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Veröffentlicht am 09.02.2026

Eher was für Leseratten

Firmin - Ein Rattenleben
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Eine Ratte erzählt ihr Leben, dass sie wegen Armut Bücher essen müsste, was dazu bewirkte, dass sie schlau geworden ist und lesen und die Menschen verstehen könnte.
Sehr schöne und interessante Idee. ...

Eine Ratte erzählt ihr Leben, dass sie wegen Armut Bücher essen müsste, was dazu bewirkte, dass sie schlau geworden ist und lesen und die Menschen verstehen könnte.
Sehr schöne und interessante Idee. Wollte von Anfang lesen was so da alles erzählt wird, und der Anfang war echt gut (er beginnt damit, dass die Ratte nicht weiß wie sie mit ihrer Erzählung beginnen soll). Leider hat es schnell nachgelassen. Der Anfang war richitg gut gelungen, aus der Sprache könnte man entnehmen, dass die Ratte wirklich schlau war, und trotzdem ging die Geschichte dann den Bach runter. Ein eher kleines Buch, was man schnell lesen kann und somit war das zumindest kein Problem. Aber ich verstehe den Autor nicht. Er könnte wirklich so vieles und tolles schreiben können, aus der Perspektive der Ratte, was sie erlebt und was sie denkt. Es gibt ein paar gute Stellen, das muss ich zugeben. Aber der Fortgang der Geschichte, das Ende, die Personen die vorkommen, quasi alles ist am Ende doch nur etwas was halt vorkommt und wieder weggeht, und die Ratte bevorzugt über nackte Frauen nachzudenken und darüber zu reden (das tut sie und das war einfach komisch), anstatt sich an wirklich wahren, interessanten Dinge zu wenden. Ich finde es nur schade, weil am Ende bittet das Buch meiner Meinung nach fast nichts an. Manche Stellen könnten inspirierend sein und eine tiefere Bedeutung haben, aber wie gesagt, das wurde nicht wirklich gut umgesetzt und es war nicht genug, weil da vor allem nur langweilige und komische Dinge vorkommen. Insgesamt bin ich also enttäuscht, gute Idee aber schlechte Umsetzung, als wäre die Phantasie und Wörterbenutzung des Autors nur begrenzt, obwohl er so vieles damit machen könnte. Und auch der Erzählstil schien am Ende einfach ein nutzloses Geplapper zu werden, am Anfang war es richtig poetisch und schlaumäßig gedankenvoll, und am Ende war einfach alles zerstört. Ich will nichts spoilern, denn am Anfang wird man schon direkt mit dem Ende konfrontiert und somit weiß man "ok, die Geschichte wird am Ende zu Ende gehen", und trotzdem könnte der Weg dahin anders gestaltet werden können. Schade.

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Veröffentlicht am 29.01.2026

Scheinheilig muss man nicht sein um es lese zu können

Shining
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Stephen King hat einfach Talent, egal ob viele es nicht verstehen können. Er nimmt einen Gedanken (und paar Drogen leider) und entfesselt sein ganzes Potenzial. Es geht nicht nur um ein verfluchtes Hotel, ...

Stephen King hat einfach Talent, egal ob viele es nicht verstehen können. Er nimmt einen Gedanken (und paar Drogen leider) und entfesselt sein ganzes Potenzial. Es geht nicht nur um ein verfluchtes Hotel, es geht nicht nur um die Begabung "Shining". Jeder einzelner Charakter bekommt seine eigene Geschichte, jede Geschichte wird innerhalb der andere wieder erzählt. King schreibt viel, für manche zu viel, aber spielt es eine Rolle wenn das was erzählt wird doch spannend und interessant ist? Bei manchen Büchern will man nicht dass sie enden, hier ist es nicht der Fall, weil seine Bücher eben so vollständig geschrieben werden wie es nur geht, so dass man denkt "puh, die Geschichte ist zu Ende, wir sind fertig (im positiven Sinne). Wenn man nur rasante, horromäßige Szenen sehen will, sollte sich den Film angucken, das Buch bittet aber viel mehr an. Und ich hab gerade irgendwo gelesen, dass jemand geschrieben hat, dass das Buch verwirrend ist. 1. stimmt das überhaupt nicht, oder muss man "Shining" haben um es zu checken? 2. das Buch spricht über einen Vater der verrückt wird, also spiegelt sich diese Transformation auch ganz gut in der Geschichte wider. 3. reden manche davon, dass das gruselig ist. Manche Szenen sind bisschen krass, aber insgesamt finde ich, dass eher sich die Atmosphäre bedrückend anfühlt, es gibt schon schlimmere Bücher, für Leute die schon bisschen Erfahrung haben werden es einfach ok finden.
Insgesamt fand ich das Buch sehr gelungen, aber man braucht eben auch bisschen Geduld um es zu schaffen, ist also nicht für jeden geeignet.

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Veröffentlicht am 18.01.2026

77. Grad Richtung Fehlschlag

Der 77. Grad
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Als ich das Buch sah, hatte ich wirklich Hoffnung. Schönes Cover und rätselhafter Titel, dazu ein interessanter Klappentext und noch dazu die Anmerkung "Ein packender Mysterythriller für die Fans von Scott ...

Als ich das Buch sah, hatte ich wirklich Hoffnung. Schönes Cover und rätselhafter Titel, dazu ein interessanter Klappentext und noch dazu die Anmerkung "Ein packender Mysterythriller für die Fans von Scott McBain und Dan Brown". Ich bin ein Fan von DanBrown und das alles hat sich vielversprechend angehört. Das war aber leider nicht der Fall. Nette Idee, ein Kartenbuchhändler bekommt einen Auftrag um etwas zu entziffern, in aller Geheimschaft und so weiter und so fort, der Klappentext gibt wirklich eine gute Auskunft. Nur, dass das eben auch schon alles gute an der Geschichte ist. Die ganze Geschichte lässt sich wie ein schlecht inszenierter Abenteuer
-Film lesen, der 25% positive Bewertung bei RotenTomatoes hat. Ein vollständig unrealistischer Plot (und dabei gibt's immer wieder blöde Sätze wie "Ich kanns nicht fassen was gerade passiert, als wäre das alles ein Film" oder "Genau wie in einem MysteryRoman jage ich gerade einen Schatz hinterher"). Die Charaktere sind einfach da um zu reden. Man kann sich nicht mit denen identifizieren, und miteinander haben sie auch keine realistische/interessante Beziehung. Harry und Zola hatten früher Konkurrenz miteinander, aber Harry erinnerte sich nicht mehr daran und hat sie einfach um Hilfe gebeten und sie hat einfach mitgemacht, er hat in ihrem Haus geschlafen ohne dass nichts passiert (was sehr gut war, denn unnötige Spice szenen wären dann der Höhepunkt) und alles läuft einfach ohne einen realistischen Sinn. Ihre Entscheidungen waren teilweise auch einfach zum Verzweifeln, ABER die wahre Verzweiflung die mich überkam waren die Bösen die auch den "Schatz" nachjagten. Ich will nicht spoilern, und sage nur, dass die griechische orthodoxe Kirche einfach gar nicht beachtet wird wie sie in Wirklichkeit ist und im Buch trotzdem benutzt, auf falscher Weise, was mich als orthodoxer Christ wirklich getriggert hat. Der Plot, die Charaktere, die Feinde, das Ende, alles war eine einzige Katastrophe. Auf jeden Fall gar nichts mit DanBrown zu tun, denn Ideen hat jeder, und jeder kann sich eine Geschichte über einen geheimen Schatz mit historischen Hintergründen ausdenken, das wahre Talent ist diese Geschichte auch dann richtig zu zeigen und hier war es nicht der Fall. Das einzige was ich loben kann war zumindest die Geschichte der Person die diesen geheimen Brief geschrieben hatte die man in ein paar Kapiteln zwischendurch lesen könnte, denn sie hatte viele richtige historische Ansätze und wurde spannend erzählt (spannender als die Gegenwart wenn auch trotzdem manchmal sehr hinterfragend) und es war eine nette Auffrischung da man die Zeitspannen wechselte. Aber das ist überhaupt nicht genug um das Buch zu empfehlen. Liest DanBrown oder McBain, aber das hier ist nur für denjenigen, der nichts mit seiner Zeit anfangen weiß. Für mich persönlich war das eine Enttäuschung, in fast allen Aspekten.

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Veröffentlicht am 12.01.2026

Das einzige Böse hier ist die Zeitverschwendung

Das Böse in uns
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Als ich das Buch beim Trödelmarkt für 1€ kaufte, dachte ich mir einfach "lass mal sehen was es zu bitten hat". Nun, kurz gesagt hat es Müll angeboten. Ich wüsste nicht, dass das das 3. Buch dieser Reihe ...

Als ich das Buch beim Trödelmarkt für 1€ kaufte, dachte ich mir einfach "lass mal sehen was es zu bitten hat". Nun, kurz gesagt hat es Müll angeboten. Ich wüsste nicht, dass das das 3. Buch dieser Reihe war und als ich es bemerkt habe war es zu spät (in den ersten Seiten erzählt Smoky was ihr bis jetzt alles widerfahren war). Aber das war nicht das Problem. Das Problem war alles andere: Erstmal diese Smoky. Eine harte Frau, die alles schlimmes erlebt hat was man sich vorstellen kann, die aber alles überwunden hat und jetzt nicht mehr zu stoppen ist, sie will sich alle Bösewichte schnappen, wobei sie dabei noch eine "Fähigkeit" hat (wie sie es selber nennt), nämlich diese böse Menschen zu verstehen und was weiß ich noch. Der Schreibtstil ist nichts besonderes, eher gibt es manchmal lange, nervige Sätze, und die Handlung passiert im Präsens, was nur selten in Büchern gemacht wird und meistens deshalb auch nicht so gut klappt. Ihr ganzer Team ist einfach eine Kopie aus einer Trashshow, ihre beste Freundin ist eine wunderschöne, sehr freche, willensstarke Frau, da gibt's außerdem den alten, sympathischen Mann der auf alle aufpasst, und natürlich haben wir unseren Hacker, der mit niemandem spricht (und als er einmal geredet hat war es um ihnen sein Geheimnis zu sagen, dass er schwul ist). Die ganze Handlung ist einfach lächerlich: Ein Mörder, der schon über 140 Menschen innerhalb 20 Jahren getötet hat, macht sich jetzt erst sichtbar und das FBI hat nix gemerkt bis jetzt, und jetzt wo sie darüber Bescheid wissen, können trotzdem nichts machen und am Ende gewinnen sie auch nur (hoffe niemand wird das als Spoiler ansehen, denn ich bitte euch, dass ist doch glasklar dass das passiert) deshalb, weil der "Prediger" sich darauf einlässt. Und seine Opfer, die etwas wirklich schlimmes gemacht haben und dafür bestraft werden mussen? Lächerliche Aussage/Begründung von ihm, und diese Situationen waren zum Teil eklig, aber nichts mehr als einfach eine spaßige Idee des Autors aus Langeweile, um seine Freiheit des Schreibens zu nutzen und ein paar schmutzige Worte zusammen zu fügen. Spannend machte es nur, dass man eben lesen wollte welche "ach so schlimme" Sünden die Menschen gemacht haben, aber ich war wirklich enttäuscht. Als jemand der sich für die Kriminalpsychologie interessiert und viel darüber kenne, kann ich sagen, dass hier jemand einfach mal die Religion haten und dabei das Wort "Psychopath" ausnutzen wollte, um paar sadistische Szenen zu erstellen. Vielleicht lese ich mal das erste Buch von ihm, dass ja so bekannt würde um ihn zu treiben, die Serie voranzutreiben. Aber das Buch war nicht böse. Eher der Versuch, böse zu klingen, war letztendlich einfach nur blöd. Bei allem Respekt, man kann auch ohne dieses Buch lesen. Und wenn ihr sehen wollt wie wahre Psychopathen sind, schaut und liest euch reale Krimi-Dokus an, die wirklich zeigen was das Böse ist.

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Veröffentlicht am 12.01.2026

Phant(om)astisches Buch

Das Phantom der Oper
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Das Phantom dee Oper ist ein spannender und atmosphärischer Klassiker. Besonders gut gelungen sind die geheimnisvolle Geschichte und das Rätsel des Phantoms, wobei auch die verschiedene Charaktere, wie ...

Das Phantom dee Oper ist ein spannender und atmosphärischer Klassiker. Besonders gut gelungen sind die geheimnisvolle Geschichte und das Rätsel des Phantoms, wobei auch die verschiedene Charaktere, wie Raoul, Christine oder der Perser, echt interessant sind (auch wenn ich manche Entscheidungen und Aktionen von denen komisch oder sogar nervig fand, denn ein paar Stellen kamen mir fast unrealistisch vor). Von Anfang an erzeugt es Spannung und man will weiterlesen um zu sehen was dahinter steckt. Etwas schwierig war der Einstieg, da viele Namen vorkommen und man sich an sie gewöhnen muss, so wie die Sprache, die stellenweise manchmal etwas außergewöhnlich sein kann. Danach lohnt sich aber das Lesen sehr, nicht nur die Oper - Variante ist also gut.

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