung spürt, verliert er seine Gutherzigkeit keine Sekunde. Auch der Zusammenhalt der beiden wird mehr als deutlich.

Ich könnte jetzt zu jedem einzelnen Charakter die Christopher und seine Mutter begegnen etwas sagen, aber das wären einfach viel zu viele. Was ich sagen kann ist das jeder Charakter komplett einzigartig ist. Seien es seine 3 Freunde, die beiden Kinder die nicht immer nett zu Christopher sind, die Freunde seiner Mutter, die Lehrer etc. Man merkt wie viel Wert der Autor auf realistische und authentische Charaktere gelegt hat. Man weiß sofort wer dazu ausgelegt ist geliebt zu werden und wen man eher weniger sympatisch findet.

Wenn man daran denkt das dieses Buch 900 Seiten umfasst, könnte man vermuten die Geschichte sei an manchen Stellen langatmig oder in die Länge gezogen, dem ist aber bei weitem nicht so. Schon ab Seite 50 nimmt die Geschichte an Fahrt auf. Danach ist alles ein wenig verwirrend und man bleibt mit einer Menge Fragen zurück. Auf einmal ist alles wieder ruhiger und man lernt neue Charaktere kennen. Außerdem liest man aus Sichten von Charakteren von denen man keine Ahnung hat was diese mit der Geschichte zu tun haben. Oder ob sie überhaupt etwas mit der Geschichte zu haben. Stephen Chbosky hat aber so gute Arbeit geleistet was den Plot der Geschichte angeht, sodass sich nach und nach die Puzzle teile zusammen gefügt haben und man gemerkt hat das diese Randgeschichten eben nicht nur Randgeschichten sind sondern für den Plot sogar sehr wichtig.Hier möchte ich auch anmerken das diese Perspektiven sich super lesen lassen und keines falls langweilig geschrieben sind. Allerdings muss ich gestehen das ich eine Storyline gar nicht verstanden habe. An sich mochte ich die Story dieses Charakters und war auch immer gespannt wie es mit der Person weiter geht, aber am Ende war ich noch verwirrter als vorher.

Natürlich liest man das ein oder andere Mal auch aus der Sicht von Christopher. Wer erwartet das man hier einen kindlichen Schreibstil vorfindet der täuscht sich. Der Schreibstil seiner Perspektive ist ziemlich Erwachsenen. Manchmal musste ich mich selbst daran erinnern, dass er erst 7 Jahre alt ist und nicht schon 16. Aber auch hier gilt wieder : Es hat einen bestimmten Grund und wurde bewusst so gestaltet.

Auf dem Cover steht "Roman" ich würde es aber in die Kategorie "Horror" einordnen, da die Geschichte und die gesamte Atmosphäre doch sehr, sehr düster ist. Es gab Stellen da ist es mir eiskalt den Rücken runter gelaufen. Auch einfach Dialoge wurden teilweise so gruselig geschrieben, dass es mir Gänsehaut bereitet hat.Generell kann ich den Schreibstil des Autors hier nur loben. Durch den doch sehr bildlichen Schreibstil hatte ich nicht das Gefühl einen Roman zu lesen, sondern dachte teilweise ich schaue einen Horrorfilm von Stephen King. Hier wurde mit so viel Liebe zum Detail gearbeitet das man gar nicht anders konnte als in die Geschichte zu versinken. Zu Beginn hat es mich abgeschreckt das dieses Buch in der 3. Person geschrieben ist. Ich persönlich bin kein großer Fan davon und finde das immer ziemlich verwirrend. Hier war es jedoch kein Problem, sondern hat die Geschichte nur noch besser gemacht und dafür gesorgt das man sich alles viel bildlicher vorstellen kann.

Die Plottwists in "Der unsichtbare Freund" sind unglaublich gut gelungen. Manche Sachen kann man sich als aufmerksamer Leser vielleicht denken, andere waren jedoch ein totaler Schock für mich und etwas womit ich gar nicht gerechnet habe. Was mich positiv überrascht ist, ist die Tatsache das ich die Geschichte noch gut fand, als langsam raus kam worauf alles hinausläuft. Normalerweise kann ich mit sowas gar nichts anfangen und finde die Umsetzung jedes mal schrecklich. Hier war das jedoch anders. Ich habe jede einzelne Seite verschlungen und geliebt. Was vielleicht daran lag das es einem nicht so penetrant auf die Nase gebunden wird.

Mein Fazit:

Ich hab schon lange kein Buch mehr gelesen, welches atmosphärisch so gut geschrieben ist. Mit "Der unsichtbare Freund" hat Stephen Chbosky ein Buch geschrieben von dem ich nicht wusste, dass ich es brauche bis ich es gelesen habe. Unglaublich spannend, gruselig und perfekt für alle Fans von Stephen King. Wenn es nach mir ginge hätte das Buch nochmal 900 Seiten länger sein können.

Veröffentlicht am 30.10.2019

Hope Again

Hope Again
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Inhalt:

Everly hat mit ihrer Mom schon eine ganze Menge durchmachen müssen. Als ihre Mom ihr eröffnet das sie mit Dawns Vater zusammen ziehen wird ist Everly wenig begeistert. Die Angst Dawn zu verlieren, ...

Inhalt:

Everly hat mit ihrer Mom schon eine ganze Menge durchmachen müssen. Als ihre Mom ihr eröffnet das sie mit Dawns Vater zusammen ziehen wird ist Everly wenig begeistert. Die Angst Dawn zu verlieren, weil sie ihr niemals die Wahrheit sagen kann ist groß und als wäre das noch nicht genug verliebt sie sich ausgerechnet in ihren Dozenten Nolan. Kann diese Liebe überhaupt eine Chance haben ?

Meine Meinung:

Lehrer-Schüler Beziehungen sind ein sehr kompliziertes Thema, darum war ich umso mehr gespannt wie Mona Kasten dieses hier umgesetzt hat. Auch wenn Nolan nicht viel älter als Everly ist , ist von vornherein klar das diese Beziehung verboten und somit zum scheitern verurteilt ist. Immerhin ist er ihr Dozent und sie die Studentin. Aus "Trust Again" wissen wir, dass Nolan ein sehr freundschaftliches Verhältnis zu seinen Studenten pflegt. Vor allem Everly und Dawn gegenüber. Via E-Mail und Skype verbringen die beiden eine Menge Zeit mit einander, was anfangs noch daran liegt das die beiden Testleser für Dawns Bücher sind. Schon bald entwickelt sich daraus aber mehr.

Relativ früh ist mir schon aufgefallen, dass das eigentliche Problem der beiden, die verbotenen Gefühle die sie für einander empfinden, gar nicht wirklich im Vordergrund steht. Es kommt hier und da mal kurz zur Sprache, der Fokus liegt allerdings auf Everly und ihre familiären Probleme. So wichtig besagte Probleme auch sind und so gut ich es auch finde das diese in Büchern besprochen werden, fand ich es Schade das man von der eigentlichen Problematik mit welcher dieses Buch vermarktet wird gar nicht viel mitbekommt.

Als Protagonistin fand ich Everly jedoch großartig. Meiner Meinung nach war sie kein bisschen naiv. Immer wieder hatte sie Gedanken wo man sich als Leser dachte, dass das vielleicht nicht die richtige Lösung für das Problem wäre. In diesem Moment hat sie das aber selbst eingesehen und den Gedanken verworfen was ich ziemlich erfrischend fand. Generell konnte ich ihre Gedanken und Handlungen immer wunderbar nachvollziehen.

Bei Nolan war das allerdings nicht immer der Fall. Dafür das er älter ist als Everly sollte man meinen er würde sich auch dementsprechend verhalten aber seine Handlungen waren manchmal einfach nur kindisch. Ich meine bei Skype offline gehen sobald die Person mit der man gerade nicht reden möchte online kommt? So ein Verhalten ist doch lächerlich und alles andere als Erwachsen. Im großen und ganzen ist er aber ein wundervoller Charakter den man nicht nur wegen seiner lustigen T-Shirts ins Herz schließt sondern auch wegen seiner fürsorglichen Art.Auch das Geheimnis welches er schon seit Jahren mit sich herum trägt ist ziemlich traurig, ab einer gewissen Stelle aber auch ziemlich vorhersehbar. Auch hier bin ich der Meinung ,dass man mehr darauf hätte eingehen können. Ein bisschen weniger " Wir gehen uns aus dem Weg und vergessen das es uns gibt" wäre also angebracht gewesen um sich Zeit für die wichtigen Themen zu nehmen.

Die Liebe die Nolan für Bücher hegt wurde hier wunderbar rüber gebracht und ich glaube jeder Buchliebhaber wird sich in ihm wieder finden. Diese Stellen haben mir immer wieder ein Lächeln ins Gesicht gezaubert.

Auch wenn ich hier und da ein paar Kritikpunkte habe, hatte ich doch viel Spaß beim lesen. Der Schreibstil von Mona Kasten war wie immer einfach und flüssig zu lesen. Die Story war dramatisch aber auch sehr schön. Vor allem kann man als Leser das ein oder andere aus dem Buch mitnehmen.

Mein Fazit:

"Hope Again" ist ein Roman der viele wichtige Themen anspricht, verpackt in einer Liebesgeschichte die voller Drama ist , aber auch von Freundschaft, Verrauen und Zusammenhalt erzählt.