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Veröffentlicht am 05.11.2023

Enemies-to-Lovers trifft auf Suspense

Two Lives to Rise (Breaking Waves 2)
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Nachdem mich der erste Band der ‚Breaking Waves‘-Reihe von Kristina Moninger total gefesselt hat und mich das Ende eiskalt erwischt hat, war ich froh Band 2 schon zu Hause gehabt zu haben.

Dieses ...

Nachdem mich der erste Band der ‚Breaking Waves‘-Reihe von Kristina Moninger total gefesselt hat und mich das Ende eiskalt erwischt hat, war ich froh Band 2 schon zu Hause gehabt zu haben.

Dieses Mal ist es Isabella, die wir begleiten und mit der wir in die dunkelsten Stunden ihrer Vergangenheit eintauchen. Isabella hat Schreckliches erlebt; ein Ereignis, welches sie 10 Jahre später bis in die Gegenwart verfolgt. Und sie gibt sich zudem die Schuld an Josies Verschwinden. Als Avery und Odina den neuen Hinweisen nachgehen, werden bei Isabella alte Wunden wieder aufgerissen. Und dann ist da auch noch Isabellas nerviger Nachbar Preston, der mitten in Renovierungsarbeiten steckt und Isabellas Nerven ordentlich blank legt. Wenn da nicht nur diese Anziehungskraft wäre…Enemies-to-Lovers – ich liebe es!

Kristina Moninger erzählt die Handlung auch in Band 2 auf zwei Zeitebenen. Man erfährt mehr aus Josies Leben, lernt mehr Seiten von dem jungen Mädchen kennen. Und so setzt sich nach und nach das Puzzle immer mehr zusammen. Ich habe wieder von der ersten Seite an mitgerätselt und wieder einmal neue Theorien aufgestellt. Der Fall ‚Josie‘ wird auch in diesem Buch nicht abgeschlossen und so bleibt es weiter spannend.

Isabellas und Prestons Geschichte fand ich auch großartig. Fast noch ein bisschen besser als jene von Avery und Jake. Isabella ist ein spannender und sehr facettenreicher Charakter. Und auch Prestons Charakter hat viele Seiten – am liebsten ist mir seine humorvolle.

Durch Kristina Moningers tollen und bildhaften Schreibstil bin ich auch durch Band 2 nur so geflogen. Ich kann es kaum erwarten, dass Band 3 erscheint und ich erneut den Charme der kleinen Küstenstadt Harbour Bridge genießen kann.

Ich empfehle übrigens unbedingt die Bücher in der richtigen Reihenfolge zu lesen. Die Protagonisten sind zwar immer andere; Josies Handlungsstrang wird aber von Anfang an aufgerollt.


Fazit

Dieses Mal ist es die Geschichte von Isabella, welche eng mit jener von Josie verwoben ist. Neue Puzzlestückchen finden an ihren Platz, düstere Geheimnisse kommen ans Licht und die Liebe kommt natürlich auch nicht zu kurz.

Ich kann ‚To Lives to Rise‘ sehr empfehlen. Einzige Voraussetzung ist Band 1, den man unbedingt vorher lesen sollte.

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Veröffentlicht am 05.11.2023

Second-Chance-Rockstar-Romance mit Suspense

One Second to Love (Breaking Waves 1)
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Eigentlich bin ich kein Fan von Rockstar Romances und mit Sportthemen kann man mich auch nur bedingt anlocken. Und dennoch wollte ich Kristina Moningers Reihenauftakt unbedingt lesen. ‚One Second ...

Eigentlich bin ich kein Fan von Rockstar Romances und mit Sportthemen kann man mich auch nur bedingt anlocken. Und dennoch wollte ich Kristina Moningers Reihenauftakt unbedingt lesen. ‚One Second to Love‘ hat mich mit einem ‚Supsense-Versprechen‘ gelockt. Und ich kann nur sagen, dass genau dieser Handlungsstang rund um die vermisste Josie eine riesige Sogwirkung entwickelt hat, auch wenn im Vordergrund Averys & Jakes Geschichte erzählt wird.

Seit ihrer Kindheit verbringt Avery ihre Sommer in Harbour Bridge bei ihrem Vater. Dort lernt sie nicht nur ihre besten Freundinnen Isabella, Odina, Lee und Josie kennen. In Harbour Bridge kann Josie sich fallen lassen und das Leben genießen. Zumindest bis zu dem schicksalhaften Tag, an dem Josie spurlos verschwindet. 10 Jahre später – die Freundinnen haben sich mittlerweile aus den Augen verloren – kehrt Josie zurück. In Harbour Bridge wird Avery nicht nur mit neuen Spuren zu Josies Verschwinden konfrontiert. Auch Bandkollege Jake, mit dem Avery eine On-Off-Beziehung geführt hat, versucht erneut Averys Herz zu erobern.

Kristina Moninger erzählt die Handlung auf zwei Zeitebenen. Während wir in der Gegenwart erleben, wie Avery versucht in Harbour Bridge wieder Fuß zu fassen und Jake möglichst nicht zu nahe heran zu lassen, erfahren wir durch Rückblicke in die Vergangenheit wie sich die Freundinnen kennen gelernt haben und welche Rolle jede von ihnen in der Clique eingenommen hat. Und wir lernen natürlich auch Josie kennen. Was wir dabei alles über die junge Schauspielerin erfahren, lässt viel Raum für eigene Spekulationen, was mit ihr passiert sein könnte. Und auch die neuen Hinweise in der Gegenwart geben viele Rätsel auf und bringen ordentlich Spannung in die Handlung.

Ich war überrascht welche Sogwirkung die Geschichte auf mich hatte. Ich habe fast durchgehend mitgerätselt, Vermutungen aufgestellt, diese wieder verworfen und komplett neue Ideen entwickelt. Und auch Averys und Jakes Geschichte, habe ich mit Spannung verfolgt und ich habe insbesondere Jakes persönliche Entwicklung sehr gefeiert.

Kristina Moningers Schreibstil ist toll. Man fliegt nur so durch das Buch. Und das Setting ist einfach traumhaft, was nicht zuletzt an den sehr bildhaften Beschreibungen der Autorin liegt.

Noch ein kurzes Wort zum Schluss: Während Averys und Jakes Geschichte auserzählt wird, ist der Handlungsstrang rund um Josies Verschwinden offen geblieben. Und ich gehe einfach mal davon aus, dass sich dieser auch durch alle vier Teile ziehen wird, was ich persönlich ziemlich genial finde. Womit ich allerdings absolut nicht gerechnet habe, war der richtig fiese Cliffhanger am Schluss. Ich kann nur sagen, dass ich froh darüber war, Band 2 schon zu Hause zu haben.


Fazit
Kristina Moningers Reihenauftakt hat mich total überrascht und gefesselt. Zum einen wird Averys und Jakes Geschichte erzählt – eine Second-Chance-Rockstar-Romance mit Ups and Downs – zum anderen dreht sich die Handlung um Josie, einer Freundin aus Kinder -und Jugendtagen, die von einem Tag auf den anderen spurlos verschwunden ist.

Ich kann den Reihenauftakt absolut empfehlen und rate auch dazu Band 2 schon mal bereit zu legen.

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Veröffentlicht am 05.11.2023

mit unglaublich viel Witz trifft hier ein fantastisches Rollenspielsetting auf den knallharten Teenageralltag

Askendor – Spiel mit der Wirklichkeit
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Irgendwie ganz anders als erwartet, mit unglaublich viel Witz und Themen, die vorallem Teenager ansprechen, hat Silke Schellhammer bei mir ordentlich Punkte gesammelt.

Florentine ist 15 Jahre ...

Irgendwie ganz anders als erwartet, mit unglaublich viel Witz und Themen, die vorallem Teenager ansprechen, hat Silke Schellhammer bei mir ordentlich Punkte gesammelt.

Florentine ist 15 Jahre alt und eigentlich gar kein Fan von PC und Co. Wo sie mit ihrem Leben hin will, weiß sie noch nicht so wirklich. Ihre Mutter dafür umso mehr und so treibt sie Florentine zu schulischen Höchstleistungen an. Ganz zum Missfallen von Florentine, die neben der Lernerei auch Mal auf Partys gehen und sich mit Freunden treffen will. Als der kleine Bruder ihrer besten Freundin, dem Florentine Nachhilfe gibt, Askendor zockt, wird die Teenagerin, von dem seltsamen Gefühl heimgesucht, dass Thosse von Baar, eine Videospielfigur, sie durch den Computer sieht. Florentine startet kurzerhand selber ein Spiel und wird prompt hineingezogen nach Aksendor. Dabei wird nicht nur ihr Leben ordentlich auf den Kopf gestellt.

Mir hat es total Spaß gemacht gemeinsam mit Florentine zwischen den Welten zu reisen und gemeinsam mit ihr nicht nur einer gefährlichen Rebellion in Aksendor gegenüber zu stehen, sondern auch den harten Teenageralltag und Kampf mit ihrer Mutter zu bestreiten. Die Handlung ist ein gelungener Mix aus Fantasy und Jugendbuch. Hier prallt eine fantastische Welt auf die Realität und lässt die beiden miteinander verschmelzen. Sowohl Florentine, als auch Thosse von Baar lernen aus den neuen Erfahrungen und voneinander.

Silke Schellhammer schreibt mit viel Humor und in jungendlicher Sprache über Themen, die Teenager begleiten. Es geht um Schule, Noten, Freundschaften, Partys und die erste Liebe.

Auch wenn die Handlung vielleicht nicht neu erfinden ist, so hatte ich dennoch großen Spaß beim Lesen, habe oft und viel gelacht, mit Florentine, Thosse und ihren Freunden mitgefiebert und die Entwicklung der Figuren mit Freude verfolgt.

Große Empfehlung für Leser*innen ab 12 Jahren.

Fazit

Mit viel Witz und flotten Sprüchen hat mich Silke Schellhammer bereits nach wenigen Seiten eingefangen. In Askendor lernt Florentine nicht nur wir man kämpft, sie sammelt wertvolle Erfahrungen fürs Leben.

Mir hat das Jugendbuch richtig gut gefallen und ich kann es sehr weiterempfehlen.

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Veröffentlicht am 05.11.2023

Sanfte Liebesgeschichte, deren blumiges buntes Setting in starkem Kontrast zu den ernsten Themen steht

Selbst in dunkelster Nacht
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Mit wunderschöner blumiger Sprache, leisen Tönen und viel Gefühl hat mich Ali Kassemyar eingenommen. ‚Selbst in dunkelster Nacht‘ ist nicht nur das Debüt des Autors, sondern auch ein der Auftakt ...

Mit wunderschöner blumiger Sprache, leisen Tönen und viel Gefühl hat mich Ali Kassemyar eingenommen. ‚Selbst in dunkelster Nacht‘ ist nicht nur das Debüt des Autors, sondern auch ein der Auftakt zu einer sehr emotionalen Dilogie, dessen Setting, ein Blumenladen, es mir besonders angetan hat und welcher auch in starkem Kontrast zu den ersten Themen steht, die angesprochen werden.

Liora und Kieran sind die beiden Protagonisten dieser ruhigen Liebesgeschichte. Die beiden sind nicht nur Nachbarn, sondern arbeiten auch zusammen in Joes Blumenladen – einem fröhlichen und bunten Ort. Ganz im Gegensatz zu Kierans Seele, die sich durch ein erschütterndes Ereignis in dessen Vergangenheit verdunkelt hat. Und auch Liora hat in ihrem jungen Leben schon schmerzhafte Erfahrungen gemacht. Ihre Fröhlichkeit lässt sie sich allerdings nicht nehmen. Als sich zwischen den beiden eine tiefe Freundschaft entwickelt, wird Liora nach und nach mit Kierans Vergangenheit und seinen inneren Dämonen konfrontiert.

Ich mochte beide Protagonisten sehr gerne. Ihre Gefühle und Gedanken waren für mich nachvollziehbar und greifbar. Vorallem Liora macht es einem einfach sie zu mögen. Kieran ist da schon ein etwas verschlossenerer und distanzierterer Charakter. So unterschiedlich die beiden auch sind, die Dynamik zwischen ihnen ist einfach wunderschön.

Ali Kassemyar lässt Liora und Kieran viel Raum und Zeit jeweils ihre eigene Geschichte zu erzählen und so erfahren wir nach und nach aus der jeweiligen Perspektive was den beiden widerfahren ist und wie sie damit umgehen. Man sollte sich beim Lesen auf eine ruhige Liebesgeschichte einstellen, die von einigen Drama überschattet wird und viele blumige Phrasen enthält. Was vielleicht etwas kitschig klingt, hat mir tatsächlich wirklich gut gefallen. Nur das Ende war für meinen Geschmack etwas zu viel Drama. Und ich habe ehrlich gesagt auch nicht damit gerechnet, dass es ein Reihenauftakt ist und kein in sich abgeschlossenes Buch.


Fazit:
Mit wunderschöner blumiger Sprache, leisen Tönen und viel Gefühl erzählt Ali Kassemyar eine sanfte Liebesgeschichte, dessen Setting – ein Blumenladen – im starken Kontrast zu den heftigen Schicksalsschlägen der beiden Protagonisten steht. Viel Drama und einiges an Kitsch sind inbegriffen; mir hat das Debüt des Autors dennoch richtig gut gefallen und ich freue mich schon auf Band 2, in dem Lioras und Kierans Geschichte weiter erzählt wird.

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Veröffentlicht am 05.11.2023

Eine schottische Insel, unerklärliche Ereignisse und eine uralte Familienfehde

Insel der wandernden Flüche - Skys Gabe
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Angezogen vom Klappentext, der von einer abgelegenen Insel Schottlands, mysteriösen Flüchen und einer uralten Fehde erzählt, müsste ich Tina Blases Reihenauftakt einfach lesen.

Durch den lockeren ...

Angezogen vom Klappentext, der von einer abgelegenen Insel Schottlands, mysteriösen Flüchen und einer uralten Fehde erzählt, müsste ich Tina Blases Reihenauftakt einfach lesen.

Durch den lockeren und unkomplizierten Schreibstil der Autorin war es ein Leichtes in der Geschichte bzw. auf der kleinen schottischen Insel Sidh Fuß zu fassen. Genau wie Sky war auch ich zunächst über die ablehnende Haltung der Einwohner verwundert. Selbst Skys Großvater scheint etwas vor seiner Enkelin zu verbergen. Und dann ist da noch Rory, der Sky am liebsten gleich von der Insel verjagen will. Dabei möchte Sky doch einfach nur ein richtiges und festes zu Hause finden, was ihr durch den Job ihrer Mutter, einer Hotelmanagerin, bisher verwehrt wurde. Trotz aller Widerstände ist Sky fest entschlossen: Sie möchte für immer auf Sidh leben! Schnell merkt Sky jedoch, dass etwas ganz und gar nicht stimmt. So verbissen wie Sky bleiben will, ist sie auch die Geheimnisse der Insel zu lüften. Auch wenn sie mit ihren 14 Jahren etwas anstrengend ist, so ist mir Sky mir ihrer Entschlossenheit und ihrem Kampfgeist schnell ans Herz gewachsen. Im Gegensatz zu Rory, den ich – Fehde hin oder her – leider etwas engstirnig fand. Die Dynamik zwischen Sky und Rory war wirklich eine teils anstrengende Berg- und Talfahrt.

Das Setting fand ich hingegen traumhaft. Wahnsinnig atmosphärisch und mystisch. Genau so die Idee mit den Flüchen. Allerdings würde ich das Alter der Zielgruppe etwas niedriger ansetzen, da ich denke, dass das Buch für Teenager dann vielleicht doch etwas zu einfach gestrickt ist. Während ich den Einstieg noch richtig spannend fand und ich neugierig und begierig darauf war, die Geheimnisse der Insel zu lüften und das Rätsel der Flüche zu lösen, kam mit zunehmender Seitenzahl ein wenig Langeweile auf. Ich fand die erste Hälfte dann doch etwas in die Länge gezogen. Die zweite Hälfte hatte dann aber eine richtige Sogwirkung und es kam so richtig Spannung und Tempo in die Sache. Es kommt zu irren Wendungen und Enthüllungen, mit denen ich so gar nicht gerechnet habe. Nicht nur die Geschichte der Insel, sondern auch jene von Sky und ihrer Abstammung sorgt in der zweiten Hälfte für Spannung. (Leider) bleiben auch einige Fragen offen. Leider, weil ich unbedingt Antworten will und jetzt auf Band 2 warten muss.

Auch wenn der Zauber nicht ganz auf mich übergesprungen ist, kann ich den Reihenauftakt absolut empfehlen, denn die Grundidee, der Handlungsort und auch die liebevoll, teils sehr eigenwilligen und schrulligen, Charaktere , machen definitiv Spaß und sorgen für ein paar schöne Lesestunden.


Fazit:
Tina Blases neuer Reihenauftakt ist auf jeden Fall einen Blick ins Buch wert – alleine schon wegen des atmosphärischen Settings: Eine abgelegene schottische Insel, auf der unerklärliche Phänomene die Menschen heimsuchen, Geheimnisse hinter dicken Burgmauern unter Verschluss gehalten werden und eine uralte Fehde zwischen zwei Familien steht.

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