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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.10.2024

Wundervolles Hörerlebnis

The Games Gods Play – Schattenverführt (Schattenverführt-Reihe 1)
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Was für ein tolles Hörbuch - eine starke Protagonistin, die richtig Spaß macht, eine mitreißende und spannende Geschichte voller überheblicher Götter und mystischer Wesen und eine wunderbar durchdachte ...

Was für ein tolles Hörbuch - eine starke Protagonistin, die richtig Spaß macht, eine mitreißende und spannende Geschichte voller überheblicher Götter und mystischer Wesen und eine wunderbar durchdachte Handlung.

Das ganze wird dann noch gekrönt von einer unheimlich guten Hörbuchproduktion. Sprecherin Franziska Trunte liest dieses Buch ganz wundervoll. Die Autorin hat ihr das sicherlich nicht leicht gemacht, denn eine Reihe unterschiedlicher menschlicher und göttlicher Charaktere sowie Wesen wie der dreiköpfige Zerberus wollten vertont und stimmlich charakterisiert werden. Hinzu kam eine Vielzahl an Emotionen. All dies sowie kleine akustische Spielereien, wie eine Stimme, die sich entfernt, ist so toll gelungen, dass ich jede freie Minute mit dem Hörbuch verbracht habe. Insbesondere die Protagonistin Lyra, die von rotzfrech über ängstlich und wütend bis hin zu leidenschaftlich alle Facetten mitbringt hat mich sehr gut unterhalten.

Die Geschichte selbst ist sehr fesselnd erzählt, erinnert dezent an die Tribute von Panem und ist doch ganz anders. Die Heldentaten, welche die Charaktere überleben und im besten Fall für ihren betreuenden Gott gewinnen müssen, sind abwechslungsreich und phantasievoll. Darüber hinaus wimmelt es von Intrigen, Geheimnissen und Gefahren.

Ein Buch, dessen Handlung in meinem Augen von vorne bis hinten durchdacht und absolut stimmig ist. Der üble Cliffhanger macht jetzt schon Lust auf Teil 2. Ich hoffe sehr, dass dieser nicht zu lange auf sich warten lässt.

Absolute Hörempfehlung und eines meiner Jahreshighlights.

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Veröffentlicht am 10.10.2024

Atmosphärisch und sehr poetisch

A Study in Drowning (A Study in Drowning, Band 1)
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Das Cover von „A study in drowning“ ist wunderschön und passt aus meiner Sicht sehr gut zu der Geschichte sowie auch zu dem sehr gefühlvoll, poetischen Schreibstil.

Die Autorin schafft in ihrem Buch eine ...

Das Cover von „A study in drowning“ ist wunderschön und passt aus meiner Sicht sehr gut zu der Geschichte sowie auch zu dem sehr gefühlvoll, poetischen Schreibstil.

Die Autorin schafft in ihrem Buch eine ganz neue Gesellschaft mit zwei verfeindeten Völkern, einer eigenen Zeitrechnung und einer ganz eigenen Lyrik und Mystik. In Sachen Gleichberechtigung und der Rolle der Frau ist diese Gesellschaft definitiv noch rückschrittig und so gelingt es der Autorin, mit Effi eine Frau zu schaffen, die unter diesem Umstand schon viel leiden musste und sich im Verlauf der Handlung stark entwickelt und emanzipiert.

Gerne hätte ich auch darüber hinaus noch viel mehr über diese ganz eigene Welt erfahren und wäre tiefer in die Ursprünge der Feindlichkeiten oder die Situation zur Zeit der großen Flut eingetaucht.

Insgesamt lebt das Buch von der dichten, düsteren und bedrohlichen Atmosphäre, die rund um dem Elfenkönig aufgebaut wird. Stellenweise kam mir das Buch etwas handlungsarm vor und der Spannungsbogen hätte noch etwas ausgebaut werden können.

Das Zusatzmaterial fand ich zwar durchaus interessant, da es noch einmal Prestons Sicht eingebracht und die Romanze etwas intensiviert hat. Allerdings war die Geschichte für mich zu dem Zeitpunkt schon abgeschlossen und es ist mir schwer gefallen, mich noch einmal richtig einzufühlen. Vielleicht wäre dieser Perspektivwechsel eine Bereicherung für die eigentliche Geschichte gewesen.

Das Hörbuch wurde wunderschön eingelesen von Martha Kindermann. Sie hat mit ihrer hellen, jungen Stimmfarbe nicht nur Effi eine tolle Stimme gegeben, sondern auch die Stimmung und die spannenden sowie bedrohlichen Szenen toll umgesetzt.

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Veröffentlicht am 08.10.2024

Spannend, brisant und top-aktuell

Um jeden Preis
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In dem Politthriller „Um jeden Preis“ stehen zwei sehr gegensätzliche Frauen im Fokus.
Michelle ist Journalistin und einem rechtsradikalen Netzwerk auf der Spur. Dabei gerät sie einigen einflussreichen ...

In dem Politthriller „Um jeden Preis“ stehen zwei sehr gegensätzliche Frauen im Fokus.
Michelle ist Journalistin und einem rechtsradikalen Netzwerk auf der Spur. Dabei gerät sie einigen einflussreichen Menschen immer mehr in die Quere und muss Stärke und Biss beweisen und viel opfern, um ihren Werten und Überzeugungen treu zu bleiben.

Auf der anderen Seite steht Frida. Sie ist ungefestigt und naiv und wird für die Zwecke des Netzwerks instrumentalisiert.

Der Roman greift viele gesellschaftliche, wirtschaftliche und politische Themen auf und eröffnet dem Leser erst nach und nach die Komplexität der Handlung. Ich finde, das haben die Autoren sehr geschickt gemacht, denn gleichzeitig mit der steigenden Komplexität finden sich auch mehr und mehr die Zusammenhänge, so dass ich zu keinem Zeitpunkt überfordert war.

Ohne zu viel zu verraten möchte ich anmerken, dass es den Autoren zudem gelungen ist, das Buch zu einem gelungenen und authentischen Ende zu bringen und es mit einem starken Statement zu versehen.

Der Thriller arbeitet mit kurzen Abschnitten und wechselnden Perspektiven, welche das Tempo hochhalten und uns einen sehr rasanten Lesegenuss ermöglichen.

Dieser Thriller schockiert und lässt einen mit der drängenden Frage zurück, wieviel Wahrheit darin zu finden ist. Das Nachwort liefert die Antwort - mehr als man denkt. Das macht fassungslos und hinterlässt einen bleibenden Eindruck.

Ein absolut spannender und empfehlenswerter Politthriller - ein überzeugendes Debüt. Ich hoffe, das bleibt nicht das letzte Buch des Autorengespanns.

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Veröffentlicht am 07.10.2024

Fokus auf Ermittler-Entwicklung

Falsche Masken
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„Falsche Masken“ ist nicht der erste Fall, in dem Privatdetektiv Edgar Brehm und seine Assistentin Toni ermitteln - für mich ist er es allerdings schon. Für den Fall selbst hat dies meiner Meinung nach ...

„Falsche Masken“ ist nicht der erste Fall, in dem Privatdetektiv Edgar Brehm und seine Assistentin Toni ermitteln - für mich ist er es allerdings schon. Für den Fall selbst hat dies meiner Meinung nach keine Rolle gespielt. Allerdings legt die Autorin einen großen Fokus auf ihre Protagonisten, deren Privatleben und Enrwicklung. So ist mir doch hier und da aufgefallen, dass mir Hintergründe zu den Personen fehlen.

Eigentlich mag ich es auch gerne, wenn man die Protagonisten richtig kennen lernt und sie nicht nur oberflächliche Bekannte bleiben. Bei diesem Krimi kam mir allerdings der Fall neben den ganzen privaten Dramen etwas zu kurz. Insgesamt hatte ich den Eindruck, dass es der Autorin wichtig ist, das Leben der Ermittler mit all seinen Facetten aufzuzeigen. So kommt auch die bürokratische Arbeit eines Ermittlers zur Sprache und es werden Nebenhandlungen mit aufgegriffen, die mehr verwirren als helfen, da sie einen als Leser aufmerksam warten lassen, wo dieser Strang in den Fall passt - tut er aber nicht.

Der Fall selbst war durchaus spannend und man konnte schön spekulieren und bis zum Ende mitraten. Eine schöne Lektüre, der etwas weniger an eingeflochtenen Themen gut getan hätte.

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Veröffentlicht am 01.10.2024

Ein Wiedersehen mit dem Sams

Das Sams 12. Das Mini-Sams ist weg
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Mit diesem Band hat Sprachkünstler Paul Maar schon den 12. Band rund um das lustige Sams und seine zahlreichen Freunde aus der Menschen- und der Samswelt veröffentlicht.

Als Fan der ersten Stunde habe ...

Mit diesem Band hat Sprachkünstler Paul Maar schon den 12. Band rund um das lustige Sams und seine zahlreichen Freunde aus der Menschen- und der Samswelt veröffentlicht.

Als Fan der ersten Stunde habe ich mich sehr auf das Wiedersehen gefreut. Insbesondere die tollen Reime aus Maars Feder können mich immer wieder begeistern und kamen auch hier wieder kräftig zum Einsatz. Doch auch darüber hinaus fährt der Autor hier eine Vielzahl an sprachlichen Besonderheiten auf, die Spaß machen aber - zugegebener Weise - das Vorlesen mitunter auch wirklich zu einer Herausforderung machen.

Die Geschichte ist ganz süß und es werden mit Tante Rosa und dem Sefu auch zwei neue phantasievolle Figuren eingeführt.

Etwas schade fand ich, dass die Illustrationen zwar im gewohnten Stil wunderschön von Paul Maar selbst gemalt wurden, aber oft von den Beschreibungen im Text abweichen. Das fällt leider auf - auch oder vor allem den Kindern.

Alles in allem eine schöne Lektüre, die dank der großen Schrift auch für Grundschulkinder zum Selbstlesen geeignet ist, auch wenn sie an die ersten Bände mit dem Sams meiner Meinung nach nicht heranreicht.

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