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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.04.2026

Ein angemessener Zeitvertreib

Tick, tack
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Vielleicht liegt es daran, dass ich auch andere Bücher über die Zeit gelesen habe und sie mir besser gefallen haben, aber ich fand dieses Buch tatsächlich nicht so wirklich besonders. Klar, Zeit ist ein ...

Vielleicht liegt es daran, dass ich auch andere Bücher über die Zeit gelesen habe und sie mir besser gefallen haben, aber ich fand dieses Buch tatsächlich nicht so wirklich besonders. Klar, Zeit ist ein sehr schwieriges und deshalb auch faszinierendes Thema, aber der Weg der Vermittlung entscheidet, wie es für den Leser rüberkommt - und hier war er nicht so wirklich grandios. Der Beginn war erst echt spannend, und deshalb bekommt man auch hohe Erwartungen, aber er wird direkt abgebrochen, leider von der Autorin selber wenn sie sagt : "dazu nochmal mehr in Kapitel 5, erstmal reden wir aber noch genauer über dies und das" und da denkt man sich lustigerweise "ok, das wird jetzt bisschen dauern". Vieles was sie sagt ist natürlich nicht falsch oder blöd, aber das meiste kennt man wirklich auch so, weil man das sicher irgendwo schon mal gehört hat oder es selber einfach logischerweise erkannt hat (z.B dass sich die Zeit schneller anfühlt wenn man was tolles macht). Nur, dass sie eben solche bekannte Sachen in die Länge zieht ohne auf dem Punkt zu kommen. Und gleichzeitig nimmt sie Beispiele und spricht Leser an, die sich in ein höheres Alter befinden (was trotzdem noch jung ist natürlich, aber man merkt den Unterschied wenn ein Jugendlicher wie ich Zeilen liest wie "wo waren Sie als Sie erfahren haben, dass Prinzessin Diana gestorben war? Seit da hat sich noch vieles geändert oder? Und man denkt dabei dass es sogar noch früher war..." usw usw, was mich persönlich gar nicht ärgert, nur sehe ich dabei die Chance, das man das alles bisschen anders formulieren könnte. Und anstatt am Ende jeden Kapitels die wichtigsten Infos nochmal zusammen zu fassen und zu benennen, sagt sie vor jedem Kapitel was kommen wird - ungenau, aber trotzdem stoppt es den Leseeinfluss. Die positiven Sachen aus solchen Büchern kennt man: man erfährt neue Sachen, denkt anders über das jeweilige Thema und wird angeregt, bekommt einen interessanten Einblick usw. Deshalb habe ich auch die negativen Aspekte (meiner Meinung nach) erwähnt, damit ich auch fair mit dem Buch bin. Ich hatte am Ende das Gefühl, dass ich eigentlich die Sachen die ich hier erfahren habe, aus dem Internet innerhalb einer halben Stunde kriegen würde, und hier nicht mehrere Stunden mit dem Buch verbringen.

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Veröffentlicht am 30.04.2026

Sehr interessanter Einblick in dem Beruf des Rechtsmediziners!

Dem Tod auf der Spur
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Ein sehr spannendes Buch, Tsokos weiß wie man das Interesse des Lesers weckt. Auch wenn die Fälle wirklich besonders sind, erfährt man trotzdem viel über den Gedankengang und den Arbeitsweg eines Rechtsmediziners. ...

Ein sehr spannendes Buch, Tsokos weiß wie man das Interesse des Lesers weckt. Auch wenn die Fälle wirklich besonders sind, erfährt man trotzdem viel über den Gedankengang und den Arbeitsweg eines Rechtsmediziners. Seine Erklärungen und detaillierte Beschreibungen machen alles super verständlich und einfach vorstellbar. Auf der anderen Seite sollten deshalb Menschen, die gar nicht über Blut und Eingeweide denken können, besser das Buch lassen. Ansonsten ist das Buch wirklich top!

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Veröffentlicht am 10.03.2026

Meisterwerk!

Loving Reaper - Die Seelen, die uns brauchten
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Ich bin von einem Comic noch nie so emotional gerührt worden. Ein Tod der fair ist, der die Tiere bis zu ihrer letzten Station begleitet und Lehren des Lebens (und des Todes) gibt. Jeder Geschichte, ein ...

Ich bin von einem Comic noch nie so emotional gerührt worden. Ein Tod der fair ist, der die Tiere bis zu ihrer letzten Station begleitet und Lehren des Lebens (und des Todes) gibt. Jeder Geschichte, ein Diamant an sich. Am Ende zu jeder mini-Geschichte wird kurz die wahre Lage über die verschiedene Tiere beschrieben, denn es geht darum, dass die Menschen sie nicht beachten, nicht richtig auf sie aufpassen, was auch letztendlich zu ihrem Tod führt. Ich das Buch in einer halben Stunde verschlungen und trotzdem dachte darüber für die nächsten 3 Stunden. Empfehle es wirklich jeden, egal ob man ein Haustier hat oder nicht, oder daran denkt eins zu kaufen oder nicht, gibt solchen Themen mehr Beachtung. Sonst sind wir schlimmer als die Tieren (was auch ein lächerlicherVergleich ist, denn welchen Unterschied haben wir von ihnen, außer dass wir eben ein höheres Bewusstsein und Intelligenz haben, die wir aber trotzdem nicht nutzen) die dafür auch nichts können.

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Veröffentlicht am 09.03.2026

Bitte mehr davon!

Die Iden von Rom
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Ein so komplexes und schwieriges Thema, und trotzdem hat Peinkoffer es gemeistert und eine tolle Alternative daraus gemacht. Das Buch an sich kann man erstmal so lesen, wie als wäre es einfach ein Roman ...

Ein so komplexes und schwieriges Thema, und trotzdem hat Peinkoffer es gemeistert und eine tolle Alternative daraus gemacht. Das Buch an sich kann man erstmal so lesen, wie als wäre es einfach ein Roman über das antike Rom. Die Handlungen, die Beschreibungen der Orte, die Personen, alles kann man sich ganz gut vorstellen und mithalten. Ich hab davor erstmal bisschen recherchiert um genau zu wissen was wirklich in der Geschichte vor und nach Cäsers Attentat passiert ist, und dann hab ich das Buch gelesen um zu sehen, wo die Unterschiede waren. Die Geschichte an sich ist wirklich gelungen, es ist halt so passiert wie es passiert ist und auch wenn jeder einzelner von uns es sich das anders vorgestellt hat (ich persönlich wünschte bzw. erwartete eine andere Charakterentwicklung von Cäser und Marcus Antonius, und doch war alles auch gut so), so kann man trotzdem diese Variante nicht schlecht heißen. Hilfreich wäre nur vielleicht eine Karte der antiken Zeit am Anfang des Buches um zu sehen wo die beschriebenen Orten waren. Außerdem könnten ein paar Stellen nicht so genau erzählt werden mussen, und dafür das Ende bisschen erklärlicher und gefühlvoller ausdehnen, weil ich das irgendwie abrupt fand. Es musst zu einem Ende irgendwann kommen, aber das ganze Buch zog sich in die Länge außer das Ende. In der Mitte des Buches gab es ein paar Seiten wo die Tage innerhalb paar Zeile weggingen, und dann gab es andere Seiten wo sie alle zusammen einen Tag beschrieben. Wie auch immer ändert es trotzdem nichts daran, dass das ein erfrischender historischer Roman war, der Bock auf mehr macht. Das Nachwort am Ende des Autors ist ganz wichtig (für alle die mit diesem Buch nicht einverstanden sein sollten) und insgesamt will ich hoffen, dass uns der Autor mit weiteren solchen geschichtlichen "Was wäre wenn" Ereignisse beschenken würde

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Veröffentlicht am 17.02.2026

Im Wald verirrt

Das Mädchen
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So wie ich Stephen King kenne, muss das wohl einer seiner nettesten Geschichten gewesen sein. Er hat darauf geachtet, dass das nicht schlimm sein wird, weil die Hauptperson eben ein 9jähriges Mädchen ist. ...

So wie ich Stephen King kenne, muss das wohl einer seiner nettesten Geschichten gewesen sein. Er hat darauf geachtet, dass das nicht schlimm sein wird, weil die Hauptperson eben ein 9jähriges Mädchen ist.
Ein Mädchen, das sich im Wald verirrt und auf sich allein gestellt ist. Tolle Waldbeschreibungen, verständliche Gedanken und Reaktionen des Mädchens (das für sein Alter recht groß ist, wie es auch im Buch steht). Es gab ein paar Szenen die mir sehr gefallen hatten, ihr Phantasiebegleiter Baseballspieler Tom Gordon, die unbekannte und unbenannte Gefahr die dort im Wald gelauert hat, ein unnötiges und nicht weiter beschriebenes Zwischenereignis was nur ärgerlich war und trotdem Spaß gemacht hat...
Die Geschichte läuft schnell, auch wenn nicht wirklich Vieles im Wald passiert, was ich bisschen schade fand, denn es könnte viel interessanter aufgebaut sein. Man liest aber nur wie das Mädchen sich im Wald verhält und weiter verläuft, wegen die Eltern es nur beweinen (außer ein paar kleine Rückblenden aus der Sicht des Mädchens erfahren wir nichts anderes über die Eltern und wie sie sich ansonsten in all dieser Tage verhalten, außer dass sie es an der Nacht wo sie sich verlaufen hat sie es auf dem Bett tun - typisch King). Da die Geschichte aber im Gegensatz zu anderen Bücher eher klein ist (weniger als 300 Seiten), ist es einfach ok. Anspielungen auf Gott/Gottern sind wieder sehr viele, weil Stephen es einfach mag, religiöse Menschen zu ragebaiten, aber am Ende wirkt alles doch ordentlich gerechtfertigt. Schade, dass man für manches nicht wirklich eine Erklärung bekommt.
Insgesamt ist das Buch nicht so krass, aber kann schnell und mit einer Prise Spannung gelesen werden.

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