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Veröffentlicht am 19.03.2020

Luce-Liebe und magische Welten

LUCE
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Inhalt:

Luce ist ein 18 jähriges Mädchen dessen Leben normaler nicht sein könnte. Sie ist eine sehr in sich gekehrte Person und flüchtet sich am liebsten in ihre Gedanken. Als sie und ihr bester Freund ...

Inhalt:

Luce ist ein 18 jähriges Mädchen dessen Leben normaler nicht sein könnte. Sie ist eine sehr in sich gekehrte Person und flüchtet sich am liebsten in ihre Gedanken. Als sie und ihr bester Freund Jules allerdings eine Einladung zu einer Party bekommen verändert sich ihr Leben schlagartig. Da Jules sie anscheint komplett vergessen hat begibt sie sich alleine auf den nachhause Weg und wird von einem rot äugigen Monster angegriffen. Jason, den sie kurz vorher noch auf der Party kennengelernt hat rettet ihr das Leben und entführt sie eine Welt von der sie nie geglaubt hätte das diese wirklich existiert.

Meine Meinung:

Der Einstieg in das Buch ist mir sehr leicht gefallen, auch wenn ich mich erst ein bisschen an den Schreibstil der Autorin gewöhnen musste, da mir einer wie dieser noch nie wirklich begegnet ist was demnach ein bisschen ungewohnt war. Je weiter ich aber gelesen habe desto mehr habe ich mich daran gewöhnt und konnte voll und ganz in die fabelhafte Geschichte abtauchen.Da dieser auch ziemlich einfach gehalten ist bin ich nur so durch die Seiten geflogen und war schneller mit dem Buch durch als ich gedacht habe. Die Welt in die wir hineingeworfen werden ist aber nicht das einzige was magisch ist. Genauso sind es die Beschreibungen.Die Autorin beschreibt alles ziemlich farblich. Schon alleine wie sie einen einfachen Sonnenuntergang beschreibt hat mich total fasziniert. Allerdings wurde mir das nach einer Weile ein klitzekleines bisschen zuviel da sich viele Beschreibungen das ein oder andere mal wiederholt haben. Trotz allem konnte man sich Dinge die beschrieben wurden so aber sehr bildlich vorstellen was ich sehr gemocht habe. Ich musste nicht mal versuchen es mir vorzustellen, ich hatte direkt beim lesen genaue Bilder vor Augen, was den Lesespaß noch mal um einiges gesteigert hat.

Der Welten aufbau ist einfach grandios. Alles wird sehr verständlich und ohne langes drum herum Gerede erklärt. Man bekommt sofort einen genauen Überblick über die verschieden Welten und auch die Wesen die diese bewohnen, und davon gibt es eine ganze Menge. Was mich als Ariel Fan besonders begeistert hat war das selbst Meerjungfrauen hier eine Rolle spielen.Wie man sich anhand des Titels auch schon denken kann gibt es natürlich auch Hexen. Das Magiesystem ist ebenfalls sehr einfach gehalten und nicht so komplex das man das Gefühl hat man bekommt gar nichts mehr mit. Dafür gibt es meinerseits auf jeden Fall Pluspunkte. Auch die verschieden Fähigkeiten sind super ausgewählt und hat mir das ein oder andere mal das Gefühl gegeben ich schaue eine Folge Charmed,. Neben Hexen und Meerjungfrauen gibt es aber unter anderem auch Elben und Zwerge. Ich finde Zwerge verleihen Fantasybüchern immer nochmal einen ganz besonderen Charm. Vielleicht kommt da der Schneewittchen Fan in mir durch aber ich persönlich finde es immer super niedlich von diesen süßen Wesen zu lesen. Auch der Bösewicht in dieser Geschichte wurde super ausgearbeitet. Schon wie er beschrieben wurde hat mir eine Gänsehaut bereitet.

An Spannung fehlt es diesem Fantasy Roman auch nicht. In jedem Kapitel passiert irgendetwas spannendes.Gemein fand ich allerdings das jedes Kapitel mit einem fiesen Cliffhänger geendet hat. So konnte ich das Buch nicht mal aus der Hand legen als mir die Augen fast schon zugefallen sind, weil ich so müde war. Da ist nichts mit " Nur noch ein Kapitel und dann gehe ich schlafen" hier war es eher "nur noch bis zum Ende des Buches und dann gehe ich schlafen" .

Womit ich allerdings ein kleines Problem hatte war Luce. Was ich ein bisschen traurig fand da sie die Hauptprotagonistin ist und somit immer präsent. Es hat mich nicht so drastisch gestört so das ich weniger Spaß am lesen hatte,überhaupt nicht, ich fand sie teilweise einfach nur etwas naiv und auch leicht nervig. Für 18 Jahre hat sie sich teilweise noch ziemlich kindisch verhalten. Auch hat mir hier der gewisse Pepp gefehlt. Ihre Angst, ihr Verhalten und ihr Handlungen waren am Anfang noch nachvollziehbar, nach einer weile habe ich dann aber nur noch mit den Augen rollen können.Auch wie sie sich ihrem besten Freund oder Jason gegenüber verhalten hat fand ich überhaupt nicht ok. Man muss aber auch bedenken, dass das Buch in einem sehr kurzen Zeitraum spielt und dadurch nicht viel Platz für eine Charakterentwicklung ist, das würde dann alles wieder zu unrealistisch machen. Da es aber noch weitere Bände geben wird, kann ich nur hoffen das diese irgendwann noch kommt. Was mir an ihr allerdings gefallen hat war ihre Willenskraft. Wenn es darum geht Menschen zu retten die ihr wichtig sind, dann will sie das auch voll und ganz durchziehen und das am besten so schnell wie möglich.

Den Charakter den ich aber am meisten ins Herz geschlossen habe war Mel. Sie ist genauso wie ich es mir eigentlich von der Hauptprotagonistin gewünscht habe. Sie ist though, hilfsbereit und hat immer einen frechen Spruch auf den Lippen. Schon zu Beginn als sie Jules und Luce auf dem Weg zur Party begegnet ist hat sie mich mit ihrer offen Art sofort begeistern können. Und auch Jason, Mels Bruder, mag ich richtig gerne. Anfangs war er mir ein bisschen unheimlich aber je besser man ihn kennen lernt desto liebenswerter wird er. Teilweise tat er mir aber auch unglaublich leid weil Luce ihm gegenüber einfach kein bisschen fair war... ich konnte seine Enttäuschung und seine Traurigkeit förmlich spüren und wollte ihn einfach nur knuddeln. Mit Jules hatte ich auch meine kleinen Problemchen.Sein Verhalten war mir das ein oder andere mal schon etwas suspekt, aber daran liegt es nicht. Es liegt mehr daran das ich ihm einfach nicht vertraue. Ich meine Autoren denken sich ja etwas dabei wie sie ihre Charaktere gestalten und ich habe das Gefühl das Jules noch eine etwas größere Rolle spielen könnte. Ein bisschen erfährt man schon, aber nicht so viel um sein Verhalten verstehen zu können.

Eine Offenbarung am Ende hat mich dann aber doch nochmal kalt erwischt. Ziemlich weit am Anfang des Buches habe ich mir schon gedacht das es ja "witzig" wäre wenn es so kommen würde. Den Gedanken habe ich aber selber nicht ernst genommen und auch sofort wieder verworfen, weil ich dachte so gemein kann die Autorin ja nicht sein. Spoiler! Kann sie doch. Auch der Cliffhänger ist einfach nur fies und gemein. Ein Glück muss man nicht mehr so lange auf den zweiten Band warten der kommt nämlich schon am 23.3 raus.

Mein Fazit:

Doreen Hallmann hat sich mit "Luce-Liebe und magische Welten" in mein Herz geschrieben und eine Welt erschaffen die ich nicht mehr wieder verlassen möchte. Für mich war es ein gelungener Auftakt der "Civitas Lux Saga" und hoffe das der zweite Band mich genauso begeistern kann wie dieser, wenn nicht sogar noch ein bisschen mehr. 4/5 Sterne

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.03.2020

Verity

Verity
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Meine Meinung:

Schon anhand des ersten Satzes merkt man das "Verity" anders als alle anderen Bücher der Autorin ist und in eine doch sehr düstere Richtung geht. Eigentlich dachte ich das man hier ein ...

Meine Meinung:

Schon anhand des ersten Satzes merkt man das "Verity" anders als alle anderen Bücher der Autorin ist und in eine doch sehr düstere Richtung geht. Eigentlich dachte ich das man hier ein Einblick in die Zukunft der Protagonistin bekommt wie es ja in manchen Büchern der Fall ist um Spannung aufzubauen. Damit lag ich aber falsch und wir befinden uns in der Gegenwart. Diese tragische Szene die unsere Protagonistin Lowen mit ansehen muss ist nämlich der Moment in dem sie zum ersten mal auf den männlichen Protagonisten Jeremy trifft. Zu dem Zeitpunkt weiß sie noch nicht das dieser bald ihr neuer Arbeitgeber sein wird. Zusammen haben sie ein Meeting bei einem Verlag der Lowen das Angebot macht die Buchreihe der erfolgreichen Bestseller Autorin Verity Crawfort fortzusetzen, da sie auf Grund eines Unfalls nicht mehr in der Lage dazu ist dies selbst zu machen. Nach den Überredungskünsten von Jeremy der unter anderem auch der Ehemann von Verity ist stimmt sie zu und sitzt kurze Zeit später auch schon im Auto auf dem Weg zu ihnen. Anstelle von Vorarbeiten für ihren neuen Roman findet sie aber etwas anderes, dass ihr Leben in diesem Haus komplett auf den Kopf stellen wird.

Jeremy hat schon viele Schicksalsschläge in seinem Leben erleiden müssen, was für bestimmte Menschen in Lowens Umfeld für Misstrauen sorgt. Sind diese Schicksalsschläge wirklich nur tragische Zufälle gewesen oder hat er vielleicht selbst etwas damit zutun ? Je mehr man über Jeremy, seine Frau und deren gemeinsames Leben erfährt, desto mehr Fragen kommen auf.Jeder kann von Jeremy halten was er will. Ich glaube entweder vertraut man ihm oder man tut es eben nicht. Ich persönlich habe ihm geglaubt. Ich habe gehofft nie an dem Punkt zu kommen wo man als Leser erfährt das hinter der Fassade des liebenswürdigen Vaters und fürsorglichen Ehemanns ein womöglicher Psychopat steckt. Ich habe für ihn durchgehen Respekt empfunden. Vielleicht halten es manche für selbstverständlich, aber die Art wie er immer alles dafür getan hat um seinen Sohn der trotz des schwierigen Lebens das er schon mit so jungen Jahren führen muss ein Lächeln ins Gesicht zuzaubern und ihm das best mögliche Leben zu bieten zeugt für mich von absoluter Stärke.

Crew, der Sohn von Jeremy, hat bei mir hin und wieder für Gänsehaut Momente gesorgt. Es gab Szenen mit ihm die mich teilweise an einen Horrorfilm erinnert haben und perfekt für Jumpscares geeignet wären.Manchmal können kleine Kinder eben doch ziemlich gruselig sein. Dennoch war er ein super süßer Junge der mir schnell ans Herz gewachsen ist.

Auch unsere Protagonistin Lowen musste in ihrem Leben schon einiges durchmachen. Wir erfahren zwar hier und da immer mal etwas von ihr , aber so genau lernt man sie eigentlich gar nicht kennen. Was wir von ihr erfahren ist das sie Schlafwandelt. Ich fand es ziemlich interessant mal etwas über diese Thematik zu lesen auch wenn sie nicht all zu viel Raum in der Geschichte einnimmt. Hier gab es eine Stelle dich mich ziemlich stark an Paranormal Activity erinnert hat. Man merkt also schon das ich der Meinung bin das man "Verity" auch super gut verfilmen könnte. Vielleicht würde es als Film sogar noch ein bisschen besser funktionieren. Was ich an Lowen besonders gerne gemocht habe war das sie einfach normal ist. Klar hat auch sie ihr Päckchen zu tragen aber an ihr wirkte alles sehr authentisch.Ich habe das Buch in einer Leserunde gelesen und es kam immer wieder mal die Frage auf ob Lowen nicht vielleicht etwas Paranoid ist. Für mich war die Antwort ganz klar nein. Im Endeffekt konnte man sich natürlich nie sicher sein, aber ich konnte ihre Handlungen gut nachvollziehen und fand nichts davon auch nur ansatzweise paranoid oder anderweitig negativ. Auch ihre liebenswürdige Art und wie gut sie sich um den kleinen Crew gekümmert hat fand ich unglaublich süß. Wer mir in dem Buch allerdings ziemlich suspekt war, war die Pflegerin von Verity. Ich kann nicht genau sagen woran es liegt aber irgendwie hatte ich ständig das Gefühl das mit ihr irgendetwas nicht stimmt.

Ich glaube ich muss nicht genauer darauf eingehen wie spannend ich das Buch fand wenn ich sage ich habe es in einem Rutsch durchgelesen. Ich hatte nicht ein mal das Gefühl das irgendwas in die Länge gezogen wurde. Alles was die Autorin hier niedergeschrieben hat, hat mich auch wirklich interessiert. Zu keiner Zeit hatte ich das Gefühl das die Spannung verloren geht. Im Gegenteil. Sie wurde mit jeder weiteren Seite gesteigert. Das ich das Buch so schnell durchgelesen habe lag aber auch daran das ich unbedingt wissen wollte wie alles aufgelöst wird.

Da Colleen Hoover für ihre Liebesromane bekannt ist, möchte ich gerne auch noch etwas zu der Liebesgeschichte sagen. Für mich stand diese zu keiner Zeit im Vordergrund sondern war eher eine kleine Nebenstory um der Geschichte noch etwas mehr Pepp zu verleihen. Ich kann auch nicht sagen das ich sie besonders toll gestaltet fand. Wir wissen alle das die Autorin unglaublich gute Liebesgeschichten schreiben kann, aber hier hat mir einfach das gewisse etwas gefehlt. Ich habe nicht die Gefühle gespürt die hätten rüberkommen sollen. Wichtig ist aber das es mich trotz allem nicht gestört hat, auch wenn die Liebesgeschichte der beiden nicht zwingend nötig gewesen wäre. Aber ich glaube das liegt auch daran das dies nun mal ein Thriller ist und kein New Adult Roman. Auch ohne die Liebesgeschichte wäre das Buch mindestens genauso gut gewesen.

Was ich unter anderem auch unglaublich toll fand war das es hier ein Buch im Buch gibt. Wir lesen nämlich nicht nur aus der Sicht von Lowen sondern bekommen auch Einblicke in ein Manuskript von Varity. Dieses sorgt dafür das man als Leser keinen Überblick mehr hat was wahr ist und was nicht. Colleen Hoover hat hervorragende Arbeit geleistet und es geschafft den Leser immer wieder zu verwirren und vielleicht auch auf falsche Gedanken zu bringen. Für mich persönlich war jedoch schon von Anfang an klar in welche Richtung sich die Geschichte entwickeln könnte, dennoch waren mit die Gründe nicht ganz klar, was viel Spielraum für eine Menge Theorien gelassen hat,Darum muss ich gestehen das ich vom Ende doch leicht enttäuscht aber zu gleich auch begeistert war. Meiner Meinung nach hätte man da so viele heftige Sachen mit einbauen können womit man nie im Leben rechnen würde. Die Autorin hat sich aber dafür entschieden alles ziemlich simpel zu halten. Warum ich das Ende aber zeitgleich auch genial fand sollte man selber lesen.

Mein Fazit:

Auch mit "Verity" konnte mich Colleen Hoover wieder begeistern. Sie hat eine Art Geschichten zu schreiben die den Leser von der ersten Seite an in den Bann ziehen und dann nicht mehr loslassen. Ich hoffe wir werden noch mehr solcher düsteren Bücher von ihr zu lesen bekommen. 4/5 Sterne

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.03.2020

Gestohlene Erinnerung

Gestohlene Erinnerung
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Meine Meinung:

Schon lange wollte ich etwas von dem Autor Blake Crouch lesen, da man ja auch vor allem in der englisch sprachigen Buchcommunity gar nicht um ihn herum kommt. Dort habe ich von Gestohlene ...

Meine Meinung:

Schon lange wollte ich etwas von dem Autor Blake Crouch lesen, da man ja auch vor allem in der englisch sprachigen Buchcommunity gar nicht um ihn herum kommt. Dort habe ich von Gestohlene Erinnerung schon eine Menge gehört und überwiegend nur positives, darum konnte ich es kaum erwarten es selbst endlich lesen zu können. Vor allem kam meine Neugier aber daher das der Inhalt stark nach dem Mandela Effekt klingt. Ich persönlich finde das Phänomen unglaublich interessant und habe schon unendlich viele Videos darüber gesehen. Ein Buch was also in diese Richtung geht musste früher oder später seinen Weg zu mir finden.

Der Titel des Buches fasst eigentlich schon ziemlich genau zusammen worum es in der Geschichte geht. Auf den ersten Seiten begleiten wir den Detektiv Barry der zu einem Einsatz in einem Hochhaus gerufen wird. Auf dem Dach steht eine Frau die sich das Leben nehmen will. Barry erfährt das sie an dem "False Memory Syndrom" leidet wovon schon so einige Menschen betroffen sind. Sie erinnert sich plötzlich an ein ganz anderes Leben. An einem Ehemann, einem Sohn, all das was sie in diesem Leben nicht hat. Sie kommt mit den falschen Erinnerungen nicht klar und weiß sich nicht anders zu helfen als alles zu beenden. Daraufhin ermittelt Barry was es mit diesem False Memory Syndrom auf sich hat und wird tiefer in die Verschwörung mit rein gezogen als er es sich je zu denken gewagt hat.

Mir hat die Sicht von Berry richtig gut gefallen. Ich hatte erst die Befürchtung das es mir zuviel Detektiv arbeit sein könnte, aber tatsächlich gab es davon kein bisschen. Auch wenn es sein Job ist steht das zu keinem Zeitpunkt im Vordergrund. Wer also keine Detektiv arbeiten in Romanen mag kann dieses Buch getrost zur Hand nehmen. Ich fand auch seine Hintergrundgeschichte sehr interessant. Was anfangs wie Randinformationen erscheinen um den Charakter besser kennen zulernen und Sympatie zu ihm aufzubauen, entwickelt sich recht schnell zu etwas sehr wichtigem und spielet für den weiteren verlauf der Geschichte eine mehr oder weniger größere Rolle. Was ich ganz besonders gelungen fand war die Tatsache, dass ihm durch alles was er erlebt und was er durchmachen muss, eine bestimmte Sache lernt. Manchmal muss man eben schlimme Dinge durchmachen und vielleicht auch etwas daran zerbrechen bevor man lernt das gute daraus zuziehen.

Schon zu Beginn wurde mir klar das die Sicht von Helena nicht meine liebste sein wird. Als Charakter mochte ich sie ziemlich gerne. Auch ihre Hintergrundgeschichte spielt eine große Rolle. Eigentlich ist ihre Geschichte sogar die Ursache für alles was dort passiert. Obwohl man das schon zu Beginn des Buches erfährt will ich hier jedoch nicht näher drauf eingehen weil ich denke man sollte selber lesen was es damit auf sich hat.Was ich aber sagen kann ist das sie eine Wissenschaftlerin ist die eines Tages ein Angebot von jemanden bekommt der ihr helfen kann ihrer Vision in die Tat umzusetzen und bereit dazu ist sie diesbezüglich auch finanziell zu unterstützen.Sie hätte nie gedacht das dies der größte Fehler sein wird den sie jemals begangen hat. Was ich hier jedoch schwierig zu lesen fand waren die wissenschaftlichen Aspekte. Es wurde zwar schon alles verständlich erklärt dennoch wurde mit Fachbegriffen um sich geworfen von denen ich noch nie gehört habe. Teilweise fand ich auch alles ein bisschen verwirrend und ich hatte an manchen Stellen das Gefühl ein Schulbuch zu lesen was dafür gesorgt hat das mein Gehirn automatisch runter gefahren ist. Trotz allem hatte ich nie das Gefühl irgendwas verpasst zu haben. Außerdem hätte ich es auch besser gefunden würde man nicht sofort wissen was es mit dem False Memory Syndrom auf sich hat. Klar war es interessant zu lesen wie alles so weit kommen konnte, dennoch wäre es spannender gewesen wäre das etwas gewesen was man erst später erfährt

Beide Sichten spielen in verschiedenen Zeiträumen. Mal befinden wir uns in der Gegenwart, mal in der Vergangenheit. Das wurde aber alles gut gekennzeichnet so das man immer genau wusste wo und wann man sich befindet und auch aus welcher Sicht man liest. Ich fand es interessant zu lesen wie hier auf die Thematik der Erinnerungen und auch der Zeit an sich eingegangen wurde. " Gibt es so etwas wie Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft überhaupt?, " Sind die Erinnerungen nicht auch Teil unserer Gegenwart und Zukunft?", "Ist nicht alles woran wir denken genau Jetzt obwohl es vielleicht schon Jahre zurückliegt?". Die Art wie mit dem Leser gespielt wird und wie man deswegen zum nachdenken angeregt wird war super umgesetzt. Es gibt auch einen kleinen Abschnitt wo auf das Thema Deja Vu eingegangen wird, welches ich persönlich auch sehr faszinierend finde. Woher kommt es? Was genau löst dieses Gefühl aus. Und ich kann euch versprechen ihr werdet dieses Gefühl auch mindestens einmal im Buch erleben.

Was ich jedoch ein bisschen in die Länge gezogen fand war das Ende. Die Richtung in die sich alles entwickelt hat, hat mir richtig gut gefallen. Dennoch gab es Stellen die für mich nicht hätten sein müssen da sie dem Leser nichts neues beibringen. Man bekommt ein Gefühl dafür was die beiden Protagonisten versuchen um begangene Fehler gut zu machen, aber manche Stellen hätten doch etwas gekürzt werden können. Im Endeffekt ist es aber eine gelungene Geschichte die man unbedingt gelesen haben sollte wenn man sich für solche Thematiken interessiert.

Mein Fazit:

Ein ziemlich komplexer Thriller mit ziemlich vielen wissenschaftlichen Aspekten, aber mindestens genauso viel Spannung und einer absolut genialen Thematik. Blake Crouch weiß wie man Menschen dazu bringt an allem zu zweifeln was man zu wissen geglaubt hat. 4/5 Sterne

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Veröffentlicht am 05.03.2020

Angels deserve to die

Angels deserve to die
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Meine Meinung :

Vorab möchte ich sagen das es in diesem Buch Trigger Warnungen zum Thema Depressionen, Suizidgedanken und sexuellen Missbrauch an Kindern und Frauen gibt. Wozu es jedoch keine gibt, was ...

Meine Meinung :

Vorab möchte ich sagen das es in diesem Buch Trigger Warnungen zum Thema Depressionen, Suizidgedanken und sexuellen Missbrauch an Kindern und Frauen gibt. Wozu es jedoch keine gibt, was ich aber persönlich wichtig finde zu erwähnen ist selbst verletzendes Verhalten, da einige Szenen für mich doch schwer zu lesen waren.

"Angels deserve to die" von dem Autorinnen Duo Mika D.Mon ist eine Spin off Geschichte zu ihrer "Narbensohn" Reihe. Ich habe die Reihe rund um Liam und Helena nicht gelesen, hatte aber keinerlei Probleme in die Welt von Vice und Anna einzutauchen. Wer die Reihe also nicht gelesen hat aber trotzdem Interesse an diesem Buch hat kann dieses ohne Probleme lesen.

Da ich für dieses Buch an einer Leserunde teilgenommen habe musste man pro Lese abschnitt angeben was einem auf diesen Seiten besonders gefallen hat. Ich muss zugeben, dass ich diese Frage unglaublich schwer fand. Zu gerne hätte ich jedesmal mit "Alles" geantwortet. Für mich ist dieses Buch der Inbegriff von Perfektion und das ist nicht übertrieben. Am liebsten hätte ich das Buch in einem Rutsch durchgelesen. Es fällt mir des öfteren schwer Bücher aus der Hand zu legen aber hier ganz besonders.

Schon nach den ersten 28 Seiten hatte ich eine Achterbahnfahrt der Gefühle hinter mir und so ging es auch immer weiter. Gab es ein Kapitel was unglaublich süß war so war das nächste voller Spannung und Gefahr nur um dann mit einem tiefgründigen Kapitel für eine menge Emotionen zu sorgen. Aufgelockert wurde alles mit einer guten Portion Humor von Vice. Sein Humor ist teilweise so locker und flach aber genau das fand ich genial. Des öfteren hatte ich was Vice angeht jedoch gemischte Gefühle. Manchmal hat er Sachen zu Anna gesagt die ich ihm mehr als übel genommen habe. Zwei Sätze später habe ich ihn aber wieder geliebt und mir gewünscht auch einen Vice zu haben und die Wut war somit wieder verflogen,auch wenn ich zu Beginn gedacht habe das ich sowas im wahren Leben nicht so schnell verzeihen könnte. Aus irgendeinem Grund hat mich die Frage ob ich sowas verzeihen könnte oder nicht aber nicht mehr losgelassen. Auch wenn ich anfangs ganz klar mit "nein" geantwortet hätte ist die Antwort darauf jetzt aber ein "ja". Ich habe versucht Anna zu verstehen. Wenn also die einzige Person bei der ich Zuflucht finden kann, die mich unterstützt und mir hilft und zudem auch noch mein Rettungsanker ist solche Sachen zu mir sagt wäre ich vielleicht für eine Weile stinksauer, aber würde verzeihen, wenn auch nicht vergessen. Auch habe ich versucht Vice zu verstehen, zu verstehen warum er solche Sachen sagt wenn er doch ganz genau weiß was für ein Effekt es auf Anna haben kann. Meine Schlussfolgerung war, dass er einfach nicht besser damit umzugehen weiß. Er will Anna beschützen um jeden Preis und tut alles dafür das es ihr gut geht, dass sie jedoch so verletzlich ist macht ihn also wütend auf sich selber und gibt ihm vielleicht auch das Gefühl hilflos zu sein.

Auch wenn die Beziehung der beiden nicht sehr gesund ist habe ich diese doch sehr geliebt. Die fürsorgliche Art von Vice und was er alles für Anna tut nur um ihr ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern war super schön mit anzusehen. Seine gefährliche, brutale und eiskalte Seite fand ich aber auch absolut faszinierend. Wenn es um seine Geschäfte geht versteht er kein Spaß und das wurde auch sehr deutlich klar gemacht. Wie Anna habe ich mich gefragt was hinter seinem Verhalten steckt. Warum er so geworden ist. Die Auflösung dazu war anders als gedacht.

Anna hat mir als Protagonistin unglaublich gut gefallen. Sie ist so eine verletzliche aber dennoch unglaublich starke Persönlichkeit. In ihren jungen Jahren musste sie schon Sachen durchmachen die man nicht mal seinen schlimmsten Feinden wünschen würde und dennoch hat sie die Hoffnung in das gute im Menschen nicht aufgegeben was einfach nur bewundernswert ist. Meine Vermutung war eigentlich das Anna eine Charakterentwicklung ins mehr oder weniger Negative macht und sich von Vice beeinflussen lässt und genauso wird wie er. Mit dieser Vermutung lag ich aber falsch und bin froh das sie ihre Gutherzigkeit nicht verloren hat.

Stattdessen war es Vice der nach einem Zeitsprung von zwei Jahren nicht mehr derselbe war. In dieser Zeit ist eine Menge passiert und während ich mir eigentlich sicher war das nicht mehr passieren könnt was mich meine Meinung zum Buch ändern lässt hat mir die Entwicklung erst gar nicht gefallen. Es wurde nicht schlechter oder weniger spannend, ganz im Gegenteil. Die Ereignisse haben sich zugespitzt und alles war spannender als jemals zuvor aber dennoch hat es sich nicht so entwickelt wie ich es mir persönlich gewünscht habe und ich habe mich einfach nur gefragt warum man sich dafür entscheidet die Geschichte so fortzuführen. Die Antwort darauf habe ich mit dem Ende bekommen.

Was ich super fand war das es hier auch ein alternatives Ende gibt. Das eigentliche Ende war aber mein liebstes da dies für mich am meisten Sinn gemacht hat und ich die Entwicklung der Geschichte und auch die von Vice damit absolut nachvollziehen konnte.Die Idee die Geschichte in eine solche Richtung zu lenken war also einfach nur genial. Das alternative Ende hat zwar auch für einen WTF Moment gesorgt, aber nachvollziehen konnte ich es nicht wirklich. Mit dem eigentlichen Ende hätte man die Geschichte der beiden nicht besser abschließen können. Definitiv eines der heftigsten aber auch besten Enden die ich jemals gelesen habe.

Ein kleines Problem hatte ich aber doch, was aber weder an der Geschichte noch an dem Schreibstil oder den Autorinnen lag sondern einfach nur an mir. Vielleicht mag das jetzt nach einem Klischee oder auch ein wenig oberflächlich klingen, aber ich konnte mir Vice einfach nicht mit hellen Haaren vorstellen. Anna beschreibt seine Ausstrahlung als düster und gefährlich und für mich passt das einfach nicht zusammen :D

Im großen und ganzen hat mich dieses Buch also auf keinen Fall enttäuscht. Das Gegenteil ist sogar der Fall. Ich habe jeden einzelnen Satz in diesem Buch geliebt. Auch den Aufbau des Buches fand ich genial. Anfangs fand ich es ein bisschen verwirrend das es keine richtige Kapitel Aufteilung gibt. Da man hauptsächlich aus der Sich von Vice und Anna liest wurde immer nur die jeweilige Perspektiven gekennzeichnet, aber nicht mit deren Namen so wie man es eigentlich kennt. Die Autorinnen haben sich hierfür etwas ganz besonderes einfallen lassen.

Ich bin also unglaublich froh darüber die Möglichkeit bekommen zu haben dieses Buch lesen zu dürfen und jetzt ein neues Jahres Highlight in mein Bücherregal stellen zu können. Das war definitiv nicht das letzte Buch welches ich von den beiden gelesen habe. Auf die "Narbensohn" Reihe freue ich mich jetzt als nächstes da man Liam hier schon ein bisschen kennen lernen dürfte und ich seine Geschichte und die von Helena unbedingt lesen muss.

Mein Fazit:

Mit "Angels deserve to die" hat es das Autorinnen Duo Mika D.Mon geschafft mich in ihren Bann zu ziehen und Neugierig auf mehr zu machen. Die Geschichte und die Charaktere sind unglaublich gut ausgearbeitet und es gibt nichts was ich an dem Buch auszusetzen hätte. 6/5 Sterne

  • Cover
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  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.02.2020

Ophelia Scale Band 1

Ophelia Scale - Die Welt wird brennen
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Inhalt:

Einst war die Welt voller Technologie. Ein Leben ohne war kaum vorstellbar, bis der König jede Technologie abgeschafft hat. Ist jemand dagegen und wird erwischt, wird sein Gedächtnis ausgelöscht.Ophelias ...

Inhalt:

Einst war die Welt voller Technologie. Ein Leben ohne war kaum vorstellbar, bis der König jede Technologie abgeschafft hat. Ist jemand dagegen und wird erwischt, wird sein Gedächtnis ausgelöscht.Ophelias Freund ist einer davon. Schließlich schließt sie sich einer Rebellengruppe an. Ihre neue Aufgabe: sich für die Garde des Königs bewerben , sein Vertrauen gewinnen und ihn stürzen. Was Ophelia dort erfährt lässt sie jedoch an allem zweifeln woran sie jemals geglaubt hat.

Meine Meinung:

Wenn man sich viel mit Büchern beschäftigt und vielen Blogs folgt, kommt man um diese Trilogie schon gar nicht mehr rum und wird praktisch "gezwungen" dieses Buch zu lesen. So ging es mir auch. Da man nur gutes darüber hört waren meine Erwartungen dementsprechend ziemlich hoch. Richtig packen konnte mich die Geschichte aber erst ab der Hälfte des Buches.

Das erste Kapitel alleine klang schon ziemlich vielversprechend und ich war begeistert davon das man sofort in die Geschichte hineingeworfen wird und kein lange Einleitung hatte. Ophelia erledigt gerade eine Aufgabe für die Rebellengruppe ReVerse von der sie seit geraumer Zeit ein Teil ist. Nur ganz knapp kann sie den Wachen entkommen. Auch ihr ehemaliger Freund Knox war Teil dieser Rebellengruppe, bis er dem Clearing zum Opfer gefallen ist. Ophelia hat das nie verkraftet und ist Feuer und Flamme als sie die Möglichkeit bekommt für den König zu arbeiten. Ihr Motiv ihn endgültig zu stürzen ist also nicht nur die Wut über die verlorene Technologie und all die Möglichkeiten die ihr damit verwährt bleiben, sondern vor allem Rache.

Ophelias Art hat mich von Anfang an begeistert. Sie ist ziemlich Humorvoll, kann ziemlich sarkastisch sein, hat immer ein frechen Sprich auf den Lippen, sagt was sie denkt und ist dazu noch eine unglaublich starke Persönlichkeit. Wie jeder andere Mensch hat sie aber auch eine zerbrechliche Seite die wir ab und an zu sehen bekommen, vor allem wenn es um Knox geht. Diese Seite an ihr hat sie menschlich gemacht. Zu einer Person die mehr als nur Rache und Vergeltung im Kopf hat. Der Autorin ist es unglaublich gut gelungen uns so viele Facetten von einem einzigen Charakter zu zeigen und das auch noch auf eine realistische Art und Weise rüber zubringen. Keine Ihrer Handlungen wirkten auch nur ansatzweise an den Haaren herbei gezogen. Das wir also so viel aus Ophelias Vergangenheit erfahren hat schon einen Sinn. Die Entwicklung die sie durchmacht ist auch mehr als gelungen. Als sie dem Geheimnis der Abkehrung immer näher kommt verändert sich ihre Denkweise, ihre Gefühle stehen Kopf und im Endeffekt weiß sie nicht mehr was richtig und falsch ist. Sind die Bösen wirklich so böse oder wurde ihr das nur so lange eingeredet bis sie es schlussendlich geglaubt hat?

Eine kleine Liebesgeschichte darf in einem Jugendbuch natürlich auch nicht fehlen. Auch wenn ich Lucian unglaublich gerne mag und mich zusammen mit Ophelia in ihn verliebt habe, muss ich sagen das ich gar nicht mitbekommen habe wo diese Gefühle die die beiden für einander empfinden auf einmal herkamen. Das ging alles so plötzlich, von jetzt auf gleich. Mir persönlich hat hier die Entwicklung ein wenig gefehlt. Dennoch ist die Geschichte der beiden super schön zu lesen. Mit der Einführung von Lucian stößt man aber auch auf weitere Geheimnisse und auf die Frage ob man ihm wirklich vertrauen kann. Immerhin ist er der Bruder vom König. Ophelia begibt sich somit auf gefährliches Gebiet. Wir haben hier also nicht nur eine Spannende Dystopie sondern auch eine verbotene Liebesgeschichte die mehr oder weniger auf Lügen aufgebaut ist. Nach dem Ende vom ersten Teil bin ich auf alle Fälle mehr als gespannt wie es zwischen den beiden weitergeht.

Auf den ersten gut 200 Seiten war Ophelia Scale für mich aber mehr eine Hass-Liebe als pure Liebe. War das erste Kapitel ziemlich vielversprechend gab es danach Kapitel die sich unglaublich in die Länge gezogen haben. Nicht nur einmal hatte ich das Gefühl das es jetzt endlich richtig los geht nur um dann wieder enttäuscht zu werden. Es gab in der ersten Hälfte das Buch nur wenige Kapitel die mich begeistern konnten während die anderen ehr so lala waren. Es war auf keinen Fall schlecht aber für mich auch nichts besonderes. Der flüssige Schreibstil von Lena Kiefer hat es mir einfach gemacht durch die Seiten zu kommen.Allerdings wirkte es auf mich ein bisschen zäh. Allerdings gab es auf den ersten Seiten auch schon den ersten Plottwist den ich unglaublich gut fand. Auch was die Kandidaten für Aufgaben zu bewältigen haben während sie dafür kämpfen um für den König arbeiten zu können waren sehr gut gewählt. Aber was wäre Ophelia für eine Protagonistin wenn sie nicht mindestes eine Eigenschaft hätte die sie außergewöhnlich macht, wenn es schon keine Magie gibt ? Durch ihre "Gabe" durchschaut Ophelia viele Dinge viel schneller als andere was sie auch geschickt zu ihrem Vorteil nutzt.

Ein Kapitel wird mir aber für immer im Gedächtnis bleiben, da mich dieses unglaublich zerstört hat. Da wusste ich das die Geschichte nur noch besser werden kann wenn man es schon schafft mir auf den ersten 120 das Herz zu brechen. Ab der zweiten Hälfte war es dann aber soweit und es ging richtig los. Ab da wurde die Geschichte durchweg spannend und es fiel mir unglaublich schwer das Buch aus der Hand zu legen.Wer am Anfang also auch ein paar Probleme hat, bleibt auf jeden Fall dran es wird noch so so viel besser, versprochen. Es passieren plötzlich so viele Dinge die die Spannung dauerhaft aufrecht erhalten und mit denen ich so gar nicht gerechnet habe. Der Cliffhanger ist hier ganz besonders mies. Hier muss man einfach das Verlangen haben weiter lesen zu wollen. Die Welt die Lena Kiefer hier erschaffen hat ist grandios. Hatte ich auch anfangs das Gefühl die Geschichte scheint nichts besonderes zu sein wurde ich doch vollkommen überrascht. Auch die Ausarbeitung der Geschichte ist grandios. Nach dem Ende habe ich auch keine Ahnung wo die Geschichte noch hinführen könnte. Es könnte alles mögliche passieren und diese Ungewissheit macht mich wahnsinnig. Das ist einer der Fälle wo ich gerne mal in den Kopf der Autorin schauen würde. Wieso quält man jemanden mit so einem Cliffhänger ?

Da wir uns in der Zukunft befinden ist die Technik natürlich schon viel weiter. Auch wenn mich die technischen Aspekte nicht ganz interessiert haben, finde ich die Auswirkungen die diese jedoch auf die Menschen haben könnte unglaublich faszinierend und auch beängstigend zu gleich. Natürlich ist Ophelia Scale eine fiktive Geschichte, dennoch habe ich keinen Zweifel daran das wir irgendwann tatsächlich mal auf genau diesem Stand sind. Die Frage die hier aufkommt: " Ist es Fluch oder Segen?" Ich finde es eh schon erschreckend wie schnell sich alles weiter entwickelt. Damals hatte man noch Angst wenn man auf dem Internetknopf auf dem Handy kommt und jetzt sind wir ununterbrochen online. Was vor 10 Jahren noch undenkbar war ist heute mittlerweile schon Wirklichkeit. Theoretisch haben wir mit einem Klick Zugriff auf alles. Ich wüsste nicht wie weit man die Technologie noch entwickel könnte, da man theoretisch schon alles hat. Was soll noch groß kommen? Vielleicht lese ich das in 10 Jahren nochmal und lache darüber.

Auch die Welt ist nicht mehr ganz die selbe. Zwar befinden wir uns noch in unserer Welt, in Europa um genauer zu sein, jedoch ist Europa ein einziges großes Land. Ob ich mir vorstellen könnte das dies jemals passieren könnte ? Eher nicht , aber man kann ja nie wissen.

Mein Fazit:

Mit einem spannend Plot, vielen Plottwists, einer Liebe die die eigenen Ansichten verändert und einer Welt die gar nicht so unwahrscheinlich scheint hat mich Lena Kiefer trotz des holprigen Einstiegs mit ihrer Geschichte rund um Ophelia doch stark begeistern können. 4/5 Sterne

  • Cover
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