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Veröffentlicht am 08.10.2023

Eine Liebe geboren aus einem Fluch

Psyche und Eros
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Auf die Geschichte von Psyche und Eros habe ich mich schon im Vorfeld sehr gefreut. Und Luna McNamara hat meine Erwartungen mehr als erfüllt. Eingenommen vom wirklich schön und leicht zu lesenden, ...

Auf die Geschichte von Psyche und Eros habe ich mich schon im Vorfeld sehr gefreut. Und Luna McNamara hat meine Erwartungen mehr als erfüllt. Eingenommen vom wirklich schön und leicht zu lesenden, sehr lebendigen Schreibstil der Autorin, bin ich tief in die Griechische Mythologie eingetaucht, habe viele Aspekte dieser neu erfahren, bin auf alte Bekannte gestoßen und habe Psyche, Eros, sowie deren verfluchte Liebesgeschichte, kennen gelernt.

Luna McNamaras Interpretation des Mythos hat mir unglaublich gut gefallen, vorallem weil das Buch soviel mehr als „nur“ die Geschichte von Psyche und Eros beinhaltet. Durch die beiden Protagonisten, die auf den ersten 100 Seiten jeweils aus ihrem Leben erzählen, lernen wir die beiden schon sehr gut kennen. Während Prinzessin Psyche aufgrund der Prophezeihung eines Orakels von Atalante zur Kriegerin ausgebildet wird, tauchen wir mit Eros tief in die Griechische Mythologie ein, gehen bis zu den Anfängen – zu Gaia und der Erschaffung der Welt; quasi der Geburt der Götter

Als Psyche und Eros Aphrodites Fluch zum Opfer fallen, beginnt nach rund einem Drittel deren gemeinsame, sehr außergewöhnliche Geschichte. Eine Liebesgeschichte, geboren aus einem Fluch, die den beiden viel abverlangt und unzählige Hürden bereit stellt.

Grandios fand ich auch die Handlung eingebetteten Sagen und Mythen. So treffen wir zum Beispiel auf Klytemnestra und Iphigenie, auf Elektra und die schöne Helena. Selbst Medusa erhebt ihre Stimme. Ich fand die ganzen Verbindungen unglaublich toll, vorallem leicht verständlich geschrieben und auch nicht zu verwirrend, obwohl eben viele Namen fallen. Die Autorin hat sich auch einige künstlerischen Freiheiten genommen und auch diese fand ich sehr gelungen und passend.

Luna McNamara ist es gelungen mich an die Seiten zu fesseln. Vorallem die zweite Hälfte fand ich unglaublich spannend. Bis zum Ende habe ich mit Psyche und Eros mitgefiebert und einmal mehr die antike Welt, Griechenland, seine Mythen, Sagen und Götter gefeiert.


Fazit:

Luna McNamara hat mich auf eine faszinierende Reise mitgenommen und mich tief in die Griechische Mythologie eintauchen lassen. Neben der tragischen Liebesgeschichte von Psyche und Eros, die aus einem Fluch geboren ist, erzählt die Autorin viele weitere Sagen und Mythen – von Gaia und dem Chaos am Anfang der Welt bishin zu Helena von Troja. Große Empfehlung für Fans Griechischer Mythologie und auch jenen, die sich an diese noch herantasten wollen.

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Veröffentlicht am 24.09.2023

Zu viele offene Fragen

The Romeo & Juliet Society, Band 1 - Rosenfluch
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Sabine Schoder hat sich von der wohl tragischsten Liebesgeschichte der klassischen Literatur inspirieren lassen. Ich war total neugierig auf ihre ‚Romeo & Julia‘-Interpretation, muss aber letztlich ...

Sabine Schoder hat sich von der wohl tragischsten Liebesgeschichte der klassischen Literatur inspirieren lassen. Ich war total neugierig auf ihre ‚Romeo & Julia‘-Interpretation, muss aber letztlich sagen, dass mich die Autorin mit mehr Fragen zurück gelassen, als beantwortet hat. Kreativ und eigenwillig ist der Reihenauftakt aber allemal.

Die Handlung dreht sich um die 17-jährige Joy, welche auf den Theaterbühnen der Welt aufgewachsen ist. Ihr Vater ist Schauspieler, ihre Mutter kennt Joy nicht. Joy ahnt von ihrer Abstammung nichts, bis sie kurz vor einer Vorstellung ihres Vaters von einer seltsamen Organisation – der ‚Romeo & Juliet‘-Society nach Verona entführt wird. Dort soll sie eine Akademie besuchen, die von Mitgliedern der Familien Capulet und Montague besucht und geführt wird. Auf den Nachfahren der verfeindeten Familien lastet bis heute ein Fluch. Alle 17 Jahre muss sich ein Liebespaar opfern, damit die anderen überleben. Für Joy, die der Familie Capulet zugeordnet wurde, bedeutet dies, sich niemals in einen Montague zu verlieben.

Normalerweise bin ich immer Feuer und Flamme, wenn es um Akademien Familiengeheimnisse und Flüche geht. Und den Einstieg fand ich auch richtig vielversprechend. Zumindest bis zu dem Punkt, an dem ich die Auswirkungen des Rosenfluches selbst zu ’spüren‘ bekommen habe. Ab diesem Zeitpunkt hatte ich gefühlt nur mehr Fragen, die allerdings zu mindest in diesem Auftaktband nicht beantwortet wurden. Warum gibt es den Fluch überhaupt und in welchen Zusammenhang steht der Unstern damit? Nur zwei der Fragen, deren Beantwortung für mein Verständnis wichtig gewesen wären. Abgesehen von den vielen Lücken ist der Fluch selbst auch recht skurril.

Einige Spannungsmomente gibt es schon auch, insgesamt für mich aber zu wenig. Positiv fand ich hingegen, dass das im Klappentext angedeutete Liebesdreieck ausgeblieben ist. Joy steht zwar schon zwischen beiden rivalisierenden Fürsten der Häuser Capulet und Montague. Es ist was die Liebesgeschichte allerdings betrifft eine Richtung vorgegeben. Das Hin und Her zwischen den Auserwählten, was ich so gar nicht mag, bleibt zum Glück aus.

Während ich Joy, Rhyme und Cut sehr gut fassen konnte, sind die zahlreichen Nebencharaktere leider sehr oberflächlich geblieben. Bis zum Schluss habe ich sie teilweise nicht auseinanderhalten können, was für mich ein typisches Zeichen ist, dass es mir an charakterlicher Ausgestaltung fehlt.

Ob ich die Reihe weiter verfolgen werde, steht noch in den Sternen. Aufgrund der vielen unbeantworteten Fragen hat mir der rote Faden gefehlt.

Fazit:

Eines ist Sabine Schoders Reihenauftakt definitiv: sehr eigenwillig und überaus kreativ. So kannte ich die Geschichte von ‚Romeo & Julia‘ jedenfalls noch nicht. In dieser Hinsicht fand ich das Buch auch gut, weil es eigene Wege geht. Allerdings konnte mich die Handlung nicht wirklich überzeugen, was vorallem daran liegt, dass so gut wie keine Fragen zum Fluch, der auf den Nachfahren der Familien Capulet und Montague lastet, beantwortet werden.

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Veröffentlicht am 11.09.2023

Trotz einiger Längen und relativ wenig Handlung ein großartiger 9. Band

Keeper of the Lost Cities – Sternenmond (Keeper of the Lost Cities 9)
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»Das Problem dabei, die Anführerin einer ganzen Bewegung zu sein, ist, dass man bereit sein muss, alles zu tun, um die gemeinsame Sache voranzubringen.«

(Zitat aus 'Keeper of the Lost Cities ...

»Das Problem dabei, die Anführerin einer ganzen Bewegung zu sein, ist, dass man bereit sein muss, alles zu tun, um die gemeinsame Sache voranzubringen.«

(Zitat aus 'Keeper of the Lost Cities - Sternenmond')

Es ist kein Geheimnis, dass ich ein großer Fan der Reihe bin, die mittlerweile bei Band 9 angelangt ist. Auch 'Sternenmond' hat mir wieder richtig gut gefallen, wobei ich auch sagen muss, dass dieser Band nicht ganz mit den vorherigen Teilen - insbesondere den ersten 4 - mithalten kann, die ich durchgehend spannend in Erinnerung habe. Dieses Mal hat es etwas gedauert bis die Dinge ins Rollen kommen. Tatsächlich passiert sogar relativ wenig wie ich finde. Dafür gibt es viele, viele Gespräche, vorallem unter Sophie und ihren Freunden. Es wird viel gerätselt, hitzig diskutiert und die nächsten Schritte besprochen. Einmal mehr wird Sophie zur Anführerin im Kampf gegen die Neverseen und Lady Gisela, wobei ihre Handlungen und Vorschläge nicht immer von allen gut angenommen werden. Außerdem möchte Sophie mehr über Keefes Vermächtnis und 'Sternenmond' herausfinden. Und dann sind da auch noch Sophies Gefühle, die sie zu überrollen drohen.

Die erste Hälfte des Buches hatte ich das Gefühl ein bisschen auf der Stelle zu treten. Die großen Wendungen und Enthüllungen kommen erst relativ spät. Dafür hat mich die zweite Hälfte dann richtig mitgerissen und gefesselt. Und über das Ende möchte ich eigentlich gar nicht nachdenken. Es hat unzählige Fragen aufgeworfen. Dort wartet nämlich ein riesiger Cliffhanger, der mich ziemlich zerstört hat.

Sophie fand ich wieder einmal großartig; ganz besonders die Entwicklung, die sie in der Reihe durchgemacht hat. Ein bisschen wehmütig war ich wegen Keefe, der untergetaucht und daher nicht ganz so präsent ist. Seine humorvolle Art und seine Sprüche sind mir richtig abgegangen. Ro hat ihn zwar würdig vertreten, aber sie ist eben nicht Keefe. Dafür hat mich eine Entwicklung ganz besonders gefreut und mir unschuldiges Herzklopfen bereitet, weshalb ich seine kurzfristige Abwesenheit verzeihen kann.

»Sie wollten uns zu verstehen geben, dass es von nun an keinen Moment der Ruhe mehr geben wird – und dass nichts, das uns etwas bedeutet, sicher ist.«

(Zitat aus 'Keeper of the Lost Cities - Sternenmond')

Fazit:

Als großer Fan der Reihe freue ich mich über jeden Teil, der noch folgt. Und auch wenn der 9. Teil sich vorallem in der ersten Hälfte etwas gezogen hat und es in den 700 Seiten verhältnismäßig wenig Handlung gab, habe ich ihn wahnsinnig gerne gelesen. Und die Enthüllungen, sowie auch Sophies und Keefes Entwicklung haben mich sowieso begeistert. Umso mehr freue ich mich jetzt auf das große Finale!

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Veröffentlicht am 22.08.2023

Cozy Fantasy mit außergewöhnlicher Protagonistin

Emily Wildes Enzyklopädie der Feen
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»Man kann Feen nicht verstehen. Sie führen ihr Leben nach Lust und Laune und sind wenig mehr als eine Folge von Widersprüchen.«

(Zitat aus ‚Emily Wildes Enzyklopädie der Feen ‚ E-Book Pos. 2130)

Meine ...

»Man kann Feen nicht verstehen. Sie führen ihr Leben nach Lust und Laune und sind wenig mehr als eine Folge von Widersprüchen.«

(Zitat aus ‚Emily Wildes Enzyklopädie der Feen ‚ E-Book Pos. 2130)

Meine Meinung:

Mittlerweile besitze ich drei verschiedene Ausgaben von ‚Emily Wildes Enzyklopädie der Feen ‚ und ich denke, alleine diese Tatsache sagt schon einiges aus. Ich habe das Buch einfach geliebt – die heimelige Atmosphäre, die eingewobenen Legenden, die einprägsamen und außergewöhnlichen Charaktere und nicht zuletzt die Tatsache, dass in der Welt die Existenz von Feen und Elfen bewiesen ist und die Menschen von den Angehörigen der Feenvölker wissen. Magischer Realismus wie ich ihn liebe.

In Form von Tagebucheinträgen begleiten wir Universitätsprofessorin und Feenwissenschaftlerin Emily Wilde Anfang des 20. Jahrhunderts auf ihrer Forschungsreise in den verschneiten hohen Norden. Nach rund einem Jahrzehnt Forschungsarbeit möchte Emily ihre ‚Enzyklopädie der Feen‘ zu einem Abschluss bringen. Im kleinen, abgelegenen Dorf Hrafnsvik in der norwegischen Region Ljosland hofft Emily auf Angehörige des Feenvolkes zu treffen, um die letzten fehlenden Informationen zusammen zu tragen und zu dokumentieren. Immer an ihrer Seite ist ihr Hund Shadow – ihr treuer Begleiter und bester Freund. Denn mit anderen Menschen tut sich Emily schwer. Soziale Kontakte zu pflegen, liegt der eigensinnigen Feenforscherin nicht. Sie verbringt ihre Zeit lieber mit der Nase in Büchern und ihrer Arbeit. Als Emilys unliebsamer Kollege Wendell Bambleby völlig unerwartet auftaucht und sich mit zwei Praktikanten in Emilys kleiner Hütte einnistet, wird sie sofort misstrauisch. Warum ist Bambleby ihr hinterher gereist? Welche Ziele verfolgt ihr Konkurrent? Und warum findet Emily seine nervtötende Art plötzlich gar nicht mehr so schlimm?

Ich mochte Emily mitsamt ihren verschrobenen Eigenheiten total gerne. Emily ist mit Leib und Seele Wissenschaftlerin. Durch Emilys Tagebucheinträge erfahren wir nicht nur, wie sich ihr Alltag im frostigen Hrafnsvik gestaltet – vom Frühstück mit Brot und Käse, Holz fällen und Ofen anheizen bishin zu Abenden im Gasthof mit Ulfars Bier – sondern lernen auch viele Legenden aus dem Feenvolk kennen, welche Arten von Feen es gibt und welche Eigenschaften diese besitzen. Und so liest sich vor allem die erste Hälfte des Buches, wie der Titel schon sagt, wie eine Enzyklopädie mit vielen Erklärungen und Fußnoten. Der teils trockene und distanzierte Ton, den Heather Fawcett anschlägt, passt dabei einfach perfekt zu Protagonistin Emily, die bei den Dorfbewohnern eher für Unmut sorgt. Ganz im Gegenteil zu Bambleby, der mit seinem Charme alle um den Finger wickelt.

Während der erste Teil der Geschichte ruhig dahin plätschert, sich viel um die Forschung dreht und ich den Alltag im eingeschneiten Dorf bei heißem Tee und heimeligen Kaminfeuer einfach genossen habe, wird es ab der Hälfte umso temporeicher. Wir tauchen immer tiefer ein in das gefährliche Elfenreich, Geheimnisse werden gelüftet und es kommt zu Wendungen, die ich nicht habe kommen sehen. Tatsächlich hat mich der Handlungsverlauf total überrascht. Und auch wenn insgesamt nicht viel passiert ist, war ich doch gefesselt.

Im Übrigen ist das Buch ist in sich abgeschlossen und kann gut als Einzelband gelesen werden. Ein zweiter Teil ist aber schon angekündigt. Und ich kann es kaum erwarten mehr von Emily und Bambleby zu lesen.

»Em«, sagte er, ohne von seiner Arbeit aufzuschauen, nachdem ich ihm wieder einmal einen verstohlenen Blick zugeworfen hatte, »entweder planst du, wie du mich am besten für eine deiner Ausstellungen umbringen und ausstopfen lassen kannst, oder du hast immer noch Sorgen, ich könnte verzaubert sein.

(Zitat aus ‚Emily Wildes Enzyklopädie der Feen‘, E-Book Pos. 2054)

Fazit:

Heather Fawcetts cozy Fantasy ist für mich überraschend zum Jahreshighlight geworden. Ich liebe einfach alles daran: die toll gezeichneten Charaktere mit ihren Eigenheiten und Stursinn, die heimelige Atmosphäre im verschneiten Dorf Hrafnsvik, den magischen Realismus, die Geschichten und Legenden über das Feenvolk, und die besondere Erzählform als Tagebuch.

Herzensbuch und Jahreshighlight!

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Veröffentlicht am 15.08.2023

Faszinierender Mix aus historischen Tatsachen, alten Mythen und Fantasy

Die Schwarze Königin I
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Markus Heitz ist aus meinem Bücherregal nicht mehr weg zu denken und auch sein neuer Roman konnte mich begeistern. 'Die schwarze Königin' ist ein faszinierender Mix aus historischen Tatsachen, ...

Markus Heitz ist aus meinem Bücherregal nicht mehr weg zu denken und auch sein neuer Roman konnte mich begeistern. 'Die schwarze Königin' ist ein faszinierender Mix aus historischen Tatsachen, alten Mythen und Fantasy. Heitz lässt uns auf zwei Zeitebenen die Geschichte Vlad II., den wir auch als den Pfähler, kennen, erkunden.

In der Gegenwart unternimmt der junge Len eine Rundreise ins Banat, die ihn auch nach Prag führt. Dort überschlagen sich die Ereignisse. Len wird überfallen, fast getötet und von grauenhaften Wesen angegriffen. Die Geschichten seiner Großmutter, er sei ein Draculesti, der letzte Nachfahre des Drachenordens scheinen sich zu bewahrheiten.
Von einer ehemaligen Geschichtsprofessorin erfährt Len einiges über die Vergangenheit. Wir sind hingegen hautnah dabei im Jahr 1400. Die junge Königin Barbara von Cilli trifft bei Hofe in Buda auf Vlad. Beide spüren sofort eine Verbindung zueinander. Und so kommt es, dass Barbara und Vlad sich im Kampf gegen die Kreaturen der Nacht, die Strigoi, zusammentun. Mit Barbaras alchemistischen Wissen und Können und Vlads Schwert ziehen sie in den Krieg.

Der Einstieg in die Geschichte ist mir dieses Mal nicht ganz so leicht gefallen wie sonst bei Heitz' Romanen. Viele Namen und fremde Begriffe sind auf mich eingeprasselt. Namen und Orte, deren Schreibweise meinen Lesefluss immer wieder ins Stocken gebracht haben. Das hat sich allerdings mit zunehmender Seitenzahl gebessert und ich konnte das Buch dann auch richtig genießen. Wobei Genuss vielleicht nicht ganz zutrifft, denn das Buch ist in erster Linie düster und auch ziemlich brutal. Markus Heitz Schreibstil ist zudem unglaublich detailliert und er verliert sich gerne in historischen Berichten. So authentisch das Spätmittelalter auch dargestellt wird, war es mir an manchen Stellen dann doch etwas zu viel "Geschichtsbuch". Und trotzdem war ich fasziniert und gebannt von den Geschehnissen. Ja, Markus Heitz weiß eben zu fesseln. Egal ob mit Zwergen oder Vampiren.

Fazit:

'Die schwarze Königin' ist ein genialer Mix aus historischem Roman, alten Legenden und Fantasy. Abwechselnd aus der Gegenwart und dem Spätmittelalter geschrieben tauchen wir mit Len, Königin Barbara von Cilli und dem jungen Vlad, dem Vater des späteren Pfählers, ein, in eine Welt voll dunkler Kreaturen, Strigoi und Djinns.

Große Empfehlung für Fans des Autors und all jene, die gerne Fantasy mit historischem Anstrich lesen.



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